Blicke vom Steg

Im Urlaub habe ich gefühlte Stunden auf unserem kleinen Steg am Haus verbracht. Nur ich und meine Foto-Ausrüstung. Mit analoger Spiegelreflexkamera, digitaler Kompaktkamera und kleiner Smartphone-Knipse war ich da ja auch ausreichend ausgestattet!

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Als ich wieder daheim war, stellte ich erstaunt fest, dass ich gar nicht soooo viele Fotos gemacht hatte. Hauptsächlich habe ich es wohl genossen, dort zu sitzen und den Ausblick zu genießen. Das eine oder andere brauchbare Bild ist aber trotzdem herausgesprungen – und die wollte ich nun nicht auf der Festplatte verstauben lassen!

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Natürlich hatten wir im September auch einfach das traumhafteste Wetter. Der strahlend blaue Himmel und der stille See – wenn dieser Ausblick nicht die Seele streichelt, weiß ich auch nicht. Da keine Urlaubszeit war, herrschte auch eine herrliche Ruhe ringsumher. Außer, wenn wieder irgendein Rentner den Rasenmäher anschmiss. Oder wir selbst. Na, man kann nicht alles haben.

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Ab und zu bekam ich am Steg auch Besuch, zu dem ich respektvoll Abstand hielt. Außerdem habe ich gefühlte zwanzig Selfies geschossen (allesamt nicht blog-tauglich) und zwischendurch ein paar Seiten gelesen. Nur eines habe ich dieses Mal nicht getan: Die Füße ins Wasser gehalten. Dazu sah es dann doch nicht einladend genug aus…

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Auch wenn das nicht so viele Bilder waren: Es ist doch erstaunlich, wie viele unterschiedliche Motive man auf einer Plattform von vielleicht 5 Quadratmetern entdecken kann. Die analogen Fotos folgen dann demnächst mal in einem extra Post, in dem ich von meiner wiederentdeckten Liebe für die Analogfotografie erzählen werde!

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Der gut gedeckte Tisch und Regeln für Telefongespräche

So langsam wuppen wir den Haushalt wie von allein, oder? Wir nähern uns dem Ende unseres kleinen Hausfrauen-Seminars und sind nun schon beim Buchstaben T angelangt.

In Sachen Telefonie hat sich zwar einiges getan in den letzten 50 Jahren. Aber einige Sachen ändern sich nicht!

Telefongespräche sind aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Aber wie so oft im Leben, kann das Gute ins Schlechte ausarten, wenn nicht der passende Zeitpunkt für ein Telefongespräch gewählt wird. Dann wird das Klingeln als Störenfried empfunden; vor allem wenn Säuglinge oder kleine Kinder zum Haushalt gehören, die auch tagsüber schlafen. Zur Höflichkeit gehört es, dass Anrufender und auch der Angerufen ihren Namen nennen. “Hallo” ist kein Name! Unhöflich ist es, wenn durch falsches Wählen eine falsche Verbindung zustande kam, den Hörer mit hörbarem Knall zurückzulegen. Eine Entschuldigung ist hier am Platz, denn der Fehler liegt ja beim Anrufenden, der falsch gewählt hat. “Fasse dich kurz”, ist nicht nur bei öffentlichen Telefonzellen angebracht, sondern auch dann, wenn man einen Zweieranschluss hat.

Mittlerweile könnt ihr die eine oder andere Party ausrichten. Aber wie sieht es mit dem Essen im Familienkreis aus? Oder dem romantischen Abendessen zu zweit? Ich für meinen Teil weiß nun, was beim Xbox-Abend des Helden jede Woche fehlt. Eine Schande, schon anderthalb Jahre verheiratet und noch immer habe ich keinen Kartoffelsalat gereicht! Das muss sich ändern. Also, sucht schon mal die Kompott-Teller heraus (und fragt euch lieber nicht, wie junge Männer miteinander essen, vermutlich sind da wieder wir Hausfrauen zuständig; die jungen Mädchen jedenfalls halten gern Plauderstündchen):

Tische, gut gedeckt, für verschiedene Gelegenheiten.
Zum Frühstück: Das gemeinsame Frühstück ist ein guter Anfang für den ganzen Tag. Geschirr, Tischdecke und Blumenschmuck aufeinander abstimmen. Zu einem gemusterten Geschirr sieht die einfarbige Decke am besten aus. Der Blumenschmuck, nur aus wenigen Blüten bestehend, steht in niedriger Vase. Den Frühstücksteller in die Mittel jedes Tischplatzes stellen, rechts davon, etwas mehr nach oben gerückt, steht die Tasse, mit dem Henkel nach rechts. Der Kaffeelöffel liegt rechts auf dem Rand der Untertasse; das Mesesr mit der Schneide zum Teller gewandt, rechts neben dem Teller. Die Serviette, für jedes Familienmitglied in einen andersfarbigen Serviettenring gesteckt oder zusammengelegt in Serviettentasche mit gestickten Anfangsbuchstaben, kommt auf oder neben den Teller. Brot und Brötchen finden ihren Platz in Brotkörbchen oder -schale. Butter, Honig und Marmelade vervollständigen das tägliche Frühstück, zu dem es Kaffee oder Tee mit Zucker, Milch und Sahne gibt. Das beliebte Sonntagsei steht bei jedem Gedeck im Eierbecher, daneben der Salzstreuer. Der Eierlöffel liegt, mit dem Mund nach oben, über den Frühstücksteller, Griff nach rechts weisend. – Wird zum Frühstück Aufschnitt oder Käse gereicht, muss eine Gabel für jedes Gedeck aufgelegt werden; sie findet ihren Platz links vom Teller, Zinken nach oben gerichtet.
Zum Mittagessen: Auch bei den täglichen Mahlzeiten im engsten Familienkreis muss der Tisch so gedeckt ewrden, dass er einladend wirkt. Alles, was während der Mahlzeit benötigt wird, ist bereits auf den Tisch zu stellen. Salz- und Pfefferstreuer, auch die Vorlegebestecke, sind griffbereit. Zu empfehlen ist die Anschaffung eines Serienservices, zu dem jedes Stück einzeln erhältlich ist, damit zerbrochene und angeschlagene Teile gleich ersetzt werden können. – Beim Einkauf von Bestecken darauf achten, dass sie rostfrei sind. – Für jedes Familienmitglied die Serviette in Ring oder Serviettentasche links neben das Gedeck legen. Auf der gleichen Seite liegt auch die Gabel mit den Zinken nach oben. Rechts neben dem Teller finden Messer und Löffel ihren Platz, das Messer mit der Schneide zum Teller gewandt. Zur Schonung des Tischtuches sind Messerbänkchen aus Plexiglas sehr zu empfehlen. Sie stehen rechts vom Teller und nehmen Gabel sowie Messer auf. Der Suppenlöffel findet dann zusammen mit dem Kompottlöffel seinen Platz über dem Teller, Griff nach rechts gerichtet. Während Salat- und Kompottteller links oberhalb des Esstellers stehen, wird das Trinkglas auf die rechte Seite gestellt. – Blumen erhöhen auf jeden Fall die Stimmung, sie sind in niedrigen Vasen oder in Schalen gefällig anzuordnen, niemals in hohen Gläsern, damit das Gegenüber nicht verdeckt wird.
Zum Abendessen zu zweit: Mit viel Liebe und besonderer Sorgfalt deckt die Gastgeberin oder Hausfrau diesen Tisch. Ein Spitzenmilieu, über eine zartfarbene Decke gebreitet, verleiht dem Tisch einen festlichen Charakter. Die Bewirtung wird so zusammengestellt, dass ein Aufstehen während der Mahlzeit nicht nötig ist. Als Auftakt gibt es eine leckere Vorspeise, die, in Förmchen oder kleinen Schalen angerichtet, auf dem Abendbrotteller steht. Das gebrauchte Geschirr ist dann rasch weggenommen. Aufschnitt, Salat, Gürkchen, Butter appetitlich zu Kugeln geformt, Käse, Salzmandeln stehen bereit, ebenso Weiß- und Schwarzbrot. Und dazu natürlich ein guter Tropfen! Auch der Blumenschmuck darf nicht fehlen. Bringt jedoch der Gast oder der Ehemann Blumen mit, werden diese auf den Tisch gestellt.
Teenager unter sich: Farbenfroh, jedoch schlicht und einfach, soll der Tisch für die jungen Mädchen gedeckt sein. Hier kommt die den englischen Tischsitten entlehnte Mode der Sets den Wünschen der Jugend sehr entgegen. Geschickte junge Mädchen arbeiten diese Deckchen aus farbigem Leinen selbst und verzieren sie mit weißer oder bunter Borte oder ein wenig Stickerei. Auf jeden Platz wird solch ein Set gelegt und das Gedeck in üblicher Weise daraufgestellt. Besonders hübsch wirkt es, wenn die Servietten zu den farbigen Deckchen untereinander ausgetauscht werden, also zu rotem Set die grüne Serviette und umgekehrt. Jeder runde, ovale oder viereckige Tisch ist für das Plauderstündchen der jungen Mädchen geeignet, vorausgesetzt, dass er nicht zu groß ist. Teenager sitzen gern dicht beieinander, wenn sie ihre Erlebnisse austauschen.
Zum Dauerskat: Passionierte Skatspieler wollen untereinander sein und keine Zuschauer beim “Grand aus der Hand” haben. Deshalb sind beim Skatabend ausnahmsweise Damen nicht erwünscht. Selbst die Hausfrau tritt kaum in Erscheinung, aber sie sorgt für das leibliche Wohl der Skatbrüder. Der Spieltisch ist gerichtet, er wird mit einer einfachen Decke belegt, auf der das Spieltuch aus Plastik ausgebreitet wird. Neben dem Spieltisch steht der Servierwagen mit den Getränken – außer Bier gibt es einen guten Schnaps – und den Gläsern. Eifriges Spiel macht aber nicht nur Durst, sondern auch Hunger. Die fürsorgliche Hausfrau stellt also Rechaud mit Würstchenschüssel bereit. Die Würstchen mit Brot und Senf, mit der Hand gegessen, verlangen nur Teller, kein Besteck. Natürlich fehlen Papierservietten und Aschenbecher nicht. Der Hausherr braucht nur noch den Nachschub an Bierflaschen aus dem Kühlschrank zu holen.

Der folgende Abschnitt wurde nur integriert, weil ich mich über den Begriff so amüsiert habe, und hat keinerlei weiterbildende Funktion außer vielleicht dieser, dass wir ein neues Wort lernen, das unbedingt wieder häufiger verwendet werden sollte:

Toaster, siehe Brotröster.

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Wie es beim Sohnemann auszusehen hat, wissen wir ja schon aus der letzten Woche. Aber natürlich sollen auch die Mütter von jungen Damen informiert sein. Hoffentlich ist die Tochter Rechtshänderin:

Tochterzimmer: Endlich ist es so weit, dass das Töchterchen sein eigenes Zimmer bekommen wird, in dem es schlafen, arbeiten und seine Freizeit gestalten kann. Da ist als erstes an das Bett oder, besser gesagt, die Liegestatt zu denken. In einem kombinierten Raum sieht ein veritables Bett nicht so gut aus wie eine hübsche Bettcouch, die tagsüber als Sitzgelegenheit dient und nachts ein vollwertiger Bettersatz ist. Das Bettzeug kommt in den Bettkasten, der Rohrgeflecht oder Luftlöcher aufweisen muss, damit die Betten auch “Luft bekommen”. Ist genügend Raum vorhanden, kann auch ein Klappbett aufgestellt werden, es ist dann am Abend mit einem Griff herunterzuklappen und fix und fertig zum Hineinlegen. Als Sitzgelegenheiten müssten dann aber, außer einem Stuhl am Arbeitsplatz, wenigstens noch zwei bequeme Sessel aufgestellt werden für das Plauderstündchen mit den Freundinnen. Ein Couchtisch ist in beiden Fällen erforderlich. Der Arbeitsplatz – zierlicher Schreibtisch – muss von links oder von vorn das Tageslicht bekommen; kommt das Licht von rechts, wirft die schreibende Hand Schatten. Ob neben der Deckenbeleuchtung eine Stehlampe oder eine Tischleuchte am Abend das erforderliche Licht spenden soll, ist Geschmackssache. Ein kombinierter Schrank für Kleidung und Wäsche (die eine Schranktür innen mit einem großen Spiegel versehen, damit sich die junge Dame in ganzer Größe betrachten kann) vervollständigt die Einrichtung. Teppich oder kleine Brücke, je nach Bodenbelag, sowie hübsche Stores, Übergardinen und Kissen, alles zu Tapeten und Möbelfarbe gut abgestimmt, vervollständigen das kleine Reich der jungen Dame. Die Eltern tun gut daran, wenn sie bei der Einrichtung des Tochterzimmers schon weiter denken und so gewissermaßen den Grundstock für den späteren eigenen Hausstand der Tochter legen.

So, ab sofort dürften die häuslichen Mahlzeiten harmonischer ablaufen. Blumen heben schließlich die Stimmung! Hausaufgabe: Ins Geschäft gehen und nach einem Brotröster fragen. Anschließend zurückkommen und in den Kommentaren von den Reaktionen der Verkäufer berichten! Nächste Woche geht es um Uhren, Unfallverhütung und die tägliche Wohnungspflege.

Links und rechts vom Blog #4

Fast ist schon Wochenende! Ich freue mich schon, denn ich werde mit meiner Mama an einem Chor-Workshop teilnehmen. Ich werde also trällern und tanzen, während der Held daheim sturmfreie Bude hat. Und für euch habe ich mal wieder ein kleines Alternativ-Leseprogramm zusammengestellt!

Glücklicherweise lesen meine Eltern hier ja ebenfalls mit, so dass ich kein großes Problem haben werde, wenn ich am Wochenende mal etwas bei Instagram posten möchte oder mit der Kamera unbedingt festhalten muss. Ulli diskutiert auf ihrem Blog Purplemint die Frage, wie das Umfeld so reagiert, wenn es vom Bloggen erfährt - ein interessanter Artikel, der einige Denkanstöße bietet!

Ich liebe die Comics von Lunarbaboon! Chris Grady verarbeitet sein Leben mit Ehefrau und Sohn – ursprünglich als Hilfe im Kampf gegen seine Depressionen und Ängste. Dabei bildet er das Vatersein so liebevoll wie humorvoll ab. Laut lachen musste ich neulich bei diesem Comicstrip, und bald werden seine Comics auch als Buch erscheinen – wer sich eine Erstausgabe sichern möchte, kann noch schnell den Kickstarter unterstützen, der sein Ziel schon übererfüllt hat (ich habe es schon getan)!

Eher was zum Nachdenken ist dieser Artikel im Tagesspiegel: “Es ist ein Kampf, sagt Herr Allenstein”. Herr Allenstein und seine Frau betreiben einen kleinen Zeitschriftenkiosk in Berlin und haben massiv mit den rückläufigen Verkaufszahlen von Printprodukten zu kämpfen.

“Ich habe nichts zu verbergen!” Den Satz hört man oft, wenn es um Überwachung, Vorratsdatenspeicherung und Co. geht. Das Nuf Advanced, im Allgemeinen sowieso ein ausgesprochen empfehlenswerter Blog, hat sich des Themas einmal aus der Elternperspektive angenähert.

Herbstliebe 2014

Liebe Leute, ich glaube, ich habe eine Lieblings-Jahreszeit und habe es nur bislang noch nicht gewusst. Kürzlich habe ich nämlich mal mein Blog-Archiv durchstöbert. Und was fand sich? Mickrige vier Frühlings-Artikel, schlappe 8 Sommer-Posts und ganze ZEHN Herbst-Beiträge! Na gut, unter Winter hat sich der Advent gemischt, der eine Sonderstellung einnimmt. Aber was die Jahreszeiten betrifft, ist der Herbst ganz eindeutig vorn.

Aber ehrlich? Das kann ich auch vollkommen verstehen. Das Licht! Die Farben! Der Himmel! Hmm… Da müsste man doch einen Foto-Post draus machen können? ;-)

1. Das Licht!

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Wenn ich im Herbst mit dem Rad unterwegs bin, lohnt sich der “lange” Weg nach Hause. Da geht es nämlich durch die Felder (auch wenn man das auf dem Foto oben noch nicht sieht). Ich fahre übrigens morgens in den Sonnenaufgang und abends in den Sonnenuntergang. Manchmal ist die Aussicht dabei so schön, dass es ein ganz warmes Gefühl im Bauch gibt.

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2. Die Farben!

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Die Herbstfarbe schlechthin ist wohl Orange. Daher werde ich meinen Besuch auf dem Kürbisfeld hier auch gnadenlos ausnutzen und euch eine Bilderflut bieten, die sich gewaschen hat. Bei den Bildern konnte ich mich nämlich einfach nicht entscheiden, welche die schönsten sind. Ich habe deutlich länger fotografiert als Kürbisse ausgesucht. Es war aber auch einfach so unglaublich hübsch!

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Diesen Kürbis hatte ich auf Instagram schon gezeigt, und Andrea stellte gleich fest, dass er aussähe wie ein Vogel. Tatsächlich heißt diese Sorte “Schwanenhals” und als ich die Bilder für diesen Beitrag sortierte, stellte ich entzückt fest, dass ich sogar ein “richtiges” Foto vom Vogel-Kürbis gemacht hatte!

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Herbst-Kuerbisfeld

Wenn ihr ein Kürbisfeld in der Nähe habt - hin mit euch! Auch wenn ihr keine Deko kaufen wollt und Kürbis nicht schmecken mögt (so wie ich, das muss ich hier mal offen zugeben).

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3. Der Himmel!

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Dass ich noch nicht vom Rad gefallen bin, weil ich ständig nach oben schaue, ist auch alles. Der Himmel präsentiert sich in so vielen Facetten und manchmal mit solch wunderbarer Dramatik, dass man einfach nicht wegsehen kann!

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Und wenn ich diese Aussicht vor mir sehe, bin ich schon fast zu Hause:

Herbst-Himmel

Was ist deine liebste Jahreszeit? Wenn ihr auch so in den Herbst verliebt seid wie ich, dann schaut euch doch mal Julis Aktion #halloherbst14 an. Dazu gibt es viele zauberhafte Bilder auf Instagram zu sehen, aber auch auf Ihrem Blog sammelt Juli Beiträge zur Aktion. Stöbern lohnt sich!

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Die richtige Wohnungseinrichtung und die Besonderheiten beim Staubsaugerkauf

So, mittlerweile bin ich über die moderne Technik hinweggekommen und deswegen geht es heute unter anderem um Schallplatten. Außerdem lernen wir, besser einzuschlafen, und erfahren einiges darüber, wie wir bestimmte Räume und Ecken der Wohnung einzurichten haben.

Es ist schon angenehm, dass mp3s nicht so viel Platz wegnehmen. Sonst wüsste ich auch gar nicht, ob ich noch zu den jungen Menschen gehöre, die ihre Kästen asymmetrisch an die Wand hängen, oder ob ich da inzwischen eher symmetrisch bleiben müsste?

Schallplatten sorgfältig aufbewahren, damit sie nicht zerkratzt werden. Reicht der Platz bei leidenschaftlichen Plattensammlern neben dem Plattenspieler nicht aus, ist ein Ständer aus Rundeisen zu empfehlen. Junge Leute bevorzugen Kästen, die auch asymmetrisch an der Wand aufgehängt werden können. Für anspruchsvollere Schallplattenfans gibt es sehr hübsche Plattenkoffer.

Vor dem Schlafengehen sollte man besser nicht zu viel diskutieren. Und auch nicht zu viel nachdenken, denn Blut in Richtung Gehirn ist ganz gefährlich. Also: Besser RTL schauen?

Schlaflosigkeit ist häufig eine Folge von hitzigen Debatten, kurz vor dem Schlafengehen geführt, oder vom Wälzen schwieriger Probleme. Jeder Blutandrang zum Gehirn ist zu vermeiden, denn der Grundsatz für einen guten Schlaf heißt: kühler Kopf – warme Füße. Sollte sich der Schlaf gar nicht einstellen wollen, dann ‘raus aus dem Bett und vier Minuten lang in knöchelhohem kalten Wasser wassertreten. Danach die Füße kräftig frottieren und sofort zurück ins Bett.

Viel Platz braucht die Hausfrau ja nicht. Immerhin ist die ganze Wohnung ihr Revier und so viel Zeit, um faul z.B. am Computer zu hocken, ist sowieso nicht vorhanden. Aber einen Lichtblick hat das Ganze: Es gibt tatsächlich einen Platz in der Wohnung, für den die Hausfrau nicht verantwortlich ist, sondern der Ehemann. Halleluja!

Schreibschrank oder Schreibtisch? Hausfrauen und heranwachsende Töchter geben dem Schreibschrank den Vorzug. Der zur Verfügung stehende Platz an der heruntergeklappten Schreibplatte ist ausreichend zum Briefeschreiben, für die Eintragungen ins Haushaltsbuch oder zur Erledigung der Schulaufgaben. Ist die Klappe geschlossen – sie nimmt dann keinen Platz mehr weg – sind alle Schreibutensilien hinter ihr verschwunden. Für Einzelgänger, denen nur ein Raum zur Verfügung steht, ist der Schreibschrank geradezu ideal. Er hat genügend Unterbringungsmöglichkeiten für Schreibpapier, Rechnungen und all die vielen kleinen Papiere, ohne die heute nicht auszukommen ist. Als kleiner Nachteil wirkt sich das Wegräumen aller Gegenstände auf der hochklappbaren Schreibfläche aus, während man bei einem festen Tisch alles liegenlassen kann. Der Schreibtisch des Hausherrn, am besten an ein Fenster gestellt, darf möglichst nur von ihm selbst aufgeräumt werden.

Auch wenn die ganze Wohnung ihr Revier ist – wie es scheint, kann die Hausfrau nicht einfach mit dem Rest der Familie im Wohnzimmer entspannen, sondern braucht ein Eckchen für sich. Wo sie dann allerdings auch nur sitzt, um Ansprechpartner für andere zu sein? Ich würde vermuten, dass dem Hausherrn ein ganzes “Arbeitszimmer” zugestanden wird – aber vielleicht denke ich da nur schlecht von der Autorin, denn dies ist nicht erwähnt. Vermutlich bräuchten wir da schon “Das 1×1 der richtigen Wohnungseinrichtung” in der ausführlichen Ausgabe.

Sitzecke für Hausfrau sollte in jeder Wohnung möglich sein. Und wenn es nur ein bequemer Sessel mit breiter Rückenlehne ist, in dem sie sich von der Tagesarbeit ausruhen kann. Besser ist’s, wenn sich die Frau des Hauses in einer Ecke des Wohnzimmers, nahe dem Fenster, ein stilles Plätzchen einrichtet, das von den anderen Familienmitgliedern respektiert wird. Je nach Größe des Raumes gesellt sich zum Sessel ein kleiner Tisch, ein Nähständer, ein Büchergestell und vielleicht sogar ein kleiner Schreibtisch (Schreibschrank). Heranwachsende Töchter und Söhne wissen: Wenn Mutti in “ihrem” Sessel sitzt, nimmt sie sich die Zeit, mit ihnen ihre Anliegen zu besprechen.

Selbstverständlich geht es im Jahr 1966 nicht einfach um ein (neutrales) Kinderzimmer. Da muss schon unterschieden werden zwischen dem “Tochterzimmer” und dem “Sohnzimmer”. Die Unterschiede, wenn auch gering:

Sohnzimmer: Hier ist das gleiche zu sagen wie für das Tochterzimmer. Nur können bei Söhnen die Möbel etwas kompakter gewählt werden. Als Arbeitsplatz kommt für den jungen Mann am besten ein verstellbarer Zeichentisch in Betracht, der dann in vielen Fällen später bei der Berufsausübung gute Dienste leisten kann. Während beim Tochterzimmer alle Farben und Muster zarter gehalten sind, unterstreichen kräftigere Farbtöne und geometrische Muster den “männlichen” Charakter des Sohnzimmers. Wenn zur Wohnung ein Dachgeschosszimmer mit ausreichend großem Fenster gehört, ist dies der ideale Raum für den Sohn. Um genügend Platz zur Unterbringung von Büchern und Bastelmaterial zu erhalten, helfen hier Regale und Hängeborde. Für einen großen Schrank reicht in der Regel der Platz nicht aus. Unter Ausnutzung der Dachschräge lässt sich aber meistens ein Wandschrank einbauen.

Unser Haushalt ist ja mittlerweile mit einem im Jahr 1966 wahrscheinlich noch unvorstellbaren Staubsauger-Roboter mit Namen Robi Wan Kenobi ausgestattet. Ihr könnt euch denken, wie sehr vor allen Dingen der Held davon profitiert. Könnt ihr nicht? Nun:

Staubsauger, ob Hand- oder Bodenstaubsauger, sind aus den heutigen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern als Universalreinigungsgerät die Hausarbeit wesentlich. Vor dem Kauf eines Staubsaugers erst mehrere Fabrikate ansehen, an Vorführungen teilnehmen. Dann erst ist ein Vergleich möglich, um festzustellen: Dieses Fabrikat kommt für meinen Haushalt in Frage. (…) Und nun noch ein Tip: Den Kauf eines Staubsaugers gemeinsam vornehmen, denn nicht nur die Hausfrau ist an einer Einschränkung und Erleichterung der Hausarbeit interessiert, sondern auch der Hausherr (er kann in der gewonnenen Freizeit besonders verwöhnt werden).

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Der letzte Satz hat mich sprachlos zurückgelassen. Daher gibt es heute keine Hausaufgaben. Ihr könnt euch mental auf die nächste Woche vorbereiten. Da geht es dann um Telefongespräche, gut gedeckte Tische und natürlich auch ums Tochterzimmer.

Luv und Lee im Logbuch / #bloggenmitherz

Na, habe ich euch schon überzeugt, dass der nächste Bloggen mit Herz-Workshop unbedingt in euren Kalender gehört? Wir hatten Strand, Watt, tolle Menschen, ein bewegendes Konzert UND Blog-Knowhow. Da fehlt nur noch ein Teil des Wochenendes, von dem ich euch berichten muss: das Logbuch!

Das Logbuch? Na gut, vielleicht kennt ihr es eher unter dem Begriff “Memory Book”. Die wunderbare Ja-Sagerin hat sich nämlich die wahnsinnige Arbeit gemacht, für jeden von uns ein Memory-Book zur Verfügung zu stellen! Dazu addiere man Massen an Bastelmaterial von der Scrapbook-Werkstatt und Ikea sowie zwei supertolle Fotodrucker von Canon.

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Da wir Blogger bekanntermaßen allzeit begeistert fotografieren, bietet sich so ein Erinnerungsbuch im Grunde genommen an. Und so nutzten wir (fast) alle die großartige Gelegenheit, nicht nur zusammen zu quatschen und zu lernen, sondern auch gemeinsam zu basteln. Für mich war das mal wieder die Erfahrung, dass das Basteln in der Gruppe einfach total viel Spaß macht. Man inspiriert sich gegenseitig, vergisst die Zeit, und es ist einfach noch viel schöner als daheim im stillen Kämmerlein. Deshalb habe ich auch bald nach dem Workshop einen Kreativtag bei mir ins Leben gerufen, auf den ich mich schon sehr freue.

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Wir nutzten also fast jede freie Minute zum Basteln, und mein Memory Book ist nun schon ordentlich gefüllt, obwohl es nur um ein Wochenende ging, was festgehalten wurde!

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Ihr seht: Teilweise waren die Tische nicht ausreichend, so wild wurde geklebt, gestempelt, geschnitten und gemalt. Und wer keine Lust hatte oder eine Pause brauchte, konnte in der Zeit einfach an seinem Blog schrauben, jemanden um Hilfe oder Input bitten, einfach mit den anderen quatschen oder bei der Musik mitsingen (was wir sehr gern und manchmal schief getan haben)!

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Aber genug drumherum geredet: Hier kommen ein paar Einblicke in mein Memory Book Logbuch! Schon auf der Fähre konnte ich nicht umhin, den Himmel und das Meer zu fotografieren. Blau in blau, wunderschön! Quasi der Startschuss für das Borkum-Abenteuer:

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Natürlich musste auch unser singender Wattführer Bertus festgehalten werden – genau wie die schon erwähnte Tatsache, dass Blogger immer alles fotografieren müssen (nicht, dass ich besser wäre – ich habe die Blogger beim Fotografieren fotografiert!):

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Aber zunächst gehörte unser erster Abend am Strand ins Logbuch. Inklusive Sonnenuntergang, Vorstellungsrunde, und natürlich Meerblick.

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Eine Challenge hatten uns Sandra und Katja auch noch aufgetragen. “Luv und Lee” sollten wir fotografisch festhalten, oder auf Nicht-Seemanns-Deutsch: Gegensätze. Dabei kamen viele kreative Ideen zustande, und so war ich auch nicht die einzige, die von der Wattwanderung inspiriert wurde! Trotzdem gefällt mir mein Beitrag immer noch sehr gut:

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Diese süße Möwe war übrigens das Logo des Workshops und wurde von der Binenschmiede entworfen! Total niedlich, oder? Ihren Dawanda-Shop kann ich daher nur empfehlen – die Buttons, hach, zauberhaft! Genauso toll wie auch die Postkarten vom Cosmic Shop - diese Karte habe ich auf die Rückseite eines Fotos geklebt und beides zusammen dann einfach als kleine Zwischenseite eingeklebt:

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Chris, der auf Borkum lebt und somit stetig als Experte herangezogen wurde (ob er wollte oder nicht), hatte Bine und mir eine kleine Exklusiv-Tour durch Borkums Hafen gegeben – vielen Dank dafür! Natürlich wurde auch dieser Ausflug ins Logbuch aufgenommen. Inklusive Analog-Hashtags, die hiermit wieder digitalisiert wurden – Hashtagception!

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Wenn ich das so sehe, bin ich wieder versucht, tatsächlich mal ein regelmäßiges Memory Book zu führen. Aber das scheitert bei mir an mehreren Faktoren. Erstens kann ich mich, wie man hier schon sieht, nicht kurz fassen. Wenn ich an einem Wochenende schon so viele Seiten (und ich habe nicht einmal alle gezeigt) fabriziere, ist das Buch wahrscheinlich nach einem Monat voll. Zweitens bin ich ein riesiger Bastelmessi. Wenn ich anfange, das Scrapmaterial rauszuholen, ist der Tisch belegt. Komplett und zwar bis ich fertig bin. Ich habe auch das ungeschlagene Talent, die Schere neben mich zu legen und dann verschwindet sie innerhalb eines Augenschlags (das ähnelt dem Wurmloch auf meinem Sofa, nur dass dort die Zeit verschwindet, gell Heiterwerden-Steffi? ;-) )! Also, Chaos und Zeit. Aber ich bin ja inzwischen wieder totaler Fan von analogen Fotos und diese klebe ich dann auch ein. Bislang noch in ein Notizbuch und ganz einfach, aber vielleicht steige ich ja irgendwann auf zum Memory Book.

Lego in der Küche / Machen, nicht pinnen

“Pinnst du noch oder machst du schon?”, fragt uns Geschwister Gezwitscher. Anne und Eva geht es wie mir: Sie scrollen sich durch Pinterest & Co., finden jede Menge tolle Ideen, “pinnen” sie und vergessen sie dann wieder. Schade, oder? Deshalb wollen sie in der Aktion “Machen, nicht pinnen” ab sofort jeden Monat ein Pinterest-Projekt umsetzen und zeigen – da bin ich doch sofort dabei!

Für den Anfang habe ich mir ein sehr einfaches Projekt ausgesucht. Davon habe ich jede Menge auf meinen Pinnwänden. Ich denke beim Pinnen dann “Ach wie nett, das ist ja schnell gemacht!” – und dann versauert es doch auf der Pinnwand. Aber damit ist jetzt Schluss! Diesen Monat gibt es ein kleines Projekt, um unsere Küche aufzupimpen.

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Ihr seht: unsere Küche. Und zwar in einem außergewöhnlich ordentlichen Zustand. ;-) Rechts seht ihr einen roten Blumentopf. Darin befindet sich alles, was man in der Küche so braucht. Scheren, Suppenkelle, Spaghettilöffel, Kartoffelstampfer und unsere Salatbestecke, von denen wir aus nicht näher bekannten Gründen gleich drei haben. Man könnte sagen: Alles in Ordnung. Aber eigentlich ist der Topf zu groß. Und langweilig ist er auch ein bisschen. Daher sollte mein erstes Projekt dieses hier werden: eine Aufbewahrungsbox aus Lego!

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Also schnappte ich mir letztes Wochenende meine alte Lego-Kiste aus dem Keller und setzte mich an den Esstisch, wo ich erstaunlich lange wühlte und suchte, um die perfekten Steine für meine neue Küchenaufbewahrung zu finden. Ich war ganz fasziniert, was ich alles in der Kiste fand. Ich muss damals vor allem Häuser gebaut haben – gefühlt die Hälfte der Kiste war gefüllt mit Dachziegel-Steinen!

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Anders als im Original-Pin habe ich nicht eine große Box gebaut, sondern die Aufbewahrung in mehrere kleinere Fächer unterteilt. So konnte ich mit unterschiedlichen Höhen spielen (eigentlich sollte das Fach ganz rechts noch höher werden – aber mir gingen tatsächlich die Steine aus) und die einzelnen Teile fallen nicht um, sondern stehen halbwegs aufrecht. Die hässliche Spüli-Flasche habe ich direkt auch versteckt, und links gibt es ein kleines “Gärtchen” für unsere Schwämme, die sonst einfach lose herumlagen.

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Der kleine Mann hilft uns in Zukunft beim Sauberhalten der Küche – seinen Besen hat er immer dabei. Und natürlich konnte ich außerdem nicht widerstehen, ein Reflektionsbild zu machen. Der Salatlöffel lächelte mich förmlich an. Ich mag das Bild sehr, weil sich unten sogar noch die Legosteine spiegeln.

Wie haltet ihr es mit Pinterest? Sammelt ihr nur, oder setzt ihr auch um? Ich überlege schon jetzt, welches Projekt ich mir als nächstes aussuche! Vielen Dank an Geschwister Gezwitscher für die Inspiration, einfach mal zu machen. Mehr Projekte findet ihr hier – ich freue mich schon aufs Stöbern!