Links und rechts vom Blog #2

Mangels Zeit, Motivation und Kreativität ist es hier momentan sehr still. Wir genießen derzeit die heißen Tage genauso wie die Abkühlungen dazwischen und der Computer bleibt meistens aus. Da vom Smartphone Bloggen keinen Spaß macht, gibt es hier einfach mal ein kleines Lebenszeichen und ein paar Links zu dem, was andere fleißige Menschen so schreiben!

Dieser Artikel von Mamagie ist zwar schon zwei Jahre alt, aber nichtsdestotrotz im Sommer hochaktuell und sollte zur Pflichtlektüre gehören: Ertrinken sieht nicht wie Ertrinken aus!

Die Fotos in diesem Artikel verursachen bei mir akutes Fernweh. Ich möchte unbedingt noch mal nach Finnland, irgendwann!

Lottes Blog lese ich sehr gern. Die Geschichte ihres Urgroßvaters, der 1944 von den Nazis ermordet wurde, hat mich heute besonders berührt.

Schnappatmungs-Alarm! Bei dieser Liste von Buzzfeed weiß ich gar nicht, welchen Punkt ich besonders hervorheben soll: Clevere Geschenkideen für Buch-Liebhaber! Die “sprechenden Lesezeichen” (Nr. 6)? Die Lampe in Buchform, die man ins Regal stellen kann? Das Parfum mit Bücherduft?! Oder doch das kopfstehende Regal?

Übrigens, wer mehr von mir lesen möchte, obwohl ich gerade nicht blogge, kann hier auf Twitter bei mir vorbeischauen. Ich probiere es jetzt zum ungefähr 3. Mal, aber ich bin zuversichtlich, dass es mir dieses Mal dort gefällt und ich dabei bleibe!

12 von 12 im Juli

Nachdem ich letzten Monat urlaubsbedingt ausgesetzt habe, wollte ich heute unbedingt wieder die 12 von 12 posten. Da wir aber viel unterwegs waren, habe ich die meiste Zeit das Fotografieren vergessen. Na, dank einiger Auto-Fotos konnte ich aber doch noch 12 Fotos zusammenkratzen. Auch wenn ihr jetzt die Johannisbeertorte, die Chips-panierten Schnitzel und die Matratzentests bei Ikea verpasst, gibt es doch noch einiges zu sehen.

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Da der Nusspli-Notstand in unserem Haushalt ja glücklicherweise abgewendet werden konnte, ging das Frühstück friedlich und entspannt vonstatten.

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Dann wurden zunächst einmal Geschenke eingepackt. Ich mag das bunte Kringel-Papier!

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Wir fuhren nämlich zu meinen Eltern! Hier das erste der diversen Auto-Fotos. ;-)

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Es folgten die bereits erwähnten in Chips panierten Schnitzel (und Tortellini-Salat), und dann lautete die Frage: “Wollen wir ins Lehmbruck-Museum fahren oder lieber die neue Ausstellung im Gasometer ansehen?” Tja, was soll ich sagen, es war ganz schön voll bei Ikea.

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Eigentlich waren wir ja auf der Suche nach einem neuen Bett, aber zunächst einmal haben wir dieses tolle Poster mit London-Motiv mitgenommen.

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Nach der unsichtbaren Johannisbeer-Torte hieß es: Füße hochlegen. Die Damen auf dem Balkon in der Sonne…

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…die Herren auf dem Sofa!

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Der nächste Programmpunkt: Ikea! ;-) Wir hatten uns eine Matratze ausgesucht, aber die passte nicht mit so vielen ins Auto. Also haben wir sie auf dem Heimweg noch schnell eingeladen. Naja, schnell gekauft und dann langsam und umständlich eingeladen trifft’s eher.

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Auf dem Heimweg hatten wir wechselhaftes Wetter mit tollen Himmelsaussichten, die aber durch die Scheibe sehr schwierig zu fotografieren waren.

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Da fröne ich lieber meiner Leidenschaft für Reflektionsbilder.

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Zuhause steckte ich das neue Poster in einen Rahmen, in dem zuvor eine riesige Collage mit Fotos, Briefen und Co. aus meiner Zeit in England war. Beim Auseinandernehmen habe ich ein wenig in Erinnerungen geschwelgt, mittlerweile ist das immerhin auch schon wieder 14 Jahre her.

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Und jetzt? Läuft hier selbstverständlich Fußball, aber das spannendste daran sind noch die Twitter-Kommentare. Schade, dass wir das Finale morgen wieder in der Internet-Diaspora bei unseren Freunden sehen werden, wo so gar kein Empfang ist.

Mehr 12 von 12 findet ihr wie üblich bei Draußen nur Kännchen!

(Juli 2013, Juli 2012, Juli 2011)*

* Habe festgestellt, dass ich heute vor 3 Jahren den selben Rock anhatte wie heute. Das amüsiert mich gerade sehr! :-)

London: Grumpy Queen, Street Art und Kaffee-Erlebnisse

Unser vierter Tag in London war von Gegensätzen geprägt. Als wir unseren Urlaub buchten, achteten wir nicht so sehr auf Veranstaltungen vor Ort als vielmehr darauf, wie er mit unseren Kollegen und anderen Terminen zusammenpasst. Direkt nach der Buchung fiel uns aber auf: Hey Moment, ist in dieser Woche nicht das zweite Juni-Wochenende eingeschlossen?

In der Tat war es das, und das bedeutet: Trooping the Colour! Die Queen feiert Geburtstag, und wenn man da schon mal in London ist, nimmt man das natürlich auch mit. Das war jedenfalls meine Meinung, der Held musste noch etwas überzeugt werden.

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Aber tatsächlich fanden wir uns am Samstagmorgen ganz in der Nähe des Paradeplatzes (Horse Guards Parade) wieder, mit bester Sicht auf den Platz. Sehen die kleinen Puschelmützen nicht aus wie kleine Zinnsoldaten, so aus der Entfernung und in der Masse?

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So eine Parade dauert ja ein Weilchen, und außerdem will man rechtzeitig da sein. Wir stellten uns schon morgens nach dem Frühstück hin, so dass wir es tatsächlich in die erste Reihe schafften (Dabei waren wir nicht um 7 Uhr dort! Sondern vielleicht um 9!). Nur ein-zwei Kinder haben wir noch vor uns gelassen, damit sie etwas sehen konnten. Jedenfalls standen wir dadurch nun einmal ziemlich lange herum, und ich habe mich eher damit beschäftigt, den Bobby direkt vor uns in allen Situationen zu fotografieren. Dabei sind ein paar sehr schöne Bilder herausgekommen, aber ich will jetzt hier keine Polizisten-Fotoreihe veröffentlichen. ;-)

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Irgendwann war es dann aber doch soweit, und die Queen fuhr an uns vorbei. Ich bin ja kein Royalist, aber das war schon irgendwie sehr cool, so nah an ihr dran zu sein. Sie schaute die ganze Zeit übrigens ausgesprochen brummig, weshalb sie bei uns zuhause jetzt nur noch “Grumpy Queen” genannt wird. Ist das nicht faszinierend und traurig zu gleich, wie winzig sie da in ihrer riesigen Kutsche sitzt?

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Einige andere Familienmitglieder konnten wir nur am Fenster entdecken. Persönlich ging es uns aber bald eher wie dem kleinen Mädchen auf der rechten Seite, die sich vermutlich auch nur fragte “Wann gibt’s endlich Geburtstagskuchen?” Auch “Trooping the Colour” gehörte also zu den Erlebnissen, die ich nicht versäumen wollte, die aber auch nicht unbedingt wiederholt werden müssen.

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Der Held war allerdings natürlich von den Uniformen fasziniert, und am Ende vom “Fly Past”, bei dem die Royal Air Force ihre Flugzeuge präsentiert. Da fand ich ja hauptsächlich die mit der bunten Farbe toll…

Nach der Parade wollten wir vor unserem nächsten Termin noch schnell einen Kaffee trinken. Wir hatten die Wahl zwischen einem Starbuck’s und einem fancy Coffeeshop, dem Shoreditch Grind. Natürlich überzeugte ich den Helden, dass man diese coolen Londoner Läden un-be-dingt ausprobieren müsste! Und so haben wir wieder etwas gelernt (Achtung, Fun Fact!). Und zwar: Es gibt einen Grund, dass es Latte Macchiato heißt. Latte heißt nämlich Milch. Und wenn man nur Macchiato bestellt, bekommt man – einen Macchiato. Also eine Art Espresso. Ich weiß nicht, ob ihr’s schon wusstet, aber Kaffee ohne Milch geht bei uns überhaupt nicht. Gar nicht. Auch nicht für 2 Pfund 70.

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Aber ich hatte ja Kontrastprogramm versprochen, und das sollten wir auch haben. Nach all dem Prunk und den Pferden und Uniformen und natürlich der Queen hatten wir nämlich noch eine Führung gebucht! Es ging nach Shoreditch, einem Stadtteil im Nordosten Londons. Dort hatten wir uns für eine der “Unseen Tours” angemeldet. Diese Touren werden von Obdachlosen oder ehemaligen Obdachlosen geführt, die sich natürlich besonders gut in “ihrem” Stadtteil auskennen und viele Geschichten zu erzählen haben; und die durch die Führungen natürlich auch ein gewisses Einkommen haben, das sie sonst nicht hätten. Für uns hatte ich die Tour “Street Art, Street Cred” ausgewählt.

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Nach unserer 4-Mann-Harry Potter-Führung am Abend zuvor waren wir gespannt, wie viele Leute auftauchen würden. Tja, Überraschung: nur wir. Also gab Henri, oben zu sehen, uns eine Privatführung. Das war dann zu gleichen Teilen cool und komisch. Komisch, weil es zum einen sofort auffiel, dass wir keine Ahnung vom Thema hatten. Ich finde Street Art cool und interessant, aber wir kennen uns beide gar nicht aus (der Held kannte nicht mal Banksy; aber das haben wir Henri verschwiegen, der Banksy übrigens persönlich kennt und nicht besonders freundlich auf ihn zu sprechen war). Aber hey, wir sind zum Lernen hier und so erzählte uns Henri wirklich eine ganze Menge. Mittlerweile kennen wir also immerhin zwei Street Art-Künstler: ROA und Pure Evil! ROA, einem belgischen Künstler, konnten wir sogar bei der Arbeit zusehen:

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Auch sonst hatte Henri viel zu erzählen. Persönlich fand ich es spannend, aber auch etwas seltsam, mit einem Obdachlosen durch die Straßen zu gehen. Ich wusste vielfach nicht genau, wie ich jetzt auf seine Witze zu diesem Thema reagieren sollte und ich fühlte mich etwas unbehaglich, wenn er mir unterwegs die besten Restaurants zeigte und im gleichen Atemzug sagte, dass er dort natürlich nie essen ginge, weil es einfach viel zu teuer sei. Das ist beileibe keine Kritik an Henri, der das niemals als Ziel hatte und auch wirklich nicht darauf aus war, Mitleid zu kassieren. Im Gegenteil. Aber wie viel Trinkgeld gibt man jemandem, der abends keinen Schlafplatz hat?

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Solche Fragen gingen mir durch den Kopf und auch im Nachhinein hat mich das Thema noch länger beschäftigt. Gerade das fand ich an der Tour aber dann auch so besonders, und es wurde sicherlich noch einmal sehr dadurch verstärkt, dass wir eben die einzigen beiden Teilnehmer waren und so auch wirklich auf Henri reagieren mussten, statt uns vielleicht auch mal im Hintergrund zu halten. Dadurch entstand dann aber eben auch beispielsweise eine kleine Diskussion über die EU, und es ergaben sich teilweise wirklich spannende Gespräche, die wir mit einer größeren Runde sicherlich nicht hätten führen können. (Einige seiner Verschwörungstheorien habe ich aber trotzdem stillschweigend übergangen.)

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Ich kann euch die Tour nur ans Herz legen. Es ist kein “Armutstourismus”, es geht nicht mal um die Obdachlosigkeit selbst bei den Touren, das Thema wurde nur am Rande angeschnitten. Also nichts für Sensationslustige, sondern vielmehr etwas für Leute, die die Stadt einmal aus einem anderen Blickwinkel sehen möchten. Achja, (ziemlich) gut Englisch sollte man zumindest für Henri allerdings können. Ich musste mich teilweise wirklich sehr konzentrieren, um alles gut zu verstehen.

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Übrigens geht es bei der Tour nicht nur um Street Art, sondern auch um Friedhöfe, Kirchen, versteckte Geheim-Gefängnisse und das wirklich wahre erste Theater von Shakespeare. Und man sieht sogar Eichhörnchen. What’s not to love about this?

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Und wo wir gerade schon mal bei “Kontrastprogramm” waren: Abends hatten wir noch eine Führung! Erwähnte ich schon, dass ich die Führungen nicht alle selbst ausgesucht hatte, sondern teilweise zum Geburtstag bekommen hatte? Sonst hätten wir vermutlich nicht so viele besucht. Aber sie waren alle spannend, keine Frage. An diesem Abend wartete noch der “Ghost Walk” auf uns. Kontrastprogramm war das insofern, als dass an dieser Führung ungefähr 40 Leute teilnahmen. Damit hatten wir schon gar nicht mehr gerechnet! Aber so wurden wir im wunderschönen Abendlicht erneut durch die Stadt geführt und hörten uns die spannendsten Geistergeschichten von zwei sehr engagierten und sympathischen* jungen Männern an.

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Nach dieser Tour habe ich mich übrigens sehr für meine Mit-Touristen geschämt, denn wir waren die einzigen in dieser riesigen Runde, die Trinkgeld gaben. Ist das nicht üblich? Aber wir haben es trotzdem gern gemacht! Anschließend fuhren wir dann übrigens nur noch heim und ich musste die Tardis noch einmal in der Dunkelheit fotografieren. Hach! Könnte ich sie nur mitnehmen! ;-)

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* und attraktiven, aber psst!

short stories 2014: Entschleunigung

Eigentlich fühlt sich das Leben nicht unbedingt stressig an. Bis ich mich verabreden will. Dann stellt sich regelmäßig heraus, dass ich eigentlich ziemlich viele Termine habe. Geburtstage, Hochzeiten, Fußball-WM, Spieleabend, hier mal ein Mittelaltermarkt und dort mal ein Chorkonzert. Weiterhin halte ich mich also an meinen Vorsatz, im Jahr 2014 viel zu erleben.

Manchmal nervt es mich aber doch, dass es so selten mal einen freien Tag gibt. Im Moment kommt eine chronische Übermüdung dazu – danke, liebe WM in Brasilien! Aber kürzlich, da ist es tatsächlich geschehen. Sonntagmorgens wachte ich auf – ausgeschlafen. Ich schaute aus dem Fenster – Regen. Ich schaute neben mich – der Held schnorchelte noch friedlich vor sich hin. Zeit für einen Kaffee auf dem Sofa, dabei Blogs lesen, natürlich im Schlafanzug!

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Als der Held irgendwann auch aus seinem Schönheitsschlaf erwacht war, stellten wir fest: Wir haben ü-ber-haupt keine Pläne diesen Sonntag. Naja gut, außer vielleicht abends Fußball zu schauen, aber die Spiele waren zu diesem Zeitpunkt auch noch keine besonders wichtigen. Also: Ü-ber-haupt keine Pläne! Geht das überhaupt noch? Was macht man denn da?

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Unsere Entscheidung war so spontan wie hervorragend: “Lass uns den ganzen Tag im Schlafanzug bleiben.” Und das machten wir. Wir saßen den ganzen Tag im Schlafanzug auf dem Sofa, spielten Diablo 3 auf der XBox und hörten den prasselnden Regen auf dem Dach. Zwischendurch gab es Kekse. Und mehr Kaffee. Und möglicherweise habe ich nachmittags sogar einen Korb Wäsche gebügelt, während der Held das Essen gekocht hat. Aber alles im Schlafanzug. Und danach fühlte ich mich so entspannt wie lange nicht – abends, als ich meinen Schlafanzug auszog, um einen neuen zum Schlafengehen anzuziehen! Und das alles ganz ohne schlechtes Gewissen, denn wozu ist man erwachsen, wenn man nicht ab und zu einen Tag im Schlafanzug vor der Spielekonsole verbringen kann?!

{short stories ist ein Projekt von Jolijou und was eigenes. “Entschleunigung” ist das Juli-Thema, das ich hier – relativ frei – umgesetzt habe. Weitere short stories zum Thema findet ihr hier.}

London: Tower Bridge, Platform 9 3/4 und unfassbar müde Füße

An unserem dritten London-Tag hatten wir noch einiges vom Vortag nachzuholen. Wir starteten also frisch und fröhlich morgens am Tower of London, der uns vor strahlend blauem Himmel begrüßte.

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Falls ihr’s noch nicht wusstet: Der Tower ist das älteste Gebäude Londons (vielmehr ein Gebäudekomplex), mit dem Bau wurde schon im Jahr 1066 begonnen. Diese schlaue Zahl ist aber auch ungefähr das einzige, das hängen geblieben ist. Wir ließen uns nämlich eher so entspannt durch die Burgmauern treiben und schauten, statt zu lernen. Ich stelle mir ja gerne vor, dass ich jetzt an genau der gleichen Stelle stehe wie vielleicht schon vor 500 Jahren der König von England. Oder die Königin, wie gesagt, mit dem Lernen hab ich’s da nicht so. Aber hey, wir haben die Kronjuwelen gesehen (ich dachte an dies) und die Raben (ich dachte an jenes) und da es in der Sonne unglaublich warm war, sollte uns das auch reichen.

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Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie viele Fotos von der Tower Bridge wir gemacht haben? Die Tower Bridge ist für mich einfach DAS Wahrzeichen von London. Ich habe nicht nachgezählt, aber hier ein Fun Fact: Erst während meines London-Aufenthalts wurde mir klar, dass die Tower Bridge gar nicht Tower Bridge heißt, weil sie Türme hat. Die Tower Bridge heißt Tower Bridge, weil sie direkt neben dem Tower of London steht! Kann man mal sehen. Wahrscheinlich war euch das schon lange klar, aber hey, man kann nicht immer nur Spektakularitäten verbreiten.

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Besagte Tower Bridge war dann nämlich unser nächstes Ziel. Man kann nämlich in der Tower Bridge Exhibition nicht nur die Geschichte und Technik der Tower Bridge entdecken, sondern – was ich persönlich noch viel cooler fand – die Türmchen hochfahren und durch die “Querstreben” spazieren!

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Von dort hat man natürlich einen wunderbaren Blick in beide Richtungen. Extra zum Fotografieren sind dort einige Mini-Fensterchen geöffnet! Sehr zuvorkommend. Aber tatsächlich war auch das Erklärfilmchen zum Bau der Brücke sehr nett gemacht und auch die Technik war erstaunlich faszinierend. Früher wurden hier mit Kohle betriebene Dampfmaschinen eingesetzt, das geht heute zum Glück etwas einfacher. Angeblich wird die Tower Bridge im Durchschnitt 3x täglich geöffnet, um größere Schiffe durchfahren zu lassen. Ich habe das allerdings noch nie gesehen und frage mich auch, wo diese Schiffe denn hinwollen, denn spätestens an der nächsten Brücke ist ja doch wieder Schluss.

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Eigentlich hätten wir nach diesen beiden Highlights schon wieder Feierabend machen können. Wir waren müde und uns taten (schon jetzt!) die Füße weh. Außerdem war es sooo warm! Da half nur eine ordentliche Mittagspause: Wir wollten uns eigentlich nur ein Eis am Stiel holen, aber hey, Ben & Jerry’s war im Angebot und wer sagt eigentlich, dass man als verantwortungsbewusster Erwachsener nicht literweise Eis zu Mittag essen darf, wo doch jeder weiß, dass das glücklich macht? (Tatsächlich sieht dieser Eimer Eis in meiner Hand bedeutend kleiner aus, als er tatsächlich war.)

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Frohen Mutes und mit neuer Energie konnte es also weitergehen, wir verkürzten unser restliches Tagesprogramm. Aber eines musste trotzdem sein: Big Ben und Westminster!

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Wir schlichen langsam nur noch. Trotzdem wollten wir unbedingt noch ein Museum besuchen. Ganz in der Nähe befinden sich nämlich die Churchill War Rooms, die ich allen London-Besuchern wärmstens ans Herz legen möchte. Wir haben aus diesem Museum leider keinerlei (!!!) Fotos mitgebracht. Zum einen sind die Churchill War Rooms unterirdisch gelegen, was gute Fotos erschwert; zum anderen waren wir zu platt (und haben uns sogar einen Teil des Museums schweren Herzens gespart). Im Zweiten Weltkrieg war in diesen Räumen die geheime Kommandozentrale der britischen Kriegsführung unter Winston Churchill. Mittlerweile hat man dort alles wieder originalgetreu hergerichtet und es ist wirklich spannend!

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Trotzdem mussten wir uns danach erst einmal in den St. James’ Park legen. Wenn ich mich in etwas in London verliebt habe, dann in die vielen Grünflächen und Parks, wo grundsätzlich immer Menschen auf den Wiesen saßen! Egal ob Touristen, Anzugträger, Schülergruppen… Dort konnten wir in der kostenlosen Abendzeitung lesen, wieso England top-vorbereitet in die Fußball-WM startet. Tja, schade. Mittlerweile weiß man es besser, nicht wahr? ;-)

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Halbwegs ausgeruht konnten wir uns dann am Abend noch auf den Weg zum “Harry Potter Walk” machen. Außer uns beiden waren nur noch zwei weitere Teilnehmerinnen dabei – eine Amerikanerin mit ihrer Oma – so dass es sehr entspannt war. Wir sahen uns viele Locations an, die beim Dreh der Harry Potter-Filme genutzt wurden, oder die als Inspiration für die Bücher dienten. Highlight war natürlich am Ende der Bahnhof King’s Cross, wo ich selbstverständlich das Gleis 9 3/4 aufsuchen musste.

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Zum Abschluss des Abends fehlte nur noch etwas zu Essen. Zum Glück gab es am Bahnhof (ich wäre keinen Schritt weiter als notwendig gelaufen) ein LEON-Restaurant. Da ich das zugehörige Kochbuch daheim habe, musste ich unbedingt einmal dort essen! Wir hatten Wraps und hausgemachte Lemonade. Während die Lemonade ausgesprochen hervorragend war, waren die Wraps zwar völlig in Ordnung, aber auch unspektakulär.

So, und wer jetzt gezählt hat, wie unsagbar oft in diesem Beitrag das Wort “Tower Bridge” vorkam, bekommt 1.000 Internet-Punkte von mir!

Juli

Der Juni ist vorbei – und damit die Zeit der Feiertage und unseres Urlaubs. Wir hatten ein wunderbares Pfingst-Wochenende und haben die Woche in London sehr genossen. Der Sommer hat sich (zumindest zum Monatsanfang) endlich mal so verhalten, wie man es erwartet, außerdem sind wir erfolgreich in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet.

Juni

Der Juli kommt jetzt also erst einmal ohne freie Tage, aber dafür mit weiteren Fußballspielen daher. Und zahlreichen anderen Terminen. Im Juli möchte ich gern…

  • Deutschland im WM-Finale anfeuern ;-)
  • eine Hochzeit feiern
  • Katha & Co. auf dem Mittelaltermarkt treffen
  • diversen lieben Menschen zum Geburtstag gratulieren
  • mal ein Wochenende in die Heimat fahren
  • endlich unsere Balkonverschönerung angehen
  • viel im Garten sitzen und lesen
  • und generell eher faul denn fleißig sein

(Juli 2013, Juli 2012)

12tel Blick im Juni

Juni – der Sommer ist da! Der Monat startete heiß und ließ dann stark nach. Heute war zum Beispiel ein so verregneter Sonntag, dass wir den ganzen Tag im Schlafanzug verbracht haben. Aber schon vor einigen Tagen entstand mein 12tel Blick für den Juni:

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Wie man sieht, sind nun auch tatsächlich endlich alle Bäume richtig dicht grün. Das hat ja doch einige Zeit gedauert. Ab jetzt kann es also nur noch bergab gehen, aber ich hoffe, dass es erst mal noch eine ganze Weile schön bleibt (und die Herbstfarben sind ja normalerweise auch sehr hübsch)!

Alle Monate im Überblick:

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Mehr 12tel Blicke findet ihr wie jeden Monat hier bei Tabea.