Monatsarchiv: Januar 2012

Immer mit dabei

In meine Handtasche wollte lautundbunt mal spinxen, und da kann ich gar nichts gegen haben. Meine Tasche ist nämlich ganz harmlos! Jedenfalls die, die ich aktuell in Gebrauch habe, die aus dem farbenmix Adventskalender. Denn dort herrscht noch fast schönste Ordnung… Und wenn ich nicht gerade alte Kassenzettel und leere Bonbonverpackungen einstecke, sehen meine Taschen immer relativ harmlos aus.

Hier zu sehen: mein bunt gestreifter Regenschirm, mein Kalender, Taschentücher, stets mein aktuelles Buch, ein Marzipanschweinchen, das ich gestern geschenkt bekam (das wird nicht wieder in die Tasche geräumt), mein Portmonee, mein kleiner Einkaufsbeutel, der zu einer niedlichen Erdbeere verpackt wird, meine Zugangskarte fürs Büro (von der Rückseite), ein Werbegutschein aus der Buchhandlung und meine Handschuhe!

Also, ich finde mich in der Hinsicht ausnahmsweise einmal ganz ordentlich ;-) und wäre selbstverständlich auch an euren Inhalten interessiert! Wer mag?

Tote Tage

Die Woche startet, und wie üblich sind es für mich einfach vier “Irgendwie-Tage” und das Wochenende. Es gibt ein Lied von Acda en de Munnik, zwei niederländischen Musikern, das genau davon handelt. “Vier uit zeven” heißt es, “Vier von sieben”. Leider kann ich es online nicht finden. Der Text:

Maandag heb ik niets (Montag hab ich nichts)
Dinsdag ben ik vrij (Dienstag bin ich frei)
Woensdag ben ik vrij van niets (Mittwoch hab ich frei von nichts)
En donderdag kom jij (Und Donnerstag kommst du)
Vrijdag ben jij (Freitag bist du)
Zaterdag ben jij (Samstag bist du)
En zondag moet je terug (Und Sonntag musst du zurück)

Wir haben nur 3 Tage, und kürzlich habe ich sogar festgestellt, dass es genau genommen nicht einmal 48 Stunden sind, die wir haben. Nicht mal 48 von 168 Stunden, denn wenn wir uns Freitag sehen, ist es schon etwa 19 Uhr, und sonntags verabschieden wir uns gegen 17 Uhr. So war ich sogar schon neidisch auf den Sänger des Lieds – wie albern ist das?

Die “Dazwischen-Tage”, das sind häufig nur Tage zum Herumkriegen. Klar gibt es auch hier Highlights, der Spieleabend oder die Chorprobe. Aber irgendwie ist es dann beim Zubettgehen doch wieder ein “Noch drei Mal schlafen”. Ist es im Büro noch viel mehr ein Tagezählen bis zum Wochenende. Montag bis Freitag, das sind “tote Tage”:

de dode dagen (die toten Tage)
doen me voelen (lassen mich fühlen)
waar het leven voor bestaat (worum es im Leben wirklich geht)
de levenden (die lebenden)
de vier uit zeven (die vier von sieben)
dat het om de liefde gaat (dass es um die Liebe geht)

Und deswegen werde ich auch diese Woche wieder die Tage zählen. Wir haben dieses Mal nur “zwei von sieben”, da wir uns erst Samstagmorgen treffen. Was aber okay ist, weil wir das selber so überlegt haben. Die Fahrtkosten und so… (Wir haben Spielewochenende und treffen uns in der Mitte, alles andere würde sich kaum lohnen.) Ich wünsche mir mehr gemeinsamen Alltag, das wäre schön.

Fragestunde

Es geistert durch die Blogs… Und wird (mir) trotzdem nicht langweilig: Blogger fragen Blogger! Dadurch, dass jedes Mal wieder neue Fragen überlegt werden, bleibt die Sache spannend und jetzt wurde auch ich ausgefragt, und zwar von Andrea. Da mache ich doch gerne mit!

1. Liest du Tageszeitung?
Wenn ich irgendwo bin, wo es eine gibt! ;-) Zuhause habe ich immer beim Frühstück Zeitung gelesen, in der Uni hatten wir in der WG ein paar Monate ein taz-Abo. Jetzt wohne ich allein und habe auch mal über ein Abo nachgedacht. Dann habe ich mich gefragt, ob ich wirklich morgens vor dem Frühstück 3 Stockwerke nach unten und wieder hoch laufen möchte. Zumal ich auch nur 10 Minuten Zeit zum Frühstücken habe (selbst Schuld, ich weiß, aber ich komm doch so schlecht aus dem Bett!). Das lohnt sich nicht. Am Wochenende würde es sich lohnen. Aber das ganze Altpapier… Ich brauche ein iPad! ;-)

2. Was war Dein Lieblingsessen als Kind?
Ich hatte, glaube ich, nie DAS Lieblingsessen. Ich würde jetzt mal Nudeln mit Tomatensauce und hartgekochten Eiern nennen, weil es so ein klassisches Familienrezept ist. Aber wenn Nudeln im Spiel waren oder Pizza, war ich glücklich. Viel mehr hatte ich so einige verhasste Rezepte… (Zwiebeln? Igitt! Paprika? Nur roh! Alles was grün ist, außer Spinat? Pfui! – Zum Glück ist das heute anders…)

3. Was ist es jetzt?
Ich bin immer noch glücklich, wenn nur Nudeln dabei sind! Ich esse auch Nudeln mit Ketchup. Oder sogar nur Butter. Oooh, Nudeln, ich liebe sie… :-)

4. Wo in Deiner Wohnung hältst Du Dich am liebsten auf?
Im Wohnzimmer. Oder in der Küche? Im Wohnzimmer kuschle ich mich gern in den Sessel und lese. Oder liege auf dem Sofa mit Laptop oder einer schönen DVD auf dem Fernseher. Und auf dem Boden schneide ich Stoffe zu. Aber in der Küche ist es schön, wenn Besuch da ist. Wir sitzen um den Küchentisch und quatschen, spielen, kochen. Manchmal sitze ich auch einfach in der Küche, wenn ich Ruhe brauche, und schaue mir meine schöne Wohnung an. Das geht im Wohnzimmersessel aber genauso gut.

5. Welche Farbe haben Deine Wände?
Weiß. Langweilig, oder? Das ist bedingt durch meine Arbeitsverträge. Als ich eingezogen bin, hatte ich noch 9 Monate Vertrag. Wer weiß, ob ich nicht wieder ausziehen muss bald schon? Lieber nicht streichen. Dann folgte ein Jahresvertrag. Hmm… Naja, jetzt war ja eh schon alles eingerichtet und ehrlich, ein Jahr ist ja auch nicht so lang. Dann waren der Held und ich arbeitslos. Wozu da die Wände streichen, wer weiß, wo der nächste Job kommt? Wir haben dann doch noch einen hübschen blauen Streifen in die Küche gemalt. Immerhin. Naja, und seither bin ich in Zeitarbeit (mit Verträgen, die sich im Monatsbereich bewegen) und der Held woanders. Da ich ja eh zum Helden will, lohnt es sich nun ganz sicher nicht mehr…

6. Schreibst du Tagebuch oder reicht Dir Dein Blog?
Ich schreibe seit dem Bloggen nur noch selten Tagebuch. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch alles, was ich zuvor in mein Tagebuch geschrieben habe, kaum gebloggt hätte. Und umgekehrt hätte ich den Bloginhalt nicht in mein Tagebuch geschrieben. Im Tagebuch schreibe ich eigentlich nur Gefühlssachen auf… Und das Blog ist ja doch eher praktisch orientiert! Dann hab ich noch das Ankreuztagebuch von meiner Freundin zugeschickt bekommen, ab und an kreuze ich da auch noch an. ;-)

7. Kannst Du gut allein sein?
Ja, eigentlich schon. Ich kann auch erstaunlich gut Nichtstun, also wirklich einfach auf dem Sessel sitzen und Löcher in die Luft starren. Das braucht man ja auch manchmal, oder nicht? Als der Held noch hier gewohnt hat, hatte ich auch so Tage, da brauchte ich eher meine Ruhe. Da kam von mir dann schon mal ein “Ich hab jetzt keine Lust zu reden!”

8. Welches ist für Dich der schönste Ort auf der Welt?
Ähm. Das ist aber eine schwierige Frage! Vielleicht ganz schlicht meine Wohnung, die ein wahres Zuhause geworden ist? Oder unser Ferienhaus, wo ich sofort Urlaubsgefühle kriege, auch wenn ich nur ein paar Tage dort bin? Oder ist es Münster? Das kommt natürlich auch darauf an, wie man “Ort” definiert. Als Stadt wäre es zum Beispiel sicher nicht Düsseldorf, auch wenn meine Wohnung dort zufällig steht!

9. Was machst Du in einer fremden Stadt als erstes?
Mir ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel besorgen! ;-) Eigentlich komme ich meistens recht gut vorbereitet in eine fremde Stadt, wenn ich sie touristisch besuche zumindest. Dann weiß ich ja schon, was ich sehen will. Und das mache ich üblicherweise zu Fuß (dann ist das erste, was ich tu, mich auf dem Stadtplan orientieren) oder mit Bus & Bahn!

10. Mit wem möchtest Du unter keinen Umständen im Fahrstuhl stecken bleiben?
Mit humorlosen Menschen. Bzw. Menschen, die meinen Humor nicht verstehen. Ich mache viel zu viele ironische bis sarkastische Bemerkungen und jeeede Menge blöde Sprüche, die natürlich nicht ernst gemeint sind und bin ganz verzweifelt, wenn mein Gegenüber die dann quasi ernst beantwortet. Das finde ich sooo anstrengend! (Als Beispiel fällt mir immer ein Gespräch vom Helden mit seinem Vater ein – der Held ist genauso, zum Glück! Der Vater, Sonderschullehrer, meinte, seine Schüler würden sich immer so auf die Schuldisco freuen. Darauf der Held “Hach, ich seh sie schon vor mir in ihren Glitteranzügen” und der Vater “Nein, natürlich nicht, aber sie freuen sich so!” – ja, NATÜRLICH nicht, das hat doch niemand ernst gemeint! ;)   – ich schweife ab…)

11. Kochst Du nach Rezept oder nach Gefühl?
Sowohl als auch, wenn auch eher nach Rezept. Die Grundidee entstammt zumeist einem Rezept, aber ich bin da recht großzügig, was die Zutaten betrifft. Meistens habe ich keine Lust, in speziellen Geschäften nach exotischen Zutaten zu suchen, jedenfalls nicht beim ersten Ausprobieren eines Rezepts. Und wenn es dann auch so klappt, wieso sollte ich die Zutat noch nachträglich hinzufügen? Ich ersetze also munter Gemüsesorten, Gewürze, Milch/Sahne/ähnliches, Joghurt und Schmant… Aber ich bin eigentlich schon eher der Rezeptekocher. Vor allem auch beim Backen.

Und jetzt 11 Fragen von mir? Na gut, ich frage die freundlichen Autorinnen von: Von Currywurst zu Weißwurst, leben.lieben.lachen.genießen, ella pirella, Frau Olsen und laut und bunt!

1. Wie sieht dein typischer Sonntagabend aus?
2. Was ist dein absolutes Lieblingsbuch, und warum?
3. Was ist deine früheste Erinnerung im Leben?
4. Wenn du jetzt 1.000 Euro geschenkt kriegen würdest, mit der Bedingung, sie so schnell wie möglich auszugeben: Was würdest du kaufen?
5. Was möchtest du gerne noch lernen?
6. Wie reist du am liebsten? (Auto? Zug? Flugzeug? Schiff? Irgendwas, was mir total entgeht?)
7. Auf welcher “Seite” warst du als Kind: Playmobil, Barbie oder Lego? ;-)
8. Welche ist deine liebste und welche deine meist gehasste Aufgabe im Haushalt?
9. Worauf freust du dich schon jetzt im Jahr 2012?
10. Und wovor graust es dich jetzt schon in diesem Jahr?
11. Wo würdest du am liebsten wohnen, wenn es dabei nicht (auch) um die Menschen ginge? (Also ich würde z. B. immer gern in der Nähe meiner Freunde und Familie wohnen, aber angenommen, die würden alle mitgehen ;) )

Natürlich ist die Teilnahme freiwillig und ihr könnt die Fragen auch einfach nur beantworten und nicht weitergeben, wenn ihr möchtet!

Allerletzte Weihnachtsgeschenke

…wurden doch tatsächlich von mir jetzt noch hergestellt! Da mein Vater und seine Frau über Weihnachten immer im Urlaub sind, sehen wir uns erst am kommenden Wochenende und tauschen dann auch die Geschenke aus. Mir fällt es nie so leicht, etwas für die beiden zu finden, da sie auch nicht so viele Hobbys haben. Aber sie essen und kochen gern. Und ich nähe. Das kann man doch prima kombinieren, dachte ich mir!

Die beiden Schürzen habe ich quasi frei Schnauze genäht, bzw. anhand meiner eigenen Schürze. Ist ja auch nicht so übermäßig schwierig, aber ich habe wieder Neues gelernt dabei. Zum Beispiel Schrägband über Eck nähen. Oder wie man Bänder macht – oder eher gesagt, wie man es nicht macht! ;-) Ich hoffe, den beiden gefällt es.

Gerade sitze ich vor dem Fernseher und schaue “Eat Pray Love”. Eigentlich wollte ich dabei bügeln – aber freundlicherweise war die Wäsche auf dem kalten Speicher noch nicht getrocknet! ;-) So bleibt nach Aufräumen (am Wochenende kommt ja der Held) und Geschenke einpacken noch etwas mehr Blog-Zeit als erwartet. Nett von der Wäsche, oder?

Schnipsel

Heute habe ich einen Flug nach München gebucht. Hurra! Auf geht’s “von Currywurst zu Weißwurst” auch für mich, wenn auch nur für 3 Tage. Egal, ich freu mich total. Ich habe ein “E-Ticket”, laut Buchungsbestätigung bedeutet das, dass ich ganz ohne Ticket und nur mit Personalausweis zum Flughafen fahre. Wie gruselig! Ich werde bestimmt mit Herzklopfen dastehen und hoffen, dass man mich nicht einfach wieder wegschickt. (Mein ökologisches Herz klopft übrigens auch doll und schimpft ein bisschen. Aber ehrlich, 6 Stunden Zug vs. 1,x Stunden Flug ist ein Wort – vor allem, weil ich ja nur so kurz bleibe!)

Heute Nacht bin ich aufgewacht und dachte, es wäre Zeit zum Aufstehen. Ich habe dann das Licht angeknipst und da fiel mir auf, dass der Wecker ja noch gar nicht geklingelt hatte. Der letzte Gedanke, an den ich mich erinnern kann, ist “Wie spät ist es überhaupt?” und dann war ich auch schon wieder eingeschlafen. So war heute früh das Licht praktischerweise schon eingeschaltet, als der Wecker dann doch schellte… ;-)

Eben habe ich festgestellt, dass ich meinen zweiten Blog-Geburtstag total verpennt habe. Der wäre nämlich am 1. September gewesen. Naja, dann wird halt der dritte groß gefeiert. Bis dahin habe ich auch noch genügend Zeit, mir zu überlegen, was ich da tun möchte!

Ich habe ganz viele Blog-Ideen, aber irgendwie nicht so viel Zeit. Also, sagen wir ehrlich, ich nehme mir die Zeit nicht. Anderes ist wichtiger. Ich verschenke zum Beispiel am Wochenende zwei Schürzen, die ich gerade nähe. Ist nicht so anspruchsvoll, aber da ich sie ganz ohne Schnittmuster mache und nach Feierabend immer nur so ein halbes Stündchen, zieht sich das etwas hin. Außerdem ist mein Buch sooo spannend, mein Advents-Scrapbook immer noch nicht fertig und Lovefilm hat auch schon wieder eine neue DVD geschickt. Telefonieren muss ich auch noch ab und an und schon ist so ein Abend wieder rum.

Gestern bin ich in der Buchhandlung versackt. Eigentlich wollte ich nur eine Kleinigkeit für meine Mama zum Geburtstag holen. Aber die groooße Buchhandlung mit mehreren Etagen war so spannend, dass ich alles ansehen musste. Für mich gab’s dann aber nur eine Zeitschrift. Als ich fast fertig war, schaute ich auf die Uhr und stellte erschrocken fest, dass ich schon 2 Stunden dort war. Auch ein Grund für Zeitmangel. ;-) Aber ich hab’s nicht bereut, es war sehr schön.