Man kann nicht nur traurige Lieder singen

„Ein Nachteil des Umstands, dass man zu einer geschichtenerzählenden Spezies gehört, ist die Neigung zu vergessen, dass das Leben keine Geschichte ist, wie groß das Bedürfnis auch sei, es als eine anzusehen. Und einer der – vom Standpunkt des Geschichtenerzählens – größten Fehler des Lebens ist, dass es keinen Abschluss hat.“

„In welchem Sinne?“

„Im Sinne einer Zusammenführung, so, dass alle Erzählstränge zusammenkommen und nach einem letzten Höhepunkt säuberlich verknotet werden und keine losen Enden mehr übrigbleiben. Das wirkliche Leben ist nie so ordentlich, und es hört nicht einfach deswegen auf zu passieren, nur weil jemand einen Sieg errungen hat. Wo in einem Roman das Wort ‚Ende‘ käme, geht es in Wirklichkeit weiter, folgt ein Ereignis dem anderen.“

Matt Ruff: G.A.S.


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