Der Satz, bei dem mein Versuch, „Twilight“ toll zu finden, scheiterte

Nachdem viele meiner Freundinnen mir davon vorgeschwärmt hatten, hatte ich vor, es doch endlich einmal mit „Twilight“ zu probieren. Beziehungsweise mit „Biss zum Morgengrauen“, denn das ist, wie der geneigte Leser weiß, der erste Band der Buchreihe. Das wusste ich ganz ohne Recherche, denn durch den Twilight-Hype konnte man solchen Infos kaum entgehen. Eigentlich weiß ich schon eine ganze Menge über Twilight und nichts von diesem Wissen hat mich bislang dazu gebracht, die Bücher zu lesen. Aber als dann am letzten Wochenende meine beste Freundin auch noch begeistert davon schwärmte, trieb es mich am Montag Abend in die Stadtbücherei und der erste Band wanderte in meine Tasche.

Ich war echt gespannt – kurzzeitig. Leider wurde mir nur allzuschnell klar, dass Twilight nicht so ganz der Hammer war, den ich erwartet hatte. Eigentlich sind die ersten 300 Seiten nur ein „Hach war er süß, gutaussehend, umwerfend“ von Bella und ein „Nein, das darf nicht sein, ich bin zu gefährlich“ von Edward. Na gut. Vielleicht wäre es spannender gewesen, wenn ich noch nicht gewusst hätte, dass Edward ein Vampir ist (upps… Jetzt hab ich’s verraten 😉 ). Aber ich fand die Geschichte unglaublich oberflächlich. Sie sehen sich und lieben sich. Hm. Soll vorkommen. Aber eigentlich liebt er sie ja gar nicht, sondern sie „riecht so gut“, und eigentlich liebt sie ihn auch nicht so richtig, denn er  wirkt als Vampir nun einmal „äußerlich attraktiv“ auf seine „Beute“, „genau wie Fleisch fressende Pflanzen“. Tja, dementsprechend tiefgründig sind auch die Gespräche der beiden – eigentlich sind sie eben einfach nur scharf aufeinander, tun aber so, als wären sie Seelenverwandte.

Jedenfalls war ich überzeugt davon, nicht zum Twilight-Fan zu mutieren, als ich den folgenden Satz auf Seite 208 las:

„Es war das größte Kompliment, das man seinem Gesicht machen konnte, dass es mich davon abhielt, seinen Körper anzustarren.“ Vielen Dank – ich bin raus. (Natürlich habe ich Band 1 noch zu Ende gelesen, aber das war es jetzt auch für mich!)

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6 Antworten zu “Der Satz, bei dem mein Versuch, „Twilight“ toll zu finden, scheiterte

  1. Ich hab es auf Deutsch nur kurz versucht und sie im Endeffekt alle auf Englisch gelesen. Ich schiebe es zum Teil auf meine schlechten Englischkenntnisse, dass ich es auf Englisch echt gut fand und innerhalb von 3 Wochen alle Bücher verschlungen habe. Auch die Filme schaue ich mir nur auf Englisch an. Das liegt aber zum Großteil auch daran, dass ich weder seine noch ihre Synchronstimme ertrage… Generell stehe ich aber eh mehr auf Jacob… ^^

    • Ich frage mich auch immer noch, ob ich die Harry Potter-Bücher auch auf Deutsch so toll gefunden hätte, ich habe sie alle auf Englisch gelesen. Da man sich ein bisschen mehr auf die Sprache konzentrieren muss, fallen inhaltliche Schwächen vielleicht nicht so auf? 🙂

  2. Ich fand das Buch schrecklich und habe es nicht zuende gelesen. Letztendlich wird etwas sehr Banales auf 400 (?) Seiten ausgewalzt: Belli steht auf, frühstückte mit Dad, fährt mit dem alten Auto in die Schule, sitzt neben Eddy, fährt wieder nach Hause, isst zu Abend, geht schlafen, huch, er ist ein Vampir, steht auf, frühst….
    gäääääääääääähn…
    schlimmes Buch, die Fans mögen mir verzeihen.

    • Jaaa genau: Sie sagt – hachdubistsounglaublichumwerfendedward, er sagt – neindasgehtnichtmeinegeliebtebellaichbinzugefährlich, sie sagt – hachichkannohnedichnichtmehrlebennachdemichdichganzedreitagekenne, er sagt – jaichkannauchnichtohnedichlebenichwilldirfressenaberichbinzugefährlich, sie sagt………………………………….. 😉 Aber nicht zu Ende lesen, also so tragisch fand ich es jetzt auch nicht. Man konnte es sehr gut weglesen, innerhalb von 2 Abenden war das „erledigt“. Vielleicht gefällt das den Teenies auch deswegen so gut?

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