Fasten 2012 – Verzicht aufs Verzichten

Aschermittwoch im Büro. Mir gegenüber gibt es einen Aufschrei. „Hey!“, ruft mein Kollege und schaut sich empört um, „wer hat das Bounty auf meine Tastatur gelegt?“ Die Kollegin neben ihm kichert ein bisschen. Der Kollege will fasten. Zumindest im Büro.  Aber er wird sabotiert. Liebevoll und neckend, aber sabotiert. Von anderer Seite, vom liebend gern diskutierenden Kollegen, muss er sich rechtfertigen. „Bist du religiös? Wieso machst du das dann?“ Und ich sehe, wie er leidet… 😉

Ich habe mich dieses Jahr entschlossen, ebenfalls zu verzichten. Und zwar – aufs Fasten. 😀 Letztes Jahr gab es für mich 7 Wochen nichts Süßes. Das war schwer. Aber ich habe es durchgezogen. Irgendwie hat sich aber nicht so sehr diese Befriedigung eingestellt, die ich erwartet hatte. Auch auf der Waage hat sich das kein bisschen ausgewirkt. Dieses Jahr bin ich ehrlich genug, mir einzugestehen: Ich fand es echt total ätzend. 😉 Ich habe schon öfter gefastet, aber letztes Jahr ging das irgendwie gar nicht.

Ich könnte natürlich auf etwas anderes verzichten. Aber ehrlich gesagt habe ich nicht das Gefühl, momentan so viele große Laster zu haben. Fernsehen? Tu ich kaum. Computer? Ist oft genug aus am Abend. Alkohol? Also ehrlich, das lohnt sich kaum, so wenig, wie ich trinke. Das heißt nicht, dass ich mit meinem Leben hundertprozentig zufrieden bin, aber Fastenzeit heißt ja nun mal Verzicht und darunter fällt eben nicht „ab sofort täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren“.

Also verzichte ich ganz bewusst aufs Verzichten und werde stattdessen versuchen, etwas genussvoller zu naschen. Und nicht bei allem zuzugreifen, sondern bei dem, was ich wirklich mag. Und ich freue mich jetzt schon auf die ganzen Bürogeburtstage im März, die mich letztes Jahr so gemein gequält haben! 🙂

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6 Antworten zu “Fasten 2012 – Verzicht aufs Verzichten

  1. Daumen hoch!!! Ich halte auch nichts von der Fastenzeit! Ich finde, mann fährt besser, wenn man das ganze Jahr über bewusster mit all diesen Dingen umgeht ….

  2. ich mach das ja alles ein bisschen experimenteller und unabhängig von der Fastenzeit – bin eh nicht religiös. Der Verzicht auf Weißmehl im Februar macht mir relativ wenig aus, aber so Bürogeburtstage sind dann wirklich eine Härteprüfung. Im März gibt es dann mal nur vegetarisch, mal schauen, wie das wird 🙂

    • Das ist auch toll! Vollkorn ist mir ja ehrlich gesagt (dank Kantinenessen) zu kompliziert (denn dort esse ich bevorzugt Nudeln – natürlich ohne Vollkorn), aber so ein vegetarischer Monat, das könnte ich mir auch gut vorstellen!

  3. Welch großartige Einstellung!

  4. Pingback: 7 Wochen ohne: Shopping | bunt, gestreift und hüpfig

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