Januar

Puh. Schon der vierte? Also ich weiß ja nicht, das neue Jahr überrumpelt mich irgendwie immer so. So richtig angekommen bin ich jedenfalls noch nicht im Jahr 2013, obwohl ich schon am 2. wieder arbeiten durfte. Bis Heilige Drei Könige lebe ich irgendwie immer noch so ein bisschen „zwischen den Jahren“.

Mindestens so lange darf auch die weihnachtliche Deko dann immer noch bleiben. Dieses Jahr bin ich aber irgendwie froh, wenn sie wegkommt. Vielleicht, weil ich sie jetzt schon die Hälfte der gesamten Zeit, die wir hier wohnen, vor Augen habe…

Letztes Jahr gab es den einen oder anderen guten Vorsatz – ich finde, ich habe mich damit wacker geschlagen. Das mit den Hobbys habe ich ganz gut verinnerlicht, ich mache jetzt mal nur noch, worauf ich gerade Lust habe, ohne schlechtes Gewissen. Und wenn das wie gestern einen Abend mit Tablet und Sudoku auf dem Sofa bedeutet, dann ist das eben so. Unproduktiv, aber entspannt.

Dieses Jahr habe ich nicht ganz so viele Vorsätze. Ich habe viele Dinge, die mich etwas stören, aber meine Gedanken dazu sind noch nicht so ausgereift. Stichworte Konsum, Nachhaltigkeit, Ernährung. Leider alles Themen, die schwierig allein anzugehen sind, wenn man nun mal zu zweit lebt. Doch wenn ich dem Helden was von bewussterem (sprich: weniger) Konsum erzähle, oder gar von vegetarischer Ernährung, dann kassiere ich doch enorm kritische Blicke. Und ehrlich, ich selbst bin ja auch viel zu verliebt in schöne Dinge und Hackfleisch (als ich das dem Helden vorgelesen habe, meinte er nur „Jetzt weiß ich wieder, warum ich dich heiraten will“ ;-)). Daher: Gedanken, die noch reifen müssen.

Meine bescheidenen Vorsätze sind denn also auch „nur“:

  • auf die Ernährung achten – ja, das ist ein Klassiker. Macht nix, es kann ja nicht schaden, wenigstens einmal im Jahr über die Ernährung nachzudenken. 😉 Konkret möchte ich weiterhin besser auf meinen Bauch hören beim Essen. Aufhören, wenn man satt ist und so. Läuft.
  • mehr auf meinen Umgangston achten. Zuhause neige ich nämlich ab und an dazu, eine kleine Zicke zu sein. Ich sage mir dann, der Held muss auch mal meine schlechte Laune ertragen können. Kann er, hat er aber eigentlich nicht verdient. Außerdem gehört dazu: nicht ständig rumzukritisieren, sondern machen lassen. Nach anderthalb Jahren allein Wohnen habe ich mittlerweile recht klare Vorstellungen davon, was wie erledigt werden soll – wenn man ehrlich ist, ist seine Methode meistens genauso gut… 😉
  • die ungelesenen Bücher im Regal endlich mal lesen, statt mir ständig neue zu leihen! Das gilt für alle Bücher, die nicht dem Helden gehören, der auch viel Sciencefiction und Thriller liest, was ich eher selten mag. Dafür will ich aber auch die Bücher lesen, die ich ewig schon mal erneut lesen wollte. Den Anfang macht gerade „Unten am Fluss“ von Richard Adams („Watership Down“), das habe ich als Kind gelesen und dann nie mehr.
  • monatlich ein paar Leute zum Spielen zusammentrommeln. In Düsseldorf wir das doch sogar alle 2 Wochen geschafft. Da wird ja einmal im Monat auch in Münster drin sein!

Das war es auch schon! Ich mag Vorsätze übrigens, jedenfalls wenn man sich dann wirklich mal Gedanken macht. Die Zeit nimmt man sich sonst ja nicht so oft, daher ist ein neues Jahr doch ein guter Anlass.

Ganz normale Monatspläne habe ich aber natürlich auch. Im Januar möchte ich…

  • zum Frisör gehen
  • mich ums Brautkleid kümmern
  • die Hochzeitseinladungen gestalten
  • mein December Daily fertigstellen (ich bin schon bei Tag 18, bis 26 soll es gehen)
  • den Geburtstag meiner Mama feiern
  • den Weihnachtsschmuck wegräumen
  • uns fürs jährliche Spiele-Wochenende anmelden, uaah, das ist langsam dringend!
  • meine neu entdeckte Serie Brothers and Sisters weitersehen

2012 ist jetzt Geschichte. Mir kommt das Jahr im Nachhinein irgendwie gar nicht richtig „vollständig“ vor, sondern eher wie eine Vorbereitung auf 2013. Dieses Jahr wollen wir heiraten und zusammenwachsen. Letztes Jahr war der Weg dorthin: Der Heiratsantrag, die Bewerbungen, der neue Job, der Umzug. All das hat mein Leben im letzten Jahr maßgeblich bestimmt – und war doch nur die Voraussetzung, damit 2013 erfolgreich werden kann (was wir gemacht hätten, wenn ich keine Stelle in Münster gefunden hätte, weiß ich auch nicht). Daher freue ich mich jetzt sehr auf das angebrochene Jahr!

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5 Antworten zu “Januar

  1. Du bist nicht alleine mit deinen „bescheidenen“ Vorsätzen. 😉 Nur der letzte Punkt wird etwas schwierig bei mir. Ich ersetzte ihn dadurch, dass ich hoffe, dass wir uns wieder öfter mit Freunden treffen werden nach dem Umzug.

    Grüße

  2. Bescheidene Vorsätze sind doch gut.
    Ich mach auch nie wirklich groß, wenn ich überhaupt welche mache.
    Deine Pläne für 2013 hören sich gut an.
    Und auch bei mir ist es bis zum 1. Schultag immer etwas larifari und dann beginnt der Alltag und man kommt an. Aber ich mag diese Zeit, wenn man sich erst an eine neue Jahreszahl gewöhnen muss, abschließen mit alten und neues beginnen.

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