7 Wochen ohne: Fazit

Frohe Ostern euch allen! Ich hoffe, ihr genießt ein wunderbares Wochenende mit euren Lieben und vielleicht ja sogar etwas Sonnenschein? Bei uns ist es Zeit für ein Fastenzeit-Fazit. 7 Wochen ohne Shopping – wie hat das geklappt?

Tja, kann ich da nur sagen, und verlegen hüsteln. Das Resultat von fast 2 Monaten „Shoppingpause“:

  • ein Kleid und ein Anzug
  • ungefähr 12 Paar Schuhe (davon 10 wieder zurückgesendet)
  • jede Menge Bastelkram
  • ein Megapack Kugelschreiber
  • gleich zwei Sets Unterwäsche, weil die Beratung in dem Laden so gut war

Na gut, das läuft ja (fast) alles unter dem Label Hochzeit. Ist ja kein richtiges Shopping. Und sonst so?

  • zwei Bücher
  • zwei Spiele
  • ein Lego Technic-Set
  • eine Warhammer „Paint Station“
  • 3 Eintrittskarten zu einer Lesung

Naaaa gut… DAS läuft ja alles unter dem Label Helden-Geburtstag. Konnte man ja schlecht ausfallen lassen. Und sonst so?

  • die Harry Potter-Komplettbox. Huch, wie ist die denn bei Real in unseren Einkaufswagen gehüpft? Ach ja, da stand ein absoluter Tiefstpreis dran und wir wollten sie schon ewig haben.
  • ein Bikini. Man muss ja schließlich für die Flitterwochen gewappnet sein. Zählt das zu den Hochzeitsposten?
  • ein Stern (die Zeitschrift). Der hat schließlich nur einen Euro gekostet, und so für die Mittagspause…
  • eine Kette. Als Andenken an den Junggesellinnenabschied in Amsterdam.
  • eine „Flow“ (niederländische Zeitschrift). Denn wenn man schon mal über die Grenze ist, soll sich das ja lohnen.
  • der Held hat sich noch einen Warhammer-Panzer (?) gekauft. Wir waren ja sowieso gerade in der Stadt und eine Woche später wieder noch mal hinzufahren dafür hätte sich nicht so richtig gelohnt.

Zugegeben: Das klingt nach einem riesigen Misserfolg. War es aber nicht. Denn ich habe wieder nachgedacht übers Kaufen. Und um ehrlich zu sein: Die Shoppingpause hat meinen Alltag leichter gemacht. Auch in den Geschäften war es einfacher, und online sowieso. Denn ich konnte so viele tolle Dinge einfach nur ansehen und mich daran erfreuen, dass es sie gibt – ohne direkt zu überlegen, ob ich sie haben möchte, ob sie mir den Preis wert sind, wo ich sie dann hinstellen soll, und ob ich sie mir überhaupt leisten kann. Ich wusste ja: Ich kaufe sowieso nichts!

Ich habe mir die Unsitte abgewöhnt, morgens erst mal auf meinen Amazon-Wunschzettel zu schauen, um zu checken, ob irgendwas im Preis reduziert wurde (denn das schwankt ja doch enorm). Furchbar, wenn man mal darüber wirklich nachdenkt!

Und ich habe die Freuden des Offline-Kaufens wieder entdeckt. Von den oben erwähnten Sachen wurden nur die Kugelschreiber und die Schuhe online bestellt. Letztere sogar nur, weil wir beide in der Stadt beim besten Willen keine passenden finden konnten. Obwohl das Shoppen trotzdem spannend war. Ich war beispielsweise zum ersten Mal im „ersten Schuhgeschäft am Platze“ und war ganz baff von dem dortigen Service. Ich sagte direkt, was ich suche, dann durfte ich mich hinsetzen und die Schuhe wurden für mich gesucht und kamen zu mir. Dann hat die Schuhgeschäft-Lady mir die Schuhe angezogen (!). Ein Träumchen! Allerdings nur der Service, nicht die Schuhe. 😉

Jedenfalls hat mir das Kaufen in richtigen Geschäften, das Reden mit richtigen Verkäufern (die dir dann auch mal eben das passende Hemd in die Umkleidekabine bringen, ein Buch empfehlen, das Geschenk einpacken) erstaunlich viel Freude bereitet. Ich bin zum Beispiel noch nie so gut beraten worden wie in diesem Unterwäsche-Geschäft (deswegen dort auch gleich 2 Käufe. Aber den zweiten BH ziehe ich auch erst in den Flitterwochen an, aus Prinzip jetzt schon)! Mit der Buchhändlerin wäre ich am liebsten direkt einen Kaffee trinken gegangen.

Insofern bereue ich auch nichts, höchtens den „Stern“, denn der ist wirklich unbewusst in den Einkaufswagen geschlüpft. Bei allen anderen Dingen habe ich vorher wirklich nachgedacht. Ich werde daher weiterhin versuchen, einfach bewusster zu konsumieren und nicht blind drauflos zu bestellen. Und außerdem, möglichst viel offline zu kaufen. Nicht nur, um evtl. kleinere Läden und Arbeitsplätze zu sichern, sondern auch, weil es mir Freude bereitet – obwohl es auf den ersten Blick natürlich hauptsächlich Umstände macht, jedes Mal extra in die Stadt zu fahren.

Zwei Lesetipps habe ich noch für euch: Einmal diesen Artikel übers Konsumieren und Wünschen bei „das kann ja heiter werden“. Und dort empfiehlt sie weiterhin diesen Artikel in der „Zeit“, den ich auch sehr lesenswert fand: ein „Plädoyer für einen bescheideneren Kapitalismus“.

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2 Antworten zu “7 Wochen ohne: Fazit

  1. Glückwunsch! Dann hast du dein Ziel ja erreicht!

  2. Pingback: Januar | bunt, gestreift und hüpfig

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