Nanu, wer bist denn du?

Andere haben es vorgemacht. Zuletzt Frollein Pfau. Bine von „was eigenes“ hat ihre Gedanken dazu öffentlich aufgeschrieben. Und jetzt bin auch ich soweit. Ich oute mich! Kurz, schmerzlos und in Farbe – wir sind hier schließlich bunt, gestreift und hüpfig:

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Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mich hier mal „so richtig“ öffentlich zu präsentieren. Es macht auch die Bildauswahl einfacher, wenn man nicht immer so fürchterlich „zensieren“ muss. Und ich selbst bin doch auch immer so neugierig, wenn ich auf anderen Blogs unterwegs bin. Weder schreibe ich über Peinlichkeiten (na gut – manchmal schon, aber keine dramatischen), noch habe ich Geheimnisse hier stehen (na gut – manchmal schon, aber nur, wenn es um Geschenke für den Helden geht, und der kriegt dann ein paar Tage Blogverbot).

Genauer gesagt habe ich sogar schon ein paar Mal mein Gesicht gezeigt, hier im Blog. Allerdings nur sehr selten, und meist verborgen in einem Haufen anderer Fotos. Einmal habe ich es in die 12 von 12 „geschafft“, und ab und zu war ich auf den beliebten so-ein-bisschen-schräg-von-oben-links-dass-man-eigentlich-nichts-erkennen-kann-Fotos zu sehen. 😉

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Jetzt ist Bloggen ja nun nichts Schlimmes, und nichts Peinliches. Wieso habe ich also kein Bild auf meiner About-Seite, und wieso ist mein Avatar und Bloglogo dieser hübsche Ballon und nicht mein Gesicht? Am Anfang war mein Blog „geheim“. Ich schreibe schon seit Ewigkeiten online, und zu Beginn war es ein richtiges Tagebuch, und damit bin ich etwas auf die Nase gefallen. Tja, so ist das manchmal mit Sweet Little Sixteen. Es blieb hängen, und ich erzählte lieber niemandem davon. Nur der Held wusste davon. Es hat ja auch ein bisschen was, diese Anonymität, und das Wissen, dass man offenbar von Wildfremden gelesen wird.

Inzwischen ist es nicht mehr geheim – aber ich hänge es auch nicht an die große Glocke. Ich würde nicht lügen, um den Blog geheimzuhalten, aber ich gehe auch nicht auf Leute zu, stelle mich vor und sage, ich blogge. Manchmal gerate ich dadurch in schwimmend-schwammige Aussagen, wenn ich zum Beispiel beim Bloggerfrühstück bin und meiner Schwiegermama in spe erzähle, dass ich mich mit „Freundinnen aus dem Internet“ treffe. 😉 Oder ich habe die 12von12-Fotos ausgedruckt im Fotoalbum und erwähne im winzigen Nebensatz, dass sie aus dem Blog stammen – und keiner fragt nach, und ich bin etwas erleichtert. Wieso? Eigentlich finde ich das etwas bekloppt, und ich werde versuchen, das ab jetzt anders zu handhaben. Wenn irgendetwas von dem, was ich mache, mit dem Bloggen zu tun hat, werde ich das auch sagen. Denn ich blogge gern und schäme mich nicht dafür!

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Ach übrigens … Der genaue Anlass, mich ausgerechnet heute zu „outen“, ist natürlich, dass ich endlich auch die passenden Fotos dazu habe. Diese hat unser großartiger Hochzeitsfotograf bei seinem „Vor-Shooting“ gemacht. Was ich toll finde, ist es doch ein Shooting, bei dem wir schon mal „üben“ können, Fotomodels zu sein, ohne so schrecklich aufgeregt wie bei der Hochzeit selbst zu sein. (Aber seien wir ehrlich: Ich war natürlich trotzdem total aufgeregt. Hüstel. Aber wenn ich das mit der Hochzeitsaufregung multipliziert hätte, wäre ich wahrscheinlich vor Aufregung gestorben.) Ich hatte überlegt, etwas tolles beim Fotoshooting zu machen. Zum Beispiel, es auf der Kirmes zu machen, was sicherlich total tolle Motive gegeben hätte, aber zeitlich  nicht passte. So habe ich dem Fotografen freie Hand gelassen, und er hat eine großartige Fotolocation ausgewählt, die super zu uns passte.

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23 Antworten zu “Nanu, wer bist denn du?

  1. Ich wusste ja eh schon wie du aussiehst, denn auch die Caching Fotos sehe ich mir genau an :-), aber hey Nele – und das meine ich ganz ehrlich: Ich habe selten so ein super sympathisches Paar auf Fotos gesehen wie dich und deinen „Helden“.

    • Oh, da werd ich ja ganz rot! 🙂 Lieben Dank!
      Aber du hast Recht, so schrecklich geheim war es nicht, wie ich aussehe. Ich habe erstaunlich viele Bloggerinnen, die mich auf Facebook gefunden haben – das scheint also so schwierig nicht zu sein. Die Caching-Fotos kommen da natürlich noch hinzu.

    • Äh, also, um das klarzustellen: Ich find’s immer toll, das Gesicht hinter dem Blog zu sehen und du liest dich nicht nur sympathisch, sondern siehst auch noch so aus 🙂
      Ich persönlich liebe andererseits die Anonymität im Internet, die es mir erlaubt, auch über Sachen zu schreiben, die ich sonst nicht so rausposaunen würde wie jetzt…

  2. sehr sympathisch 🙂

  3. Ihr seid ein tolles Paar! Und ich freue mich richtig, denn dass heißt ja hoffentlich auch dass wir dich in deinem Kleid bestaunen dürfen, ooooder…? 😉

  4. Ich muss irgendwas gestern mit dem Abschicken meines Kommentars vermasselt haben, denn offensichtlich ist er nicht da- grumpf.
    Kurzform: Tolles Bild, Outing super, ich freu mich und lese gern hier 🙂

    Liebe Grüße
    Katha

  5. P.s.: Der Fotograf kommt ja schon auf der Internetseite super sympathisch rüber, und dieser Satz: „Im Gegenteil: Sie haben bei Ihren Freunden bereits mit Ihren wunderschönen Fotos angegeben :-)“ passt irgendwie, oder? 😀

  6. Tolles Outing, tolle Fotos!! Da muss man ja gar nicht mehr zu sagen, oder ;)? Find ich schön, dass Du Dich geoutet hast!

    Viele liebe Grüße,
    Vanessa

  7. Tja, meist bin ich auf den Fotos eh nicht zu sehen und so wahnsinnig viele gibt es tatsächlich nicht von mir. Manchmal kann man mich glaub ich schon im Blog sehen, aber eher seltenst genau wie die lieben Kinderleins auch.
    Und damit hast du auch gleich mal den Helden geoutet.
    Die Fotos sind wunderschön.
    vielleicht sehen wir uns dann ja demnächst live und in Farbe, dass ist dann immer nochmal etwas anderes find ich.

    • Den Helden habe ich natürlich vorher gefragt, ob ich ihn hier outen darf. Er war tapfer einverstanden, auch wenn (oder weil?) er die Bloggerwelt in ihrer Gesamtheit glaube ich noch gar nicht so richtig erfasst hat…
      Auf live und in Farbe freue ich mich, ich maile dir dann noch mal die Tage!

  8. Schön, dich (euch) zu sehen! 🙂
    Ich find’s gut! Und mit deinem Blog brauchst du dich ja echt nicht verstecken. Ich finde nämlich, dass du sehr witzig und locker schreibst!
    Ich habe die unterschiedlichsten Reaktionen zu meinem Blog bekommen. Eine Freundin kann gar nichts damit anfangen, eine findet, dass ich auf dem Blog ja witziger als im echten Leben bin, aber die meisten finden es toll 🙂
    Liebe Grüße!

    • Meine beste Freundin hat auch angefangen zu bloggen, aber eher sporadisch. Ich hätte eher ein Problem, das ganze meinen Eltern oder Schwiegereltern zu erklären. Wobei… Ich habe auch einige Freundinnen, die sind dermaßen internet-fremd, dass ich mich immer wundere, wie man so heutzutage überhaupt sein kann (nicht böse gemeint)! Denen müsste ich das wohl auch ganz schön umständlich erklären… Uääh…. Na, bislang war noch keine Erklärung notwendig.

  9. Oh, ich kann das sehr gut nachvollziehen…habe auch jahrelang anonym geschrieben und mich nicht zu outen getraut. Und dann, wahnsinn, nichts ist passiert nach meinem „Outing“ 😉

    Ich finde es immer toll zu sehen, wer hinter den Blogs steckt!

    Liebe Grüße,
    Corinna

    • Huhu Corinna,

      hihi, da hast du Recht, es ist gar nichts passiert! Tat auch gar nicht weh! 😉 Ich habe vorher ganze zwei (!) Artikel im gesamten Blog auf unsichtbar gestellt, da ich dort etwas über Freunde oder Familie geschrieben hatte (natürlich anonymisiert) und niemanden irritieren wollte, der mich kennt. Aber so weit zurück hätte wahrscheinlich sowieso keiner geblättert, und in Zukunft halte ich es so, was ich meiner Mama nicht erzählen würde, sollte ich wohl auch nicht ins Internet stellen!

      Vielen Dank für deinen Besuch!

  10. Schöne Fotos. Bin gespannt auf die „Richtigen“!
    Ich hab mich auch schon mit dem Thema befasst und mich von Anfang an auf dem Blog gezeigt. Anfangs mit mulmigem Gefühl, aber alle finden’s toll. Manche kapieren’s nicht richtig, da sag ich halt, ich hab ne Webseite – die schauen sowieso nicht regelmäßig. Und der Rest mag’s. Und nach und nach werd ich immer mutiger: Ich nutz die Mailadresse, verlinke auf Facebook… Mal schauen, wo das noch hin führt. 😉
    Ich sollte meine Fotos auf jeden Fall mal aktualisieren. Die Haare sind schon lange ab.

  11. Ich wollte ja schon seit Ewigkeiten was hierzu schreiben, habe es aber immer wieder vergessen… daher heute.
    Sehr sympathischer Eintrag und sehr sympathische Fotos! Du kommst echt nett rüber (und nett ist hier natürlich NICHT in dem Sinne von „die kleine Schwester von …“ zu verstehen!!!). Das Kinder-Foto ist auch echt süß 🙂
    Ich sehe das mit dem Bloggen ähnlich wie du. Aber so richtig trau ich mich (noch?) nicht, mich zu outen. Mein Freund weiß davon (den interessiert es nicht wirklich), vier Freundinnen wissen davon (eine bloggt selbst sporadisch, eine ist total begeistert und zwei interessiert es nicht). Meine Eltern und Schwester wissen es auch nicht, aber ich denke, dass sie es auch nicht so verstehen würden.
    Naja, ich war schon immer Internet-Affin (früher mit beepworld-Homepage) und habe dort zum Glück auch immer nur gute Erfahrungen gemacht. Aber den Blog betrachte ich momentan mehr als meine eigene kleine Spielwiese.
    Und da das Internet nichts vergisst und sowohl mein Vor- als auch Nachname eher selten sind, gehe ich mit öffentlichen Fotos dann doch vorsichtig um. Würde ich Lisa Müller o.ä. heißen, wäre das vielleicht wieder eine ganz andere Geschichte…

    Liebe Grüße, Goldengelchen

    • Vielen Dank! ❤
      Ja, meinen Nachnamen findet man hier ja auch nicht. Trotz Impressumspflicht, hüstel hüstel… Vorname muss reichen! Zumindest vorerst, vielleicht kommt DIESES Outing dann auch in einiger Zeit, mal sehen. Im Grunde ist es ja alles wirklich nichts geheimes…

  12. Pingback: Träume, Pläne und Ideen | bunt, gestreift und hüpfig

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