11 Stunden und 28 Minuten

11 Stunden und 28 Minuten voller Großartigkeit – das erlebt man, wenn man alle 3 Herr der Ringe-Filme in der Extended-Version anschaut. Damals, vor mittlerweile schon 10 Jahren (!), wollte ich schon alle 3 Filme im Kino hintereinander sehen, aber selbst in der „normalen“ Version hatte da außer mir keiner Lust zu. Der Held streikte und auch sonst kassierte ich eher seltsame Blicke.

Aber zum Glück gibt es ja das große, weite Internet und nachdem ich diese Idee das erste Mal öffentlich kundtat, meldete sich bald Maufeline und bot sich als Sofa-Partnerin an. Das war vor über anderthalb Jahren, und wir kannten uns im Prinzip überhaupt nicht – ich muss zugeben, ich war da noch etwas skeptisch. Es macht mich sehr froh, dass wir uns mittlerweile schon mehrmals getroffen haben und mittlerweile ist ja auch Kathas Krümel etwas älter, so dass sie am Wochenende doch glatt für zwei kinderfreie Tage nach Münster kommen konnte, um den Herr der Ringe-Marathon in die Tat umzusetzen! Pünktlich zum 10jährigen Jubiläum von Teil 3! 😀

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Der Samstag glänzte mit strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen, die optimalen Bedingungen für eine großartige Cache-Tour, einen Waldspaziergang oder einen Flohmarktbesuch. Oder eben für einen Marathon vor dem Fernseher. Wir ließen also die Rolläden herunter, sperrten die böse Oktobersonne aus und fingen schon um 12:30 Uhr an, fernzusehen. Ein seltsames Gefühl – aber nicht unbedingt schlecht! 🙂

Katha fühlte sich förmlich vogelfrei – nicht nur, dass sie mehrere Stunden am Stück ungestört DVD schauen konnte, sie durfte auch noch die Füße auf den Tisch legen (!) und vor dem Fernseher ZU ABEND ESSEN!!! 😀

Zwischendurch gab es Wegzehrung, die Katha mitgebracht hatte! Nachdem mir zunächst nur eine mysteriöse Zwergentüte überreicht wurde, bekam ich endlich in Lothlorien die Erlaubnis, sie zu öffnen – und ich fand: Lembas!

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One small bite is enough to fill the stomach of a grown man.“ Allerdings sind Katha und ich keine Männer, was ja bekannermaßen eine Rolle spielt im Herrn der Ringe; oder wir sind Hobbits, zumindest war das wohlgeformte Lembas nicht das einzige, was wir an diesem Tag aßen. 😉 Da aber der vorbereitete Eintopf zwar mundete, aber nicht gerade fotogen war und ich für die Bezeichnung „Rosinenstütchen“ immer ausgelacht werde, bekommt ihr stattdessen lieber noch ein Bild des ausgepackten Lembas-Brots – sehr hübsch, oder?

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Wir schafften unseren Marathon noch am selben Tag – um 23:48 Uhr begann der Abspann von Teil 3! Dabei kam es uns gar nicht so lange vor und ging eigentlich erstaunlich schnell. Das lag sicherlich überhaupt nicht daran, dass wir die Hälfte der Zeit blöde Sprüche zum Film gedroschen haben, den Rücken entlastend durchs Wohnzimmer liefen oder einfach nur gequatscht haben. 😉 Ein wahres Lebensereignis!

Trotzdem waren wir natürlich erst viel, viel später im Bett. Gestern fühlte ich mich dann topfit, aber wie das so häufig ist, holt mich die Müdigkeit heute ein. Gähn! Daher blogge ich gerade auch lieber, als mich dem DIY-Adventskalender-Endspurt zu widmen oder gar eines der anderen Dinge in Angriff zu nehmen, die ich mir so vorgenommen hatte, weil doch während der Herbstferien keine Chorprobe ist.

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13 Antworten zu “11 Stunden und 28 Minuten

  1. Ihr seid echt krass 😉
    Ich habe ja jeden von den Filmen nur ein einziges Mal gesehen…
    Dafür habe ich am WE auch zig Stunden DVD geguckt, musste mal irgendwie sein. Und müde war ich heute auch und habe nix für den Adventskalender gemacht…
    Liebe Grüße 🙂

  2. Ich hatte damals tatsächlich alle drei Teile hintereinander im Kino gesehen. Wobei ich den zweiten nahezu komplett verschlafen habe. Aber den kannte ich ja schon 😉

    Heute würde ich das aber nicht mehr durchhalten, bin ja schließlich keine 20 mehr 😉

    • Im Kino ist ja auch noch mal echt was anderes als zuhause. Nix mit wild rumquatschen, rumlaufen und sich strecken und recken, kurz auf Pause drücken um mal aufs Klo zu hüpfen…

      • Aber wir mussten gar nicht jedes Mal, wenn wir zum Klo mussten, den Pauseknopf drücken, die Schmachtszenen mit Aragorn und Arwen eigneten sich dafür auch sehr gut 😉

  3. Das waren echt kurze 11 Stunden und 28 Minuten 🙂 Hat sehr viel Spass gemacht und es war ein supertolles Wochenende!
    Das war auf jeden Fall deutlich besser als wenn ich das damals tatsächlich alles hintereinander im Kino gesehen hätte- ein wahres Lebensereignis eben 😀

    Aber auf der Heimfahrt am Sonntag war ich schon ganz schön platt, und der Montag ging wirklich nur sehr schleppend voran 😉 Aber es hat sich gelohnt!

    Meine Familie hat auf ihrer Wandertour übrigens leider das Lembas zu Hause vergessen, und sie haben es erst Sonntag gegessen. Dann aber ratzeputz weg 😉

    Grüßlis
    Katha

  4. Achja- ich habe den beiden Großen erzählt, dass ich beim Fernsehen essen durfte, und sogar die Füße auf den Tisch legen durfte. Töchterlein meinte: „Aber Mama, das darf man doch nicht…. aber ihr wart ja alleine und keine Kinder haben Euch gesehen, da wars dann okay!“
    😉

    • Ja genau, wenn keine Kinder das sehen, die es lernen sollen, damit sie es als Erwachsene nicht machen und ihren Kindern wieder beibringen können, dass man das nur darf, wenn keine Kinder zusehen… Äh… Oder so, irgendwie!

  5. Pingback: Wenn einer eine Reise tut… | Maufeline

  6. 😀 Ihr seid ja bekloppt. Auf eine sehr liebenswürdige und sympathische Art und Weise, aber bekloppt. 😉
    Ich habe immernoch nicht einen einzigen der Filme gesehen.. *tüdeldüüü* 😀

  7. ich hab die ja auch nur gesehen, „weil man sie gesehen haben muss“. Kann da Silke also sehr gut verstehen 🙂

  8. Pingback: Mein 2013 | bunt, gestreift und hüpfig

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