Sieben Wochen ohne

Heute beginnt die Fastenzeit. Obwohl wir keineswegs religiös sind, habe ich diese Zeit in den letzten Jahren meist genutzt, meine Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Sei es ernährungstechnisch oder beispielsweise im letzten Jahr im Bezug auf den Konsum. Mal machte der Held mit, mal nicht.

Dieses Jahr haben wir gemeinsam überlegt, ob wir auf irgendetwas verzichten könnten. Oder gar sollten. Die üblichen Verdächtigen – Süßkram, Alkohol, Fast Food – haben wir schnell ausgeschlossen. So schlimm sind wir da nämlich nicht und ich habe nicht das Gefühl, dass wir dort groß was tun müssten. Aber trotzdem ist uns ziemlich schnell etwas eingefallen: Als wir wieder zusammengezogen sind vor etwas über einem Jahr, haben wir uns angewöhnt, ab und zu vor dem Fernseher zu Abend zu essen. Eine Folge How I Met Your Mother zum Abendbrot oder The Big Bang Theory zur bestellten Pizza – perfekt, diese Comedy-Serien mit ihren kurzen Folgen!

Tatsächlich habe ich gar kein Problem damit, ab und zu mal vor dem Fernseher zu essen. Nur das aus „ab und zu“ so langsam „nicht immer, aber immer öfter“ wurde und schließlich stellte ich kürzlich fest, dass der einzige Tag, an dem wir das nicht tun, der Miracoli-Montag ist. Weil wir da sowieso nicht so viel Zeit haben. Also essen wir im Prinzip 6 Tage die Woche vor dem Fernseher. Ähem. Nach dem Essen bleibt man dann meistens sitzen, weil es gerade so gemütlich ist und weil ja auch die Folge noch nicht vorbei ist. Bäm, hat man einen faulen Abend und nicht einmal das Geschirr wird weggeräumt. Hüstel.

Das kann’s natürlich nicht sein, also verzichten wir dieses Jahr genau darauf. Gegessen wird am Esstisch, wie es sich gehört. Um die Schwierigkeit zu erhöhen, sind ab sofort auch keine Smartphones mehr bei Tisch erlaubt. Zumindest nicht, wenn man zu zweit ist. Das ist nämlich eine weitere Unsitte – wobei ich hier wenigstens mal anmerken muss, dass der Held da noch etwas schlimmer ist als ich. 😉

Ich denke, das wird keine allzu schwierige Herausforderung dieses Jahr. Im Prinzip ist es eigentlich nur der Anlass, die Gewohnheit mal wieder zu ändern – ein kleiner Reminder, sozusagen. Und wenn die Fastenzeit vorbei ist, nicht wieder 6 Tage die Woche auf dem Sofa zu essen. Sondern vielleicht ein oder zwei Mal. Das reicht ja auch locker. Oder vielleicht stellen wir nach einer Woche Fastenzeit fest, dass wir uns nichts zu sagen haben und verfluchen diese Idee? 😉 Ich werde euch auf dem Laufenden halten, falls sich Überraschungen auftun sollten.

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13 Antworten zu “Sieben Wochen ohne

  1. Der Vorsatz gefällt mir 🙂
    Viel Erfolg dabei 😉
    LG

  2. Viel Erfolg. Die Idee ist prima.
    Wir essen selten vor der Glotze. Aber *schäm* ich futtere manchmal vor dem PC. Letzte Woche landete so der morgendliche Latte Macchiato in der Tastatur.

  3. Das ist eine gute Idee, finde ich! Viel Spaß beim Unterhalten! 🙂

    • Hihi, so sieht’s aus… 😀 Gestern habe ich so viel erzählt beim Abendessen, dass der Held schon aufgefuttert hatte und mein Teller noch halb voll war. Woraufhin ich sagte: „So, jetzt kannst du mir ja mal was von deinem Tag erzählen“ und er mich mit großen Augen anschaute… 😉 Aber das wird schon noch!

  4. Eine gute Idee! wir haben auch viel Fernseh beim Essen geschaut, weil der Fernsehr praktischerweise in Sichtweite des Eßtisch steht. Aber das hat sich gelegt, als die Kinder größer wurden 😉

  5. Ich mag die Aktion „7 Wochen anders leben“ von AndereZeiten eV. Da bekommt man immer ein Heftchen mit Anregungen für die Fastenzeit und da gehts wie bei euch nicht zwangsläufig um reinen Verzicht, sondern darum Dinge eben anders zu machen als bisher. Viele Gedanken haben für mich einfach mit mehr Lebensqualität und Achtsamkeit zu tun. Ich habe inzwischen auch die Gewohnheit liebgewonnen, in jeder Fastenzeit mir ein Vorhaben auszudenken und zu schauen, was es mit mir macht…

  6. Eine tolle Idee. in den letzten Jahren haben wir es ähnlich gemacht. in diesem Jahr fehlt mir jegliche Motivation. Aber durch dieses Prüfen alter Gewohnheiten hat sich bei uns schon einiges geändert.
    bin gespannt, ob ihr es durchhalten und ggf dann weiterführt. Wobei wir im Sommer häufig draußen es, da gibt’s dann auch keinen Fernseher.

    • Wir „fasten“ auch nicht jedes Jahr und es muss ja auch passen! Wenn man so gar keine Motivation hat, kann man es sich besser sparen. Sonst ist es nur frustrierend…

  7. ha, das kenne ich! wir essen leider auch viel zu oft vor dem fernseher!!! und ich schaue auch viel zu oft während des essens auf mein handy 😦
    muss ich gleich mal vorschlagen zu hause :))
    lg
    bina

  8. Oh NEIN, wohin kann ich dann flüchten, um einman NICHT am Esstisch zu essen, sondern vor dem Fernseher???!? 😉

    Nein, ernsthaft, gute Idee! Und wenn ihr dann- nach den 6 Wochen- MAL einen gemütlichen Faulenzerabend plant, ist das vor dem Fernseher essen dann auch mal ganz nett

    Grüßlis
    Katha

    • Ja genau, MAL ist es ganz nett. Wobei ich auch gleich an dich denken musste. 😉 Solltest du wider Erwarten in der Fastenzeit bei uns aufschlagen, machen wir eine Ausnahme von der Regel! 😀

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