London: St. Paul’s, HMS Belfast und ein Starbuck’s-Besuch

Erwähnte ich eigentlich schon, dass der Held zum ersten Mal in London war? Ich selbst war zwar schon zwei Mal dort, aber der erste Trip dauerte nur einen Tag und auch der zweite Besuch ist nun schon über zehn Jahre her, es war nämlich die Abschlussfahrt mit dem Englisch-LK.

Es lag also nahe, zunächst einmal die Touri-Highlights zu erkunden und uns wirklich nach den Sehenswürdigkeiten zu richten. Zugegebenermaßen habe ich bei dem einen oder anderen hinterher gesagt „Nett, aber muss man nicht sehen“ – aber wenn wir es von vornherein gestrichen hätten, wären wir immer im Zweifel gewesen, ob wir nicht das absolute London-Highlight verpasst haben. Also war unsere Tour am Donnerstag relativ lang und relativ touristisch geplant: Von der St. Paul’s Cathedral über die Millennium Bridge zum Modern Tate, anschließend die Themse entlang – Shakespeare’s Globe, HMS Belfast, Tower Bridge, Tower. Ein straffes Programm!

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Aber erst mal – Busfahren! Die klassischen roten Doppeldecker-Busse kennt ja wohl jeder, und diese fuhren dort auch in der Mehrzahl umher. Es gab aber auch andere Designs, und dieser bunt gepunktete hat gefiel mir besonders gut! Das Busfahren haben wir übrigens wenn möglich der U-Bahn vorgezogen. Es dauert zwar länger, aber man sieht unterwegs wenigstens etwas von der Stadt und kann die einzelnen Orte auch miteinander verbinden, während man bei der U-Bahn an einer Stelle abtaucht und einer ganz anderen wieder auftaucht, ohne zu ahnen, wie man eigentlich gefahren ist.

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Wir hatten vor unserer Reise verschiedene Möglichkeiten verglichen, in London Geld zu sparen. Zum einen gibt es den London Pass, mit dem man in zahlreiche Sehenswürdigkeiten kostenlos kommt. Dieser ist aber relativ teuer und lohnt sich nur, wenn man wirklich viel besichtigt. Als Alternative hatten wir die 2for1-Angebote von National Railway gefunden: Wenn man sich die obligatorische Travel Card, die man sowieso zum U-Bahn- und Busfahren braucht, nicht am Automaten, sondern am Schalter der Bahn kauft, kann man an vielen Stellen zu zweit zum Preis von einem hineinkommen. Das Beste: Hier sind sogar viele Restaurants dabei, so dass wir insgesamt 4 Tage nur ein Hauptgericht bezahlen mussten. Man muss lediglich vorher die Gutscheine ausdrucken – das ist aber gratis, also haben wir wie wild gedruckt und dann nur die Hälfte genutzt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die St. Paul’s Cathedral war nicht enthalten und bei den horrenden Kirchenbesichtigungspreisen sparten wir uns hier dann auch den Besuch des Inneren. Es gab auch so noch genug zu sehen und riesige Kirchenfans sind wir beide nicht – die rund 20 Euro pro Nase haben wir also lieber gespart.

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Fun Fact: Wusstet ihr, dass das „National Animal“ von Schottland ein Einhorn ist? 😉

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Es stellte sich übrigens auf dieser Reise wieder einmal heraus, dass ich ein großer Fan von Spiegel-Fotos bin (man beachte an dieser Stelle St. Paul’s im Hintergrund und das von der Kugel perfekt anonymisierte Paarporträt!)!

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Nachdem wir die Millennium Bridge überquert hatten, standen wir direkt vor dem Tate Modern. Das Museum für moderne Kunst ist in einem ehemaligen Kraftwerk untergebracht. Eigentlich sind wir also nur hineingegangen, weil ich dachte, das wäre bestimmt ein cooler Anblick. Freunde von moderner Kunst sind wir nämlich beide nicht. Tja, vom Kraftwerk sah man dann mäßig viel (jeder, der schon mal auf Zollverein war, wird müde gähnen) und die paar Exponate, die wir uns noch angeschaut haben, waren eher verwirrend. Aber man muss ja alles mal gesehen haben.

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Neben dem Tate Modern liegt Shakespeare’s Globe. Die Besichtigung blieb uns jedoch verwehrt, da dort gerade eine Aufführung stattfand. (Wir freuten uns, dass wir keinen London Pass hatten, denn so hatten wir gerade bares Geld gespart und mussten uns nicht so sehr ärgern.) Also setzten wir uns stattdessen in die Sonne und genossen Spezialitäten aus dem hiesigen Coffeeshop (*hust hust*), der dem Helden einen kreativen neuen Namen verpasste (im Ernst, er sollte sich immer so schreiben, oder?)!

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Unsere nächste Station war die HMS Belfast. Ein Kriegsschiff, das im Zweiten Weltkrieg und im Koreakrieg aktiv war, aber nun schon seit den 70er Jahren in der Themse verankert ist und als Museum verwendet wird.

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Schon ganz schön groß, und ein ganz schön martialischer Anblick so direkt vor der Tower Bridge. Ich bin eigentlich nur dem Helden zuliebe mitgegangen, der sich ein bisschen Torpedos und Kanonen ansehen wollte (unterstelle ich ihm jedenfalls). Aber es war dann erstaunlicherweise total interessant und wir haben viel mehr Zeit dort zugebracht, als wir es geplant hatten! Der Held bekam seine Torpedos, und ich fand alles über das Leben der Besatzung absolut spannend. Es gab auch einen großartigen Audio Guide (im Eintrittspreis enthalten), so dass wir dort locker 2,5 Stunden oder länger unterwegs waren.

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Allerdings sind die Fotos unter Deck nicht so besonders gut geworden (nicht mal das, auf dem ich mir gerade volle Lotte den Kopf stoße, weil der Held ein Foto machen wollte und ich nach oben sah. Autsch.)! Daher zeige ich euch stattdessen den hübschen Ausblick, den man vom Achterdeck hatte: Eines unserer gefühlt 120 Fotos der Tower Bridge!

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Diese wäre ja nun auch eigentlich unser nächstes Ziel gewesen. Wir wollten uns die „Tower Bridge Exhibition“ ansehen, bei der man in die Türme hochgefahren wird und einen super Blick hat! Allerdings waren wir so lange auf dem Schiff, und nachdem wir etwas gegessen hatten, war es schon 17.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hatten sowohl Tower als auch Tower Bridge schon geschlossen! Nun gut, unsere Füße waren nicht sehr böse darum. 😉

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Wir sind dann stattdessen noch kurz zur Oxford Street gefahren, um dort ein bisschen zu Shoppen. Dass das eine doofe Idee war, stellten wir aber ziemlich schnell fest. So. Viele. Menschen!!! Das war eigentlich ja überall so, aber dort war es wirklich extrem. Das Bild (auf dem man kein Fitzelchen Boden sieht) kommt mir dagegen schon fast harmlos vor. Es war so voll! Wir sind also nach einer sehr kurzen Weile und nach einer Stippvisite bei HMV lieber wieder in den Bus gestiegen und ins Hotel gefahren, wo wir uns in aller Ruhe das Eröffnungsspiel der Fußball-WM im Fernsehen ansehen konnten.

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6 Antworten zu “London: St. Paul’s, HMS Belfast und ein Starbuck’s-Besuch

  1. Das obligatorische Kugelfoto 😉 Davon mache ich auch jedes mal eins! Und bei Fee hab ich das auch schon gesehen *g* Ich freu mich schon wenn du noch mehr Fun Facts hast, das Einhorn ist einfach zu genial! Hach, so schön, bin gerade in Gedanken noch mal mit durch London spaziert…(im September fliege ich wieder hin, jippieh!)!

    Liebe Grüße, Jessica

  2. Boar, was schafft ihr viel an einem Tag! Im Globe habe ich übrigens schon mal eine Vorstellung gesehen (man muss reinstürmen wenn man in die erste Reihe will) und das war echt cool! Also falls ihr nochmal fahrt wäre das ein Tipp!

    • Na, so viel war es eigentlich wirklich nicht, da wir ja in vieles nicht reingegangen sind, sondern uns nur von außen angesehen haben. Das spart ziemlich viel Zeit und natürlich haben wir morgens früh angefangen.

      Allerdings ist es auch so, dass wir von Tag zu Tag weniger geschafft haben und so sieht auch die Fotobilanz aus… Die letzten Tage werde ich wohl zusammenfassen müssen 😉

  3. Ha, das mit dem Einhorn wusste ich tatsächlich, ich weiß allerdings gar nicht mehr woher… (Jetzt bin ich aber ein bisschen stolz auch mich *gg*)

    Ach, und die Millennium Bridge steht noch? Ich habe sie schon so oft in Filmen und Serien kaputt gehen sehen, die KANN doch eigentlich gar nicht mehr da sein 😉
    Ich liebe die Fotos von Euch im Museum, die Denker- und Grüblerposen sind einfach genial 😀
    Uuuuund ja: So sollte sich der Held immer schreiben. Finde ich ne gute Alternative zur bisherigen, UNGLAUBLICHG langweiligen Schreibweise 😉 Ich hätte aber eher getippt, dass sie den Namen so schreiben würden wie bei NeilPH, plus s… aber so ist es doch deutlich …eigener 😀

    Liebe Grüße
    Katha

  4. Ach, London… Immer wieder gerne, und leider viel zu selten (auch wenn ich zugegebenerweise schon nicht mehr weiss, wie oft ich schon da war…)
    Bei deinem Millenium-Bridge Foto musste ich jetzt nur so ein gaaanz kleines bisschen an Sherlock denken, aber wirklich nur ein gaaanz kleines bisschen… 😉

Schreib mir was! Dann freu ich mich!

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