London: Fish & Chips, Doctor Who und Shopping

In dem ganzen Alltag, den wir derzeit zelebrieren – inklusive Wasser im Keller, Mutter im Krankenhaus, Laminat in Beulen, aber auch schöne Dinge wie Nichte im Blumenfeld oder Lego am Wohnzimmertisch – ging ganz unter, dass ja noch etwas London offen ist. Bisher habe ich euch nur die ersten 4 unserer 7 Tage Urlaub gezeigt! Beim Sichten der Fotos stellte sich aber heraus: Nach diesen 4 Tagen trat auch eine gewisse Foto-Müdigkeit auf. Daher werde ich die letzten 3 Tage London jetzt in einem Post zusammenfassen!

london-doctorwhotour

Der Sonntag begann – wie könnte es anders sein? – mit einer Führung, und zwar einer Doctor Who-Führung. Ich war sehr begeistert, als die Teilnehmer der Führung schon durch einen in die Luft gereckten Sonic Screwdriver zusammengerufen wurden. Natürlich hatte ich eines meiner Doctor Who-Shirts an, nämlich das „Hello Sweetie“-Shirt von Katha, aber es ging leider gänzlich unter (wie man auf dem Bild sieht, war es auch nicht so warm). Dafür gab es ein paar nette Gespräche über Lieblingsfolgen, Lieblings-Villains und so weiter.

Leider war das nun schon die dritte Führung, die mehr oder weniger durch die gleichen Ecken führte. Ist ja auch logisch, denn Serien wie Doctor Who und Filme wie Harry Potter werden nun einmal häufig an bekannten Sehenswürdigkeiten gedreht, damit der Zuschauer auch erkennt, dass es in London spielt. Schade war es trotzdem, dass wir diesen Abschnitt der Themse im Urlaub ungefähr fünf Mal gesehen haben – da hätte man die Zeit auch besser nutzen können. Einige neue Ecken haben wir aber natürlich trotzdem gezeigt bekommen.

london-whittleseystreet

Nach der Führung ging es Shoppen. Obwohl Sonntag war, hatten nämlich die meisten Geschäfte geöffnet. Bei einem Zwischenstopp gab es dann auch die ersten (und einzigen!) Fish and Chips für uns!

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Das Restaurant war sicherlich recht touristisch und auch ziemlich, aber trotzdem sehr sympathisch mit coolem Design. Unter anderem fand ich dort die einzige Tardis in diesem Urlaub, die wirklich „bigger on the inside“ war: Dahinter verbarg sich nämlich die Küche! (Ich habe mich aber leider nicht getraut zu fragen, ob ich ein Foto machen darf, wie ich gerade „in der Tardis“ verschwinde…)

london-restauranttardis

Abends waren wir zum ersten England-Spiel der WM. Es ging für die Engländer gegen Italien los, und wir dachten uns, es sei nett, das Spiel in einem Pub anzusehen. Schade nur, dass wir irgendwie den vermutlich einzigen Londoner Pub gefunden haben, in dem sich hauptsächlich Italiener aufhielten! 😉 In der Halbzeitpause sind wir schon gegangen, weil unsere Füße nicht mehr mochten (natürlich mussten wir im Stehen gucken, weil es so voll war).

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Am nächsten Tag war noch mal ganz offiziell Shopping angesagt (nachdem wir zuvor eine Stunde erfolglos damit verschwendet hatten, „Sherlocks“ Krankenhaus zu finden, grummel)! Am besten gefiel es uns in (?) Covent Garden, wo viele kleine, unabhängige Läden zu finden waren. Wir haben zwar nicht sehr viel gekauft, aber das eine oder andere Souvenir musste natürlich schon mit. Besonders hübsch war natürlich Neil’s Yard, was der eine oder andere sicher schon von Bildern kennt:

london-neilsyard2

Es war genauso fröhlich-bunt wie auf den Bildern im Reiseführer. Was allerdings nirgends stand: Die Bilder im Reiseführer zeigten auch schon alles. Es handelt sich also tatsächlich nur um 2-3 Häuser, die so aussehen, im Grunde halt – wie der Name ja auch eigentlich sagt – einen Innenhof. Der sieht natürlich toll aus, aber das war’s dann auch schon. In 5 Minuten ist man durch! Das fand ich doch irgendwie etwas enttäuschend.

london-neilsyard

Abends war dann das erste Deutschland-Spiel, und auch dieses sahen wir uns wieder gemütlich im Pub an. Dieses Mal gab es sogar Sitzplätze und da Deutschland das Spiel gegen Portugal geschmeidig mit 4:0 gewann, war es sehr nett.

Am nächsten Tag sollten wir abends zurückfliegen. Wir hatten bis ca. 15 Uhr Zeit. Wir entschieden uns für ein wenig Bildung und besuchten das Science Museum. Und es wäre sicherlich auch sehr interessant gewesen!

london-sciencemuseum-earth

Wir bewunderten beispielsweise diesen Motor (?) eines Space Shuttles (???), der mir auf den ersten Blick wie ein Dalek vorkam…

london-sciencemuseum

…aber da wir in England waren, dauerte es nicht lange, bis tatsächlich ein Dalek im Museum auftauchte.

london-sciencemuseum-dalekLeider war das Museum nicht von einer oder zwei Schulklassen jeglichen Alters besucht, sondern von mindestens 20. Es war laut, es war voll, es war warm. Es war anstrengend. Wir entschieden uns, zu fliehen, und besuchten stattdessen noch einen der vielen Londoner Parks: den Hyde Park.

london-hydepark1

Dort verbrachten wir den Rest des Tages auf einer Wiese im Sonnenschein – dank benachbarter Galerie sogar mit WLAN-Empfang! Ich fand es wirklich toll, wie in London wirklich jeder die Parks nutzte. Egal ob Touristen, Anzugträger, Schulklassen… Es war immer was los und es gab immer etwas zu sehen.

london-hydepark2

Auf dem Rückweg haben wir noch bei der Speaker’s Corner vorbeigeschaut und erlebten eine herbe Enttäuschung: Es war kein Mensch zu sehen! Vielleicht ist ein Dienstag Mittag einfach nicht die beliebteste Zeit?

london-flugzeug

Abends stiegen wir dann in unser niedliches Flugzeug und auf ging es Richtung Heimat. Fazit? Es war toll in London, wir haben viel gesehen und erlebt. Aber ein kleines bisschen unzufrieden bin ich auch, ich habe das Gefühl, dass wir die Zeit nicht optimal genutzt haben, vor allem in den letzten Tagen, von denen ich mich jetzt schon nur noch an die Hälfte erinnern kann. Objektiv weiß ich, es ging nicht anders, mehr war einfach für uns nicht drin. Aber es gibt so vieles, was ich gern noch gesehen habe, und so vieles, was wir im Nachhinein betrachtet so oft gesehen haben. Alles, was wir gemacht haben, kommt mir so touristisch vor. Irgendwie ist eine Woche lang und doch so kurz. Ich hätte gern noch die Gegend einfach so erkundet, mich treiben lassen. Was wir ja auch irgendwie gemacht haben (stundenlang im Park auf der Wiese liegen und den Leuten zugucken stand definitiv auf der To Do-Liste). Wir haben auch nicht einen einzigen Cache gesucht. Hmm. Ich muss wiederkommen! 😉

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4 Antworten zu “London: Fish & Chips, Doctor Who und Shopping

  1. Covent Garden finde ich auch sehr schön, Neal’s Yard kannte ich noch gar nicht, aber das lässt sich ja ändern 😉 Ich finde, ihr habt schon ne ganze Menge gesehen und alles abklappern ist auch einfach viel zu streßig, dann lieber öfter hinfahren und jedes mal ein wenig mehr sehen, oder?

    Liebe Grüße, Jessica

    • Da hast du theoretisch Recht, aber das nächste Ziel wird wohl erst einmal Berlin oder Hamburg! Und dann wird’s wieder international. Es gibt ja so viel zu sehen, ich weiß nicht, ob wir da so oft die gleichen Orte besuchen werden! 😉

  2. danke für deine ausführlichen berichte über london. ich war leider noch nie da. ich finde, ihr habt ganz schön viel in der kurzen zeit gesehen. wenn ich da an meinen paris-trip letztes jahr denke (habe noch immer nicht alles gepostet), reicht auch eine woche nicht um sich eine derart große stadt anzusehen. was mich betrifft, ich muß definitiv nach london – und am besten wenn die grumpy queen einen auftritt hat. hehe.

Schreib mir was! Dann freu ich mich!

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