Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Durchdrehen in der Küche, Entspannung und noch eine Party

Na, ist die Veränderung schon eurer Mutter oder der neugierigen, älteren Nachbarin aufgefallen? War eure Cocktailparty ein Erfolg? Heute wenden wir uns den Buchstaben D und E zu.

Persönlich haben wir habe ich (ich lerne dazu, die Küche ist schließlich mein Revier) ja eine ziemlich kleine Küche. Für die hier vorgestellte Technik wäre sie sicherlich prädestiniert, allerdings hat sich die Methode anders als prognostiziert offenbar nicht durchgesetzt:

Drehstuhl in der Küche sollte nicht fehlen; denn er gibt die Möglichkeit, sitzend an verschieden hohen Tischen zu arbeiten, der Stuhl lässt sich mühelos für jede Höhe einstellen, also stets im richtigen Verhältnis zur Arbeit wie Gemüseputzen, Spülen, Bügeln. Da sich der Stuhl nach allen Seiten dreht, kann frei und leicht hantiert werden. Eine kleine Anlaufzeit des Eingewöhnens muss allerdings in Kauf genommen werden, aber danach wird der Drehstuhl seinen Platz in der Küche behaupten.

küche-60er-jahre

Fehlt in dieser Küche: der Drehstuhl.

Steht bei euch gerade ein Umzug an? Dann ist der folgende Beitrag für euch. Beachtet bitte: Eine gute Woche nach dem Einzug ist es bereits ordentlich, und man ist wieder vollkommen erholt (siehe nächster Beitrag „Entspannung“). Ich glaube, unsere Einweihungsparty fand ungefähr 2 Monate nach dem Einzug statt. Aber da war ich ja auch noch keine gute Hausfrau!

Einzugsfeier in eine neue Wohnung möglichst nicht mit Pauken und Trompeten begehen, sonst gibt’s Ärger mit den übrigen Hausbewohnern. Verwandte und Freunde an der Freude am neuen Heim (meist ist auch ein wenig Stolz dabei) teilnehmen zu lassen, ist sehr nett. Die Einladung erfolgt etwa acht Tage nach dem Einzug. Dann herrscht bereits Ordnung in den vier Wänden, und die von den Strapazen hervorgerufene Müdigkeit ist überwunden. Zur Wahl steht die Einladung zum Nachmittagskaffee (anschließend gibt es ein Glas Wein zum Anstoßen) oder zum Plauderstündchen nach dem Abendessen. Hier kann die Hausfrau einen pikanten Salat, ein paar belegte Brote, salziges und süßes Kleingebäck reichen, ohne eine großartige Tafel decken zu müssen. Als Getränke stehen Bier, Wein, Obstsaft und Sprudel für die Gäste bereits. Da nie vorausgesehen werden kann, ob die Fröhlichkeit der Gäste etwas lautstark wird, ist es gut, vorher bei den übrigen Hausbewohnern um freundliches Verständnis für diesen Ausnahmefall zu bitten.

Ja, auch eine Hausfrau hat es nicht immer leicht! Aber keine Sorge: Auch ihr seid sicherlich für eine entspannende Tätigkeit begabt genug. Ich selbst habe ja den Vorschlag mit dem Schwimmen mittlerweile fest in den Alltag integriert. Fürs Kegeln war ich einfach nicht grazil genug – die Männer haben sich über meinen Anblick beschwert:

Entspannung. Auch die Hausfrau braucht Entspannung, wenn sie „fit“ bleiben will, um all den Aufgaben gewachsen zu sein, die ihr im Haushalt, bei Kinderpflege und -erziehung und als Ehefrau gestellt werden. Ist die Hausfrau daneben auch noch berufstätig, wird das Problem immer schwieriger; denn nun muss sie vom frühen Morgen bis zum späten Abend dauernd in Spannung sein. Wie kann sich nun die stark belastete Frau täglich wenigstens für kurze Zeit von ihren Pflichten lösen? Die Entscheidung muss jede Frau selbst treffen; die Gestaltung der Freizeit hängt von Veranlagung, Begabung, Interessen und nicht zuletzt auch davon ab, ob die berufstätige Hausfrau tagsüber viel auf den Beinen ist oder eine „sitzende“ Tätigkeit ausübt. Hier ein paar Vorschläge: Je nach Begabung stricken, häkeln oder sticken. Handarbeiten entspannt, und es macht zugleich Freude, wenn unter geschickten Händen etwas Hübsches entsteht. Oder wie wäre es, den Einkauf nicht in kürzester Zeit zu erledigen, sondern dabei gemächlich durch die Straßen zu gehen, mal einen Blick in dieses oder in jenes Schaufenster zu werfen und dadurch neue Anregungen zu sammeln? – Außer dem Sonntagsspaziergang mit der Familie tut ein „Alleingang“ am Wochentag sehr gut. Wer es einrichten kann, den Weg zum Arbeitsplatz zu Fuß zurückzulegen, sollte es tun. Allerdings sind dann Hauptverkehrsstraßen in den Großstädten zu meiden (die mit Abgasen durchsetzte Luft ist keineswegs gesundheitsfördernd!), ein kleiner Umweg durch Grünanlagen ist erholsamer. – Während in den Sommermonaten das Freibad zum Schwimmen lockt, sollte dieser gesunde Sport im Winter wenigstens einmal in der Woche im Hallenbad fortgesetzt werden. Dies ist übrigens auch eine gute Freizeitgestaltung zusammen mit den Kindern.  – Ob das bisher nur den Männern vorbehaltene Kegeln die richtige Entspannung ist? Vielen Frauen bringt die wöchentliche Kegelstunde die rechte Erholung. Kegeln ist kein Kraftsport, verlangt aber Konzentration und eine gewisse Grazie, damit die kegelnde Frau einen netten Anblick bietet. – Wer den Alleingenuss liebt, wird sicherlich ein Stündchn Zeit erübrigen, um ins Museum zu gehen, eine Ausstellung zu besuchen. – Der Besuch beim Friseur bringt Entspannung, dazu noch die Freude, danach besonders gut auszusehen (was von den anderen Familienmitgliedern übrigens nicht übersehen werden sollte), wodurch das Selbstvertrauen gehoben wird. – Ein Leseviertelstündchen – besser noch ein halbstündiges – sollte jeden Tag möglich gemacht werden. Es entspannt, gibt Anregungen und kann zur Weiterbildung sehr beitragen.

Hausaufgabe diese Woche: Prüft doch mal nach, wie grazil ihr beim Kegeln wirkt. Und stellt den Schreibtischstuhl testweise in die Küche. Nächste Woche geht es um die großen Gs im Haushalt: Gäste, Geschenke, Geburtstagsfeiern und Geschirrspülautomaten!

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12 Antworten zu “Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Durchdrehen in der Küche, Entspannung und noch eine Party

  1. Ohje, und ich habe immer gedacht, wenn man selbst beim Schnibbeln sitzt, dann ist man eindeutig faul! Aber nein, es ist total gewitzt! Mensch mensch Mensch! 🙂

    • Auf jeden Fall, wenn du im Stehen schnibbelst, wirst du es im Alter bereuen! 😉

    • Also bei uns galt auch: Wer sitzt beim Schnippeln, Kochen oder Bügeln ist faul und nicht besonders fleißig. Also mal wieder etwas dazu gelernt. Graziles Kegeln? Konnt ich wohl mal, ich ziehe dann aber lieber das Couchpotatoe-dasein mit Häkeln oder nähen vor 😉

  2. Das Leseviertelstündchen find ich klasse 😀 pro #leseviertelstündchen!
    Ich glaub beim Kegeln bin ich nicht grazil 😉

  3. Ha, ich hab etwas gefunden was ich kann! Entspannen kann ich gut! Zumindest beim Lesen oder beim nähen….An der grazilen Haltung beim Kegeln möchte ich bei mir aber eher zweifeln^^ Das mit dem Drehstuhl in der Küche muss ich mir mal überlegen, aber wenn man schon den ganzen Tag im Büro sitzt, kann man in der Küche auch mal stehen…

    Liebe Grüße, Jessica

    • Ja, heute sieht man das etwas anders. So viel wie wir heutzutage rumsitzen! Das ging der Hausfrau damals noch anders… Merke ich ja auch, wenn ich mal einen Tag nur mit Hausarbeit verbringe. Dann bin ich über jede Minute sitzen froh!

  4. Pingback: Fotogeschnetzeltes | Maufeline

  5. haha, wieder mal seeeehr geil! die umzugstipps nehme ich mir wirklich zu herzen und merke sie mir für nächstes jahr. bei uns wird bestimmt nach 8 tagen noch keine ordnung in den vier wänden sein…dauert eher so ca. 8 monate 😉
    lg
    bina

    • Kann ich völlig nachvollziehen (mit dem Umzug), aber hey, bald sind wir fertig ausgebildete Super-Hausfrauen, dann sind wahrscheinlich auch die 8 Tage kein Problem mehr! 😉

  6. Oh weia! Irgendwie bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass ich nicht zur „Hausfrau“ tauge (so wie in dem Buch beschrieben). Neben einem Besen besitze ich auch keinen Drehstuhl oder überhaupt irgendwelche Stühle.
    Ich glaub‘ mit mir wären die Autoren des Buches irgendwie überfordert. 🙂

    Aber ich geb‘ die Hoffnung nicht auf, denn das mit dem Entspannen beim Lesen kriege ich schon gut hin. 🙂

    Liebe Grüße
    Nicole

  7. Pingback: Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Dein Hausfrauendiplom mit Verlosung! | bunt, gestreift und hüpfig

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