Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Der richtige Umgang mit Jugendlichen und die passende Hausfrauen-Kleidung

Meine lieben Hausfrauen-Genossinnen! Ich hoffe, in der vergangenen Woche habt ihr die eine oder andere Zeile gelesen. Heute geht es wieder ans Eingemachte, zumindest, falls ihr schon Kinder im Teenager-Alter habt! Ansonsten können euch die modischen Tipps aber sicherlich auch begeistern.

Eigentlich ist ein vorbildliches Familienleben ja ausreichend, um die Jugendlichem im Zaum zu halten. Aber falls nicht, tröstet euch: Ihr selbst ward als Kinder auch nicht besser.

Jugendliche brauchen eine besonders verständnisvolle Behandlung, und dies heute viel mehr als in früheren Zeiten. Körperlich sind die heutigen jungen Menschen über ihr Alter hinaus entwickelt, geistig dagegen entsprechen sie ihm. Die Umwelt, also die Erwachsenen, überfordern häufig die Jugendlichen! Die jungen Menschen möchten gern erwachsen sein, es den Erwachsenen gleichtun. Und da liegt die Diskrepanz! Angst vor Verantwortung auf der einen, Überheblichkeit auf der anderen Seite müssen von den Eltern mit viel Verständnis ausgeglichen werden. Sie haben also ein Hobby zu fördern, für Entspannung (Ablenkung von den Problemen der Jugendlichen) zu sorgen. Genügt ein vorbildliches Familienleben hierzu nicht (viele Eltern haben – durch Berufs- und Hausarbeit über Gebühr beansprucht – einfach nicht mehr die Kraft dazu), sollte dem Jugendlichen Gelegenheit gegeben werden, Kontakt mit Gleichaltrigen aufzunehmen, z. B. in einer Jugend- oder Sportgruppe. Jugendliche, die trotz aller Liebe zu ihren Eltern Widerstand gegen die Einordnung in das Familienleben zeigen, die jeder Aussprache mit den Eltern aus dem Weg gehen, sollen keineswegs dazu gezwungen werden. Die Enttäuschung für die meisten Eltern ist groß, selbst wenn sie daran denken, welchen Kummer sie in ihrem Altern ihren Eltern bereitet haben. Sie sollten Verständnis dafür aufbringen, dass ihre Tochter, ihr Sohn, sich lieber in endlose Diskussionen mit Gleichaltrigen als mit den Eltern einlässt. Ein gutes Vorbild, unmerklicher Einfluss und die Zeit helfen die Klippen zu überbrücken.

Wie viele Kittelschürzen finden sich denn in eurem Kleiderschrank? Ich fürchte, ich erfülle das Soll noch nicht:

Kleidung der Hausfrau muss zweckentsprechend, also bequem sein. Für die Hausarbeit ist eine waschbare Kittelschürze mit Taschen am richtigsten. Zum Bettenmachen sollte eine weiße Latz- oder Kittelschürze getragen werden. Für Abwasch und Gemüseputzen ist eine Plastikschürze, am besten mit Latzteil, geeignet, dies gilt auch für den Waschtag. Sehr praktisch sind aus abwaschbarem Plastikgewebe hergestellte Halbschürzen, mit elastischem Schürzenring. Die Schürze ist rasch um die Taille geklemmt. So gibt es keine Schürzenbänder, die abreißen oder sich „verheddern“ können. – Hohe Absätze sind ebenso wie glatte Gummisohlen für die Haus- und Küchenarbeit nicht geeignet. In bequemen Leder- oder Stoffschuhen mit flachem, höchstens halbhohem Absatz ist die Hausarbeit leichter zu bewältigen.

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Die meisten Haushalte entstehen durch Unfälle* Unfälle entstehen im Haushalt! Dies gilt es zu vermeiden:

Körperhaltung, richtige, ist bei der Hausarbeit sehr wichtig, denn die Hausfrau erspart sich dadurch Verkrampfungen und wird nicht so schnell müde. Zum Fensterputzen auf Sims oder Hocker zu klettern, statt auf eine trittfeste Bockleiter, ist sogar ausgesprochen gefährlich.

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Herrlich, diese kleinen Zeichnungen, oder? Ich fürchte, ich mache noch so einiges falsch. Ich bügle im Stehen, beispielsweise. Ich stelle mich zum Fensterputzen auf die Fensterbank. Und mein Wäschekorb steht mal hier, mal da. Da fehlt mir aber auch noch das passende Wäschekorb-Wägelchen. Zum Glück weiß ich es jetzt besser! Hausaufgabe der Woche: Näht euch eine Kittelschürze, eine weiße Schürze, eine Plastik-Spülschürze und eine Halbschürze. Wie, ihr könnt nicht nähen? Ihr seid doch Hausfrauen? Na gut, wer nicht nähen möchte, vermeidet in der kommenden Woche sämtliche Unfälle. Nächste Woche findet ihr hier dann eine längere Lektion zu den Themen Mittagsruhe, Tischmanieren und endlich ein kleiner Abschnitt für die Herren unter uns!

* inspiriert durch meine Freundin Bella! 🙂

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12 Antworten zu “Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Der richtige Umgang mit Jugendlichen und die passende Hausfrauen-Kleidung

  1. „und dies heute viel mehr als in früheren Zeiten“ … ach, ich wette, 1905 haben sie das auch gesagt. Und 1840. Und 1710 … Das bleibt einfach immer gleich. 😉 Oha, ich stelle mich beim Fensterputzen auch immer auf den Sims … Und wofür braucht man eigentlich für verschiedene Tätigkeiten verschiedene Schürzen? Warum brauche ich zum Bettenmachen überhaupt eine Schürze?

  2. Ich habe eine Schürze, mit Taschen, die sich waschen lässt. Immerhin, oder? Ich vergesse aber meistens auch, sie anzuziehen. Und will mir sowieso genre noch eine zweite Nähen. Warum auch immer.
    Haltungstechnisch sind wir doch sowieso die Affen-Generation, die krumm vor dem Computer hockt, da bringt Bügeln im Sitzen wohl auch nix mehr 😀
    Sehr fasziniert hat mich ja dieses Bild. So viel Gelb. Meine Güte!

    • Affen-Generation… du triffst den Nagel auf den Kopf 🙂

    • Ich trage meine Schürzen (wir besitzen 3 – alles Geschenke!) auch fast nie! Nur beim Backen manchmal. Angewohnheit aus der Kindheit und nicht gerade sinnig, denn inwiefern unterscheidet sich denn das Backen da vom Kochen? 😉
      Vermutlich ist unser Körper mal froh, wenn wir im Stehen bügeln und mal ein Stündchen nicht sitzen. Allerdings kenne ich auch niemanden, der im Sitzen bügelt.

  3. Was mich allerdings an dem Bild irritiert: Wieso trägt die Dame aber nun keine Kittel- oder sonstige Schürze?
    Ich hab erstaunlicherweise auch eine, nutze sie aber nie und denke immer dann daran, wenn ich mich mal wieder eingesaut habe…aber dann is auch egal.
    Schlechte Hausfrau bin ich.
    Ach Nele…im ersten Beitrag der Serie hast du gesagt, wer etwas über die richtige Pflege von Badekappen wissen will, solle sich melden. Da das so schön absurd klingt, will ich das natürlich wissen und wünsche mir hiermit einen Beitrag dazu…das Buch weiß bestimmt auch da wieder mehr als ich 🙂

    • Ein berechtigter Hinweis! Vielleicht darf man die fürs Fotoshooting ausziehen… Wie oben schon erwähnt trage ich meine Schürze auch nie, aber wenn ich sie trage, kann ich mir sowieso sicher sein, dass ich irgendwie daneben kleckere. Die Schürze ist dann nur praktisch, um zwischendurch mal die feuchten Hände daran abzuwischen.

      Um die Badekappe werde ich mich kümmern! 😉

  4. Eine Schürze gibt hier nicht. Wäre aber wohl angebracht bei meiner Kunst mich mit Mehl, Öl oder anderem zu bekleckern. Tatsächlich nutze ich stets nen Stuhl für den Wäschekorb beim Aufhängen da es mir sonst zu sehr auf den Rücken schlägt.
    aber es gibt dochnoch soooo viel zu lernen zur guten Hausfrau.

    • Achwas. Man kleckert sowieso immer daneben (siehe oben). Den Stuhl für den Wäschekorb nutze ich auch, aber eigentlich nur, weil er sowieso immer daneben steht. Zumindest, wenn ich die Wäsche draußen aufhänge (Gartenstuhl). Wenn ich sie im Keller aufhänge, ist es noch komfortabler. Dann steht der Wäschekorb auf einem Stapel Winterreifen. 😀

  5. Ich will ja nix sagen… aber wer auch immer dieses Buch geschrieben hat und so lustig sich das sonst alles anhört: Über Jungendliche schreibt er/sie durchaus einfühlsam und richtig, wie ich finde. Nichts mit schwarzer Pädagogik und „die müssen spuren“. FInd ich jetzt mal gut.
    Oh. Jetzt bin ich der Spießer hier 🙂
    Ansonsten auch hier: keine Schürzennutzer.

  6. Schade, zu spät entdeckt. Sonst würde ich mir natürlich SELBSTVERSTÄNDLICH eine Kittelschürze nähen. Ohne Frage! 😀 Ich bin gespannt auf die nächste Folge… 😉

  7. Pingback: Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Dein Hausfrauendiplom mit Verlosung! | bunt, gestreift und hüpfig

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