Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Ordnung, Porzellangeschirr und Parkettpflege!

Wir sind jetzt schon ziemlich gut ausgebildete Hausfrauen. Wir wissen, wie der Hausputz auszusehen hat, wann wir welche Schürze tragen müssen und wie wir abends unsere Haare bürsten sollten. Aber Putzen ist nicht alles: Vorher ist das Aufräumen dran. Also geht es heute erst einmal um Ordnung an sich mit den Buchstaben O und P!

Heute ist der „Vormerkkalender“ meist klein und elektronisch, oder? Nichstdestotrotz geht jetzt die große Suche los. Denn wer besitzt schon eine hübsche Teakholzklammer? Seht ihr, und genau die ist definitiv zwingend notwendig:

Ordnung spart Zeit, Geld und Müh‘! Deshalb sollte auch die Hausfrau, wenn schon kein Platz für Schreibtisch oder Schreibschrank in der Wohnung vorhanden ist, wenigstens ein paar Schrankfächer zur Verfügung haben, wo sie Haushaltsbuch, Vormerkkalender, Ordner, Rechnungen übersichtlich aufbewahren kann. Versäumte Termine haben schon manchen Ärger gebracht! – Zu Jahresbeginn im Vormerkkalender alle Geburtstage, Familienfeste, Steuertermine eintragen. Später alle wichtigen Daten nachtragen. Sind Glückwünsche zu verschicken, Geschenke zu besorgen, so sind diese Termine bereits ein paar Tage vor dem endültigen Datum einzutragen. – Quittungen, Bankbelege in Ordnern ablegen, ebenso alle Unterlagen für Behörden, Schule. Für Unterlagen, die für längere Zeit entnommen werden, einen Hinweiszettel einheften, dann gibt es keine nervenaufreibende Sucherei. – In ein alphabetisches Adressenbüchlein werden laufend und konsequent alle Adressen mit Postleitzahl und Telefonnummern (dies auch, wenn man kein eigenes Telefon besitzt) eingetragen. Erledigte Briefe (es sind ja häufig welche darunter, die das Aufbewahren wert sind) in eine gesonderte Mappe legen. Unerledigte Post mit einer hübschen Teakholzklammer „Unerledigt“ zusammenhalten. Dieser stille Mahner sorgt für baldige Erledigung.
Ordnung im Nähkasten oder Nähkorb durch Auffädeln aller gleichartigen Knöpfe auf kräftigen Faden (Perlgarn). – Sind nur wenige Knöpfe von einer Sorte vorhanden, können diese auf eine Sicherheitsnadel genommen werden.

Ihr habt gar kein Parkett? Seid froh, die Pflege ist recht aufwändig. Dennoch gilt der zweite Satz natürlich auch für Fliesen, Laminat oder Teppichboden:

Parkett, unversiegelt, ist schöner und edler im Glanz als das versiegelte. Allerdings braucht es viel Pflege, da die Hausfrau nach dem Aussehen des Bodens beurteilt wird. Nach dem Kehren das Parkett mit festem oder flüssigem Bohnerwachs einreiben, und nach dem Erhärten auf Hochglanz polieren. Bei vielbeanspruchtem Parkett muss mindestens zweimal im Jahr (sonst genügt einmalige gründliche Reinigung) der Fußboden mit Stahlwolle abgerieben werden. Nach dem Abkehren mit gutem Wachs einreiben. Nach zwei bis drei Stunden mit dem Blocker auf Hochglanz bringen. Bei großen Räumen mit Parkettfußboden sollte die Anschaffung einer Bohnermaschine ernsthaft erwogen werden.

Habt ihr schon mal auf dem Flohmarkt einen Teller zerschmissen, um an der Schnittkante zu lecken? Nein? Solltet ihr aber! Außerdem ist erwähnenswert, welche Geschirrteile zu den „Notwendigsten“ gehören – viele davon besitze ich immer noch nicht, nach 11 Jahren im eigenen Haushalt:

Porzellangeschirr gehört mit zu den ersten Anschaffungen im Haushalt. Aber woran erkennt man, dass es sich auch wirklich um Porzellan handelt? Am schnellsten und auch sichersten ist das Porzellan an seiner Transparenz zu erkennen, also einem Durchschein, wenn man es gegen das Licht hält. Diese Prüfung kann schnell und überall durchgeführt werden. Außerdem hat Porzellan einen hellen Klang, was leicht festzustellen ist, wenn mit dem Fingerknöchel dagegen geklopft wird. Gesprungenes Porzellan hat einen dumpfen Klang. Und wenn es Scherben gegeben hat, ist eine weitere Prüfung möglich, denn die Bruchstelle des Porzellans ist glatt und dicht, niemals porös. Wird über die Bruchstelle mit der Zunge gefühlt, muss sie glatt darüber hinweggleiten, bleibt sie jedoch haften, dann hat man es mit Steingut oder einem anderen keramischen Erzeugnis zu tun. Interesant ist, dass es bei Porzellan keine erste Wahl gibt. Die Fabrikanten sind nämlich der Meinung, dass es kaum ein Stück Porzellan gibt, das vollkommen und in jeder Beziehung fehlerfrei ist.
Zu einem Kaffeeservice gehören üblicherweise eine große Kaffeekanne, eine Zuckerdose, ein Milchgießer, Gedecke je nach Personenzahl (das Gedeck besteht aus Kaffee- oder Teetasse mit Untertasse und Kuchenteller) sowie ein großer Kuchenteller. Vorteilhaft ist es auch, gleich eine Teekanne mitzukaufen, da dann das Service für beide Verwendungsarten zu gebrauchen ist. An Essgeschirr wird zuerst das Notwendigste angeschafft: je sechs flache und tiefe Teller von 25 cm Durchmesser, sechs Teller von 19 cm Durchmesser, eine Terrine, eine Gemüseschüssel, eine ovale Platte (38 cm groß), eine Salatschüssel und eine Sauciere. Zu empfehlen sind Seriengeschirre, da hierbei jedes Stück einzeln gekauft, das Service also nach Bedarf und Geldbeutel ergänzt werden kann. Und welche Form soll gewählt werden? Ja, das richtet sich ganz und gar nach dem persönlichen Geschmack. Die Tellerform mit breiter Essfläche ist aus Amerika zu uns gekommen und wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen, da dieses Geschirr weniger Platz im Geschirrschrank beansprucht. Dagegen bieten die Formen mit breitem Rand (Fahne) größere Dekormöglichkeiten. Eine weitere Frage ergibt sich: Sollen Kaffeeservice und Essservice passend zueinander sein? Aus praktischen Erwägungen ist diese Frage zu bejahen, da manche Geschirrteile für mehrere Gelegenheiten gedeckt werden können. So sind Kuchen- und Abendbrotteller gleich in der Größe, Butterdose, Eierbecher, Salz- und Pfefferstreuer können beim Frühstück gedeckt werden und finden Verwendung beim Abendbrottisch. (…)

Wie ich bereits zu Beginn erwähnte, dürfen alle Kursteilnehmerinnen natürlich Fragen stellen. Und nun hat mich auch die erste Frage ereilt: Angela möchte über die richtige Pflege von Badekappen informiert werden. Kein Problem:

Badekappen haben sich in Material und Form der Mode angepasst und sind dadurch auch entsprechend teurer und wertvoller geworden. Die Badehauben müssen also gut gepflegt werden. Nach dem Baden in Salzwasser oder auch in Mineralbädern die Kappen mit Leitungswasser gut und gründlich ausspülen, dann zum Trocknen aufhängen, aber nicht in die pralle Sonne. Wird die Badehaube längere Zeit nicht gebraucht, steckt man sie in einen Plastikbeutel und bewahrt sie am besten hängend an einem Platz auf, wo sie nicht gedrückt wird.

Hausaufgabe: Auf dem Flohmarkt am Geschirr lecken. Nein, vielleicht doch nicht. Wer weiß, was man sich da für Krankheiten einfängt und dann ist man nicht mehr zu 100 % einsatzbereit für den Gatten und die Kinder. Stattdessen vielleicht lieber andere Frauen nach dem Zustand ihres Fußbodens beurteilen. Außerdem natürlich: hübsche Teakholzklammer besorgen. Wisst ihr Bescheid. Nächste Woche: Nur eine kurze Lektion. Aber immerhin beschäftigt sie sich unter anderem mit Regenschirmpflege. Wer hat da keinen Weiterbildungsbedarf?

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5 Antworten zu “Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Ordnung, Porzellangeschirr und Parkettpflege!

  1. Immerhin, die Sache mit den sechs flachen und tiefen Tellern haut hin. 😀

  2. Großartig. Wenn das Porzellan kaputt ist, wieso wäre dann noch wichtig zu wissen, ob es welches war? Der Wert des Gegenstands hat sich dann ja ohnehin verflüchtigt…
    Danke für die Badekappenlektion. Mein Leben wird wieder leichter werden durch das gewonnene Wissen 🙂

  3. Grins 🙂 Gestern war ich zum Verkauf aufm Flohmarkt und hatte u. a. alte Brillen dabei. Solche mit großen Gläsern und einem Schliff rundherum und so. Da kam ernsthaft eine Frau und hat sich die Brille sehr ausgiebig beschaut. Auch sehr ausgiebig durchgeschaut. Um festzustellen, dass sie zu stark für sie ist und ihr damit schwindelig wird. Dann hat sie sich die Fassung sehr ausführlich angesehen. Um dann zu guterletzt zaghaft auf das Glas zu beißen. Ihrem Begleiter konnte sie daraufhin sagen, um was für Glas und was für einen Schliff es sich handelt. Kaufen wollte sie die Brille leider nicht…

  4. Die Ordnung im Nähkasten hab ich schon mal, alles andere muss sich wohl noch finden 😉 Aber eine Teakholzklammer besorge ich mir auch *g*

    Liebe Grüße, Jessica

  5. Pingback: Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Dein Hausfrauendiplom mit Verlosung! | bunt, gestreift und hüpfig

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