Archiv der Kategorie: Alltägliches

Wenn der frische Herbstwind weht

Sieben Grad in der Früh. Die Heizung springt schon an. Abends vor dem Fernseher gibt es Tee aus der guten Kanne. Ich habe das Bedürfnis nach Eintöpfen und Pfannkuchen, und ich habe auch tatsächlich schon mit dem Gedanken geliebäugelt, den Kamin anzuwerfen.

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Kurzum: Der Kalender mag noch August anzeigen, aber der Herbst klopft schon an die Tür! Ich bin zwar immer ein Freund des Sommers, aber der Herbst kann auch eine wunderbare Jahreszeit sein. Vor allem, da ich jetzt endlich eine neue (quietschgelbe!) Regenhose habe, so dass mir das Herbstwetter gar nichts mehr anhaben kann!

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Ich freue mich also nun auf den Wechsel der Jahreszeit, und dieser Post von Nicole hat mich inspiriert, eine kleine Liste zu schreiben. Denn der Herbst hat auch so viele wunderschöne Seiten:

  • endlich wieder die Lieblingspullis aus dem Schrank suchen und die dicken Schuhe anziehen
  • es gibt nichts Schöneres, als sich durch die verschiedensten Teesorten zu probieren
  • das Knistern des Laubs, wenn man mit dem Fahrrad hindurchfährt
  • die wunderschönen Herbstfarben, in die sich die Bäume verfärben
  • Geocaching im Herbst: keine nervigen Mücken oder Zecken, man kann zeitig los für Nachtcaches, vieles ist besser zu sehen und Herbsttage im Wald sind einfach schön
  • die Vorfreude auf einem Besuch auf dem Kürbisfeld
  • durch die Luft zieht der Geruch von Kaminfeuer – ich liebe es!
  • Kerzenlicht und Kaminwärme
  • nach Hause kommen, sich aus der Jacke schälen und es einfach warm und gemütlich haben
  • ohne schlechtes Gewissen abends aufs Sofa kuscheln und fernsehen
  • Linsensuppe, Erbsensuppe, Kartoffelsuppe, … mit Würstchen!
  • in Pfützen springen und natürlich meine tolle, neue, gelbe Regenhose tragen
  • das Licht! Keine Jahreszeit hat so schönes Licht wie der Herbst, finde ich.
  • unser jährlicher Herbst-Urlaub im Ferienhaus
  • Federweißer! Eine Wikipedia-Recherche hat mir soeben beigebracht, dass Federweißer und Federroter in Österreich „Sturm“ heißen. Perfekt, oder?
  • ein Tag in der Sauna

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Bis es soweit ist, dass der Herbst endgültig Einzug hält, genieße ich noch ein bisschen die wunderschönen Herbstbilder auf Pinterest. Allein die Farbwelt macht mich glücklich! Worauf freut ihr euch im Herbst? Oder trauert ihr noch dem Sommer hinterher?

Pimp my Balkon mit Vorher-Nachher-Bildern

Unseren Balkon wollten wir eigentlich schon aufhübschen, seit wir eingezogen sind. Mittlerweile wohnen wir schon fast zwei Jahre hier, es wurde also wirklich langsam Zeit! Das Geländer unseres Balkons ist von innen mit zusätzlichen Holzbrettern verkleidet, die – einer lang vergangenen Mode gehorchend – in einem sehr dunklen Flaschengrün gestrichen waren. Weil das erstens schon aus Prinzip nicht besonders hübsch ist und zweitens auch die Bretter selbst nicht mehr wirklich gut aussahen, wurden sie hinter einem Bambus-Vorhang versteckt. Leider hatte aber auch dieser seine besten Tage schon länger hinter sich, war dreckig und hing auf Halbacht.

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Dieses Wochenende hatten wir endlich Zeit und Lust! Der Plan besagte, den Bambus zu entfernen, die Bretter zu erneuern und in einer schöneren, helleren Farbe zu streichen. Außerdem wollten wir den Balkon auch von außen streichen – das war nicht ganz so dringend nötig, aber es geht ja auch besser, wenn es noch nicht zu spät ist! So sah es noch heute Morgen aus:

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Die oberen Querlatten fielen fast alle schon von selbst ab. Es stellte sich aber heraus, dass die unteren Bretter noch vollkommen in Ordnung waren (abgesehen von der Tatsache, dass sie, nun ja, grün waren). Das hat uns die Arbeit erheblich erleichtert! So mussten wir viel weniger messen und sägen und schrauben…

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…und konnten uns viel mehr aufs Streichen konzentrieren! Außen war es gar kein Problem (ich habe auch nicht ein einziges Foto davon gemacht), aber innen brauchten wir zwei dieser Dosen:

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Aber es war natürlich vorn auch einfacher, Weiß auf dreckiges Weiß zu malern, als innen Blau auf dunkles Grün. Jedenfalls machte uns nach ungefähr einem halben Tag dieses Bild glücklich:

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Und ich erfreue mich immer noch an diesem wunderschönen, maritimen Kontrast, den das Geländer nun von oben präsentiert:

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Eigentlich war es erstaunlich, wie schnell alles ging. Wenn man sich einmal aufrafft! Wir hatten es schon so lange vor uns hergeschoben, und heute brauchte es nur ein bisschen Einsatz. Nun sieht es um Längen besser aus! Die Farbe ist zwar etwas dunkler geworden, als ich es mir vorgestellt hatte (ich dachte an ein zartes, helles Pastellblau), aber dem Helden gefällt es so viel besser und auch ich finde es sehr schön.

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Dieses Foto ist natürlich absolut ungestellt, ich so in meinem Maler-Shirt. 😉 Jetzt fehlen nur noch vielleicht ein paar Blumenkästen, oder eine größere Pflanze in der Ecke. Allerdings kenne ich uns und unsere braunen Daumen, man weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Vielleicht nähe ich stattdessen eine Wimpelkette? Die Bank könnte vielleicht auch noch etwas Farbe vertragen, sie ist mittlerweile ordentlich angegraut. Aber erst einmal macht mich dieses Ergebnis außerordentlich glücklich! Eben habe ich tatsächlich noch auf dem Balkon gelesen und jedes Mal, wenn ich aufgeschaut habe, musste ich grinsen über dieses strahlende Blau!

short stories 2014: Entschleunigung

Eigentlich fühlt sich das Leben nicht unbedingt stressig an. Bis ich mich verabreden will. Dann stellt sich regelmäßig heraus, dass ich eigentlich ziemlich viele Termine habe. Geburtstage, Hochzeiten, Fußball-WM, Spieleabend, hier mal ein Mittelaltermarkt und dort mal ein Chorkonzert. Weiterhin halte ich mich also an meinen Vorsatz, im Jahr 2014 viel zu erleben.

Manchmal nervt es mich aber doch, dass es so selten mal einen freien Tag gibt. Im Moment kommt eine chronische Übermüdung dazu – danke, liebe WM in Brasilien! Aber kürzlich, da ist es tatsächlich geschehen. Sonntagmorgens wachte ich auf – ausgeschlafen. Ich schaute aus dem Fenster – Regen. Ich schaute neben mich – der Held schnorchelte noch friedlich vor sich hin. Zeit für einen Kaffee auf dem Sofa, dabei Blogs lesen, natürlich im Schlafanzug!

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Als der Held irgendwann auch aus seinem Schönheitsschlaf erwacht war, stellten wir fest: Wir haben ü-ber-haupt keine Pläne diesen Sonntag. Naja gut, außer vielleicht abends Fußball zu schauen, aber die Spiele waren zu diesem Zeitpunkt auch noch keine besonders wichtigen. Also: Ü-ber-haupt keine Pläne! Geht das überhaupt noch? Was macht man denn da?

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Unsere Entscheidung war so spontan wie hervorragend: „Lass uns den ganzen Tag im Schlafanzug bleiben.“ Und das machten wir. Wir saßen den ganzen Tag im Schlafanzug auf dem Sofa, spielten Diablo 3 auf der XBox und hörten den prasselnden Regen auf dem Dach. Zwischendurch gab es Kekse. Und mehr Kaffee. Und möglicherweise habe ich nachmittags sogar einen Korb Wäsche gebügelt, während der Held das Essen gekocht hat. Aber alles im Schlafanzug. Und danach fühlte ich mich so entspannt wie lange nicht – abends, als ich meinen Schlafanzug auszog, um einen neuen zum Schlafengehen anzuziehen! Und das alles ganz ohne schlechtes Gewissen, denn wozu ist man erwachsen, wenn man nicht ab und zu einen Tag im Schlafanzug vor der Spielekonsole verbringen kann?!

{short stories ist ein Projekt von Jolijou und was eigenes. „Entschleunigung“ ist das Juli-Thema, das ich hier – relativ frei – umgesetzt habe. Weitere short stories zum Thema findet ihr hier.}

Jahreszeiten eines Radfahrerlebens, subjektiv betrachtet.

Es gibt bestimmte Jahreszeiten, die kennt man einfach nur als regelmäßiger Radfahrer. Nicht Sommer, Herbst, Winter, Frühling – sondern viel spezifischere Zeiten im Jahr, die manchmal sogar nur einige Tage andauern.

Zum Beispiel momentan: Die Jahreszeit, zu der man beim Radfahren den Mund geschlossen halten muss, weil man sonst jede Menge Pollen und – noch fieser – Insekten im Mund hat.

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Oder, jetzt fast schon vorbei: Die Jahreszeit, zu der man Schlangenlinien fährt, um morgens nicht allzu viele Nacktschnecken zu zerquetschen.

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Aber das ist ja noch lange nicht das ganze Repertoire. Da gäbe es noch…

…die Jahreszeit, zu der man nachmittags nicht weiß, wohin mit der dicken Jacke, die man morgens noch brauchte; und die dann entweder die Tasche vollkommen blockiert oder auf den Gepäckträger gequetscht wird, so dass man ständig besorgt nach hinten greift, um zu überprüfen, ob sie noch da ist…

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…die Jahreszeit, zu der man die kurzen Regenpausen sorgsam abpasst…

…die Jahreszeit, zu der man schon an der ersten Ampel froh ist, dass Rot ist, weil man jetzt endlich die Handschuhe anziehen kann, die hinten in der Tasche sind…

…die Jahreszeit, zu der man schon an der ersten Ampel froh ist, dass Rot ist, weil man jetzt endlich die Sonnenbrille aufsetzen kann, die hinten in der Tasche ist (ich bevorzuge diese Variante vor der zuletzt genannten)…

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…die Jahreszeit, zu der man andauernd anhalten muss, weil man fotografieren muss (das kommt ja häufig vor, aber ganz besonders oft im Frühling und Herbst, wenn das Licht so schön ist)…

…die Jahreszeit, zu der man sich wie ein Michelin-Männchen fühlt, weil man so dick eingepackt ist…

…die Jahreszeit, zu der man hofft, dass unter den dicken Blätterschichten keine Scherben oder andere unangenehmen Überraschungen lauern…

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…die Jahreszeit, zu der die Radwege geräumt werden; aber nur die Radwege, so dass alle Fußgänger auf dem Radweg laufen und man es eigentlich gleich vergessen kann…

…die Jahreszeit, zu der man sich wie ein Weihnachtsbäumchen fühlt, weil man sich so gut beleuchtet hat (ja, ich blinke zu dieser Jahreszeit, und zwar in Rot)…

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…die Jahreszeit, zu der die Radwege plötzlich total voll sind und man an den Ampeln Schlange stehen muss (quasi das Gegenteil von dem hier)

…die Jahreszeit, in der alle fragen „Und, bist du heute mit dem Rad gefahren?“ und ganz erstaunt tun, wenn man sagt, dass man eigentlich immer mit dem Rad fährt…

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…die Jahreszeit, wo man so sommerlich gekleidet hat, dass man überhaupt keine Taschen hat für sein Handy, mit dem man doch eigentlich Musik oder einen Podcast hören wollte…

…die Jahreszeit, zu der man morgens und abends die Menschen in ihren Wohnungen beobachten kann, weil alle schon Licht anhaben; und dann wird man etwas neidisch, weil die es schön warm und gemütlich haben, während man selbst durch die Kälte muss…

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…die Jahreszeit, zu der nach und nach immer mehr einzelne Handschuhe in der Gegend herumfliegen und man sich bei jedem fragt, ob der Besitzer jetzt wohl gerade eine kalte Hand hat…

Ich möchte nicht behaupten, dass ich das (fast) tägliche Radfahren liebe und jederzeit genieße. Aber ich glaube schon, dass ich so einiges mehr von den Jahreszeiten mitbekomme. Außerdem mache ich erstaunlich viele Fotos von meinem Fahrrad.

Habe ich noch welche vergessen? 😉

Meinen guten Vorsatz, im neuen Jahr viel zu erleben, halte ich ein. Ich bin nicht sicher, ob das ein Segen oder ein Fluch ist. Im Januar wie im Februar waren wir jeweils genau ein Wochenende zuhause. Es ist natürlich toll, dass wir viel machen: Wir waren schon in München, bei Katha, haben beim Umziehen geholfen und ein Wochenende lang gespielt. Und es geht bunt weiter: Im März werden wir unseren Baumhaushotel-Gutschein einlösen, der Held hat außerdem Geburtstag und wir werden gleich drei Konzerte besuchen. Im April fahren wir ein Wochenende nach Sylt, außerdem besuchen wir Katha vielleicht noch einmal. Im Mai ist unser üblicher Geburtstags-Marathon und ich werde vermutlich meinen 30. groß feiern – gemeinsam mit Schwiegermutter, die zehn Tage vor mir Geburtstag hat, feiere ich dann den „90. Geburtstag“! Im Juni ist unsere übliche Pfingst-Tour angesagt, anschließend fahren wir nach London.

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Puh! Man kann sagen, dass ich im ersten Halbjahr 2014 meinen Vorsatz fast schon übererfüllt habe! Es macht sehr viel Spaß, aber ich habe das vergangene Wochenende einfach nur zuhause auch sehr genossen. Freitags hatte ich eine Freundin zu Besuch, Samstag habe ich stundenlang mit unserer Nichte gespielt und später genäht und Sonntag waren wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem Flohmarkt und haben sogar noch einen Geocache gefunden (anschließend im Wald – nicht auf dem Flohmarkt). Also, so richtig faul waren wir auch nicht, wie man sieht.

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Die Tatsache, dass das Schicksal für mich offenbar ein actionreiches Jahr vorgesehen hat, gepaart mit der Tatsache, dass ich jetzt wirklich fast 30 und somit beim besten Willen „erwachsen“ nach allen gesellschaftlichen Maßstäben bin, sorgt auch noch dafür, dass ich mich morgen in einen Mietwagen (!) setzen und quer durch Deutschland ins tiefste Bayern düsen werde – auf offizieller Geschäftsreise (!!). Morgen Abend werde ich also ganz allein in einem Hotel in der berühmten Weltstadt Weismain sitzen und mich irgendwie beschäftigen müssen. Donnerstag fahre ich dann wieder zurück. Meine Frage: Kommt irgendwer annähernd aus der Gegend (es ist in der Nähe von Bayreuth) und hat Tipps, was ich dort machen könnte? Oder hat vielleicht sogar Lust, sich morgen Abend mit mir zu treffen, in Weismain oder Umgebung?

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Ich bin gespannt, wie das Jahr weitergehen wird. Das zweite Halbjahr wird direkt mit einer Hochzeit anfangen, danach sind wir – noch! – planlos. Ich bin sicher, nach diesem Auftakt wird das nicht lange so bleiben. 😉

Thank you for choosing Deutsche Bahn today

Am Wochenende waren wir in München bei meiner Freundin, und ich hatte vor, darüber wieder so wunderbar zu bloggen wie beim letzten Mal. Auch wenn wir dieses Mal noch weniger Zeit in der Stadt hatten als vor 2 Jahren. Am Samstag gegen 15 Uhr kamen wir an, am Sonntag um etwa 14 Uhr fuhr unser Zug Richtung Heimat. Dazwischen: eine winzige München-Sightseeing-Tour, eine Leberkäs-Semmel, die Buchhandlung mit den günstigen Preisen, die größte Pizza der Welt, eine WG-Party, gemeinsames Frühstück und dazwischen vielleicht auch noch etwas Schlaf.

Ein straffes Programm für weniger als 24 Stunden! Und so kam es, wie es kommen musste, und für die Blog-Dokumentation blieb weder die Zeit, noch passte das Wetter. Die Mini-Tour durch die Stadt wurde uns verregnet, dunkel war es auch schon. Die großartige Buchhandlung hatte gar nicht so tolle Schnäppchen wie beim letzten Mal. So ist das, wenn man große Erwartungen hat – man kann viel mehr enttäuscht werden.

Das soll nicht heißen, dass es nicht trotzdem ein toller Trip war. Die Pizza war wirklich ungefähr die größte, die ich je gesehen habe; die WG-Party war spaßig und die Störungen in der Nacht, da wir im WG-Wohnzimmer schliefen, haben mich eher amüsiert als gestört. Es hat mir lediglich gezeigt, dass ich froh bin, nicht mehr in WGs leben zu müssen. 😉

Am Sonntag, dem Tag der Rückfahrt, dachte ich mir: „Jetzt aber wenigstens die 12 von 12 gut dokumentieren!“ Auch wenn mir schon klar war, dass das schwierig würde, da wir ja immerhin 7 Stunden des Tages im Zug verbringen würden. Aber ich war motiviert und fing auch an, zum Beispiel damit, unsere Suche nach dem richtigen Zugwagen festzuhalten. Übrigens unser erstes Sportprogramm des Tages, denn der Zug, der gefühlte Kilometer lang war, hatte zunächst noch die falschen Nummern in der digitalen Anzeige stehen (er startete dort). So liefen wir bis gaaaanz ans Ende, um dann am Ende festzustellen, dass wir eigentlich gaaanz an den Anfang mussten. 😉 Auf dem Bild ist das Ende des Zuges übrigens noch lange nicht in Sicht.

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Jedenfalls saßen wir dann endlich im Zug und zuckelten los, aber wir wurden irgendwie gar nicht schneller. Tja, es kam natürlich, wie es kommen musste, und wir erlitten eine Triebwerkstörung. Zum Glück saßen wir nicht in dem Zugteil, der abgekoppelt wurde, aber wir standen trotzdem ziemlich lange rum. Und so hätte ich stundenlang dieses eine Bild posten können:

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Und habe dann beschlossen, auch das 12 von 12 für heute aufzugeben. Schade, aber es war so schon alles nervig genug. Wobei es von der Bahn eigentlich ganz gut organisiert war. Sogar das Formular zur Fahrtpreiserstattung haben wir noch im ICE ausgehändigt bekommen, mal sehen, ob das klappt und wir wirklich etwas zurück bekommen. Jedenfalls war ich ziemlich platt, als wir zuhause waren (16 Stunden Zug in 36 Stunden, dazu die Party am Vorabend) und bin dann bald ins Bettle gefallen.

So schön unser München-Besuch war – die Aktion war ziemlich anstrengend. Beim letzten Mal war ich noch geflogen, aber der nächste Flughafen von uns ist halt doch etwas weiter und der Bahn-Preis von 99 Euro (insgesamt! Für 2 Personen hin UND zurück!) war auch unschlagbar. Ich fahre ja auch gerne Zug, man kann schön aus dem Fenster schauen, und ich kann bei dem sanften Geschaukel und im Idealfall leisen Gemurmel hervorragend schlafen. Trotzdem – nächstes Mal dann doch lieber mit 2 oder mehr Übernachtungen! 🙂

Zwischen den Jahren

Während in meiner Firma von Weihnachten bis Neujahr Betriebsurlaub herrscht, muss der Held an diesen Tagen arbeiten. Zum Glück sind es dieses Jahr ja nur 2 Tage, da freundlicherweise ein Wochenende gemütlich dazwischenliegt. Aber so habe ich heute einen absolut freien Tag.

Natürlich nimmt man sich dann immer sooo viel vor für diese Tage. Am Wochenende hat das nicht wirklich geklappt, denn mich hat eine Erkältung voll erwischt (ich bin dankbar, dass sie erst nach Weihnachten rausgekommen ist) und ich lag nur schlapp auf dem Sofa rum. Aber jetzt! Da kann ich doch! Also! Action! Denkt man sich so. 😉

Pläne für den heutigen Tag:

  • das Wohnzimmer vom letzten Weihnachtschaos befreien
  • die Küche vom gestrigen Koch-Chaos befreien
  • eine Maschine Wäsche waschen
  • Briefmarken kaufen
  • das December Daily fertigstellen
  • eine Folge Downton Abbey schauen (oder zwei, oder drei? Mehr jedenfalls nicht, denn dann ist die Staffel zu Ende)
  • einen Spaziergang machen (ich bin seit Tagen nicht mehr aus dem Haus gekommen!)
  • die Betten neu beziehen
  • etwas bügeln
  • den Jahresrückblick fürs Blog vorbereiten

Ein freier Tag, so viele Pläne? Na, das wird wohl nicht alles klappen. Aber das macht ja nichts. Ich weiß es vorher und habe mir fest vorgenommen, mich nicht darüber zu ärgern. Nachdem ich das Briefmarken kaufen bereits hinter mir habe und den Spaziergang auch direkt damit verbunden habe (kein stundenlanges Wandern… Nur eine etwas größere Runde durchs Dorf), kann ich ja jetzt mit dem Aufräumen weitermachen und mich dann zum Mittag mit Downton Abbey entspannen. Ich bin gerade bei Staffel 3 und habe bei den letzten beiden Folgen Rotz und Wasser geheult. Lady Sybil! Der arme Branson!!!