Archiv der Kategorie: Das 1×1 des guten Haushalts

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Dein Hausfrauendiplom mit Verlosung!

– gesponsorter Beitrag –

Meine werten Damen, liebe vereinzelte Herren! Ich hoffe sehr, dass ihr die letzte Woche gut genutzt habt. Heute ist es nämlich soweit: Die Abschlussprüfung unseres großen Hausfrauenkurses steht an! In den vergangenen Wochen habt ihr viel gelernt, und sicherlich läuft auch in eurem Haushalt schon einiges runder also bisher. Aber habt ihr das Zeug zur Superhausfrau? Schafft ihr es, das große Hausfrauendiplom zu erwerben? Das wird sich heute herausstellen.

Im Laufe der Wochen haben wir viele Themen behandelt. Hier könnt ihr, falls bei den Fragen Unsicherheiten entstehen, alles noch einmal nachlesen:

Lektion 1: Abendkosmetik und tägliche Arbeiten
Lektion 2: Von der Babyausstattung zu Cocktailpartys
Lektion 3: Drehstühle, Einweihungspartys und die richtige EntspannungLektion 4: Gäste, Geschenke und Geschirrspülautomaten
Lektion 5: Hausputz und die richtige Lesehaltung
Lektion 6: Vom richtigen Umgang mit Jugendlichen und die Kleidung der Hausfrau
Lektion 7: Lacktaschen, Mittagsruhe und ein kleines Männerbrevier
Lektion 8: Ordnung, Porzellangeschirr und Parkettpflege
Lektion 9: Regenschirmpflege und Rundfunkgeräte
Lektion 10: Wohnungseinrichtung und Staubsaugerkauf
Lektion 11: Der gut gedeckte Tisch und Telefongespräche
Lektion 12: Uhren, Unfallverhütung und die tägliche Wohnungspflege
Lektion 13: Die richtige Zeiteinteilung

Um euer großes Hausfrauendiplom zu erlangen, müsst ihr nur diese 3 einfachen Fragen in einem Kommentar unter diesem Beitrag beantworten. Bitte stets in eigenen Worten und ohne beim Nachbarn abzugucken, das versteht sich von selbst. Alternativ könnt ihr auch einen Beitrag zum Thema in eurem eigenen Blog verfassen. Das beste daran: Jede Teilnehmerin (und natürlich auch jeder Teilnehmer) nimmt automatisch an der Verlosung von drei wunderbaren Haushalts-Paketen teil! Ein Kommentar gibt ein Los, ein Blog-Beitrag bei euch gibt sogar zwei Lose (bitte schreibt dann trotzdem einen kurzen Kommentar, damit ich Bescheid weiß). Was es zu gewinnen gibt, zeige ich euch am Ende des Beitrags. Jetzt zunächst das Wichtigste: Die Fragen!

1. Welche Schürze ist im Alltag der Hausfrau deiner Ansicht nach am wichtigsten, und weshalb?
2. Bei welcher Freizeitbeschäftigung kannst du dich am besten entspannen, um im Haushalt wieder voll da zu sein? Hast du genug Grazie zum Kegeln, oder eher Talent zum Sticken?
3. Die Schwägerin bekommt ein Baby, und der Ultraschall hat gezeigt, dass es ein Junge wird. Darf man ihr die gelben und grünen Strickjäckchen aus dem Babyalter der eigenen Kinder schenken, oder ist das ein No-Go?

Das war es schon! Ein Kinderspiel, oder? Denkt daran: Bei den meisten Fragen gibt es kein richtig oder falsch, eure Begründung zählt!

Jetzt wartet ihr sicher schon ungeduldig darauf, was es zu gewinnen gibt. Ich habe zusammen mit tollen Sponsoren, aber auch aus eigener Hand 3 praktische Haushalts-Pakete zusammengestellt.

Der erste Preis:

Hausfrauendiplom-Platz1

Der zweite Preis:

Hausfrauendiplom-Platz2

  • der informative Bildband Unser Haushalt in den 50er und 60er Jahren
  • der hilfreiche Ratgeber „Unsere Ehe“ aus dem Jahr 1968 (aus der DDR)
  • ein ebenso niedlicher wie praktischer Abtropf-Elefant von Design3000.de, der in keiner Küche fehlen sollte
  • ein Küchenhandtuch von LaraBim mit dem Motiv „Möwe“
  • ein Einmach-Rezeptbuch zum Selbstbefüllen sowie zwei Päckchen Etiketten für hausgemachte Leckereien von Maid & Held
  • das praktische Kochbuch „Dr. Oekter Tieflkühlkost“ aus dem Jahr 1965

Der dritte Preis:

Hausfrauendiplom-Platz3

  • „Ich suche einen Vornamen für mein Kind“ aus dem Jahr 1967 (mit Highlights wie Raute, Fastrada oder Utz)
  • das Kochbuch „Rezepte zum Kalorien sparen“ von Natreen aus dem Jahr 1977
  • ein Einkaufsblock und zwei Päckchen Etiketten für hausgemachte Leckereien von Maid & Held
  • ein Küchenhandtuch von LaraBim, Motiv „Robbe“
  • eine Häkelanleitung für Tischsets und Untersetzer
  • das „Magazin der Hausfrau“ aus dem Jahr 1983
  • der praktische Ratgeber „Underberg weiß Rat“ aus dem Jahr 1960

So, bevor ihr jetzt in die Tasten haut, um eure Chance auf eines dieser fantastischen Pakete zu wahren, schaut unbedingt auch einmal bei meinen Sponsoren vorbei! Ich kann sie alle ausgesprochen empfehlen – sympathische Kontakte, hochwertige Produkte, tolle Ideen! Diese Onlineshops haben die Verlosung unterstützt:

  • Design3000.de hat den süßen Abtropf-Elefanten zur Verfügung gestellt und bietet auch noch jede Menge weitere tolle Küchenhelfer
  • Maid und Held haben ein riesiges Päckchen mit Haushalts-Papeterie zur Verfügung gestellt – ich liebe insbesondere ihre Einkaufsblöcke
  • LaraBim hat die wunderschönen Küchenhandtücher geschickt, die ihre Motive per Siebdruck erhalten
  • Von Kreative Handwerke stammt das Schürzen-Set mit den Topflappen gesendet – und Schürzen kann man nie genug haben!

Und nun: Viel Erfolg!

Und hier noch das Kleingedruckte:
Zur Teilnahme an der Verlosung gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Hinterlasse einen Kommentar unter diesem Beitrag, in dem du die Fragen beantwortest. Dadurch erhältst du ein Los für die Verlosung.
  • Veröffentliche auf deinem eigenen Blog einen Beitrag, in dem du die Fragen beantwortest. Dadurch erhältst du zwei Lose für die Verlosung. Bitte veröffentliche anschließend einen Kommentar unter diesem Beitrag, damit ich auf deinen Artikel auch aufmerksam werde.

Die Teilnahme ist möglich bis Samstag, den 29. November 2014, 24 Uhr. Du solltest 18 Jahre alt sein und in Deutschland eine Postanschrift haben. Die drei Gewinnerinnern werden via Zufallsgenerator ausgelost und per Email infomiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und die oben gezeigten Gewinne werden nicht in bar ausgezahlt. Bitte achte darauf, dass in deinem Kommentar eine gültige Emailadresse hinterlegt ist, unter der ich dich erreichen kann.
Ich freue mich über jede Teilnahme – auch, wenn du sonst eher stiller Leser bist! 🙂 Außerdem freue ich mich, wenn du die Verlosung auf Facebook, deinem Blog o.ä. teilen möchtest. Dazu kannst du gern eines der Bilder aus diesem Beitrag mitnehmen.

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Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Zeiteinteilung

Es ist fast soweit! In nur 13 Lektionen sind wir von der modernen Frau des Jahres 2014 in eine tüchtige Hausfrau aus dem Jahr 1966 verwandelt worden. Fühlt ihr den Unterschied? Rümpft ihr die Nase, wenn ihr bei Freundinnen zu Gast seid, die lediglich alle zwei Wochen ihre Heizkörper abwaschen, ihre Kinder in rote Strampler stecken oder ihr Butterbrot mit der Hand essen? Herzlichen Glückwunsch, ihr habt das Kursziel schon so gut wie erreicht. Heute gibt es die letzte Lektion in unserem kleinen Hausfrauen-Einmaleins und nächste Woche ist es dann soweit: Die große Abschlussprüfung steht vor der Tür. Natürlich profitiert ihr alle ohne Ausnahme von der Teilnahme am Kurs, aber einige von euch ganz besonders: Ihr könnt nämlich gewinnen!

Ich habe es euch ja versprochen: Ihr erhaltet nicht nur eine Liste mit Aufgaben (in sämtlichen vorherigen Lektionen), sondern auch einen Zeitplan, wann ihr diese auszuführen habt. Wie, ihr seid der Ansicht, es gibt weitaus mehr Aufgaben, als in diesem Zeitplan zu schaffen sind? Na aber, das schafft ihr als wohl organisierte Hausfrau ja wohl problemlos. Es gibt ja schließlich auch noch das Wochenende. Und die insgesamt über 60 Minuten, die in diesem Zeitplan für die Vorbereitung des Frühstücks vorgesehen sind, wirken auch nur übertrieben, wenn man nicht bedenkt, wie schon der Frühstückstisch auszusehen hat. Immerhin muss das Blumengesteck noch vorbereitet werden.

Zeiteinteilung im Haushalt ist erforderlich, damit die Hausfrau, selbst in einem „unruhigen“ Haushalt, wenigstens zweimal am Tag eine kurze Pause einlegen kann. Nur dann ist es möglich, dass sie alle Anstrengungen bewältigt, ohne Schaden zu nehmen. Wenn auch der untenstehende Zeitplan nicht für alle Haushalte „als bindend“ angesehen werden kann, so gibt er doch manche Anhaltspunkte für die Einteilung der Tagesarbeit, denn nur bei einer guten Einhaltung wird es möglich sein, die Ruhepausen konsequent einzuhalten.

6.00 bis 6.20 Uhr: Aufstehen, Gymnastik, Waschen und Anziehen.
6.20 bis 6.40 Uhr: Frühstück vorbereiten.
6.40 bis 7.10 Uhr: Frühstück und Schulfrühstück zubereiten, Sauberkeit des Schulkindes prüfen.
7.10 bis 7.30 Uhr: Frühstücken.
7.30 bis 8.30 Uhr: Kleinkind versorgen (waschen, anziehen, füttern).
8.30 bis 9.30 Uhr: Frühstücksgeschirr wegräumen, anschließend kleinere Einkäufe.
9.30 bis 10.45 Uhr: Wohnung aufräumen und putzen, Betten machen.
10.45 bis 11.00 Uhr: Kleine Ruhepause.
11.00 bis 12.00 Uhr: Mittagessen kochen.
12.00 bis 12.30 Uhr: Kleinkind versorgen (füttern, zu Bett bringen).
12.30 bis 12:45: Mittagessen fertigmachen und Tisch decken.
12.45 bis 13.15 Uhr: Mittagessen.
13.15 bis 13.30 Uhr: Geschirr spülen.
13.30 bis 14.30 Uhr: Große Ruhepause.
14.30 bis 15.15 Uhr: Kleidung und Wäsche zum Ausbessern vorbereiten. Kaffee kochen.
15.15 bis 15.30 Uhr: Kaffeetrinken, Kleinkind bekommt Fläschchen am Tisch.
15.30 bis 17.00 Uhr: Spazierfahrt mit Kinderwagen, dabei wird Schulkind mitgenommen, eventuell weitere Einkäufe, Schularbeiten überprüfen. – Bei schlechtem Wetter kleine Wäsche besorgen.
17.00 bis 18.15 Uhr: Stopfen, Nähen, Post erledigen, mit Schulkind spielen oder lesen, Wirtschaftsbuch führen, Kleinkind zu Bett bringen.
18.15 bis 19.00 Uhr: Abendessen zubereiten und Tisch decken.
19.00 bis 19.30 Uhr: Abendessen.
19.30 bis 20.00 Uhr: Geschirrspülen, Schulkind geht ins Bett, Frühstück vorbereiten.
Ab 20.00 Uhr: Feierabend.

So, ihr habt jetzt eine Woche, um diesen Zeitplan zu verinnerlichen. Das ist natürlich auch die Hausaufgabe der Woche. Viel wichtiger ist es aber, endlich mit dem Büffeln loszulegen. Nächste Woche findet die große Abschlussprüfung statt und ihr wollt doch euer Hausfrauen-Diplom, oder? Da hat man dann was Eigenes und kann auch gegenüber dem Mann schon mal etwas vorweisen. Und sofern man noch keinen Mann hat, hilft es sicherlich auch auf der Suche. Direkt mal beim ersten Date vorzeigen – so sammelt man Pluspunkte!

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Uhren, Unfallverhütung und die tägliche Wohnungspflege

Heute findet bereits die vorletzte Lektion unseres Hausfrauen-Seminars statt. Bald sind wir top-ausgebildet und bestens vorbereitet, den Haushalt wie ein Profi zu schmeißen und dabei noch eine gute Ehefrau zu sein! Seid ihr auch schon so aufgeregt?

Wie viele Uhren sind in eurem Haushalt zu finden? Wir besitzen vier „fest installierte“: eine Wanduhr im Esszimmer, eine am Küchenradio und zwei in der Wohnung verteilte „Wetterstationen“. Aber ein „hübsches Küchenmuster“ hat keine davon. Und eine Schreibtischuhr hat hier auch keiner:

Uhren sind heutzutage in den Haushalten seltener als zu Großelterns Zeiten. In der Küche allerdings ist eine Uhr sehr wichtig, damit alles pünktlich fertig wird. Die modernen Küchenuhren mit Küchenwecker lassen ein Klingelzeichen ertönen, wenn Kuchen oder Braten fertig sind. Diese Vorrichtung wird auch Kurzzeitwecker genannt und kann von der Hausfrau nach Belieben bis zu 60 Minuten eingestellt werden. Für Haushalte, die bereits im Besitz eines Kurzzeitweckers sind, gibt es formschöne runde Küchenuhren aus Steingut mit hübschen „Küchenmuster“. Die genau gehenden Uhren sind mit Acht-Tage-Gehwerk oder mit Batteriewerk erhältlich. Der Hausherr bevorzugt eine Schreibtischuhr in gerader, schlichter Form, mit großer Standfestigkeit und natürlich mit Batteriewerk. Es gibt auch Modelle mit Summersignal, Zeit und Datum. Sehr schön wirken auch runde Schreibtischuhren mit gut leserlichen Ziffern und Sekundenzeiger. – Im Wohnraum mit modernen Möbeln fügt sich eine altmodische Standuhr mit Mahagoniegehäuse und Messingverzierung sehr gut ein. Schon wie Großmutter erfreut heute die Enkelin eine alte „Wiener Uhr“ mit vergoldetem Holzgehäuse und zartem Glockenschlag. Die Uhr ist mit Schlüssel aufzuziehen. – Auch an die Vergangenheit erinnern Wanduhren mit an Ketten hängenden Messinggewichten und wohlklingendem Schlagwerk. Moderne Wanduhren sind schlicht in der Form. Sehr dekorativ wirkt es, wenn eine helle Uhr auf dunkler Tapete oder eine Uhr mit dunkler Holzumrandung auf hellem Untergrund aufgehängt wird. Nicht nur im Kinderzimmer erfreut eine Schwarzwälder Kuckucksuhr durch ihre Kuckucksrufe.

Die Tipps zur Unfallverhütung habe ich nicht mitnotiert. Sie sind größtenteils selbstverständlich und ich vertraue darauf, dass ihr nicht im Bett raucht und keine zwei Stühle übereinander stapelt, um die Fenster zu putzen. Denn denkt immer daran:

Unfallverhütung im Haushalt ist in erster Linie Sache der Hausfrau. Sie ist verpflichtet, größte Sorgfalt und Achtsamkeit walten zu lassen und nicht durch sträflichen Leichtsinn die Familie durch Unfälle in schweres Leid zu stürzen. Besonders in Haushalten mit kleinen Kindern sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Unfälle weitgehend auszuschalten.

Wie oft stellt ihr eigentlich eure Matratzen zum Lüften auf? Ich glaube, dafür muss ich die Haushaltshilfe kommen lassen, ich bekomme unsere nämlich gar nicht allein bewegt. Außerdem wird es sicher eine Umstellung, täglich den Spiegel zu putzen, aber gut, was sein muss, muss sein:

Wohnungspflege, tägliche: Bevor mit der eigentlichen Arbeit begonnen wird, ist aufzuräumen. Am besten geschieht dies am Abend, denn herumliegende Gegenstände behindern die zügige Arbeit am Morgen. Auch den Berufstätigen sei empfohlen, Ordnung in der Wohnung zu schaffen, bevor sie sich zum Arbeitsplatz begeben. Gleich nach dem Aufstehen Betten auslegen, lüften. In der Küche das Frühstücksgeschirr zusammenstellen, wenn genügend Zeit, gleich abwaschen. Im Wohnzimmer lüften; Tischtuch bzw Tischdecke ausschütteln, Papierkorb leeren, falls dies nicht schon am Abend vorher geschehen ist, Schnittblumen mit frischem Wasser versorgen, Pflanzen, wenn erforderlich, gießen, Teppich bzw. Fußboden kehren. Im Badezimmer Waschbecken und Abstellplatte reinigen, ebenso die Badewanne, falls sie gebraucht wurde. Spiegel putzen, Fußboden aufwischen, Toilette säubern. Nun geht’s wieder zurück ins Schlafzimmer, wo die Betten gemacht werden. Matratzenteile und Keilkissen wenden, Betttuch umlegen oder fest einstecken, Kopfkissen aufschütteln, glatt ins Bett legen. Stepp- oder Wolldecke nach innen gleichmäßig umschlagen, glatt auflegen, wenn gewünscht am Fußende fest einstecken. Federbett aufschütteln, auflegen, glattstreichen. Um das Bett tagsüber vor Staub zu schützen, kann eine dünne farbige Decke aufgelegt werden. Anzüge und Kleider, die über Nacht gelüftet wurden, ausbürsten, weghängen. Im Kinderzimmer aufräumen, Fußboden reinigen, Staub wischen. Je nachdem, ob die Kinder noch klein sind, ob Haustiere gehalten werden, muss der Fußboden täglich sauber gemacht werden. Bei größeren Kindern und bei berufstätigen Ehepaaren, die den ganzen Tag abwesend sind, genügt ein wöchentliches Saubermachen.
Wohnungspflege, wöchentliche: Im Schlafzimmer die Matratzen aufstellen und zwei Stunden lüften lassen, Betten machen wie täglich, Teppich saugen, Fußboden wischen, Staub wischen. – Im Wohn-Ess-Zimmer Polstermöbel und Teppich absaugen, Fußboden wischen und bohnern, Fensterbänke abwischen. Im Kinderzimmer vorgehen wie im Schlafzimmer. Im Badezimmer Schränkchen und Hocker abwischen, Wasserhähne pflegen, Fußboden scheuern. In der Toilette Becken gründlich reinigen, am besten mit einem der guten käuflichen Mittel; Fußboden scheuern. In der Küche alles gründlich reinigen, Kühlschrank abtauen, auswaschen, Kachelwände und Küchenmöbel abwaschen, Fußboden scheuern.
Wohnungspflege, sonstige: Die weiteren noch anfallenden Hausarbeiten werden in Intervallen von drei bis vier Wochen ausgeführt. Da ist zunächst das Fensterputzen, mit dem zugleich das Abwaschen der Fensterrahmen verbunden wird. In jeder Woche an einem Tag nur ein Zimmer vornehmen. Betten frisch beziehen, dabei Federbetten abbürsten (weiche Bürste verwenden!). Zur Erleichterung beim Beziehen von Kopfkissen und Federbetten die Bezüge auf linke Seite wenden. In den Bezug mit beiden Händen hineinfassen, die unteren Bezugsecken ergreifen. Mit gleicher Hand die Kissenzipfel aufnehmen und den Bezug nach rechts umwenden. Er legt sich nun mühelos um das Federbett. Matrazen absaugen und wenden, Wolldecken gründlich ausschütteln. Türen abwaschen, Fußboden bohnern, Gardinen absaugen, Heizkörper abwaschen, im Bad Kacheln abwaschen.

So. Ihr entschuldigt mich jetzt? Ich muss dringend noch meine Heizkörper abwaschen. Hausaufgabe der Woche: Matratzen lüften. Nächste Woche folgt der letzte Teil unseres Seminars – und dann fehlt nur noch die Abschlussprüfung, bevor ihr als fertig ausgebildete Hausfrauen entlassen werdet! In der letzten Lektion erfahrt ihr endlich, wann ihr welche Aufgaben auszuführen habt. Die Liste mit den täglichen Aufgaben wirkt lang, aber keine Sorge – mit dem Thema Zeiteinteilung werden wir abschließen, so dass wir alles ab sofort voll und ganz im Griff haben werden.

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Der gut gedeckte Tisch und Regeln für Telefongespräche

So langsam wuppen wir den Haushalt wie von allein, oder? Wir nähern uns dem Ende unseres kleinen Hausfrauen-Seminars und sind nun schon beim Buchstaben T angelangt.

In Sachen Telefonie hat sich zwar einiges getan in den letzten 50 Jahren. Aber einige Sachen ändern sich nicht!

Telefongespräche sind aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Aber wie so oft im Leben, kann das Gute ins Schlechte ausarten, wenn nicht der passende Zeitpunkt für ein Telefongespräch gewählt wird. Dann wird das Klingeln als Störenfried empfunden; vor allem wenn Säuglinge oder kleine Kinder zum Haushalt gehören, die auch tagsüber schlafen. Zur Höflichkeit gehört es, dass Anrufender und auch der Angerufen ihren Namen nennen. „Hallo“ ist kein Name! Unhöflich ist es, wenn durch falsches Wählen eine falsche Verbindung zustande kam, den Hörer mit hörbarem Knall zurückzulegen. Eine Entschuldigung ist hier am Platz, denn der Fehler liegt ja beim Anrufenden, der falsch gewählt hat. „Fasse dich kurz“, ist nicht nur bei öffentlichen Telefonzellen angebracht, sondern auch dann, wenn man einen Zweieranschluss hat.

Mittlerweile könnt ihr die eine oder andere Party ausrichten. Aber wie sieht es mit dem Essen im Familienkreis aus? Oder dem romantischen Abendessen zu zweit? Ich für meinen Teil weiß nun, was beim Xbox-Abend des Helden jede Woche fehlt. Eine Schande, schon anderthalb Jahre verheiratet und noch immer habe ich keinen Kartoffelsalat gereicht! Das muss sich ändern. Also, sucht schon mal die Kompott-Teller heraus (und fragt euch lieber nicht, wie junge Männer miteinander essen, vermutlich sind da wieder wir Hausfrauen zuständig; die jungen Mädchen jedenfalls halten gern Plauderstündchen):

Tische, gut gedeckt, für verschiedene Gelegenheiten.
Zum Frühstück: Das gemeinsame Frühstück ist ein guter Anfang für den ganzen Tag. Geschirr, Tischdecke und Blumenschmuck aufeinander abstimmen. Zu einem gemusterten Geschirr sieht die einfarbige Decke am besten aus. Der Blumenschmuck, nur aus wenigen Blüten bestehend, steht in niedriger Vase. Den Frühstücksteller in die Mittel jedes Tischplatzes stellen, rechts davon, etwas mehr nach oben gerückt, steht die Tasse, mit dem Henkel nach rechts. Der Kaffeelöffel liegt rechts auf dem Rand der Untertasse; das Mesesr mit der Schneide zum Teller gewandt, rechts neben dem Teller. Die Serviette, für jedes Familienmitglied in einen andersfarbigen Serviettenring gesteckt oder zusammengelegt in Serviettentasche mit gestickten Anfangsbuchstaben, kommt auf oder neben den Teller. Brot und Brötchen finden ihren Platz in Brotkörbchen oder -schale. Butter, Honig und Marmelade vervollständigen das tägliche Frühstück, zu dem es Kaffee oder Tee mit Zucker, Milch und Sahne gibt. Das beliebte Sonntagsei steht bei jedem Gedeck im Eierbecher, daneben der Salzstreuer. Der Eierlöffel liegt, mit dem Mund nach oben, über den Frühstücksteller, Griff nach rechts weisend. – Wird zum Frühstück Aufschnitt oder Käse gereicht, muss eine Gabel für jedes Gedeck aufgelegt werden; sie findet ihren Platz links vom Teller, Zinken nach oben gerichtet.
Zum Mittagessen: Auch bei den täglichen Mahlzeiten im engsten Familienkreis muss der Tisch so gedeckt werden, dass er einladend wirkt. Alles, was während der Mahlzeit benötigt wird, ist bereits auf den Tisch zu stellen. Salz- und Pfefferstreuer, auch die Vorlegebestecke, sind griffbereit. Zu empfehlen ist die Anschaffung eines Serienservices, zu dem jedes Stück einzeln erhältlich ist, damit zerbrochene und angeschlagene Teile gleich ersetzt werden können. – Beim Einkauf von Bestecken darauf achten, dass sie rostfrei sind. – Für jedes Familienmitglied die Serviette in Ring oder Serviettentasche links neben das Gedeck legen. Auf der gleichen Seite liegt auch die Gabel mit den Zinken nach oben. Rechts neben dem Teller finden Messer und Löffel ihren Platz, das Messer mit der Schneide zum Teller gewandt. Zur Schonung des Tischtuches sind Messerbänkchen aus Plexiglas sehr zu empfehlen. Sie stehen rechts vom Teller und nehmen Gabel sowie Messer auf. Der Suppenlöffel findet dann zusammen mit dem Kompottlöffel seinen Platz über dem Teller, Griff nach rechts gerichtet. Während Salat- und Kompottteller links oberhalb des Esstellers stehen, wird das Trinkglas auf die rechte Seite gestellt. – Blumen erhöhen auf jeden Fall die Stimmung, sie sind in niedrigen Vasen oder in Schalen gefällig anzuordnen, niemals in hohen Gläsern, damit das Gegenüber nicht verdeckt wird.
Zum Abendessen zu zweit: Mit viel Liebe und besonderer Sorgfalt deckt die Gastgeberin oder Hausfrau diesen Tisch. Ein Spitzenmilieu, über eine zartfarbene Decke gebreitet, verleiht dem Tisch einen festlichen Charakter. Die Bewirtung wird so zusammengestellt, dass ein Aufstehen während der Mahlzeit nicht nötig ist. Als Auftakt gibt es eine leckere Vorspeise, die, in Förmchen oder kleinen Schalen angerichtet, auf dem Abendbrotteller steht. Das gebrauchte Geschirr ist dann rasch weggenommen. Aufschnitt, Salat, Gürkchen, Butter appetitlich zu Kugeln geformt, Käse, Salzmandeln stehen bereit, ebenso Weiß- und Schwarzbrot. Und dazu natürlich ein guter Tropfen! Auch der Blumenschmuck darf nicht fehlen. Bringt jedoch der Gast oder der Ehemann Blumen mit, werden diese auf den Tisch gestellt.
Teenager unter sich: Farbenfroh, jedoch schlicht und einfach, soll der Tisch für die jungen Mädchen gedeckt sein. Hier kommt die den englischen Tischsitten entlehnte Mode der Sets den Wünschen der Jugend sehr entgegen. Geschickte junge Mädchen arbeiten diese Deckchen aus farbigem Leinen selbst und verzieren sie mit weißer oder bunter Borte oder ein wenig Stickerei. Auf jeden Platz wird solch ein Set gelegt und das Gedeck in üblicher Weise daraufgestellt. Besonders hübsch wirkt es, wenn die Servietten zu den farbigen Deckchen untereinander ausgetauscht werden, also zu rotem Set die grüne Serviette und umgekehrt. Jeder runde, ovale oder viereckige Tisch ist für das Plauderstündchen der jungen Mädchen geeignet, vorausgesetzt, dass er nicht zu groß ist. Teenager sitzen gern dicht beieinander, wenn sie ihre Erlebnisse austauschen.
Zum Dauerskat: Passionierte Skatspieler wollen untereinander sein und keine Zuschauer beim „Grand aus der Hand“ haben. Deshalb sind beim Skatabend ausnahmsweise Damen nicht erwünscht. Selbst die Hausfrau tritt kaum in Erscheinung, aber sie sorgt für das leibliche Wohl der Skatbrüder. Der Spieltisch ist gerichtet, er wird mit einer einfachen Decke belegt, auf der das Spieltuch aus Plastik ausgebreitet wird. Neben dem Spieltisch steht der Servierwagen mit den Getränken – außer Bier gibt es einen guten Schnaps – und den Gläsern. Eifriges Spiel macht aber nicht nur Durst, sondern auch Hunger. Die fürsorgliche Hausfrau stellt also Rechaud mit Würstchenschüssel bereit. Die Würstchen mit Brot und Senf, mit der Hand gegessen, verlangen nur Teller, kein Besteck. Natürlich fehlen Papierservietten und Aschenbecher nicht. Der Hausherr braucht nur noch den Nachschub an Bierflaschen aus dem Kühlschrank zu holen.

Der folgende Abschnitt wurde nur integriert, weil ich mich über den Begriff so amüsiert habe, und hat keinerlei weiterbildende Funktion außer vielleicht dieser, dass wir ein neues Wort lernen, das unbedingt wieder häufiger verwendet werden sollte:

Toaster, siehe Brotröster.

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Wie es beim Sohnemann auszusehen hat, wissen wir ja schon aus der letzten Woche. Aber natürlich sollen auch die Mütter von jungen Damen informiert sein. Hoffentlich ist die Tochter Rechtshänderin:

Tochterzimmer: Endlich ist es so weit, dass das Töchterchen sein eigenes Zimmer bekommen wird, in dem es schlafen, arbeiten und seine Freizeit gestalten kann. Da ist als erstes an das Bett oder, besser gesagt, die Liegestatt zu denken. In einem kombinierten Raum sieht ein veritables Bett nicht so gut aus wie eine hübsche Bettcouch, die tagsüber als Sitzgelegenheit dient und nachts ein vollwertiger Bettersatz ist. Das Bettzeug kommt in den Bettkasten, der Rohrgeflecht oder Luftlöcher aufweisen muss, damit die Betten auch „Luft bekommen“. Ist genügend Raum vorhanden, kann auch ein Klappbett aufgestellt werden, es ist dann am Abend mit einem Griff herunterzuklappen und fix und fertig zum Hineinlegen. Als Sitzgelegenheiten müssten dann aber, außer einem Stuhl am Arbeitsplatz, wenigstens noch zwei bequeme Sessel aufgestellt werden für das Plauderstündchen mit den Freundinnen. Ein Couchtisch ist in beiden Fällen erforderlich. Der Arbeitsplatz – zierlicher Schreibtisch – muss von links oder von vorn das Tageslicht bekommen; kommt das Licht von rechts, wirft die schreibende Hand Schatten. Ob neben der Deckenbeleuchtung eine Stehlampe oder eine Tischleuchte am Abend das erforderliche Licht spenden soll, ist Geschmackssache. Ein kombinierter Schrank für Kleidung und Wäsche (die eine Schranktür innen mit einem großen Spiegel versehen, damit sich die junge Dame in ganzer Größe betrachten kann) vervollständigt die Einrichtung. Teppich oder kleine Brücke, je nach Bodenbelag, sowie hübsche Stores, Übergardinen und Kissen, alles zu Tapeten und Möbelfarbe gut abgestimmt, vervollständigen das kleine Reich der jungen Dame. Die Eltern tun gut daran, wenn sie bei der Einrichtung des Tochterzimmers schon weiter denken und so gewissermaßen den Grundstock für den späteren eigenen Hausstand der Tochter legen.

So, ab sofort dürften die häuslichen Mahlzeiten harmonischer ablaufen. Blumen heben schließlich die Stimmung! Hausaufgabe: Ins Geschäft gehen und nach einem Brotröster fragen. Anschließend zurückkommen und in den Kommentaren von den Reaktionen der Verkäufer berichten! Nächste Woche geht es um Uhren, Unfallverhütung und die tägliche Wohnungspflege.

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Die richtige Wohnungseinrichtung und die Besonderheiten beim Staubsaugerkauf

So, mittlerweile bin ich über die moderne Technik hinweggekommen und deswegen geht es heute unter anderem um Schallplatten. Außerdem lernen wir, besser einzuschlafen, und erfahren einiges darüber, wie wir bestimmte Räume und Ecken der Wohnung einzurichten haben.

Es ist schon angenehm, dass mp3s nicht so viel Platz wegnehmen. Sonst wüsste ich auch gar nicht, ob ich noch zu den jungen Menschen gehöre, die ihre Kästen asymmetrisch an die Wand hängen, oder ob ich da inzwischen eher symmetrisch bleiben müsste?

Schallplatten sorgfältig aufbewahren, damit sie nicht zerkratzt werden. Reicht der Platz bei leidenschaftlichen Plattensammlern neben dem Plattenspieler nicht aus, ist ein Ständer aus Rundeisen zu empfehlen. Junge Leute bevorzugen Kästen, die auch asymmetrisch an der Wand aufgehängt werden können. Für anspruchsvollere Schallplattenfans gibt es sehr hübsche Plattenkoffer.

Vor dem Schlafengehen sollte man besser nicht zu viel diskutieren. Und auch nicht zu viel nachdenken, denn Blut in Richtung Gehirn ist ganz gefährlich. Also: Besser RTL schauen?

Schlaflosigkeit ist häufig eine Folge von hitzigen Debatten, kurz vor dem Schlafengehen geführt, oder vom Wälzen schwieriger Probleme. Jeder Blutandrang zum Gehirn ist zu vermeiden, denn der Grundsatz für einen guten Schlaf heißt: kühler Kopf – warme Füße. Sollte sich der Schlaf gar nicht einstellen wollen, dann ‚raus aus dem Bett und vier Minuten lang in knöchelhohem kalten Wasser wassertreten. Danach die Füße kräftig frottieren und sofort zurück ins Bett.

Viel Platz braucht die Hausfrau ja nicht. Immerhin ist die ganze Wohnung ihr Revier und so viel Zeit, um faul z.B. am Computer zu hocken, ist sowieso nicht vorhanden. Aber einen Lichtblick hat das Ganze: Es gibt tatsächlich einen Platz in der Wohnung, für den die Hausfrau nicht verantwortlich ist, sondern der Ehemann. Halleluja!

Schreibschrank oder Schreibtisch? Hausfrauen und heranwachsende Töchter geben dem Schreibschrank den Vorzug. Der zur Verfügung stehende Platz an der heruntergeklappten Schreibplatte ist ausreichend zum Briefeschreiben, für die Eintragungen ins Haushaltsbuch oder zur Erledigung der Schulaufgaben. Ist die Klappe geschlossen – sie nimmt dann keinen Platz mehr weg – sind alle Schreibutensilien hinter ihr verschwunden. Für Einzelgänger, denen nur ein Raum zur Verfügung steht, ist der Schreibschrank geradezu ideal. Er hat genügend Unterbringungsmöglichkeiten für Schreibpapier, Rechnungen und all die vielen kleinen Papiere, ohne die heute nicht auszukommen ist. Als kleiner Nachteil wirkt sich das Wegräumen aller Gegenstände auf der hochklappbaren Schreibfläche aus, während man bei einem festen Tisch alles liegenlassen kann. Der Schreibtisch des Hausherrn, am besten an ein Fenster gestellt, darf möglichst nur von ihm selbst aufgeräumt werden.

Auch wenn die ganze Wohnung ihr Revier ist – wie es scheint, kann die Hausfrau nicht einfach mit dem Rest der Familie im Wohnzimmer entspannen, sondern braucht ein Eckchen für sich. Wo sie dann allerdings auch nur sitzt, um Ansprechpartner für andere zu sein? Ich würde vermuten, dass dem Hausherrn ein ganzes „Arbeitszimmer“ zugestanden wird – aber vielleicht denke ich da nur schlecht von der Autorin, denn dies ist nicht erwähnt. Vermutlich bräuchten wir da schon „Das 1×1 der richtigen Wohnungseinrichtung“ in der ausführlichen Ausgabe.

Sitzecke für Hausfrau sollte in jeder Wohnung möglich sein. Und wenn es nur ein bequemer Sessel mit breiter Rückenlehne ist, in dem sie sich von der Tagesarbeit ausruhen kann. Besser ist’s, wenn sich die Frau des Hauses in einer Ecke des Wohnzimmers, nahe dem Fenster, ein stilles Plätzchen einrichtet, das von den anderen Familienmitgliedern respektiert wird. Je nach Größe des Raumes gesellt sich zum Sessel ein kleiner Tisch, ein Nähständer, ein Büchergestell und vielleicht sogar ein kleiner Schreibtisch (Schreibschrank). Heranwachsende Töchter und Söhne wissen: Wenn Mutti in „ihrem“ Sessel sitzt, nimmt sie sich die Zeit, mit ihnen ihre Anliegen zu besprechen.

Selbstverständlich geht es im Jahr 1966 nicht einfach um ein (neutrales) Kinderzimmer. Da muss schon unterschieden werden zwischen dem „Tochterzimmer“ und dem „Sohnzimmer“. Die Unterschiede, wenn auch gering:

Sohnzimmer: Hier ist das gleiche zu sagen wie für das Tochterzimmer. Nur können bei Söhnen die Möbel etwas kompakter gewählt werden. Als Arbeitsplatz kommt für den jungen Mann am besten ein verstellbarer Zeichentisch in Betracht, der dann in vielen Fällen später bei der Berufsausübung gute Dienste leisten kann. Während beim Tochterzimmer alle Farben und Muster zarter gehalten sind, unterstreichen kräftigere Farbtöne und geometrische Muster den „männlichen“ Charakter des Sohnzimmers. Wenn zur Wohnung ein Dachgeschosszimmer mit ausreichend großem Fenster gehört, ist dies der ideale Raum für den Sohn. Um genügend Platz zur Unterbringung von Büchern und Bastelmaterial zu erhalten, helfen hier Regale und Hängeborde. Für einen großen Schrank reicht in der Regel der Platz nicht aus. Unter Ausnutzung der Dachschräge lässt sich aber meistens ein Wandschrank einbauen.

Unser Haushalt ist ja mittlerweile mit einem im Jahr 1966 wahrscheinlich noch unvorstellbaren Staubsauger-Roboter mit Namen Robi Wan Kenobi ausgestattet. Ihr könnt euch denken, wie sehr vor allen Dingen der Held davon profitiert. Könnt ihr nicht? Nun:

Staubsauger, ob Hand- oder Bodenstaubsauger, sind aus den heutigen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern als Universalreinigungsgerät die Hausarbeit wesentlich. Vor dem Kauf eines Staubsaugers erst mehrere Fabrikate ansehen, an Vorführungen teilnehmen. Dann erst ist ein Vergleich möglich, um festzustellen: Dieses Fabrikat kommt für meinen Haushalt in Frage. (…) Und nun noch ein Tip: Den Kauf eines Staubsaugers gemeinsam vornehmen, denn nicht nur die Hausfrau ist an einer Einschränkung und Erleichterung der Hausarbeit interessiert, sondern auch der Hausherr (er kann in der gewonnenen Freizeit besonders verwöhnt werden).

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Der letzte Satz hat mich sprachlos zurückgelassen. Daher gibt es heute keine Hausaufgaben. Ihr könnt euch mental auf die nächste Woche vorbereiten. Da geht es dann um Telefongespräche, gut gedeckte Tische und natürlich auch ums Tochterzimmer.

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Regenschirmpflege und Rundfunkgeräte

In den letzten Wochen haben wir also schon einiges gelernt. Wir erkennen echtes Porzellan, wissen den kleinen und großen Hausputz zu schaffen und halten unsere tägliche Mittagsruhe. Aber es sind die Kleinigkeiten, die eine gute Hausfrau von der perfekten Hausfrau unterscheiden. Daher heute: der Buchstabe R mit Themen, die viel zu selten thematisiert werden.

Wer hat sich nicht immer schon gefragt, wie man seinen Regenschirm wäscht? Darf er in die Spülmaschine? Oder eher Waschmaschine? Oder kauft man besser direkt einen neuen?

Regenschirmpflege: Nasse Regenschirme niemals zusammengerollt wegstellen. Die Schirme abtropfen lassen, dann zum Trocknen aufspannen. Seidene Schirme nur halb aufspannen, damit die Seide nicht einreißt. – Durch Dreckspritzer beschmutzte Schirme können mit Seifenschaum gereinigt werden. Mit einem Schwamm oder weichem Tuch den Schaum auftragen und einreiben (bitte keine Bürste verwenden!). Den aufgespannten Schirm in der Badewanne zuerst mit mäßig warmem Wasser, dann mit kaltem Wasser abbrausen, bis alle Seifenreste verschwunden sind. Diese Methode kann bei Regenschirmen mit Bespannung aus Seide, Kunstseide oder Perlon verwendet werden. Zum Imprägnieren – falls erforderlich – den Schirm einem Fachgeschäft übergeben. – Alle Schirme haben eine längere Lebensdauer, wenn sie nur zum Ausgehen ins Futteral gezwängt werden.

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Ein Satz, den wir uns heutzutage alle dick hinter die Ohren schreiben sollten: Es ist nicht immer möglich, neue Geräte anzuschaffen, wenn die Industrie neue Formen herausbringt.

Rundfunkgeräte in klarer, sachlicher Form, dabei zeitlos schön, ja sogar elegant und aus wertvollen Hölzern angefertigt, fügen sich harmonisch dem heutigen Wohnstil ein. Aber nicht nur das Äußere ist für den Kauf eines Rundfunkgeräts wichtig, ausschlaggebend ist seine Klangschönheit. Ob eine Rundfunk-Phono-Kombination als Vollstereogerät mit zwei getrennten Verstärkern oder ein Transistor-Heimempfänger angeschafft wird, ist Geschmackssache, wobei auch der Geldbeutel mitspricht. Bei dieser Anschaffung hat wohl in den meisten Haushälten der Hausherr das letzte Wort! – Auch wenn das Rundfunkgerät noch so schön und noch so gut ist, darf es doch nur auf Zimmerlautstärke eingestellt werden. Fenster und Balkontüren geschlossen halten – dies vor allem im Sommer – damit Nachbarn nicht gestört werden. Da es nicht immer möglich ist, immer dann wenn die Industrie neue Formen der Rundfunkgeräte herausbringt, ein neues Radio zu kaufen, sollte der Platz für das Rundfunkgerät so gewählt sein, dass es möglichst unauffällig im Raum verschwindet. Eine gute Gelegenheit hierzu bieten Bücherregale.

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Also, wer hätte nicht gern so ein formschönes Rundfunkgerät? Während ich an diesem Text saß, schaute ich ganz fasziniert mein kleines Smartphone an, das mir gerade (fast) alle Musik der Welt, die mir nur gerade in den Sinn kam, wiedergeben konnte. Und das überall. Sogar im Auto. Und zwar ohne Kabel. Einfach so durch die Luft übertragen. Wahnsinn. Also, Hausaufgabe der Woche: Die heutige Technik bestaunen. Und den Regenschirm waschen. Nächste Woche: Tipps zur Wohnungseinrichtung und alles zum Thema Staubsaugerkauf!

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Ordnung, Porzellangeschirr und Parkettpflege!

Wir sind jetzt schon ziemlich gut ausgebildete Hausfrauen. Wir wissen, wie der Hausputz auszusehen hat, wann wir welche Schürze tragen müssen und wie wir abends unsere Haare bürsten sollten. Aber Putzen ist nicht alles: Vorher ist das Aufräumen dran. Also geht es heute erst einmal um Ordnung an sich mit den Buchstaben O und P!

Heute ist der „Vormerkkalender“ meist klein und elektronisch, oder? Nichstdestotrotz geht jetzt die große Suche los. Denn wer besitzt schon eine hübsche Teakholzklammer? Seht ihr, und genau die ist definitiv zwingend notwendig:

Ordnung spart Zeit, Geld und Müh‘! Deshalb sollte auch die Hausfrau, wenn schon kein Platz für Schreibtisch oder Schreibschrank in der Wohnung vorhanden ist, wenigstens ein paar Schrankfächer zur Verfügung haben, wo sie Haushaltsbuch, Vormerkkalender, Ordner, Rechnungen übersichtlich aufbewahren kann. Versäumte Termine haben schon manchen Ärger gebracht! – Zu Jahresbeginn im Vormerkkalender alle Geburtstage, Familienfeste, Steuertermine eintragen. Später alle wichtigen Daten nachtragen. Sind Glückwünsche zu verschicken, Geschenke zu besorgen, so sind diese Termine bereits ein paar Tage vor dem endültigen Datum einzutragen. – Quittungen, Bankbelege in Ordnern ablegen, ebenso alle Unterlagen für Behörden, Schule. Für Unterlagen, die für längere Zeit entnommen werden, einen Hinweiszettel einheften, dann gibt es keine nervenaufreibende Sucherei. – In ein alphabetisches Adressenbüchlein werden laufend und konsequent alle Adressen mit Postleitzahl und Telefonnummern (dies auch, wenn man kein eigenes Telefon besitzt) eingetragen. Erledigte Briefe (es sind ja häufig welche darunter, die das Aufbewahren wert sind) in eine gesonderte Mappe legen. Unerledigte Post mit einer hübschen Teakholzklammer „Unerledigt“ zusammenhalten. Dieser stille Mahner sorgt für baldige Erledigung.
Ordnung im Nähkasten oder Nähkorb durch Auffädeln aller gleichartigen Knöpfe auf kräftigen Faden (Perlgarn). – Sind nur wenige Knöpfe von einer Sorte vorhanden, können diese auf eine Sicherheitsnadel genommen werden.

Ihr habt gar kein Parkett? Seid froh, die Pflege ist recht aufwändig. Dennoch gilt der zweite Satz natürlich auch für Fliesen, Laminat oder Teppichboden:

Parkett, unversiegelt, ist schöner und edler im Glanz als das versiegelte. Allerdings braucht es viel Pflege, da die Hausfrau nach dem Aussehen des Bodens beurteilt wird. Nach dem Kehren das Parkett mit festem oder flüssigem Bohnerwachs einreiben, und nach dem Erhärten auf Hochglanz polieren. Bei vielbeanspruchtem Parkett muss mindestens zweimal im Jahr (sonst genügt einmalige gründliche Reinigung) der Fußboden mit Stahlwolle abgerieben werden. Nach dem Abkehren mit gutem Wachs einreiben. Nach zwei bis drei Stunden mit dem Blocker auf Hochglanz bringen. Bei großen Räumen mit Parkettfußboden sollte die Anschaffung einer Bohnermaschine ernsthaft erwogen werden.

Habt ihr schon mal auf dem Flohmarkt einen Teller zerschmissen, um an der Schnittkante zu lecken? Nein? Solltet ihr aber! Außerdem ist erwähnenswert, welche Geschirrteile zu den „Notwendigsten“ gehören – viele davon besitze ich immer noch nicht, nach 11 Jahren im eigenen Haushalt:

Porzellangeschirr gehört mit zu den ersten Anschaffungen im Haushalt. Aber woran erkennt man, dass es sich auch wirklich um Porzellan handelt? Am schnellsten und auch sichersten ist das Porzellan an seiner Transparenz zu erkennen, also einem Durchschein, wenn man es gegen das Licht hält. Diese Prüfung kann schnell und überall durchgeführt werden. Außerdem hat Porzellan einen hellen Klang, was leicht festzustellen ist, wenn mit dem Fingerknöchel dagegen geklopft wird. Gesprungenes Porzellan hat einen dumpfen Klang. Und wenn es Scherben gegeben hat, ist eine weitere Prüfung möglich, denn die Bruchstelle des Porzellans ist glatt und dicht, niemals porös. Wird über die Bruchstelle mit der Zunge gefühlt, muss sie glatt darüber hinweggleiten, bleibt sie jedoch haften, dann hat man es mit Steingut oder einem anderen keramischen Erzeugnis zu tun. Interesant ist, dass es bei Porzellan keine erste Wahl gibt. Die Fabrikanten sind nämlich der Meinung, dass es kaum ein Stück Porzellan gibt, das vollkommen und in jeder Beziehung fehlerfrei ist.
Zu einem Kaffeeservice gehören üblicherweise eine große Kaffeekanne, eine Zuckerdose, ein Milchgießer, Gedecke je nach Personenzahl (das Gedeck besteht aus Kaffee- oder Teetasse mit Untertasse und Kuchenteller) sowie ein großer Kuchenteller. Vorteilhaft ist es auch, gleich eine Teekanne mitzukaufen, da dann das Service für beide Verwendungsarten zu gebrauchen ist. An Essgeschirr wird zuerst das Notwendigste angeschafft: je sechs flache und tiefe Teller von 25 cm Durchmesser, sechs Teller von 19 cm Durchmesser, eine Terrine, eine Gemüseschüssel, eine ovale Platte (38 cm groß), eine Salatschüssel und eine Sauciere. Zu empfehlen sind Seriengeschirre, da hierbei jedes Stück einzeln gekauft, das Service also nach Bedarf und Geldbeutel ergänzt werden kann. Und welche Form soll gewählt werden? Ja, das richtet sich ganz und gar nach dem persönlichen Geschmack. Die Tellerform mit breiter Essfläche ist aus Amerika zu uns gekommen und wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen, da dieses Geschirr weniger Platz im Geschirrschrank beansprucht. Dagegen bieten die Formen mit breitem Rand (Fahne) größere Dekormöglichkeiten. Eine weitere Frage ergibt sich: Sollen Kaffeeservice und Essservice passend zueinander sein? Aus praktischen Erwägungen ist diese Frage zu bejahen, da manche Geschirrteile für mehrere Gelegenheiten gedeckt werden können. So sind Kuchen- und Abendbrotteller gleich in der Größe, Butterdose, Eierbecher, Salz- und Pfefferstreuer können beim Frühstück gedeckt werden und finden Verwendung beim Abendbrottisch. (…)

Wie ich bereits zu Beginn erwähnte, dürfen alle Kursteilnehmerinnen natürlich Fragen stellen. Und nun hat mich auch die erste Frage ereilt: Angela möchte über die richtige Pflege von Badekappen informiert werden. Kein Problem:

Badekappen haben sich in Material und Form der Mode angepasst und sind dadurch auch entsprechend teurer und wertvoller geworden. Die Badehauben müssen also gut gepflegt werden. Nach dem Baden in Salzwasser oder auch in Mineralbädern die Kappen mit Leitungswasser gut und gründlich ausspülen, dann zum Trocknen aufhängen, aber nicht in die pralle Sonne. Wird die Badehaube längere Zeit nicht gebraucht, steckt man sie in einen Plastikbeutel und bewahrt sie am besten hängend an einem Platz auf, wo sie nicht gedrückt wird.

Hausaufgabe: Auf dem Flohmarkt am Geschirr lecken. Nein, vielleicht doch nicht. Wer weiß, was man sich da für Krankheiten einfängt und dann ist man nicht mehr zu 100 % einsatzbereit für den Gatten und die Kinder. Stattdessen vielleicht lieber andere Frauen nach dem Zustand ihres Fußbodens beurteilen. Außerdem natürlich: hübsche Teakholzklammer besorgen. Wisst ihr Bescheid. Nächste Woche: Nur eine kurze Lektion. Aber immerhin beschäftigt sie sich unter anderem mit Regenschirmpflege. Wer hat da keinen Weiterbildungsbedarf?