Archiv der Kategorie: Gedankenhüpfer

Facebook, Twitter und die toten Kinder

Liebe Menschen im Internet,

ich weiß nicht ganz, wie ich euch nennen soll. Ihr selbst haltet euch wahrscheinlich für „Aktivisten“. Es ist schön, dass ihr euch für Frieden im Gazastreifen einsetzt. Leider besteht eure „Aktivität“ vor allem aus einem: Ihr postet online Bilder von toten Kindern. Und zwar besonders dort, wo die Menschen, die sie zu sehen bekommen, nicht damit rechnen. Auf Instagram unter dem Hashtag „#Worldcup2014“. Auf Facebook in den Kommentaren zur neuesten Folge einer Fernsehserie. Auf Twitter, wenn man sehen will, was andere zum aktuellen Formel 1-Rennen zu sagen haben.

Ich möchte das nicht sehen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich meine Augen vor dem Thema verschließe, oder dass ich keine Ahnung habe. Ich möchte keine Bilder von toten Kindern sehen. Und wenn, dann möchte ich, dass man mir die Wahl lässt, und mir nicht völlig unvorbereitet ein Bild unter die Nase hält, bei dem einem Dreijährigen der halbe Schädel fehlt.

In der vergangenen Nacht bin ich um 3 Uhr aus einem Albtraum hochgeschreckt. Sofort hatte ich wieder die Bilder vor Augen. „Da siehst du mal, wie es die Menschen vor Ort erleben“, werdet ihr sagen, „Wieso soll es dir besser gehen?“ und vielleicht werdet ihr denken, dass ihr euer Ziel erreicht habt: Dass ich nachts um 3 in meinem gemütlichen, sicheren Bett an tote Kinder im Gaza-Streifen denke. Nun, da bin ich anderer Ansicht. Den Menschen im Krieg hilft es kein Stück, dass ich nachts nicht schlafen kann. Niemandem auf der Welt hilft es, wenn ich nachts nicht schlafen kann. Und meiner Ansicht nach sollte niemand, der es nicht muss, solche Bilder sehen (im Optimalfall sollte überhaupt niemand sie sehen, weil sie gar nicht erst entstehen; aber das ist nicht das, worüber ich heute schreiben möchte).

Bei mir rufen solche Aktionen folgende Reaktionen hervor: Ich bin verärgert. Ich fühle mich schlecht. Ich schließe das Browserfenster. Verärgert bin ich dann nicht über den Krieg im Nahen Osten, sondern über denjenigen, der meinte, meine Freude über ein Fußballspiel damit zerstören zu müssen. Das schlechte Gefühl lässt von Mal zu Mal nach – man stumpft ab. Man sollte nicht abstumpfen, wenn man solche Bilder sieht, aber das Browerfenster schließe ich inzwischen nur noch bei den wirklich drastischen Bildern (und falls jemand solche Bilder noch nicht gesehen habt – seid erstens froh und glaubt mir zweitens, dass es auch hier noch besonders drastische Bilder gibt). Merkt ihr was?

Niemand hat etwas davon. Ihr macht mir ein schlechtes Gewissen, allein dafür, dass ich hier lebe. Wofür ich übrigens jetzt schon ausgesprochen dankbar bin, ohne dass man mir bildlich zeigt, wie es mir anderswo gehen könnte. Ihr seid ungefähr so hilfreich wie Eltern, die ihren Kindern am Esstisch sagen: „Und in Afrika hungern die Kinder!“ Wenn euer Beitrag zur Lösung des Gaza-Konflikts darin besteht, diese Fotos unvorbereiteten Internetnutzern unter die Nase zu halten, wie soll dann meiner aussehen? Soll ich die Bilder teilen? Was wollt ihr?!

Außerdem: Woher stammen diese Bilder überhaupt? Ihr ward doch nicht selbst vor Ort, um sie zu schießen. Dies sind reine Propaganda-Bilder! Woher sie kommen, ist euch völlig egal. Ob sie echt sind, ob sie schon Jahre alt sind oder aus einer ganz anderen Region stammen – Hauptsache, sie schockieren und man kann damit emotional manipulieren.

Lasst es euch gesagt sein: Das Bild eines toten Kindes bringt niemanden dazu, seine Meinung zu ändern. Wir alle wissen, dass es falsch ist, Kinder zu töten (und die meisten von uns sind der Ansicht, dass dies nicht nur für Kinder gilt). Die israelische Armee wird nicht plötzlich auf so ein Bild stoßen und sagen „Oh, ach, upps, das war uns gar nicht klar, wir hören sofort auf“. Außerdem ist es generell eher kurz gedacht, denn dass ihr diese Bilder postet, spielt ja auch der Hamas enorm in die Hände, die davon profitieren, dass „Israel den Medienkrieg schon verloren hat“ und die Mehrheit der Medien sich gegen Israel stellt. Derselben Hamas, die diese toten Kinder mindestens billigend in Kauf nimmt, indem sie Zivilisten verbietet, angekündigt bombardierte Häuser zu verlassen.

Also: Der Krieg ist schlimm. Jeder Krieg ist schlimm. Und ja, vielleicht sollten wir uns mehr mit dem Thema beschäftigen. Das heißt aber nicht, dass wir nicht mehr glücklich sein dürfen, keinen Spaß mehr haben dürfen. Denn dann dürfte man nie wieder Spaß im Leben haben – irgendwo passiert immer gerade etwas Schreckliches, so traurig das auch ist. Einen Facebook-Post über jegliches positive Thema mit einem toten Kind zu kommentieren („Während ihr hier feiert, sterben dort übrigens unschuldige Kinder!!!!!!!“), ist einfach pervers. Diese Bilder retten nicht die Welt. Diese Bilder sorgen lediglich dafür, dass ich morgens von 3 bis 4 Uhr wachliege und in Gedanken einen ausgesprochen eloquenten Blogpost verpasse (den ich jetzt, am nächsten Tag, deutlich weniger eloquent niedergeschrieben habe) und mich über euch aufrege.

Verbindliche Grüße. Bitte hört auf.

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short stories 2014: Freundschaft

Wir haben uns Hollywood-Filme ausgedacht
Seifenopern voll Sturm und Drang
Wir haben uns heiser geredet und Pläne gemacht
Große Gesten den Weg entlang
Auf der alten Bahnschneise durch die Dünen
Eine schwankende Prozession
Wie Lari und Fari, wie Stefan und Harry
Und manchmal wie Vater und Sohn

Mit Freundschaften habe ich mich nicht immer leicht getan im Leben. Obwohl ich in den seltensten Fällen wirklich einsam war. Aber wie das so ist – man will doch immer mehr, als man hat. Das gilt oft genug auch für Freundschaften. Mein erstes Grundschulzeugnis enthielt dann auch folgende Passage:

zeugnis

Ich kann mich zwar nicht erinnern, zu dieser Zeit auf irgendeine Art und Weise unglücklich gewesen zu sein. Aber so richtig dicke war ich offenbar in der Schule mit niemandem. Im Laufe der Grundschulzeit legte sich das glücklicherweise, was mir auch im zweiten Schuljahreszeugnis bestätigt wird. Ich habe obendrein noch haufenweise Briefe aus den Klassen 3 und 4, in denen diskutiert wird, ob Sandra jetzt meine beste oder doch nur zweitbeste Freundin ist, und ob ich Leonie wieder so weit verzeihen kann, dass sie wenigstens meine zehntbeste Freundin sein kann (ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, was Leonie angestellt hatte, aber es scheint was Ernstes gewesen zu sein).

Ein Freund, so vertraut wie kein anderer
Ein Schelm, wie’s ihn zwei Mal nicht gibt
Ein suchender, unsteter Wanderer
Ich hab ihn so geliebt!

Nach der Grundschule sind wir in eine andere Stadt gezogen – gehen Sie zurück auf Los, ziehen sie keine 4000 Mark ein. Freundschaften, die sich nach der Grundschule sowieso neu positioniert hätten, brachen stattdessen völlig ab. Die folgenschwere Entscheidung eines 10jährigen Mädchens, in der weiterführenden Schule nun eine neue beste Freundin zu brauchen, da wiederum ihre Grundschulfreundin plötzlich so langweilig wurde und tatsächlich dem Unterricht folgen wollte, verschaffte mir wiederum aber eine Freundin fürs Leben. Zusammen mit 2 Jungs aus unserer Klasse bildeten wir ein wunderbares Kleeblatt, und wenn ich eine Sternschnuppe sah, dann wünschte ich mir, dass wir für immer Freunde bleiben würden. Spoiler: Es hat nicht geklappt.

Er hat mir mal die alberne, warme Mütze geschenkt
So eine, die dir ein Arschgesicht macht
Ich hab sie mir ihm zuliebe aufgezwängt
Und wir haben uns schlappgelacht

Gleichzeitig lebt man ja nicht nur in der Schule, und mein Nachbar in der neuen Stadt, zwei Jahre jünger als ich, entwickelte sich vom Spiel- und Streitgefährten in Kinderzeiten (Tagebucheinträge wie: „Neuer Name für M.: Arschloch“ und zwei Tage später: „M. heißt wieder M.“ waren keine Seltenheit) zum besten Freund im Teenie-Alter. Wobei die Bezeichnung „bester Freund“ bei mir inzwischen nicht mehr ausschließlich verwendet wurde, denn meine besten Schulfreunde hatte ich ja immer noch. Mit diesem Freund habe ich wirklich alles besprochen, alles erlebt. Heimliche Partys, gemeinsame Ferienfahrten, erste Vollräusche. Nachmittage auf dem Bahnhäuschen. Oder einfach Abende am Fenster, denn die Fenster unserer Kinderzimmer lagen sich direkt gegenüber, dazwischen nur die Einfahrt.

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Wir haben nächtelang gegrübelt und gesungen
Und manches Glas geleert
Und am Morgen betrunken zusammengesunken
Einander die Welt erklärt

Die Welt besteht nicht nur aus Friede, Freude und Eierkuchen. Unser Schul-Quartett zerbrach, als die Jungs nach der zehnten Klasse von der Schule abgingen, wir Mädels aber blieben. In der 12. oder 13. Klasse habe ich ungefähr ein Jahr lang nicht mehr mit meiner besten Freundin gesprochen. Während der Oberstufenzeit war ich häufig unglücklich. Ich passte nicht in diesen Haufen, ich war anders – oder zumindest fühlte ich mich so. Als dann noch meine beste Freundin und ich uns voneinander entfernten, war es ganz vorbei. Ich ging ganz auf in der Clique meines Freundes – was an sich ja nicht schlimm war, nur dass diese alle in der Nachbarstadt wohnten, so dass ich in der Schule weiterhin einsam war. Es ist nicht so, als wäre ich gemobbt worden oder als hätte niemand mit mir geredet – eigentlich war ich vermutlich sogar ganz gut integriert. Aber ich fühlte mich einsam. Und wenn ich mal zu einem Geburtstag eingeladen wurde und dann noch hinging und dann noch Spaß hatte – dann fühlte sich das an, als hätte ich gerade den Mount Everest bestiegen. Es kam auch nur 2-3 Mal vor. Ich hatte dort niemanden, mit dem ich wirklich reden konnte.

Der Vorteil an der Schule ist aber ja, dass man sich trotzdem noch ständig sieht. Auch wenn man sich zerstritten hat. Meine Freundin und ich, wir haben uns wieder zusammengerauft. Wir haben hinterher viel darüber gesprochen, manchmal reden wir heute noch über diese Zeit. Uns beiden ging es nicht gut mit der „Trennung“, und ich bin mehr als froh, dass wir es geschafft haben.

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Was hab ich gesagt, was hab ich getan
Das ihn so verletzt haben mag?
Kein Brief, keine Nachricht, er ruft nicht mehr an
Und er fehlt mir an manch einem Tag

Nicht immer läuft es so gut. Ich ging zur Uni, in eine andere Stadt. Ich lernte neue Leute kennen. Die Zeit an der Uni war die Zeit meines Lebens, ich habe jeden einzelnen Tag genossen. Ich fand Freunde, und ich traf den Helden. Meine Schulfreundin kam ebenfalls in diese neue Stadt, und wir alle genossen das Studentenleben in vollen Zügen. Ich war so glücklich wie nie zuvor. Doch einer fehlte: Der Nachbarsfreund, der Seelenverwandte, der, dem ich alle meine Probleme erzählte. Der Kontakt wurde weniger, er verstand nicht, warum ich so handelte, wie ich es tat. Und irgendwann war der Kontakt dann ganz abgebrochen.

An manchem Tag, wenn ich den Dünenweg geh
Denk ich „Gleich taucht er aus dem Nebel auf“
Da, die dunkle Gestalt, die ich am Wegende seh,
Die große Gesten macht – und ich lauf

Wie weh das tat. Und wie schrecklich das war. Und wie erstaunt ich gerade jetzt bin, dass mir immer noch Tränen kommen, wenn ich dies aufschreibe. Ich habe ihm eine Email geschrieben, damals, und gefragt, was denn eigentlich passiert sei. Die Antwort? So sei es nun einmal, wenn man älter werde. Die Leben würden sich verändern, die Menschen würden nun einmal erwachsen, und man fände neue Freunde. Und das sei ganz normal. Wow. Daran hatte ich lange zu knabbern (und mir scheint, ich bin noch immer nicht ganz darüber hinweg – und das nach zehn Jahren!). Ja, ich war in einer anderen Phase meines Lebens als er. Er machte sein Abi, ich zog in die Welt hinaus. Aber so war es doch immer gewesen, irgendwie. Ich habe noch ein einziges Mal bei ihm geklingelt, als ich bei meinen Eltern war (er war ja immerhin der Nachbarsfreund). Mein Herz schlug bis zum Hals, aber niemand öffnete. Ich war nicht sicher, ob ich enttäuscht oder froh war. Erst vor wenigen Wochen habe ich ihn auf Facebook „geaddet“. Er hat mich „bestätigt“, aber wir haben kein Wort miteinander gewechselt. Vielleicht sollte ich ihm mal schreiben.

Wenn er’s ist, dann wird er mich von fern erkennen
Darum ist mir nicht bang
An den offenen Armen, an der albernen Mütze,
Und an meinem Gang.

Heute bin ich zufrieden mit meinen Freundschaften. Ich habe meine Lieblingsfreundin in der Ferne, ich habe meinen besten Freund geheiratet. Ich habe wenige, aber gute Freunde. Ich habe das wunderbare, großartige Internet, das mir hilft, mich so gut wie nie einsam zu fühlen. Ich habe sehr viele „weiter gefasste“ Freunde, mit denen ich mich treffe und Spaß habe, auch wenn ich vielleicht nicht mein Seelenleben vor ihnen ausbreiten würde. Ich habe schon Kontaktanzeigen geschaltet oder beantwortet, um mehr „soziales Leben“ im Alltag zu haben. Nicht aus Einsamkeit, sondern eher aus Experimentierfreude. Weil ich gern Menschen kennen lerne. Weil solche „Blind Dates“ auch echte Abenteuer sind, die Spaß machen. Ich habe Menschen in meinem Leben, die ich anrufen kann, wenn ich Hilfe beim Umzug brauche; ich habe Menschen in meinem Leben, die das selbe mit mir tun. Ich weiß, wen ich fragen kann, ob wir gemeinsam den Eurovision Song Contest schauen wollen. Und ich weiß, bei wem ich mich bei Ehestreit ausheulen kann.

Aber dieser eine Freund. Dieser eine Verlust. Der trifft mich immer noch. Und das erstaunt mich selbst, denn als ich diesen Artikel begonnen habe, war das nicht das Ende, mit dem ich gerechnet hatte. Wenn ich heute darüber nachdenke, hatte er vermutlich Recht: Menschen verändern sich, Leben verändern sich, Freundschaften verändern sich. Ich kann aus jeder meiner Lebensphasen Menschen aufzählen, zu denen ich keinen Kontakt mehr habe, obwohl ich uns damals als gute Freunde bezeichnet hätte. Vom Jugendaustausch, den ich mitgeleitet habe, über mehrere Auslandsaufenthalte und das Studium bis hin zu mehreren Arbeitsstellen. Das ist schade, aber ich bin auch nicht besonders gut im Kontakt halten, und ja, das Leben geht halt einfach weiter. Auch wenn es häufig schade ist. Manche Freunde bleiben – viele Freunde gehen. Vergessen werden sie deshalb nicht. Ich werde immer an sie denken, und ganz besonders an meinen Nachbarsfreund, bei dem es immer noch ein bisschen piekst.

{short stories ist ein Projekt von Jolijou und was eigenes. Weitere short stories zum Thema Freundschaft findet ihr hier. Wie üblich hänge ich absolut hinterher, denn „Freundschaft“ war das Thema aus dem Februar. Das Lied, welches ich hier zitiert habe, ist „Flaschenpost“ von Reinhard Mey. Ich habe es damals in Dauerschleife gehört, weil es mir so passend erschien. Bei den ersten paar Tönen bekomme ich heute noch Gänsehaut.}

short stories 2014: Leidenschaft

„Fotos gehören zu unseren Blogs genauso, wie ein gutes Buch auf einem Nachttisch, wie langes Ausschlafen am Wochenende, wie eine warme Mütze zum eiskalten Winter, wie ein dicker Klecks Nutella auf eine Stulle! Aber: viel wichtiger, interessanter und persönlicher sind die Geschichten, die wir alle zu erzählen haben. Wir, Andrea und ich, möchten beim Bloggen wieder mehr ans Schreiben und Lesen appellieren und nicht nur Bilder-Gucken.“

Das schreibt Bine auf ihrem Blog zur Aktion „short stories“, die sie gemeinsam mit Andrea in die Welt gerufen hat. Na, wenn das mal nicht zu meinem Artikel von neulich passt, in dem ich mir vornahm, mehr zu erzählen und wirklich zu schreiben im Blog. Zum Februar-Thema Freundschaft werde ich bestimmt noch nachträglich etwas schreiben, aber das aktuelle März-Thema lautet Leidenschaft.

Puh, dachte ich beim ersten Lesen. Leidenschaft? Habe ich überhaupt eine Leidenschaft? Ich habe doch so viele Hobbys… Lesen, Bloggen, Nähen, Basteln, Serien, Geocaching, Fotografieren, Musik… Da könnte ich gar keine Leidenschaft benennen! Also fragte ich den Helden, der gerade auf dem Sofa seiner Leidenschaft – dem XBox-Spielen – nachging: „Was meinst du, was ist meine Leidenschaft?“ Der Held überlegte … und überlegte … und meinte schließlich: „Ich weiß nicht, du machst so viele Dinge!“

Nach dem Lesen der bisherigen Beiträge zum Thema stellte ich fest, dass es vielen so geht. Hobbys, ja, aber Leidenschaft? Nope. Aber während ich so darüber nachdachte, stellte ich fest: Eigentlich versuche ich, alles mit Leidenschaft zu machen. Vor mittlerweile schon 2 Jahren nahm ich mir nämlich etwas vor. Ich war unzufrieden mit meiner Freizeit, obwohl ich doch nur das machte, was mir Spaß machte. Trotzdem fühlte ich mich gestresst – auch dadurch, dass mir eben so viele Sachen Spaß machen. Denn während ich nähte, konnte ich nicht bloggen. Während ich bloggte, konnte ich nicht lesen. Während ich las, konnte ich meine Serie nicht weiterschauen. Und während ich meine Serie weiterschaute, konnte ich mich nicht mit Freunden treffen. Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner.

Ich nahm mir also als guten Vorsatz fürs Jahr 2012 vor, „meine Hobbys positiver zu betrachten„, wie ich es formulierte. Also: Nur das zu tun, worauf ich gerade Lust habe; und dabei kein schlechtes Gewissen haben, weil ich etwas anderes währenddessen nicht tun kann. Und ich muss wirklich feststellen, zwei Jahre später, dass dieser Vorsatz erfolgreich war. Ich achte auf meine Bedürfnisse und mache in meiner Freizeit nur, worauf ich Lust habe (abgesehen selbstverständlich von festen Verabredungen oder anderen Verpflichtungen!). Und das schlechte Gewissen hat sich mit der Zeit – es brauchte etwas Übung – komplett abgestellt.

Tatsache ist, dass man dies auch am Blog und seinen gelegentlichen „Durststrecken“ sehen kann. Wenn ich keine Lust habe, dann schreibe ich eben nicht. Der Blog ist meine Leidenschaft, nicht meine Verpflichtung. Weder verdiene ich Geld damit noch schulde ich irgendwem, dass ich schreibe. Genauso kann es vorkommen, dass ich mehrere Abende hintereinander etwas veröffentliche – weil es mir eben gerade wieder Spaß macht.

Das klingt jetzt vielleicht nicht gerade leidenschaftlich, wie ich das hier beschreibe. Vielleicht wirkt es, als ginge es eher darum, etwas nicht zu tun. Aber das stimmt nicht. Dieser Ansatz, in den Dingen, die mir gerade jetzt Spaß machen, aufzugehen, war für mich der Schlüssel zur Leidenschaft – weil ich mich ganz auf eine Sache konzentrieren kann. Yeah, Abende lang die aktuelle Lieblingsserie schauen, Fischstäbchen mit Vanillesauce essen und mit Fez und Fliege ins Kino gehen? Kein Problem! Die sieben Harry Potter-Bände zum sicherlich achten oder neunten Mal lesen, obwohl man Passagen schon auswendig kann? Kein Problem? Das neu entdeckte Album in Dauerschleife zwanzig Mal hintereinander hören? Kein Problem (solange der Held nicht da ist)! Jetzt-unbedingt-sofort-ganz-schnell einen Hoodie nähen? Kein Problem!

„Zeit, die du mit Vergnügen verschwendest, ist nicht verschwendet“ – über diesen Spruch bin ich irgendwann in den Weiten von Pinterest gestolpert. Und das war wirklich die Lösung. Anstatt abends brummig ins Bett zu gehen, weil ich schon wieder den ganzen Abend im Internet gesurft habe, anstatt etwas Produktives zu schaffen, denke ich mir: Hast du dabei Spaß gehabt?

Ich plädiere also für mehr Leidenschaft bei allem, was wir tun, und weniger Verbissenheit bei allem, was wir nicht tun. Aus diesem Grund lese ich blöde Bücher nicht mehr zu Ende, zwinge mich nicht dazu, langweilige Serien weiterzuschauen oder lasse nicht alles stehen und liegen, um beim RUMS etwas präsentieren zu können. Alles hat seine Zeit, und hier geht es um meine persönliche Freizeit und nicht darum, eventuell die Ansprüche von anderen zu erfüllen. Und dieser kleine, aber feine Unterschied hat mich in den vergangenen zwei Jahren erheblich glücklicher und leidenschaftlicher werden lassen!

Die Flow, Wil Wheaton und das Bloggen

Als Kind hatte ich keinen eigenen Fernseher. Wenn ich etwas sehen wollte, dann musste das im Wohnzimmer geschehen. Glücklicherweise musste ich mich nicht mit Geschwistern um die Fernbedienung streiten – aber auch die Programmvorstellungen meiner Eltern und mir gingen gelegentlich leicht auseinander. Vor allem mein Vater wollte immer Dinge schauen, die mich von meinen heiß ersehnten Sendungen abhielten. So kommt es, dass ich mich zwar beim besten Willen nicht erinnern kann, was ich eigentlich sehen wollte – aber noch sehr genau weiß, was stattdessen lief. Am schlimmsten fand ich Highlander und Raumschiff Enterprise. Diese Sendungen fand allerdings auch meine Mutter blöd, und so bürgerte sich der wunderbare Name „Raumschiff Entenscheiß“ als fest stehender Begriff in unserer Familie ein. Erwähnte ich eigentlich schon mal, dass meine Familie äußerst anfällig für wirklich schlechte Wortspiele ist?

So oder so fand ich Raumschiff Enterprise absolut unmöglich, denn es hielt mich ja von anderen wunderbaren Fernseherlebnissen (welchen auch immer) ab! Und deshalb stand ich Science Fiction an sich und Star Trek im Besonderen immer recht kritisch gegenüber. Während sich die SF-Abneigung in den kommenden Jahren nach und nach legte, wurde ich mit Star Trek nie wirklich warm (ich bin da nachtragend). Tatsächlich habe ich vermutlich eine halbe Stunde Star Trek in meinem Leben gesehen. Zusammengerechnet, nicht am Stück.

So kam es, dass ich völlig unwissend war, als der Held und ich eines schönen Abends The Big Bang Theory schauten und Wil Wheaton auftauchte. Wer zum Henker…? Die Tatsache, dass der gute Wil sich in der Serie selbst spielt, half nicht gerade, denn da sollte man doch besser wissen, wer er eigentlich ist. Der Held erklärte es mir also, und eine kurze Recherche ergab, dass Wil Wheaton nicht nur seine besten Teenager-Jahre bei Raumschiff Enterprise verbracht hatte, sondern als Kind auch in Stand By Me mitgespielt hatte, einen Film, den wir sogar in der Schule gesehen hatten!

Ab diesem Moment kam mir Wil Wheaton ständig unter die Nase. Vor allem online. Er produziert die großartige YouTube-Serie Tabletop, bei der man einer Runde Mehr-oder-weniger-Promis beim Spielen von Gesellschaftsspielen zusieht (was deutlich unterhaltsamer ist, als es klingt); er tweetet lustige Sprüche; er hat schon mehrere Bücher veröffentlicht; und er hat einen Blog, auf dem er aus seinem Leben erzählt.

Was Wil Wheaton nun mit der Flow und dem Bloggen zu tun hat, fragst du dich? Die Zeitschrift Flow, die es nach langer Wartezeit endlich auch bei uns in Deutschland gibt, hat in dieser Ausgabe das Thema „Mut und Verletzlichkeit“. Und gleich beim Leitartikel musste ich direkt an Wil Wheatons Blog denken. Es geht darum, mehr Gefühle zu zeigen, Verletzbarkeit zu wagen und auch nach außen hin zuzugeben, dass man vielleicht mal Hilfe benötigt, dass nicht immer alles perfekt ist. Denn sind wir doch mal ehrlich: In unserer Blog-Blase herrscht meistens Heile-Welt-Stimmung. Wenn jemand mal über etwas Ernsteres schreiben möchte, wird sich meist gleich zu Beginn des Artikels dafür entschuldigt. Aber es kommt generell auch sehr selten vor – ernstere Themen vielleicht, aber persönliche eben nicht so sehr. Bei mir auch nicht! Dabei sind die Artikel, bei denen ich es vielleicht doch mal gewagt habe, einige meiner liebsten und auch von Kommentatoren am meisten gelobten (hier meist unter der Kategorie „Gedankenhüpfer“ zu finden).

In seinem Blog schreibt Wil Wheaton über seinen Alltag, über seine TV- und YouTube-Projekte, aber eben auch über seine Depressionen, über die Ablehnung, die er im Job erfahren hat (nach Star Trek ging seine Filmkarriere ziemlich den Bach runter), über Unsicherheit und über sehr viele persönliche Gefühle. Ich finde das unglaublich mutig. Immerhin sind wir hier zum einen im Internet (irgendwer trollt garantiert), zum anderen ist er sehr bekannt. Und wer hätte schon mal von einem Hollywood-Star gehört, der sich hinstellt und sagt „Ja, ich hab die Rolle nicht bekommen, und das finde ich total scheiße und mir geht’s jetzt gerade richtig mies“? Wil wagt das, aber gleichzeitig (oder vielleicht eher: an anderen Tagen) ist er unglaublich lustig und begeisterungsfähig. Deswegen ist er einer der Prominenten, die ich wirklich bewundere!

Während ich diesen Artikel schrieb, musste ich übrigens mehrfach den Impuls bekämpfen, mich für seine Länge zu entschuldigen. Oder gar für sein Thema (siehe oben), wer weiß, wen das überhaupt interessiert. 😉 Aber ich möchte sehr gern mehr wirklich schreiben und dabei vielleicht auch selbst einmal mehr Verletzlichkeit wagen. Ganz nach Wil Wheatons Vorbild, denn die fröhlichen Seiten, die sollen natürlich ebenfalls bleiben!  Wenn ich dann mal wieder denke „Das ist das Internet… Das kann ja jeder lesen!“ (ich bin ja schließlich nicht mehr anonym), denke ich einfach an Wil und dass er noch viel weniger anonym ist und sich dabei dennoch deutlich verletzlicher zeigt. Und hat es ihm geschadet? Nein, ich finde ihn gerade deshalb sympathisch!

Was meint ihr? Böses Internet und lieber eine Fassade bewahren aus Gründen der Privatsphäre, oder gehören ernstere Themen grundsätzlich nicht in DIY- und Alltagsblogs, oder würdet ihr solche Gedanken und Themen mit euren Lesern teilen?

Sieben Wochen ohne

Heute beginnt die Fastenzeit. Obwohl wir keineswegs religiös sind, habe ich diese Zeit in den letzten Jahren meist genutzt, meine Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Sei es ernährungstechnisch oder beispielsweise im letzten Jahr im Bezug auf den Konsum. Mal machte der Held mit, mal nicht.

Dieses Jahr haben wir gemeinsam überlegt, ob wir auf irgendetwas verzichten könnten. Oder gar sollten. Die üblichen Verdächtigen – Süßkram, Alkohol, Fast Food – haben wir schnell ausgeschlossen. So schlimm sind wir da nämlich nicht und ich habe nicht das Gefühl, dass wir dort groß was tun müssten. Aber trotzdem ist uns ziemlich schnell etwas eingefallen: Als wir wieder zusammengezogen sind vor etwas über einem Jahr, haben wir uns angewöhnt, ab und zu vor dem Fernseher zu Abend zu essen. Eine Folge How I Met Your Mother zum Abendbrot oder The Big Bang Theory zur bestellten Pizza – perfekt, diese Comedy-Serien mit ihren kurzen Folgen!

Tatsächlich habe ich gar kein Problem damit, ab und zu mal vor dem Fernseher zu essen. Nur das aus „ab und zu“ so langsam „nicht immer, aber immer öfter“ wurde und schließlich stellte ich kürzlich fest, dass der einzige Tag, an dem wir das nicht tun, der Miracoli-Montag ist. Weil wir da sowieso nicht so viel Zeit haben. Also essen wir im Prinzip 6 Tage die Woche vor dem Fernseher. Ähem. Nach dem Essen bleibt man dann meistens sitzen, weil es gerade so gemütlich ist und weil ja auch die Folge noch nicht vorbei ist. Bäm, hat man einen faulen Abend und nicht einmal das Geschirr wird weggeräumt. Hüstel.

Das kann’s natürlich nicht sein, also verzichten wir dieses Jahr genau darauf. Gegessen wird am Esstisch, wie es sich gehört. Um die Schwierigkeit zu erhöhen, sind ab sofort auch keine Smartphones mehr bei Tisch erlaubt. Zumindest nicht, wenn man zu zweit ist. Das ist nämlich eine weitere Unsitte – wobei ich hier wenigstens mal anmerken muss, dass der Held da noch etwas schlimmer ist als ich. 😉

Ich denke, das wird keine allzu schwierige Herausforderung dieses Jahr. Im Prinzip ist es eigentlich nur der Anlass, die Gewohnheit mal wieder zu ändern – ein kleiner Reminder, sozusagen. Und wenn die Fastenzeit vorbei ist, nicht wieder 6 Tage die Woche auf dem Sofa zu essen. Sondern vielleicht ein oder zwei Mal. Das reicht ja auch locker. Oder vielleicht stellen wir nach einer Woche Fastenzeit fest, dass wir uns nichts zu sagen haben und verfluchen diese Idee? 😉 Ich werde euch auf dem Laufenden halten, falls sich Überraschungen auftun sollten.

Sollen. Wollen.

Ich sollte…

  • unsere Steuererklärung anfangen
  • endlich das 12tel-Blick-Foto posten, das ich schon vor über einer Woche gemacht habe
  • die Applikation auf den genähten Hoodie bringen, damit ich morgen schöne Fotos davon machen kann (ansonsten ist er fertig!)
  • den Pläne-Post für März vorbereiten
  • Geburtstagsgeschenke für den Helden überlegen und besorgen
  • etwas kreatives mit den bestellten Instagram-Bildern anstellen
  • die Reisebelege für meinen Chef einscannen

Ich könnte stattdessen…

  • eine Folge Mad Men schauen
  • etwas Harry Potter lesen
  • 89 ungelesene Blog-Einträge lesen und kommentieren

Ich möchte eigentlich nur…

  • ins Bett gehen.

Und da im Grunde genommen nichts wirklich wichtiges dagegen spricht, werde ich mich jetzt (um viertel nach neun!!!) mal bettfein machen und einkuscheln. Vielleicht nehme ich ein Buch mit. Vielleicht schlafe ich direkt. Ich wollte nur mal vermelden, dass es hier zwar gerade still ist, aber das nicht weiter schlimm ist. Gute Nacht!

Smartphonelos

Eigentlich schon wieder erstaunlich, wie erstaunlich ich es immer noch finde, wie abhängig wir mittlerweile von Technologien geworden sind. Mittlerweile sollte ich das doch wirklich gewohnt sein, dass ich verloren bin, wenn das Internet ausfällt, dass ich wahnsinnig werde, wenn es unterwegs mal schlechten Empfang gibt – und dass es mich überall juckt, wenn ich kein Handy dabei habe.

Gestern machte ja der Verkauf von WhatsApp an Facebook die Runde. Und überall auf Facebook (Oh, the irony…) wurde darüber diskutiert, wohin man nun vielleicht doch mal wechseln sollte (Die Sicherheitslücken, die schon länger bekannt waren, haben niemanden dazu bewogen. Aber gut, das war wohl jetzt der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.). Threema ist die App der Wahl in meinem Bekanntenkreis. Als ich dies aber installieren wollte, stellte ich fest, dass mein Smartphone dazu nicht in der Lage war. Meine Android-Version war zu alt.

Eine kurze Google-Recherche ergab, dass dies kein Problem darstellen sollte. Mein Handy konnte ganz offiziell und von Samsung vorgegeben auf eine neuere Android-Version geupdatet (geupdated? upgedatet? upgedated?) werden. Also setzte sich der Held abends, nachdem ich meine Daten gesichert hatte, daran, dies zu tun. Der erste Versuch – scheiterte. Der zweite Versuch – scheiterte. Der dritte Versuch? Scheiterte so grandios, dass mein Handy keinen Pieps mehr von sich geben wollte.

Tatsächlich: Mein Handy piepst nicht mehr. Es geht nicht mehr an, es reagiert nicht aufs Ladekabel. Es ist tot! Alle Versuche der Wiederbelebung scheiterten – und das waren zahlreiche: ans Ladekabel anschließen, sämtliche Knöpfe drücken, liebevoll zureden, sämtliche Knöpfe in anderer Kombination gedrückt (so ein Smartphone hat ja nicht besonders viele Knöpfe), wütend beschimpft… Nüschts. Also bin ich seit gestern Abend ohne Handy unterwegs.

Man glaubt ja gar nicht, was für Herausforderungen das in sich birgt. Allein schon: Das Wecken. Mein Smartphone ist mein Wecker – ich habe nichts anderes! Zum Glück kann mein Tablet das ebenfalls, auch wenn es morgens seltsam ist, statt dem kleinen Telefon das riesige Teil in den Händen zu halten, um den Wecker auszuschalten (mit einer Hand geht das ja nicht mehr). Oder die Essens-Verabredung heute Mittag: „Held, kannst du mal C. schreiben, dass wir uns um 12.45 Uhr am Parkplatz treffen bitte?“ – Held: „C. lässt ausrichten, er hat doch keine Zeit, nächste Woche wieder.“ Ihr alle, die auf Quizduell-Antworten wartet – wartet noch ein bisschen länger. Auf dem Weg zur Arbeit sah ich direkt unzähliche Instagram-Motive und ärgerte mich (in Wahrheit hätte ich dort sicherlich gar nicht erst angehalten, wenn ich das Smartphone in der Tasche gehabt hätte). Aber am schlimmsten: Der instinktive Griff zum Handy. Einfach mal, um zu schauen. Die Uhrzeit zu checken und der Blick, ob oben links ein kleiner grüner Hörer zu sehen ist. Der Griff, der dann mittendrin mit einem resignierten „Ach nein“ abgebrochen wird. Und natürlich das panische „Au Mist, wo zum Teufel ist mein…………. Ach ja.“ 😉

Das Smartphone ist tot, es lebe das Smartphone: Natürlich kann das kein Dauerzustand sein. Mein Handy könnte ich nun einschicken und reparieren lassen. Das dauert einige Wochen – Kosten sind nicht absehbar. Also bin ich nun auf der Suche nach einem neuen ständigen Begleiter…

Jetzt bin ich erst mal ohne Handy unterwegs. Es fühlt sich wirklich seltsam an. Eigentlich ist so eine erzwungene Pause ja auch mal ganz nett. Versuche ich mir einzureden. Aber wenn ich ehrlich bin… Fehlt es mir doch enorm. (Auch wenn ich heute früh ohne Handy zum Herumspielen DEUTLICH eher aus dem Bett gekommen bin, hüstel hüstel…)