Archiv der Kategorie: Geek

„Ich hab das mal gegooglet“: Was Google über dich weiß

Kürzlich las ich in Miris Jahrbuch diesen Artikel darüber, wie sie immer so viel googlet. Und fühlte mich ertappt. Denn: Das bin ja ich! Ich glaube, in der Top Ten der Sätze, die ich am häufigsten sage, ist „Ich hab das mal gegooglet“ ziemlich weit vorn. Noch vor „Boah, jetzt ’n Stündchen schlafen und dann ins Bett“ nach der Mittagspause und knapp hinter „Erst mal ’n Kaffee.“ Ich google nämlich so ziemlich alles.

Ich google, welche Allergie man nur morgens hat (Hausstaub), ob man auf dem Game Boy seinen Tetris-Highscore speichern kann (nein, zumindest nicht auf meinem) und wie die Sicht in der ersten Reihe des Londoner Queen’s Theatre ist (nicht so super, daher saßen wir dann auch in Reihe 12). Ich google, wie man unförmige Geschenke einpackt (die Lösung findet ihr im Adventskalender), ob man den oder das Tribut zollt (den) und regelmäßig wieder die Öffnungszeiten unseres lokalen Schreibwarengeschäfts.

Wusstet ihr, dass man sich – sofern man ein Google-Konto hat und beim Suchen auch damit angemeldet ist – ansehen kann, wonach man gesucht hat? Unter www.google.de/searchhistory kann ich sehen, dass ich insgesamt (Stand heute) 3884 Google-Anfragen gestellt habe, dass ich freitags am häufigsten google und auf welche Suchergebnisse ich am häufigsten klicke. Das sind übrigens in meinem Fall die Postleitzahlen-Suche, die Kontakt-Seite meines Zahnarztes (ich sollte mir mal die Telefonnummer speichern) und erstaunlicherweise auch die meines Frisörs (von dem habe ich mir übrigens kürzlich tatsächlich die Nummer aufgeschrieben).

Man kann sich seine letzten Bildersuchen (mein Top-Tipp übrigens dieser hier) genauso ansehen wie seine letzten bei Google Maps angezeigten Routen,  und man sieht sämtliche (sämtliche! Ever!) Suchbegriffe sowie die Links, auf die man daraufhin geklickt hat. Ich muss zugeben, diese Datenmenge hat mich ganz schön umgehauen, obwohl ich natürlich weiß, dass Google alles speichert, was man ihm nur gibt. Eigentlich ist es wirklich amüsant, noch mal nachzublättern, was man in den letzten Wochen so alles gegooglet hat. Von „ausgesetztes Kaninchen einfangen“ über „DM Foto Entwicklung Dauer“ bis hin zu „Wasser im Ohr“ (ich erwähnte, dass ich alles google?) kann ich quasi nachlesen, was mich so beschäftigt hat. Erstaunlich.

Übrigens kann man seine Google-History löschen und auch verhindern, dass Google neue Suchen speichert. Im Zuge der Datensicherheit habe ich das gleich mal gemacht. Aber das heißt natürlich nicht, dass die Daten nicht trotzdem gespeichert werden. t3n erklärt, wie’s geht und sagt dazu:

Mit den hier aufgezeigten Schritten verhindert ihr, dass Google die Daten aus allen Diensten im Google-Kosmos, zum Beispiel YouTube und Google+, mit eurem Webprotokoll kombiniert und für interne Zwecke verwendet. Leider funktioniert das nur eingeschränkt. Tatsächlich sammelt Google auch dann weiter Daten über euch, wenn das Webprotokoll, wie oben gezeigt, angehalten wurde. Erst nach 18 Monaten anonymisiert Google die zusammengetragenen Daten teilweise und einige Features, wie die personalisierten Suchergebnisse, fallen weg. Lässt man das Webprotokoll hingegen eingeschaltet, speichert und verarbeitet Google eure Daten in nicht anonymisierter Form theoretisch unbegrenzt lange.

Also: Kann man mal machen, denn außer Amüsement in diesem Artikel habe ich die Google-Suchhistory bislang überhaupt nicht genutzt und bin auch erst bei der Recherche für diesen Post darüber gestolpert. (Ja. Ich habe beim Schreiben dieses Artikels „Google History“ gegooglet, um euch meine Such-Beispiele geben zu können.)

Ebenfalls in den Einstellungen zu finden: Die interessenbezogenen Google-Anzeigen. Diese versuchen, anhand deiner Surfgewohnheiten deine Interessen herauszufiltern, um dir personalisierte Werbung anzuzeigen. Funktioniert das? Erstaunlich gut. Ich interessiere mich demnach – durchaus korrekt – beispielsweise für Blogging-Ressourcen und -Dienste, Backwaren, Kameraobjektive, Internet-Phänomene und „Haushalt und Inneneinrichtung“. Von 41 vorgeschlagenen Interessen fand ich nur genau drei, denen ich nicht unbedingt zustimmen würde: Wintersport, Hunde und Abendgarderobe. Auch die interessenbezogenen Anzeigen habe ich daher nun erst einmal deaktiviert.

Wenn ihr also gerade sowieso schon in den Google-Einstellungen seid: Es lohnt sich, einfach mal alles durchzuklicken. Jetzt kriege ich zum Beispiel hoffentlich keine nervigen Benachrichtigungen mehr zu Google+, was ich überhaupt nicht nutze („Kennst du den Helden? Kennst du deinen Vater?“ Ja, die kenne ich alle, aber ich muss sie nicht auf Google+ hinzufügen!).

Und? Was sind eure Top-Suchanfragen? 😉

Advertisements

Buchtipp: Little Brother von Cory Doctorow

Wie schon angedeutet: Nach dem vorherigen Buch war die heutige Lektüre ein ziemliches Kontrastprogramm!  In „Little Brother“ von Cory Doctorow geht es um den 17jährigen Marcus, der in einem Amerika der nicht allzu fernen Zukunft zur Schule geht. Sein Alltag ist bereits ziemlich überwacht, doch er ist sehr geschickt darin, die Kameras und Überwachungsprogramme auf dem Schulcomputer zu umgehen. Eines Tages wird ein schrecklicher Terroranschlag auf seine Heimatstadt San Francisco verübt – und durch Zufall gerät er ins Visier der „Homeland Security“ und findet sich blitzschnell im Gefängnis wieder. Als er nach langen Tagen mit quälenden Verhören nahe an der Folter endlich wieder frei ist, beschließt er, die neuen Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen, die als „Schutz“ nach dem Anschlag eingeführt wurden, aktiv zu bekämpfen…

cory-doctorow-little-brother

Auf den Autoren kam ich, da er in „Ready Player One“, welches ich hier einmal vorgestellt habe, erwähnt wurde. Der Kanadier Cory Doctorow schreibt Science-Fiction-Bücher, dieses gehört eigentlich ins Young Adult-Genre, aber das ist ja heutzutage keine Schande mehr, so etwas auch als Erwachsene zu lesen. 😉 Außerdem setzt er sich sehr für die Netzfreiheit, Datenschutz und eine Liberalisierung des Urheberrechts ein und veröffentlicht alle seine Bücher unter Creative Commons-Lizenz. Wenn ihr also Interesse habt, könnt ihr das Buch (und alle anderen von ihm) auf seiner Website kostenlos für euren E-Reader herunterladen – natürlich nur auf Englisch. (Auf Deutsch kann man das Buch ebenfalls herunterladen, und zwar hier.) Seine Gründe dafür erklärt er folgendermaßen:

„But ebook publishers don’t respect copyright law, and they don’t believe in your right to own property. Instead, they say that when you „buy“ an ebook, you’re really only licensing that book, and that copyright law is superseded by the thousands of farcical, abusive words in the license agreement you click through on the way to sealing the deal. (Of course, the button on their website says, „Buy this book“ and they talk about „Ebook sales“ at conferences — no one says, „License this book for your Kindle“ or „Total licenses of ebooks are up from 0.00001% of all publishing to 0.0001% of all publishing, a 100-fold increase!“)

I say to hell with them. You bought it, you own it. I believe in copyright law’s guarantee of ownership in your books. (…)

Why am I doing this? Because my problem isn’t piracy, it’s obscurity (thanks, @timoreilly for this awesome aphorism). Because free ebooks sell print books. Because I copied my ass off when I was 17 and grew up to spend practically every discretionary cent I have on books when I became an adult. Because I can’t stop you from sharing it (zeroes and ones aren’t ever going to get harder to copy); and because readers have shared the books they loved forever; so I might as well enlist you to the cause.“ (Zitatquelle)

Cory Doctorow

Wie großartig ist dieses Bild? Ich möchte so ein Bild von mir. Ich möchte so ein Zimmer. Und dann so ein Bild. (Quelle)

Sehr sympathisch, oder? Über die Copyright-Frage bei Ebooks haben mein Arbeitskollege schon hitzige Diskussionen am Mittagstisch geführt. Es ist wirklich kein einfaches Thema, und das kostenlose zur Verfügung stellen ist eine Methode, die auf den ersten Blick absurd wirkt. Aber ich glaube, dass es funktionieren kann – sofern man gute Bücher bietet, die sich durch Weitererzählen und Empfehlungen (so wie hier) verbreiten. Bei mir hat es übrigens geklappt: Ich fand das Buch super, und den zweiten Teil werde ich mir nun nicht gratis herunterladen, sondern kaufen – als Hörbuch, das wird nämlich von Wil Wheaton (große Geek-Liebe) gelesen! Das deutsche Hörbuch liest übrigens Oliver Rohrbeck, sicher auch sehr empfehlenswert.

Also, zurück zum Buch: „Little Brother“ ist wie gesagt ein Young-Adult-Roman, und so konnte ich mich in den Protagonisten auch nicht mehr zu 100% einfühlen. Über 30 und so, ihr wisst schon. 😉 Sprachlich war das Buch unspektakulär, gelegentlich – bei technischen Details – sind meine Gedanken sogar etwas abgeschweift. Nichtsdestotrotz hat mir die nur so gerade eben fiktive Welt mehr als einmal einen Schauer über den Rücken gejagt, denn: So weit von der Realität entfernt ist dieses Szenario gar nicht. Smartphones, Google, Amazon & Co. wissen mehr über uns als viele unserer Verwandten. Spätestens seit Snowden wissen wir, wie sehr wir überwacht werden. Und ähnlich, wie die Bürger im Buch die „Sicherheitsmaßnahmen“ nach den Terroranschlägen sogar begrüßen, kümmern sich auch in der Realität viele Menschen nicht darum, welche Daten sie preisgeben. Oder wie und wo sie überwacht werden. Stichwort: „Ich habe schließlich nichts zu verbergen.“ Das Buch zeigt sehr eindringlich, wohin diese Einstellung führen kann.

Nach der Lektüre fühlte ich mich leicht paranoid, obwohl ich bis dahin eher zur „Nichts zu verbergen-Fraktion“ gehörte. Am liebsten hätte ich sofort mein Handy verschlüsselt und meinen Facebook-Account gelöscht. Stattdessen habe ich ein Foto mit meinem Android-Handy (= Google) gemacht und es auf Instagram (= Facebook) gepostet. Hüstel. Es ist ja so bequem und unterhaltsam. Aber es geht ja auch gar nicht darum, solche Dienste gar nicht mehr zu nutzen. Es geht darum: Wer nutzt unsere Daten wofür? In den meisten Fällen wissen wir das gar nicht so richtig, oder? Und während ich als öffentlich bloggende Person mich vielleicht nicht wirklich darüber beschweren kann, dass meine Privatsphäre nicht respektiert wird, bestimme ich hier immerhin selbst darüber, was ich preisgebe. Google hingegen kann vermutlich ein relativ akkurates Bild von meinen Geheimnissen zeichnen – angefangen bei Gesundheitsfragen über die nächsten Urlaubsziele oder was ich dem Helden zu Weihnachten schenken möchte. Und warum? Weil ich es preisgebe. Freiwillig. Wer hat diese Informationen noch? Was kann er damit anfangen?

Ein Fazit habe ich offen gestanden jetzt nicht so richtig, lediglich die Empfehlung, das Buch zu lesen und sich seine eigenen Gedanken zu machen. Für Diskussionen in den Kommentaren bin ich außerdem jederzeit offen! Falls ihr euch für Cory Doctorow und seine Ideen interessiert, hier ist vor kurzem ein interessantes Interview (auf deutsch) mit ihm erschienen, in dem er seine Ideen zum Thema Copyright näher erläutert.  Eine gute Einführung zu den Themen, die auch im Buch diskutiert werden, findet ihr im Jetzt-Magazin der Süddeutschen Zeitung. Und falls ihr das Internet – unser digitales Zuhause! – ein bisschen sicherer, freier und offener machen wollt, schaut euch mal diese Seite (auf englisch) an.

Ich habe ja schon länger WhatsApp durch Threema ersetzt – aber das war es auch schon. Mal sehen, ob ich jetzt noch einige andere Maßnahmen ergreifen werde. Wie sieht’s bei euch aus? Macht ihr euch Gedanken zum Thema, oder gehört ihr zur „Ich habe nichts zu verbergen“-Fraktion?

Trips aufgrund relativer Dimension im Sternenzelt

Besser spät als nie! Unser Besuch bei Katha ist ja schon fast wieder verjährt, aber ich wollte doch trotzdem noch ein bisschen was darüber schreiben. Zumal ich viel mehr tolle Bilder gemacht habe, als Katha das geschafft hat!

Zum Glück kann man hier ja gar nicht sehen, wann das Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. 😉 Ich erzähle euch also nur, dass wir uns an einem zeitnahen vergangenen Wochenende ins Auto gesetzt haben und stundenlang zu Katha gedüst sind (2 Stunden. Da kann man schon von stundenlang sprechen!). Zum einen, weil wir zusammen das Doctor Who-Christmas Special sehen wollten. Zum anderen, weil wir das eine oder andere Gesellschaftsspiel auf den Tisch bringen wollten. Spoiler: Beides hat geklappt! 😀

Am ersten Abend, als die aufgeregten Kids dann doch irgendwann im Bett verschwunden waren, war also das Christmas Special und Matt Smiths Regeneration dran. Hmm. Ich glaube, wir alle waren nur mäßig begeistert und hatten uns etwas mehr erhofft. Ich kann ja über Plotlücken hinwegsehen, wenn dafür wenigstens die Unterhaltung stimmt. Hier war das Verhältnis zwischen beiden aber nicht so super. Na – warten wir mal auf die neuen Folgen mit Peter Capaldi, aber ich hätte Matt Smith eine schönere Abschiedsfolge gegönnt.

tardis2

Am nächsten Tag hatte Katha für Verstärkung gesorgt, damit die Kinder beschäftigt waren. Daher kam Sara mit ihrer „Bande“ auch noch dazu. Also waren wir nun 5 Erwachsene und 7 Kinder. Wow, das sind der Held und ich ja nun nicht so gewohnt. Es hat gereicht, uns kurzzeitig an jeglichem Kinderwunsch zweifeln zu lassen. 😉 Nicht, dass die Kinder schlimm gewesen wären. Eigentlich waren alle sehr lieb (den Krümel könnt ich ja sowieso fressen). Es ging schlicht um die Lautstärke… Das bleibt wohl nicht aus.

sara

Am Tag haben wir hauptsächlich zusammen in der Küche gesessen und gequatscht, zwischendurch gab es eine Runde Hanabi und wir haben auch zum ersten Mal The Resistance gespielt, was ich sehr cool fand (und ich werde normalerweise auch nicht rot, wenn ich Spion bin…). Aber erst, als der Besuch weg war und die beiden kleinen Kinder im Bett lagen, konnten wir Die Legenden von Andor rausholen – eines der Spiele, was wir unbedingt mal zusammen spielen wollten. Wir beschlossen, die dritte Legende zu spielen, weil der Held und ich diese noch nicht geschafft hatten. Der große Sohn von Katha tönte noch rum: Die wäre doch sooo langweilig, weil sie ja viiiiel zu einfach sei…

Tja, was soll ich sagen? Dieses völlig ungestellte Foto *hüstelhüstel* beschreibt den Spielverlauf ganz gut:

doh

Wir haben sehr viel gegrübelt, uns die großartigsten Strategien ausgedacht und am Ende doch wieder Mist gewürfelt.

pasch

Ein Pasch mit roten Würfeln ist bei diesem Spiel übrigens immer ganz, ganz schlecht… 😉 Jedenfalls lief es nicht so richtig rund. Da bei diesem Spiel aber alle zusammen spielen, beschlossen wir so manches Mal, dass wir doch jetzt einfach mal alle so tun könnten, als hätten wir das nie gewürfelt. Und würfelten erneut. Und erneut. Und machten unseren letzten Spielzug rückgängig. Probierten einen neuen – Fehlschlag. Machten auch diesen Zug wieder rückgängig. Ähem. Wir brauchten ganz offensichtlich Hilfe. Aaaber wir hatten zum Glück eine völlig plausible Erklärung für diese ganze Hin- und Herspringerei in der Zeit…

tardis

Der Doctor war nämlich auf unserer Seite und hatte seine Tardis mitten auf dem Spielfeld abgestellt. Das ist seine Zeitmaschine (und der Titel dieses Blogposts ist die Ausführung dieser Abkürzung in der deutschen Version – schrecklich, aber wenn man ehrlich ist, macht das englische „Time and relative dimension in space“ auch nur bedingt mehr Sinn).

betreteneblicke

Kathas und Superpapas etwas betretene Blicke zeigen, dass es trotzdem nicht so richtig rund lief. (Wie nenne ich den Superpapa eigentlich hier? Er ist ja nicht mein Papa… Und nicht mal Kathas Papa! 😉 Egal, da müsst ihr jetzt durch.) Der Sohn schaute übrigens ähnlich betreten drein, aber da er zudem noch ziemlich müde aussieht, erspare ich ihm mal, so im Internet aufzutauchen. Er sah dann doch noch ein, dass die Legende doch nicht soo einfach war. Blieb ihm auch wenig anderes übrig, denn wir verloren gnadenlos trotz aller neuen Ansätze und Versuche. Irgendwann mussten wir uns einfach eingestehen, dass es heute beim besten Willen kein Sieg mehr werden würde.

Danach – der große Sohn verschwand im Bett – spielten wir Erwachsenen noch eine Runde Munchkin Apokalypse. Das hatte mir das Christkind in Form des Helden gebracht und ich fand es super, es gibt nämlich als Klasse „Blogger“ und das fand ich schon an sich so großartig, dass mich der Rest des Spiels gar nicht mehr enttäuschen konnte. Hat er aber sowieso nicht, denn Munchkin ist einfach immer wieder super. Die verschiedenen Karten waren dann auch wieder super auf die neuen Klassen abgestimmt. Am lustigsten fand ich die Karte „Supergeheime Pläne“, die „nicht von Bloggern nutzbar“ ist – wobei „eigentlich ist sie schon von Bloggern nutzbar, aber nur einmal“. 😀 Ich fühlte mich etwas ertappt! Und wer die Munchkin-Runde gewonnen hat, dürft ihr nun einmal raten.

munchkinglückpur

Am nächsten Morgen spielten wir noch ein paar Spiele mit den Kleineren, aber bald machten der Held und ich uns auch auf den langen, beschwerlichen Heimweg. Diesen kleinen Krümel hätte ich dabei ja am liebsten in die Tasche gepackt:

krümel

Er wollte dann aber doch nicht mit (aber wie könnte ich es nicht versuchen, wo er doch schon morgens darauf bestand, sich den grünen Pulli anzuziehen, weil ich auch in Grün aufgetaucht war? Wir sind offensichtlich Seelenverwandte!)…

Das Wochenende war auf jeden Fall super (wenn auch… laut 😉 ) und sollte auf jeden Fall wiederholt werden!

einherzfürmandarine

Last-Minute-Weihnachts-DIY

Wow, was für ein Titel! Und so viel Denglisch! 😉

Nur noch 10 Tage bis Weihnachten – habt ihr schon alle Geschenke? Mir fehlen nur noch Kleinigkeiten. Und natürlich ist noch nichts eingepackt. Ich hasse Geschenke einpacken! Aber darum soll es heute ja auch gar nicht gehen, zum Glück.

Wenn ihr noch eine Kleinigkeit braucht, die ihr dem Lieblingskollegen, der besten Tante von allen oder der Schwiegermama schenken könnt, hätte ich hier einen kleinen Tipp für euch. Es ist wirklich nicht schwierig und kann perfekt individualisiert werden!

Ich hatte schon vor längerer Zeit einen Porzellanmaler gekauft, und auch 2 schlichte, weiße Becher (die gibt’s bei Ikea, wahrscheinlich kennt sie jeder). Aber ich kann nicht besonders gut zeichnen, meine Handschrift ist häufig eine Sauklaue (vorzugsweise, wenn ich mir besonders viel Mühe gebe!). Deshalb wusste ich lange nicht, wie ich die Becher gestalten sollte. Bis ich diesen Blogpost mit hervorragender Anleitung von Ganz und Garn las! (Ihre Anleitung ist perfekt und super bebildert, daher eine absolute Klick-Empfehlung.)

Schnell wusste ich, was es werden sollte: Eine geekige Doctor-Who-Tasse für den Helden zu Nikolaus. Und für die auswandernde Freundin eine Tasse zur Erinnerung an die vielen Orte, wo wir Kaffee getrunken haben (bzw. es noch tun werden!). Beide Becher sind mittlerweile überreicht, daher kann ich sie hier endlich zeigen.

Zunächst sucht man sich ein Motiv nach Wahl aus. Ich hatte nur einen schwarzen Porzellanmaler, daher konnte ich auch nur einfarbige Motive nehmen. Für beide hatte ich schnell eine Idee, hier die erste Skizze für die Heldentasse – man sieht, dass ich besser eine Vorlage nehme und keinen Dalek frei Hand zeichne… 😉

???????????????????????????????

Dann wird die das Motiv ausgedruckt und die Rückseite wird mit Bleistift bemalt. Möglichst weich, möglichst dick (ich hatte aber nur einen Bleistift, weder besonders hart noch weich, und es klappte hervorragend!). Dies hinterlässt übrigens auch Spuren auf dem Untergrund, die zwar leicht wieder abgehen, die man aber vor dem Eintreffen der zu Beschenkenden besser entfernen sollte. Man kann nämlich da schon das Motiv gut erkennen… 😉

Das ganze wird dann auf die Tasse geklebt und mit einem Stift wird jede Linie nachgezeichnet. Das geht ganz schön in die Hand, da man etwas Druck ausüben sollte.

???????????????????????????????

Nach dem Entfernen der Vorlage hat man das Motiv mit Bleistift auf der Tasse und braucht nur noch nachzuzeichnen!

???????????????????????????????

Je nach Stift darf es nicht allzu filigran werden (ich hatte mit den Feinheiten beim Dalek schon echte Probleme, und bei der Schrift auf der zweiten Tasse teilweise auch), aber es geht erstaunlich gut. Vom Ergebnis bin ich wirklich begeistert! Den Schriftzug auf der Rückseite der Doctor-Who-Tasse habe ich sogar tatsächlich frei Hand geschrieben. Concentrate! Concentrate!*

dalektasse

Mein Stift ist übrigens angeblich nach 3 Tagen gewöhnlichen Trocknens (also ohne Einbrennen) sogar spülmaschinenfest. Trotzdem habe ich die Dalek-Tasse nach dem ersten Gebrauch lieber per Hand gespült und die Farbe ist direkt ein kleines bisschen abgegangen (beim Abtrocknen)! Vielleicht solltet ihr euch also vorher besser ein bisschen informieren, welche Stifte qualitativ gut sind. Ich habe meinen einfach im Bastelladen eingepackt und jetzt ärgere ich mich etwas.

kaffeetasse

*für alle Nicht-Whovians: Das Ding auf der Tasse ist ein Dalek, der Erzfeind des Doctors. Er will immer alles umbringen und ruft normalerweise „Exterminate! Exterminate!“ – was natürlich zu zahlreichen Wortspielen führt! 🙂

Geronimooooo!

…alle, die beim Titel noch nicht wissen, um wen es hier geht, seien gewarnt: Hier kommt Geek-Content! Quasi ein absoluter (und langer, langer) Insider-Bericht! Genießt den Einblick, amüsiert euch über uns Bekloppte und schlendert weiter durch die Weiten des Internets. ODER schaut euch die eine oder andere Folge Doctor Who an und werdet ein Teil von uns. Ihr habt die Wahl!

50 Jahre Doctor Who – das feiert die BBC am Wochenende. Vielleicht etwas gestrunzt, denn von diesen 50 Jahren pausierte die Fernsehserie immerhin 16 Jahre. Aber unbestritten ist, vor 50 Jahren wurde die erste Episode ausgestrahlt und so kann man den Geburtstag ja doch irgendwie guten Gewissens feiern. 🙂 Wir mussten zum Glück gar nicht sehr lange auf den Termin warten, denn wir haben erst vor einigen Wochen die letzten Folgen gesehen. Der grandiose Vorteil von Spät-Einsteigern in Serien! (Der Nachteil ist, dass man viel zu oft über Spoiler im Internet stolpert, aber man kann nicht alles haben.) Allerdings ist der Vorteil jetzt, wo wir die Serie sozusagen eingeholt haben, auch wieder vorbei. Das nächste Special kommt zu Weihnachten und dann heißt es wieder ca. ein Jahr auf die neue Staffel warten…

Wie auch immer, zunächst einmal wollte ich ja vom Jubiläum berichten! Unsere Vorbereitungen für die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen schon vor einigen Wochen. Als angekündigt wurde, dass das Geburtstags-Special im Kino zu sehen sein würde, war klar, dass wir dabei sein wollten – der Held, unser Freund C. und ich. Die Kino-Liste zeigte uns, dass wir wohl am günstigsten in Essen buchen würden, immerhin nur ca. eine Stunde Fahrt. Das Münsteraner Kino äußerte sich nicht, ob es das Special zeigen würde. So saß ich zum Vorverkaufsstart noch abends um Mitternacht vorm Rechner, drückte F5 zum Aktualisieren der Seite und chattete dabei aufgeregt mit Katha, die das gleiche bei sich zuhause (leider für ein anderes Kino) machte.

Tja, leider gab es die Karten aber noch gar nicht um Mitternacht. Also war ich am nächsten Tag leicht abgelenkt im Büro, weil ich ja im Browser immer wieder F5 drücken musste. 😉 Es war sehr nervenaufreibend und überraschend stressig und Herzrasen verursachend! Aber gegen Mittag hatte ich endlich unsere Karten gesichert (Katha musste noch etwas länger warten, die arme), puh. (Eine ganze Woche später verkündete das Münsteraner Kino, dass es nun auch Karten für das Special im Vorverkauf hätte. Pfffff. Als ob man so lange ohne Ankündigung warten könnte.)

Mir war schnell klar, dass ich nicht „einfach so“ ins Kino gehen wollte. Nein, das wäre zu langweilig. Da hat man einmal die Chance, Gleichgesinnte zu treffen, denn das Special würden sich natürlich nur Fans ansehen – da wollte ich auch ein besonderes Outfit haben! Und da ich keine halben Sachen machen wollte, überlegte ich mir schnell: Ich wollte der Doctor sein. Aber welcher? Mehrere Schauspieler verkörperten den Doctor im Laufe der Jahre (da er nicht stirbt, sondern regeneriert), und alle haben ihr eigenes Outfit, an dem man sie wiedererkennen kann. Da ich aber nicht allzu viel Aufwand betreiben wollte, fiel meine Wahl auf den aktuellen Doctor, gespielt von Matt Smith. Dazu brauchte ich nämlich kaum Zubehör, das nicht sowieso im Haus war: Ich kaufte lediglich ein Paar Hosenträger sowie einen Fez und nähte eine Fliege. Fertig!

fezzesarecool

Dann verging wieder einige Zeit. Wir waren aufgeregt, und planten unsere Outfits, und spekulierten, und schließlich war das große Event ganz, ganz nah! Damit wir auch alles verstehen würden, trafen wir uns kurz vorher, um noch einmal die letzte Folge anzusehen. Stilecht gab es…


…fish fingers and custard! Also Fischstäbchen und Vanillepudding! (Eigentlich ja Fischstäbchen und Vanillesauce, aber bei uns gab es eben Pudding…)

fishfingers

Der Held war genau an diesem Tag aus dem Krankenhaus entlassen worden und wir wollten ihn zwar nicht direkt mit einer neuen Entzündung wieder zurückschicken. 😉 Aber C. und ich mussten probieren, und tatsächlich hat sich dann auch der Held drangewagt und sogar noch ein zweites Fischstäbchen gegessen!

c

C. sieht skeptischer aus, als er ist! Er war nämlich begeistert. Es war wirklich erstaunlich. Obwohl mein erster Gedanke (und mein erstes Wort nach dem Reinbeißen) war „Weird…“, also „Seltsam“, wurde es tatächlich mit jedem Bissen besser! Der Held hat direkt eine ganze, großartige Fotostrecke von mir gemacht:

fishfingersnele

Gestern war dann endlich der große Tag da! Nachmittags schmiss ich mich in Schale, ganz nach dem Vorbild des Doctors:

neledoctorOk, Matt Smith rockt das Outfit um Längen besser als ich. 😉 Aber der gute Wille zählt. Die Herren kriegten noch ein paar Striche ins Gesicht, waren aber nur mäßig begeistert von dem Gedanken, noch mehr verkleidet zu werden. Dann ging es los.

Wir wollten schön früh und pünktlich da sein, um noch ein bisschen die Atmosphäre zu genießen, andere Verkleidungen zu bewundern und vielleicht ins Gespräch zu kommen. Leider machte uns die Stadt Essen direkt einen Strich durch die Rechnung. Das erste Parkhaus war schon voll, beim zweiten war der Kartenautomat defekt (so dass man gar nicht erst die Schranke hochbekam und rückwärts wieder rausfahren musste), Parkhaus 3 und 4 machten schon um 20 Uhr zu. Parkhaus 5 wurde es dann endlich, ich wurde fast schon nervös. Dann durften wir noch 20 Minuten am im Kino anstehen, bis wir die Karten hatten, und dann noch fix (haha!) in die Schlange vorm Klo. Kaum saßen wir auf unseren Kinosesseln, gingen das Licht aus und der Vorhang auf. Puuh, gerade noch pünktlich!

Trotzdem war es ein grandioses Erlebnis – mal ganz abgesehen davon, dass ich das Special super fand (darüber möchte ich mich hier aber nicht detailliert auslassen)! Schon an der Ampel wurde ich angesprochen, malte noch einem weiteren Fan „Tally Marks“ (s.o.) ins Gesicht und in der Kartenschlange haben wir uns wirklich nett mit anderen Fans unterhalten.

Die Vorstellung fand dann auch ich großartig. Als das Licht ausging, hielt erst mal die Hälfte der Zuschauer ihre Sonic Screwdriver in die Luft (für Nichteingeweihte in der Kurzfassung: so eine Art Taschenlampe mit buntem Lämpchen) – das Kino leuchtete in grün, blau und sogar rot, Gänsehautfeeling pur! Die verschiedenen Schauspieler wurden enthusiastisch begrüßt, es gab Szenenapplaus, kollektives „Ooooh“, Gejohle und Lachanfälle bei den entsprechenden Szenen – es war einfach eine großartige Stimmung! Eine ganz andere Stimmung als in „normalen“ Kinofilmen.

Ich fand es wirklich toll, eine Doctor Who-Folge mal mit vielen anderen Fans gemeinsam zu sehen statt immer nur allein auf dem Sofa. Sich gegenseitig im Vorbeigehen verstohlen zuzugrinsen als Zeichen, dass man das Kostüm oder die Anspielung verstanden hat. Zu merken, dass andere genau die gleichen Sachen bemerken oder toll finden. Ich weiß natürlich, dass es andere Fans gibt – gelobt sei die wunderbare Welt des Internets! – aber im wahren Leben mit diesen auch zusammenzutreffen, das war wunderbar und ich möchte das unbedingt noch mal erleben!

Und am Ende des Specials, als das Licht wieder anging, saß ich in meinem Kinosessel und sagte nur…

11 Stunden und 28 Minuten

11 Stunden und 28 Minuten voller Großartigkeit – das erlebt man, wenn man alle 3 Herr der Ringe-Filme in der Extended-Version anschaut. Damals, vor mittlerweile schon 10 Jahren (!), wollte ich schon alle 3 Filme im Kino hintereinander sehen, aber selbst in der „normalen“ Version hatte da außer mir keiner Lust zu. Der Held streikte und auch sonst kassierte ich eher seltsame Blicke.

Aber zum Glück gibt es ja das große, weite Internet und nachdem ich diese Idee das erste Mal öffentlich kundtat, meldete sich bald Maufeline und bot sich als Sofa-Partnerin an. Das war vor über anderthalb Jahren, und wir kannten uns im Prinzip überhaupt nicht – ich muss zugeben, ich war da noch etwas skeptisch. Es macht mich sehr froh, dass wir uns mittlerweile schon mehrmals getroffen haben und mittlerweile ist ja auch Kathas Krümel etwas älter, so dass sie am Wochenende doch glatt für zwei kinderfreie Tage nach Münster kommen konnte, um den Herr der Ringe-Marathon in die Tat umzusetzen! Pünktlich zum 10jährigen Jubiläum von Teil 3! 😀

herrderringe-marathon1

Der Samstag glänzte mit strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen, die optimalen Bedingungen für eine großartige Cache-Tour, einen Waldspaziergang oder einen Flohmarktbesuch. Oder eben für einen Marathon vor dem Fernseher. Wir ließen also die Rolläden herunter, sperrten die böse Oktobersonne aus und fingen schon um 12:30 Uhr an, fernzusehen. Ein seltsames Gefühl – aber nicht unbedingt schlecht! 🙂

Katha fühlte sich förmlich vogelfrei – nicht nur, dass sie mehrere Stunden am Stück ungestört DVD schauen konnte, sie durfte auch noch die Füße auf den Tisch legen (!) und vor dem Fernseher ZU ABEND ESSEN!!! 😀

Zwischendurch gab es Wegzehrung, die Katha mitgebracht hatte! Nachdem mir zunächst nur eine mysteriöse Zwergentüte überreicht wurde, bekam ich endlich in Lothlorien die Erlaubnis, sie zu öffnen – und ich fand: Lembas!

herrderringe-marathon2

One small bite is enough to fill the stomach of a grown man.“ Allerdings sind Katha und ich keine Männer, was ja bekannermaßen eine Rolle spielt im Herrn der Ringe; oder wir sind Hobbits, zumindest war das wohlgeformte Lembas nicht das einzige, was wir an diesem Tag aßen. 😉 Da aber der vorbereitete Eintopf zwar mundete, aber nicht gerade fotogen war und ich für die Bezeichnung „Rosinenstütchen“ immer ausgelacht werde, bekommt ihr stattdessen lieber noch ein Bild des ausgepackten Lembas-Brots – sehr hübsch, oder?

herrderringe-marathon3

Wir schafften unseren Marathon noch am selben Tag – um 23:48 Uhr begann der Abspann von Teil 3! Dabei kam es uns gar nicht so lange vor und ging eigentlich erstaunlich schnell. Das lag sicherlich überhaupt nicht daran, dass wir die Hälfte der Zeit blöde Sprüche zum Film gedroschen haben, den Rücken entlastend durchs Wohnzimmer liefen oder einfach nur gequatscht haben. 😉 Ein wahres Lebensereignis!

Trotzdem waren wir natürlich erst viel, viel später im Bett. Gestern fühlte ich mich dann topfit, aber wie das so häufig ist, holt mich die Müdigkeit heute ein. Gähn! Daher blogge ich gerade auch lieber, als mich dem DIY-Adventskalender-Endspurt zu widmen oder gar eines der anderen Dinge in Angriff zu nehmen, die ich mir so vorgenommen hatte, weil doch während der Herbstferien keine Chorprobe ist.

Neues Pinterest-Experiment

Ich habe ja eine Schwäche für spontane Kreativität. Wenn ich, sagen wir, abends um 20 Uhr noch einen Haufen Bügelwäsche vor mir habe, bevor wir am nächsten Morgen ins Pfingstwochenende starten können, kommt diese Experimentierfreude besonders zur Geltung. Und wenn ich eine tolle Idee sehe und dafür auch noch zufällig alles im Haus habe – dann muss es auch sofort umgesetzt werden, schlafen kann man schließlich, wenn man tot ist.

Schon länger hatte ich eigentlich diesen Pin auf meiner Pinnwand, aber der letzte Funke zum Ausprobieren war noch nicht so ganz übergesprungen. Bis ich dann beim Stöbern dieses Bild entdeckte. Und dank meiner Vorliebe für besonders einfache Vorlagen *hüstel hüstel* (ich denke da an die R2D2-Schneeflocken, die ich auch spontan abends nachmachen musste und eeewig dafür brauchte) durfte ich dann ein bisschen Freezer Paper ausschneiden… Man denkt immer, so Silhouetten wären gar nicht viel Arbeit, aber das ist ein Irrtum! 😉

tardis-shirt1

„Bleach“ steht in der Vorlage, also Bleiche. Ich habe mir mal eine meiner Lieblingsjacken mit Schimmelentferner versaut, die hellblaue Jacke hat seither einen weißen Fleck am Ärmel. Die Reinigungsflasche stand noch immer im Schrank, und an die musste ich jetzt auch denken. Zack, ein dunkles T-Shirt aus dem Schrank, was ich nie trage, weil es so langweilig ist… Und los.

Wie man schnell sieht, wurde das Shirt nicht weiß oder hell, sondern ziemlich rot. Was ich jetzt an sich nicht so tragisch finde. Viel tragischer war, dass das Freezer Paper die ganze Flüssigkeit nicht ausgehalten hat. Entweder ich habe es nicht heiß/lange genug aufgebügelt, oder (was ich eher vermute) es ist einfach so durchweicht, dass das Reinigungsmittel „durchgesuppt“ ist. Jetzt habe ich nicht die fliegende Tardis… Sondern eine brennende, was irgendwie auch cool ist, aber mich dann doch etwas ärgert – vor allem, weil ich mir doch das eine oder andere Detail beim Ausschneiden hätte sparen können, zum Beispiel einen Großteil der frickeligen Schrift!

tardis-shirt2

Fazit? Eigentlich finde ich es immer noch sehr cool. Leider war das Mittel in der Sprühflasche wohl nicht so gut zu dosieren. Nächstes Mal würde ich es versuchen, an den Stellen mit dem Freezer Paper anders aufzutragen. Den Sprüh-Effekt drumherum muss man aber schon haben, sonst sieht’s glaube ich nicht aus. In jedem Fall ist es ein schnelles Projekt – naja, je nach Vorlage 😉 – und das Shirt hat die erste Wäsche schon überstanden (hier ein mäßig gelungenes Beweisfoto). Ich schätze mal, dass das Mittel auf jedem Stoff anders wirkt, einen Versuch ist es also auf alle Fälle wert. Ich werde es definitiv öfter tragen als vorher, und das ist doch auf jeden Fall ein Erfolg! 🙂

tardis-shirt3