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Abenteuer beim Geocaching: Noch mehr liebste Lost Place-Fotos

Ihr Lieben, es hat mich sehr gefreut, dass der erste Teil der besten Lost Place-Fotos so gut bei euch angekommen ist! Viele von euch finden die verloren Orte genau so spannend wie ich, und mindestens eine Person habe ich sogar zum Geocaching inspiriert – wunderbar!

Heute folgt der zweite Teil, denn beim Durchstöbern der Foto-Archive der letzten Jahre waren mir so viele tolle Bilder untergekommen, dass ich mich beim ersten Artikel einfach nicht entscheiden konnte! Außerdem erzähle ich euch dabei noch ein bisschen mehr über das Cachen auf Lost Places. Übrigens: Alle Bilder kann man anklicken und so in einer größeren Variante bestaunen – das lohnt sich! 🙂 (Und irgendwann krieg ich das auch mal so hin, dass die Bilder in einer hübschen Box aufgehen, die man wieder wegklicken kann… Irgendwann…)

Machen wir weiter, wo wir aufgehört haben: In Ostdeutschland. Dort gab es eine ganze Serie von Caches in einem stillgelegten Eisenbahn-Ausbesserungswerk.

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Blick in die große Werkshalle

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Unbefugten ist das Drehen verboten.

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Wir sind ein großer Fan von Schildern auf Lost Places. Gefühlt ein Drittel des Foto-Archivs besteht aus Schildern. Ein weiteres Drittel? Schalter. Schilder und Schalter sind unsere Mission, wie es scheint.

Leider waren die Caches hier sehr schlecht gepflegt. Immer wieder fehlten Stationen und waren Hinweise nicht aufzufinden. So haben wir das ganze nach einer Weile eher als Foto-Event gesehen.

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Ein ältlicher Herr schaut uns mahnend an: Kein offenes Feuer!

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Trommelwirbel: Ein Schild! Herr Niemann war wohl in Zimmer 6 der Hahn im Korb.

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Hier kann man sich mal in Ruhe niederlassen und dem Moos auf dem Fußboden beim Wachsen zusehen.

Lost Places sind keine Spielplätze. Das ist wohl jedem klar. Dennoch kam es kurz nach unserem Aufenthalt auf diesem Gelände zu einem schweren Unfall. Ein Geocacher stürzte beim Versuch, einen Kletter-Cache zu heben, von diesem Schornstein 22 Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer:

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Das VEB RAW-Gelände und der besagte Schornstein. (Das Foto finde ich trotzdem großartig.)

Hier gerät man leicht in Versuchung, das Geocaching an sich und insbesondere an Lost Places zu „verteufeln“. Ich halte das nicht für sinnvoll. Für die Anzahl der Menschen, die deutschlandweit Geocaching als Hobby betreiben, gibt es ausgesprochen wenig Unfälle. Aus dem letzten Jahr sind mir zwei bekannt, wie viele Verletzte gab es in diesem Zeitraum zum Beispiel unter Bergsteigern? Jeder ist für sein eigenes Handeln verantwortlich und, wie schon oft gesagt: Man muss sich immer selbst sicher fühlen und sich nicht darauf verlassen, dass andere das vor einem ja auch schon gemacht haben. Gewisse Sicherheitsregeln sollte man beachten (das gilt für jeden, der so einen Ort besucht – ob nun zum Cachen, zum Fotografieren oder einfach so). Wir haben auch schon Caches abgebrochen, weil es uns zu gefährlich erschien. Da war uns auch egal, dass der Telefonjoker (ein anderer Cacher, den man anruft, wenn man nicht weiterkommt) sagte „Da bin ich gestern selber noch hochgeklettert, das hält schon.“

Und zur Aussage im verlinkten Zeitungsartikel, das Gelände sei ja umzäunt und der Verunglückte hätte sich „Zutritt verschafft“, möchte ich aus der Reihe ein Foto zeigen, welches nicht zu den tollsten überhaupt gehört, sondern nur illustrieren soll, wie offensichtlich dieses Gelände versperrt war:

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Eingang zum Gelände, von einer ganz normalen Straße aus. Es gibt nicht einmal ein Hinweisschild.

Das Gelände gehörte definitiv nicht zu den gefährlichsten, die wir gesehen haben. Auch wenn ich dort eher nicht auf einen Schornstein geklettert wäre – aber wir sind auch keine Klettercacher!

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Noch ein Blick in die riesige Werkshalle.

Ein weiteres Highlight der vergessenen Orte gehört in die Kategorie dunkel, eng und nichts für schwache Nerven: Bunker! Bunker gibt es fast überall in den verschiedensten Ausmaßen, vom kleinen Ein-Raum-Bunker mitten in der Stadt über fast vergessene, aber heute noch genutzte Anlagen (Hallo, Münster Hauptbahnhof) bis hin zum riesigen unterirdischen Areal für ganze Kompanien von Soldaten.

Leider habe ich nicht so viele gelungene Bunker-Bilder. Das liegt zum einen in der Natur der Sache: Unter der Erde ist es nun einmal stockdunkel, und man müsste für gute Fotos schon einen gewissen Aufwand betreiben. Da wir aber ja nicht zum Fotografieren an sich dort sind, tun wir das normalerweise nicht. Zum anderen sind sehr viele Bunker auch gar nicht so spektakulär, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Gerade in der Stadt sind sie auch oftmals „teilzeitbewohnt“ von Obdachlosen oder feiernden Jugendlichen, so dass durch die offensichtlichen Gebrauchsspuren jegliche geheimnisvolle Aura verloren geht.

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Ein dunkles Loch im Wald. Würdest du dich trauen?

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie dieser ebenfalls ostdeutsche Bunker. Mitten im Wald befand sich dieses Loch im Boden. Ich sage euch, mein Adrenalinspiegel war an dieser Stelle SEHR hoch. Und das zu Recht. Denn natürlich hätte es uns hier genauso ergehen können wie dem abgestürzten Schornstein-Cacher. Also wurde natürlich alles doppelt und dreifach geprüft und wir agierten sehr, sehr vorsichtig. Alles in allem der einzige Cache, an dem wir jemals bewusst Spuren hinterließen. Wir markierten uns an jeder Abzweigung den Weg, den wir nahmen. Denn dies war ein wirklich ein riesiges, verzweigtes, unterirdisches Teil. Und es hat sich gelohnt! Hier bekommt man einen Eindruck (nicht unser Video):

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Der Held beim Abstieg. Und ein weiterer Grund, aus dem Bunker-Fotos schwierig sind: So unglaublich viel herumfliegender, den Blitz reflektierender Staub.

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Durch kleine, runde Löcher ging es von Raum zu Raum – siehe auch das Video. Die russischen Aufschriften überall zeugen von der Vergangenheit der Bunkeranlage.

Der Bunker ist mittlerweile zu, das Loch im Wald wurde verschweißt. Nur falls jemand auf Ideen kommen sollte. 😉

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Wenn man solche Schilder sieht, bleibt man selbstverständlich sofort stehen und dreht um.

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Wer hat an der Uhr gedreht?

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He… He du… Willst du vielleicht ein „E“ kaufen?

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Eindrucksvolle Halle.

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Na, traust du dich rein?

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Ich liebe die Farben in diesem Bild.

Natürlich sind manche Caches gruseliger als andere. Das kann zum einen an der Story liegen – man kann sich so einen Cache ja im Prinzip wie eine gute, alte Schnitzeljagd vorstellen (was vielleicht meine Vorliebe für das Hobby erklärt, denn früher gab es Schnitzeljagden immer zu meinen Geburtstagen). Das kann man ganz nüchtern machen („Zähle jetzt die Treppenstufen und gehe dann genau so viele Meter nach links“) oder mit einer Story („Löse das Rätsel um den geheimnisvollen Schlüssel“). Und Lost Places sind natürlich prädestiniert für Gruselstorys. Das macht so manchen Ort noch unheimlicher, als er es ohnehin schon ist. In der alten Nervenheilanstalt war es auf jeden Fall ziemlich spannend, mitsamt (fiktiven) Blutspuren, alten medizinischen Einrichtungsgegenständen und von innen zerkratzten Türen:

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Die Nervenheilanstalt. Den Cache haben wir allerdings leider nie gefunden.

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Sekt gibt’s hier nicht.

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Verrammelt und verriegelt.

Natürlich gibt es nicht nur Fabriken, Bunker und Krankenhäuser. Eine etwas ausgefallenere Location war ein leerstehendes Theater – großartig und äußerst beeindruckend:

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Wir waren nicht die ersten, die hier waren. Offensichtlich. Schade, vom Glanz vergangener Zeiten ist nur noch wenig zu sehen.

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Aufwärts.

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Leider habe ich trotz Wertmarke keine Getränke mehr bekommen. Der Service war leider eher mangelhaft.

So, das war es fürs erste! Im Urlaub waren wir mal wieder Cachen, aber keinen Lost-Place-Cache, sondern einen Herr der Ringe-Cache im Wald. Spannend: der erste Cache in diesem Wald, der vom zuständigen Revierförster geprüft und genehmigt wurde. Oft gibt es ja Spannungen zwischen Geocachern und Förstern/Jägern. Ich finde es total toll, dass hier zusammengearbeitet wird!

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Abenteuer beim Geocaching: Lost Places – unsere besten Fotos

Es ist ja mittlerweile bekannt, dass ich ein Faible für Lost Places habe. Beim Geocaching gehören die „verloren Orte“, also leerstehende, verlassene Gebäude oder Gelände, zu meinen absoluten Favoriten. Wo ist denn heute sonst noch das Abenteuer im Leben? Vielleicht kommt es auch durch meine Ruhrgebiets-Herkunft, dass ich in Industriekulissen und ehemaligen Fabriken Schönheit sehe und keinen Schandfleck. Heute möchte ich meine besten Lost Place-Fotos mit euch teilen. Einige davon hat auch der Held gemacht – das kann ich im Nachhinein nicht mehr auseinanderhalten. Es war so oder so schwer genug, aus mehreren Tausend (!) Bildern aus 3 Jahren die Highlights herauszusuchen. Die Bildqualität kann daher schwanken (in 3 Jahren wurden hier mehrere Kameras durchgewunken), aber das sollte der Liebe für die Motive keinen Abbruch tun.

Beim Geocaching im Münsterland ist das immer etwas schwierig. Hier ist es nun mal idyllisch! 😉 Lost Places gibt es hier kaum. Wir müssen da schon immer etwas weiter fahren. Häufig ist man bei Lost Places übrigens eher unvorbereitet. Natürlich weiß man schon aus dem Geocaching-Listing, welche Ausrüstung man unbedingt benötigt und welche Schwierigkeit das Gelände in etwa hat. Aber das genaue Ziel wird häufig nicht offensichtlich genannt – schon allein aus rechtlichen Gründen. Machen wir uns nichts vor, der Geocacher an sich bewegt sich beim „Urban Exploring“ nicht immer auf 100% legalem Boden.

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Mitten in Dortmund: Ein Cache mit dem Namen „UTube“. Was würde uns erwarten?

In diesem Fall hatten wir anhand der Cachebeschreibung keine Ahnung, wohin es gehen sollte. In solchen Fällen beginnen die Caches oft einfach ganz woanders und man muss über die ersten ein-zwei Stationen den „Einstieg“ zum Lost Place finden. Hier erwartete uns genau das, was der Name „UTube“ schon sagte. Eine Röhre. Eine mannshohe Röhre inklusive ganz ordentlicher Steigung darin. Ja, die haben wir durchquert (leider ist so eine Röhre von innen erstaunlich unspektakulär zu fotografieren)!

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Mittlerweile hat die Stadt den Zugang zur Röhre übrigens verschlossen. Lost Places sind häufig ein kurzes Vergnügen.

Es lohnt sich übrigens, an den "verlassenen Orten" ein besonderes Augenmerk auf kleine Details zu legen.

Es lohnt sich übrigens, an den „verlassenen Orten“ ein besonderes Augenmerk auf kleine Details zu legen.

Aber auch, wenn die Location an sich schon vorab bekannt ist: Jeder neue Lost Place ist auch ein neues Abenteuer. Ich sehe mir bewusst vorher möglichst wenig Fotos an, damit ich mit frischem Blick an den Ort komme und womöglich noch überrascht werde.

Im Sägewerk im Neusser Hafen habe ich dieses Foto geschossen. Als ich mir später die Bilder auf der Geocaching-Website anschaute, stellte ich fest, dass das Motiv jeder zweite festgehalten hatte. Da ich zuvor keine Bilder gesehen hatte, war ich vor Ort ganz begeistert!

Im Sägewerk im Neusser Hafen habe ich dieses Foto geschossen. Als ich mir später die Bilder auf der Geocaching-Website anschaute, stellte ich fest, dass das Motiv jeder zweite festgehalten hatte. Da ich zuvor keine Bilder gesehen hatte, war ich vor Ort ganz begeistert!

Ganz klar: Lost Place-Caching ist aufregend, abenteuerlich und manchmal absurd. So saß ich schon auf dem Dachboden einer alten, verlassenen Gaststätte, in der noch die gesamte Einrichtung vorhanden war, mitten in der Nacht, und hatte nichts besseres zu tun, als ein Sudoku zu lösen; ich fand schon mitten auf einem stillgelegten Güterbahnhof einen mit Delfinposter und (künstlichem) Blumenstrauß romantisch geschmückten Raum, in dem sich das „Final“ befand; und ich bin stand schon auf dem Parkplatz und habe mir mit Mineralwasser das Gesicht gewaschen, weil es zuvor im Bunker dermaßen dreckig gewesen war, dass ich so nicht zum nächsten Ziel, einem Restaurant, aufbrechen wollte.

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Spurensuche in einer alten Ziegelei.

 

Machen Sie es sich gemütlich!

Machen Sie es sich gemütlich!

Lost Places sind übrigens erstaunlich abwechslungsreich. Vom Bunker über die Villa bis hin zur alten Fabrik fällt ja alles in diese Kategorie. Wir haben schon Kasernen, Krankenhäuser, Schulen, Sägewerke, Theater, Bauernhöfe und vieles mehr erforscht. Da wirkt der gewöhnliche Bunker schon fast langweilig.

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Der einladende Eingang zur zugehörigen Villa.

Die Erforschung macht aber in jeder dieser Spielarten einfach riesig Spaß. Und deshalb sind wir vor zwei Jahren zu einem etwas außergewöhnlichen Urlaub aufgebrochen: Zwei Wochen lang sind wir von Lost Place zu Lost Place in Ostdeutschland rund um Dessau gefahren. Dort gibt es nämlich jede Menge davon. Leerstehende „Volkseigene Betriebe“, verlassene Kasernen und Bunker, vergessene Krankenhäuser? Kein Problem.

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Könnte auch als Horrorfilm-Kulisse dienen: die verlassene Lungenheilanstalt.

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Der Satz, den man beim Lost Place-Geocaching vielleicht am häufigsten denkt? „Die Natur holt sich alles zurück.“

"Bitte zur Behandlung in Zimmer 7!"

„Bitte zur Behandlung in Zimmer 7!“

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Die Schönheit des Verfalls. Ich mag das Cachen in der Natur – sehr erholsam – aber dies hier, das ist das Cachen, das ich liebe, und das Abenteuer, das ich suche.

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Top-aktuelle Nachrichten.

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Spuren aus vergangenen Zeiten.

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Seit Jahren ist der riesige Gebäudekomplex verlassen. Dabei muss es mal ein wirklich tolles Gelände gewesen sein, mit wunderschönen Häusern.

Hier hatten die sowjetischen Truppen 1991 ein einfach unfassbar großes Areal zurückgelassen. Einen ehemaligen Militärflugplatz:

Dies war sicher eines der größten Lost Place-Gelände, die wir je besucht haben.

Dies war sicher eines der größten Lost Place-Gelände, die wir je besucht haben.

Das Gelände war nicht einmal abgesperrt, alle Gebäude waren problemlos zugänglich.

Das Gelände war nicht einmal abgesperrt, alle Gebäude waren problemlos zugänglich.

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Immerhin ein Teil des Geländes wird anderweitig genutzt. Der überwiegende Teil ist komplett dem Verfall überlassen.

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In zahlreichen, großen Baracken waren früher die Soldaten untergebracht.

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Die Aussicht aus einer der Baracken.

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Hier wird nicht mehr geflogen, und auch nicht mehr gespielt. Und mittlerweile gibt es auch keine Caches mehr, denn das Gelände ist längst verkauft.

Auch wenn ich Lost Places sehr mag: In Ostdeutschland war es schon fast nicht mehr schön. So viel Leerstand! Das wandelt sich in dem Ausmaß schnell vom morbiden Charme zur Trostlosigkeit. Zum Glück tut sich auch dort einiges. Sehr viele der Caches, die wir vor zwei Jahren gesucht haben, gibt es nicht mehr. Manchmal, weil offizielle Stellen den „Hahn zugedreht“ und den Zugang versperrt haben; aber auch oft genug, weil das Gebäude abgerissen, das Gelände anderweitig genutzt wird. Blöd fürs Hobby, aber sicherlich besser für die Region.

In Eisleben waren wir in einem kompletten leerstehenden Krankenhaus:

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Besuchsplanung. Leider war niemand im Schwesternzimmer, um uns Auskunft zu geben.

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„Zur besseren Erholung nutzen Sie bitte auch unseren Klinikgarten.“

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Die Natur. Ihr wisst schon. Sie holt sich alles.

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Viele Orte sahen grusliger aus, aber das Krankenhaus war echt unheimlich. Der Wind pfiff durch das Gebäude und schlug mal hier, mal dort eine Tür zu. Wir waren ganz allein in dem riesigen Gebäude und ich habe sicherlich den einen oder anderen Geist gesehen. Nichts für schwache Nerven!

Und weil ich mich wie gesagt nur sehr, sehr schwer für meine Lieblingsbilder entscheiden konnte, habe ich noch genug Fotos für einen zweiten Post! Yeah, mehr Lost Places! Es ist fast so schön, in den Erinnerungen zu schwelgen, wie selbst wieder Cachen zu gehen! Seid ihr auch im Innersten eures Herzens auch Abenteurer, oder findet ihr alte Gemäuer (wenn es nicht gerade Burgen und Schlösser sind) langweilig oder sogar hässlich? Habt ihr Geheimtipps, die ich unbedingt noch besuchen muss?

Unterwegs im Weserbergland

Wie schon beim Artikel über das Baumhaushotel erwähnt, waren wir dort natürlich auch viel unterwegs. Im Baumhaus selbst konnte man sich ja auch nicht wirklich gut aufhalten. Also haben wir uns die Umgebung angesehen!

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Das Baumhaushotel selbst befindet sich im sogenannten „Erlebniswald“. Dort wird der Wald erklärt mit mehreren Stationen, z.B. welche Tiere dort leben, wie das Wetter beeinflusst wird und so weiter. Für Kinder sicher spannend, leider waren die meisten Stationen geschlossen, da der Wald erst im April so richtig aufmacht. Wir haben dort lediglich den Klimaturm erklommen, die Aussicht genossen, dort keine besonders spektakulären Fotos gemacht (daher gibt es hier auch keines) und einen Cache gefunden. 😉

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Ach ja, da das Baumhaushotel recht leer war (ich glaube, es waren insgesamt nur 3 der Häuser belegt) und auch der Erlebniswald ja noch nicht offiziell Saison hatte, konnte ich auch guten Gewissens den Spielplatz genießen. Es waren ja keine Kinder da, denen ich das Spielgerät weggenommen hätte. Und niemand, der es sehen konnte. Dass ich dieses Bild jetzt im Internet veröffentliche, verleiht diesem Argument eine gewisse Ironie. 😉

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Die lokale Tierwelt kam uns auch vor die Linse, aber so ein Igel ist ja doch erstaunlich flink – ein besseres Bild habe ich so schnell gar nicht geschafft! Auch die süßen kleinen Vögelchen saßen einfach nicht lange genug still. Pff, eine Model-Karriere liegt denen eindeutig nicht.

geocaching

Nach dem Erlebniswald-Erlebnis haben wir ein paar Dosen gesucht. Der geneigte Geocacher wird vermutlich ahnen, wo er auf diesem Foto zugreifen müsste, um ein Logbuch in die Finger zu bekommen. 😉

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Auf dem Weg entdeckten wir unter anderem dieses futuristische Gebäude (das auch noch mitten in einem Teich steht). Es sah noch viel toller aus als auf dem Bild, da die Sonne sich herrlich darin fing. Da würde ich wohl auch mal ein Wochenende verbringen! Eine kleine, einsame Zeitkapsel, gemütlich wie geschaffen zum Rückzug von der Welt!

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Normalerweise sah die Umgebung aber doch eher so aus, und nicht so modern. Eigentlich eine klassische Caching-Umgebung für uns (das Münsterland sieht ja so viel anders auch nicht aus, nur hat es weniger Berge; und als wir noch in Düsseldorf gewohnt haben, waren wir oft im Bergischen Land unterwegs). Leider lagen aber doch fast nur Tradis rum und keine schönen Multi-Touren.

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Am Nachmittag waren wir dann in der nächstgrößeren Stadt: Uslar. Auch wenn ich vorher noch nie davon gehört hatte, war es ein wirklich niedliches Örtchen, zumindest in der Innenstadt (weiter außerhalb – naja, man muss ja auch nicht alles schön finden). Dort habe ich die göttlichste Torte meines Lebens gegessen – Tiramisu-Torte im örtlichen Eissalon, vom Chef persönlich gebacken und serviert! Natürlich habe ich kein Foto davon (ehrlich gesagt war mein Stück mit Kakao bestäubter Torte auch nicht so fotogen – aber ich habe es auch viel zu schnell verputzt).

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Da wir glücklicherweise gerade nicht unseren Hund auf dem Fahrrad einem Ball hinterherjagten und dabei Blumen herausrissen, waren wir auch willkommen in Uslar. Ansonsten sollte man sich einen Ausflug dorthin aber vielleicht noch einmal überlegen! 😉

Meinen guten Vorsatz, im neuen Jahr viel zu erleben, halte ich ein. Ich bin nicht sicher, ob das ein Segen oder ein Fluch ist. Im Januar wie im Februar waren wir jeweils genau ein Wochenende zuhause. Es ist natürlich toll, dass wir viel machen: Wir waren schon in München, bei Katha, haben beim Umziehen geholfen und ein Wochenende lang gespielt. Und es geht bunt weiter: Im März werden wir unseren Baumhaushotel-Gutschein einlösen, der Held hat außerdem Geburtstag und wir werden gleich drei Konzerte besuchen. Im April fahren wir ein Wochenende nach Sylt, außerdem besuchen wir Katha vielleicht noch einmal. Im Mai ist unser üblicher Geburtstags-Marathon und ich werde vermutlich meinen 30. groß feiern – gemeinsam mit Schwiegermutter, die zehn Tage vor mir Geburtstag hat, feiere ich dann den „90. Geburtstag“! Im Juni ist unsere übliche Pfingst-Tour angesagt, anschließend fahren wir nach London.

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Puh! Man kann sagen, dass ich im ersten Halbjahr 2014 meinen Vorsatz fast schon übererfüllt habe! Es macht sehr viel Spaß, aber ich habe das vergangene Wochenende einfach nur zuhause auch sehr genossen. Freitags hatte ich eine Freundin zu Besuch, Samstag habe ich stundenlang mit unserer Nichte gespielt und später genäht und Sonntag waren wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem Flohmarkt und haben sogar noch einen Geocache gefunden (anschließend im Wald – nicht auf dem Flohmarkt). Also, so richtig faul waren wir auch nicht, wie man sieht.

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Die Tatsache, dass das Schicksal für mich offenbar ein actionreiches Jahr vorgesehen hat, gepaart mit der Tatsache, dass ich jetzt wirklich fast 30 und somit beim besten Willen „erwachsen“ nach allen gesellschaftlichen Maßstäben bin, sorgt auch noch dafür, dass ich mich morgen in einen Mietwagen (!) setzen und quer durch Deutschland ins tiefste Bayern düsen werde – auf offizieller Geschäftsreise (!!). Morgen Abend werde ich also ganz allein in einem Hotel in der berühmten Weltstadt Weismain sitzen und mich irgendwie beschäftigen müssen. Donnerstag fahre ich dann wieder zurück. Meine Frage: Kommt irgendwer annähernd aus der Gegend (es ist in der Nähe von Bayreuth) und hat Tipps, was ich dort machen könnte? Oder hat vielleicht sogar Lust, sich morgen Abend mit mir zu treffen, in Weismain oder Umgebung?

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Ich bin gespannt, wie das Jahr weitergehen wird. Das zweite Halbjahr wird direkt mit einer Hochzeit anfangen, danach sind wir – noch! – planlos. Ich bin sicher, nach diesem Auftakt wird das nicht lange so bleiben. 😉

Viele Grüße…

…aus dem Lungensanatorium, leider vor 20 Jahren geschlossen…

…oder aus dem Bunker – keine Ahnung, seit wann der geschlossen ist, aber Abenteuer gab’s zu erleben und eine groooße Dose zu finden.

Ansonsten ist hier im Osten Deutschlands doch so einiges anders, jetzt rein vom Äußeren her. Während wir unser Autochen mit teilweise nur 15 km/h über zusammengeflickte Buckelpisten quälen, schaue ich aus dem Fenster und rufe permanent „Schau mal! Ein Lost Place!“ – es wird zum Running Gag, denn es ist wirklich krass, wie viele Gebäude leerstehen und verfallen. Richtig prächtige Häuser (siehe die Lungenklinik) teilweise. Ob mitten in der Stadt oder auf dem Land. Für Lost Place-Fans ist so etwas natürlich wie das Paradies und deswegen sind wir ja auch hergefahren unter anderem, aber irgendwie ist es auch ganz schön deprimierend.

Heute waren wir in Halle und morgen fahren wir nach Eisleben. Allerdings sind wir nicht so große Kirchen-, Museen- oder Statuen-Bewunderer, sondern lassen uns hier wirklich lieber von Cache zu Cache führen. Und davon gibt’s nun wirklich genug großartige Highlights!

Aufregende Entscheidungen

… ja, da hatte ich ja schon so einiges versprochen und euch neugierig gemacht! 😉 Dabei war gar nicht ich es, die die aufregende Entscheidung treffen würde – nein, ich hatte meine Entscheidung schon länger gefällt. Jetzt war der Held an der Reihe.

Ich bereitete in aller Heimlichkeit alles vor. Kontaktierte einen Cache-Owner, der mir vorab die Final-Koordinaten eines besonders tollen Caches verriet. Schrieb und bastelte ein Briefchen. Designte online eine Geocoin mit unserem Foto. Reservierte einen Tisch im chicen Restaurant. Überreichte das Briefchen meinem Papa, der es im Cache verstecken wollte – als mich die Nachricht erreichte, dass besagter Cache leider zerstört worden war. Also zurück auf Los.

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Ich kontaktierte einen anderen Owner, der mir vorab die Final-Koordinaten eines anderen besonders tollen Caches verriet. Musste dann am Sonntag vor dem Cachen mit einer guten Ausrede den Helden allein zu Hause lassen, um den Brief selbst dort zu verstecken. Absolvierte dann mit dem Helden aufgeregt den Cache und verhielt mich möglichst unauffällig, als wir an die Finalstelle kamen, die ich natürlich schon kannte. Ließ den Helden die Dose finden und öffnen und fand seine absolut baffe und verblüffte Reaktion erst im Nachhinein ziemlich amüsant – in dem Moment war ich zu aufgeregt. Stolperte, während er den Brief las, unschlüssig von rechts nach links und überlegte, wo ich ihm am besten die Geocoin mit der Frage darauf in ihrer hübschen Schatulle präsentieren könnte. Stand dann hinter ihm und wartete, dass er sich umdrehte.

Zum Glück brauchte der Held gar nicht lange für seine aufregende Entscheidung.

Er hat Ja gesagt!

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Geocaching für Einsteiger: Die ungeschriebene Cacher-Etikette

Alexx überlegte hier vor kurzem laut, mit dem Geocaching zu beginnen, und ich erwähnte dabei die ungeschriebene Geocacher-Etikette. Eigentlich hatte ich diesen Beitrag daher auch als Email an sie begonnen, aber dann dachte ich, vielleicht interessiert das Thema ja noch den einen oder anderen, da kann es nicht schaden, wenn ich das öffentlich schreibe. Dieser Eintrag ist unglaublich lang. Es geht aber eigentlich nur um 4 Dinge. Falls ihr den Eintrag nicht wirklich lesen möchtet, hier sind die 4 meiner Meinung nach wichtigsten Regeln:

  • Verhaltet euch vernünftig, hinterlasst keinen Müll, macht nichts kaputt.
  • Verhaltet euch unauffällig und lasst euch beim Cachen möglichst nicht „erwischen“.
  • Loggt online vernünftig und mit mehr als 3 Worten, aber ohne zuviel zu verraten!
  • „Did not find“ loggen ist nicht peinlich oder böse, sondern hilfreich und vernünftig.

Zum grundsätzlichen Einstieg findet man hier bei Gassipods gute Hinweise. Hier steht, wie ihr überhaupt Geocaches findet, was ihr für eine Ausrüstung braucht, wie das mit den Koordinaten funktioniert… Also quasi alles, was ihr zum Loslegen braucht!

Kommen wir aber zum eigentlichen Thema: der ungeschriebenen Geocacher-Etikette. Vieles versteht sich eigentlich von selbst und ich gehe mal davon aus, dass es auch für euch selbstverständlich ist. Wie zum Beispiel, keinen Müll liegenzulassen oder nicht unnötig durch das Unterholz brechen (so lange wie möglich auf den Wegen bleiben). Im Wald bei der Suche nicht alles umgraben und Pflanzen rausreißen.. Dinge, die ich eigentlich für ganz normal gehalten hätte, wenn ich nicht schon erschreckende Orte gesehen hätte!

Es ist offensichtlich, dass Cacher am Werk waren, wenn im Umkreis von 15 Metern um einen Cache der Waldboden an sämtlichen Bäumen durchwühlt und umgegraben ist, als wären Wildschweine unterwegs gewesen. Vor allem, wenn der Hint (Hinweis) zum Cache lautet „Unten an einem Baum“. Oder wenn man zerrissene Cache-Beschreibungen durch die Gegend flattern sieht, im verlassenen Industriegebäude leere Batterien und dreckige Atemschutzmasken herumfliegen (im Listing steht natürlich, dass man Taschenlampe und Masken braucht) oder eine Steinmauer langsam, aber sicher völlig zerpflückt wird („Irgendwo muss die Dose ja sein“).

Der erste Hinweis daher: Verhaltet euch beim Suchen so, wie man es von zivilisierten Menschen erwarten kann. Und hinterlasst die Cache-Location so, wie ihr sie vorgefunden habt – oder sogar besser (ihr dürft sowohl den Geo-Müll der Vorcacher als auch „normalen“ Müll gerne mitnehmen und entsorgen). Die wichtigste Erkenntnis, die ich dabei hatte, ist: Wenn man mal einen Cache nicht findet, ist das auch kein Beinbruch. Dann muss man wirklich nicht den Wald umgraben, sondern kann sich auch einfach mal sagen „Dann eben nicht“. Letzten Endes geht es ja nicht nur ums Finden, sondern auch um das Erlebnis der Suche, um das Entdecken der Location, um die Zeit, die man zusammen und draußen verbringt. (Zugegeben, das fällt mir bei einfachen Tradis leichter als beim komplizierten Multis mit vielen Stationen, wo wir uns schon bis zum Final vorgekämpft haben)

Eine weitere Regel: Immer schön unauffällig bleiben, nicht lauthals von der Dosensuche tönen, wenn „Muggels“ (= Nicht-Geocacher) um einen herum sind, beim Suchen, Heben und Wiederverstecken versuchen, dass gar keine Muggels in der Nähe sind. Je nach Ort ist das natürlich schwierig, wenn man zum Beispiel in einer belebten Straße sucht, ist es fast unmöglich; im Wald dagegen häufig ganz einfach. Für Neulinge würde ich daher auch eher Caches in weniger belebter Umgebung empfehlen, einfach, weil man die üblichen Versteckmöglichkeiten und auch die Gegenstände, die versteckt werden, noch nicht so gut kennt und daher natürlich auch mal etwas länger suchen muss. In der Stadt kann sowas auffällig werden (wir sind da schon mal für potenzielle Brandstifter gehalten worden!!!).

Hintergrund des Tarnens, ganz plump formuliert: Muggels machen Caches kaputt! Bei weitem nicht alle, bei weitem nicht immer. Aber es gibt

  1. Menschen, die neugierig sind, beobachten und hinterher anschauen wollen, was man denn da gesucht hat. Dann vielleicht wiederum nicht richtig wieder verstecken.. Der nächste kommt… Sieht den vermeintlichen Müll… Man sieht ja, wo das hinführt!
  2. Menschen, die sich als Ordnungshüter aufspielen, und den Cache absichtlich entsorgen. Ja – da sind die, die auch die Falschparker aufschreiben, die Radfahrer auf der falschen Radwegseite anschreien oder bei zu lauter Musik lieber die Polizei rufen, als mal eben beim Nachbarn zu klingeln.
  3. Kinder. 😉 Die finden einen Schatz und freuen sich. Das ist schön, aber alle nachfolgenden Cacher ärgern sich, weil kein Schatz mehr da ist.

Mein liebstes Thema bei der ungeschriebenen Cacher-Etikette: Das Online-Log. Wie fleißige Leser des FAQ-Links bereits wissen, loggt ihr einen Cache zwei Mal: Im Logbuch, das in der Dose liegt, und anschließend online. Ich persönlich finde den Online-Log wichtiger, denn er ist das, was die Cacher-Welt über diesen Cache erfährt. Im Logbuch vor Ort kann man dafür ordentlich „spoilern“, also Dinge schreiben, die man erst weiß, wenn man den Cache gefunden hat. „Das Rätsel an Station 2 war der Hammer, wir haben ewig gebraucht, bis wir kapiert haben, dass wir die Zahl der Laternen vier mal geteilt durch die Stufen am Klettergerüst teilen mussten“ – das ist im Online-Log natürlich verboten, denn die Cacher, die dort lesen, haben den Cache ja vielleicht noch gar nicht gefunden. Das heißt aber nicht, dass der Online-Log deswegen langweiliger sein muss!

Das Online-Logbuch ist wie eine Visitenkarte des Caches. Denn es ist doch ganz klar, welchen Cache man lieber besucht: Den, dessen Logs zu 90 % aus „Schnell gefunden, danke“ bestehen oder den, wo jeder zweite schreibt „Dieser Cache ist einfach der Hammer, wir haben zwar 2 Anläufe gebraucht, aber die liebevoll gestalteten Stationen haben sich echt gelohnt, es war ganz toll und wir sagen tausend Mal DANKE an den Owner!“? 😉 Auch der Owner freut sich, wenn seine zum Teil enorme Arbeit entsprechend gewürdigt wird, denn mehr als das Lob der Cacher-Community kriegt er für diesen Zeitaufwand (und teilweise auch hohen finanziellen Aufwand) ja nicht.

Da ist es besonders schade und ärgerlich, dass das Online-Log gerade bei vielen Neulingen in der letzten Zeit eher zur reinen Pflichtaufgabe verkommt. Ein Log, der gerade mal aus „TFTC“/“DfdC“ (Thanks for the cache/Danke für den Cache) oder gar aus gar keinen Worten besteht, ist einfach traurig. Mir persönlich macht das Loggen sehr viel Spaß, denn für mich ist es eine Gelegenheit, die Suche noch einmal Revue passieren zu lassen. So entstehen bei mir aber auch immer epische Logs und ich hatte schon mehrfach das Vergnügen, kürzen zu müssen, da man maximal 4.000 Zeichen schreiben darf! 😉

Selbst, wenn der Cache eine Filmdose an einer Leitplanke ist, versuche ich, den Log interessant werden zu lassen, indem ich ganz einfach beschreibe, was uns bei der Suche passiert ist. Ob das jetzt nervige Muggel waren, die die Suche verzögert haben, oder ob ich (wie neulich) die Dose gefunden, geloggt und wieder versteckt habe, während der Held im Auto noch dabei war, sich die richtigen Schuhe anzuziehen – auch so etwas kann viel über eine Dose aussagen und ob es sich lohnt, sie zu suchen (im letzten Fall sagt es zum Beispiel, dass es eine ziemliche 0815-Filmdose war, die Location lohnte auch keiner näheren Betrachtung und das Versteck war einfallslos – trotzdem habe ich den Owner nicht beleidigt oder seine Dose heruntergemacht).

Ihr dürft auch immer gerne loggen, wenn ihr die Dose nicht gefunden habt. „Did not find“ heißt die Auswahlmöglichkeit bei geocaching.com. Ich logge das nicht jedes Mal, wenn ich nicht fündig wurde. Wenn ich zum Beispiel schon schnell die Lust verliere, weil die Location so doof ist oder ich zu wenig Zeit habe, liegt das ja nicht am Cache, dass ich ihn nicht finden konnte, sondern an mir. Aber wenn ich ernsthaft gesucht und nichts gefunden habe, logge ich „DNF“. Das hat nichts mit „peinlich“ oder „zu doof zum Finden“ zu tun, denn natürlich kann es auch sein, dass mal ein Cache weg ist. Meine Lieblingsgeschichte: Wir suchen einen Cache, loggen „DNF“, der Owner stellt fest, dass die Dose weg ist und erneuert sie. Am nächsten Tag nach der Erneuerung ein „Found it“-Log anderer Cacher mit dem Wortlaut: „Wir waren schon dann und dann hier und haben nichts gefunden, jetzt wissen wir, dass die Dose weg war“ – das war natürlich, bevor WIR da waren und hätten diese Cacher DNF geloggt, hätten wir uns den Weg sparen können, vielen Dank.

Bei weitem nicht jeder Cache, den ich als „DNF“ logge, ist tatsächlich weg, aber wenn etwas nicht in Ordnung ist, erfährt der Owner und auch die anderen Cacher das nur durch euch!

…und jetzt wisst ihr auch, wieso meine Logs immer mal wieder die Zeichengrenze bei geocaching.com sprengen! Zum Glück gibt’s die hier nicht. 🙂 Habt ihr noch weitere Etikette-Vorschläge? Denn vollständig ist diese Liste bei weitem nicht (ich sag nur „Downtraden“, aber das ist mir nicht so wichtig und taucht hier daher nicht auf)!