Archiv der Kategorie: Lecker

Lieblingsessen

In den letzten Tagen geht dem Sommer schon wieder etwas die Puste aus, zumindest bei uns in der Gegend. Während ich vorgestern noch lachen musste, als ich auf dem Heimweg pitsche-patsche-nass wurde auf dem Fahrrad (bis auf die Unterhose – den Rest des Weges legte ich grinsend zurück), fand ich es gestern früh im Sprühregen schon nicht mehr so witzig und hatte sogar richtig kalte Finger.

Zum Glück kommt im Laufe des Tages meistens doch die Sonne raus und auch wenn wir nur noch 20 und nicht mehr 30 Grad haben, ist es immer noch schön. Allerdings auch nicht mehr die Zeit, um ausschließlich Sommersalate zu verputzen, und auf Grillabende habe ich bei diesem unbeständigen Wetter auch nicht mehr die riesige Lust.

Daher teile ich heute mal eines meiner absoluten Lieblingsrezepte mit euch, ein wahrer Familienklassiker bei uns. Ein Rezept, bei dem die Leute mich regelmäßig entgeistert anschauen und fragen „Nudeln mit WAS?!“ Doch doch, das hat schon so seine Richtigkeit:

Nudeln mit Tomatensauce und hartgekochten Eiern

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Zutaten (für ca. 3-4 Portionen):
Spirelli-Nudeln, Menge nach Belieben
2 Zwiebeln
50 g Speck
3-4 EL Tomatenmark
1 Paket passierte Tomaten
1 TL klare Brühe
2-4 EL Sahne (alternativ Kondensmilch oder normale Milch, davon entsprechend mehr)
1 Spritzer Zitrone
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer
4 Eier

Zubereitung:

1. Zwiebeln und Speck würfeln und in Fett glasig dünsten. Tomatenmark hinzugeben und schnell durchrühren, anschließend mit den passierten Tomaten ablöschen. Mit Brühe, Salz & Pfeffer würzen und 10-15 Minuten zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln lassen.

2. Nudeln kochen. Die Eier kann man im Nudelwasser mitkochen, sie müssen hart gekocht werden.

3. Sahne zur Sauce geben. Mit Zitronensaft und Zucker abschmecken. Die Sauce sollte nicht zu tomatig schmecken, eher mehr Sahne und Zitrone zugeben. Ich mache das immer an der Farbe der Sauce fest, wann sie „richtig“ ist.

4. Eier pellen und in Scheiben schneiden, zur Sauce geben und umrühren.

5. Mit frisch geriebenem Käse servieren.

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Fertig ist das Familienessen, bei dem man schon am Rezept sehen kann, wie geliebt es ist (und wie sehr die Sauce beim Köcheln spritzt). Ja, bei uns heißen passierte Tomaten „Tomatenschlempe“, nicht dass ihr da aus Versehen was falsches lest! 😉 Früher, als ich keine „Stückchen“ im Essen mochte (Igittigitt, Zwiebeln! Pfui Deibel, Speck!), wurde die Sauce nach Schritt 3 noch püriert. Das mache ich heute nur noch gelegentlich, z.B. als ich die Weisheitszähne gerade raushatte, sie wird dann noch cremiger, aber man schmeckt trotzdem noch alles, besonders den Speck, der ist ganz wichtig. Nur nicht nach dem Zugeben der Eier pürieren! 😉

P.S.: Mama, wenn du Fehler findest, bitte gerne auch mal einen Kommentar schreiben! 😉

As seen on Pinterest

Ach, Pinterest. Faszinierender Quell der Inspiration, vergnüglicher Verschwender ungezählter Stunden! Ich liebe Pinterest, erst Recht, seit ich mein Tablet habe und mit ihm praktische die Pinterest-Android-App. Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich dachte „Nur noch eben kurz vor dem Schlafen bei Pinterest reinschauen“ und plötzlich war schon wieder eine Stunde vorbei?

Aber: Ach, Pinterest. Frustrierender Quell unbrauchbarer Anleitungen, beschämende Abbildungen davon, wie es sein könnte, wenn man nur wollte! Entweder, man wohnt im falschen Land („these are only 2$ at Home Depot“, „You can print it out for 3$ at Walmart“), oder man hat einfach nicht die Zeit, die ganzen tollen Dinge nachzumachen, und schaut sich neidisch die tollen Dekorationen der anderen an. So oft pinne ich etwas und weiß jetzt schon, dass ich mir sowieso niemals im Leben die Mühe machen werde, das nachzumachen! (Mal ganz abgesehen davon, dass ich sowieso keinen Platz dafür habe!)

Am schlimmsten ist aber, wenn man es doch ausprobiert, und es total in die Hose geht. 😉 Kennt ihr schon das Blog PinterestFail? Ich könnte mich jedes Mal schlapplachen. So oder ähnlich ist es sicher schon vielen von uns gegangen. Bei mir gehen immer sämtliche Haushaltstipps schief. Die, unter deren Pins dann Dinge stehen wie „Soooo easy, no need to scrub at all, and so cheap!“ und mit denen ich dann meine Fugen im Badezimmer sauberkriegen will. Hmm, but that’s not happening. Actually, nothing at all is happening. 😉

Aber ich probiere doch schon einiges aus, was klappt, und deswegen liebe ich Pinterest nur noch mehr. Es hat mich schon auf Ideen gebracht, auf die ich nie im Leben von selbst gekommen wäre! Klar sieht es nie so toll aus wie auf den Fotos. Aber meine mit Schrägband gekürzte Hose liebe ich (Moment… Das hab ich selbst gepinnt… Egal, jetzt ist es im Pinterest-Universum!), die Pfefferminz-Brownies waren der Hammer (Moment… Das hab ich auch selbst gepinnt…), das selbst gemachte Bild hängt auch in der neuen Wohnung und die Schneemann-Cookies (hier ganz unten) werde ich dieses Jahr definitiv noch einmal backen!

Überhaupt hole ich mir in Sachen Küche viel Inspiration bei Pinterest. Oft genug stöbere ich dort, wenn ich überlege, was es zu Essen geben soll. Die Rezepte nutze ich dann nicht unbedingt (ich kann mit diesen oz- oder Cups-Angaben aber auch nichts anfangen), aber allein auf die Ideen muss man ja manchmal schon kommen. Und so kamen wir kürzlich zu einem absoluten Highlight für den Helden – und mir hat’s auch prima geschmeckt:

burger

Ganz so wie auf den Original-Bildern sah es dann natürlich doch wieder nicht aus. Unser Eigelb war durchgegart, nicht mehr so herrlich flüssig. Aber trotzdem: Eine super Idee, auf die ich sonst nie gekommen wäre!

Im Nähzimmer findet man auch die eine oder andere Pinterest-Idee – da wird sicher noch was folgen. Allein die ganzen coolen Printables für die Wand – wer braucht da noch Bilderrahmen?

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Und das meine Weihnachtsdeko nicht verschont geblieben ist, ist ja fast schon selbstverständlich. 😉

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Wie sieht’s bei euch aus, seid ihr Pinterester? Macht ihr viele Sachen nach, oder pinnt ihr nur so aus reinem Vergnügen? Warnt mich vor euren Fails und her mit den wirklich guten Pins! 😉

Gemüsekiste #2 oder Mission Mangold

Am Dienstag kam meine zweite Bio-Kiste an. Der Inhalt, der inzwischen schon zu großen Teilen verputzt ist:

2 Äpfel, eine Knolle Sellerie, Sprossen, Brokkoli, versteckter Rucola (den habe ich selbst auch erst später gefunden… sonst hätte ich ihn fürs Foto hervorgeholt), eine Cherimoya (aus Spanien), ein Dinkelbrot und Mangold.

Der Mangold hat mir persönlich schon vom optischen her sehr gut gefallen! Die Stiele hatten komplett unterschiedliche Farben, die wenigsten waren weiß, andere waren knallpink und die nächsten waren orange. Ich hatte noch nie mit Mangold gekocht und so griff ich auf mein Biokisten-Kochbuch zurück, zum ersten Mal übrigens. Der Mangold wurde mit einer Zwiebel angebraten, erst die Stiele, dann die Blätter dazu. Gewürzt mit Kreuzkümmel, zweierlei Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe. Am Ende kam noch saure Sahne dazu und es gab eine leckere Sauce, die ich heute Mittag zusammen mit Nudeln verputzt habe.

Es schmeckte sehr interessant, etwas erdig irgendwie und überhaupt nicht wie Spinat (was mir angekündigt war). Irgendwie… Ursprünglicher. Das Essen war mit den Nudeln über Nacht in der Tupperdose gewesen und die Nudeln hatten dann vom Mangold eine richtige rosa Farbe angenommen. Sah sehr hübsch aus! Ich würde es noch einmal kochen, aber ich würde nicht extra Mangold dafür kaufen.

Ansonsten gab es aus dem Gemüse bislang Rucola-Salat mit Sprossen, Parmesan und gerösteten Kernen zum Abendbrot, Apfel und Sellerie geraspelt durcheinander (lecker, kannte ich nur mit Möhren bisher, aber auch das hatte ich schon ewig nicht mehr gegessen – eigentlich ein prima Abendbrot oder Frühstück!) und heute: Sellerieschnitzel. Sehr experimentell und jetzt ist mir ein bissl schlecht, aber irgendwie muss der Sellerie ja auch weg. Ich denke, den Rest werde ich würfeln und für eine Suppe einfrieren. Lauch habe ich ja noch aus der letzten Woche. Müssen nur noch mal Möhren kommen! 🙂

Gemüsekiste #1 oder Die größte Kohlrabi der Welt

Endlich! Nachdem ich lange nur bewundert hatte und das ganze sogar schon auf meine „Kleine To-Do-Liste fürs Leben“ geschrieben hatte (wo ich es noch abhaken muss), nach Sorgen über „Wie geht das denn, wenn ich den ganzen Tag nicht zuhause bin“ und „Ist das nicht viel zu teuer für eine Person?“, habe ich es endlich hingekriegt – und heute stand sie dann im Treppenhaus, völlig dämlich platziert, aber MEINE – meine erste Gemüse-Bio-Abo-Kiste!

Ich war, wie man sieht, bestens vorbereitet. Man konnte auch vorher den genauen Inhalt der Bestellung online einsehen und so sollte es heute, wenn auch aus einem anderen Kochbuch, Rote-Bete-Bruschetta geben! Eine Herausforderung, denn ich habe noch nie Rote Bete gemacht und die eingelegte mag ich auch nicht so gern. Aber war das nicht einer der Gründe, weshalb ich die Gemüsekiste wollte? Auch mal was Neues ausprobieren müssen! Voller Vorfreude kam ich also heute heim und trug die Kiste in die Küche. Erst mal war ich enttäuscht. Ich kannte doch solche hübschen Fotos und was stand bei mir?

Eine große grüne Kiste mit einem Haufen Plastik! Ein paar Handgriffe machten das ganze aber doch sichtbarer. Da mir sowieso die niedlichen Kinder fehlten, um das Bild perfekt zu machen, und auch die Sonne nicht mehr schien (schnüff), habe ich mir mit dem Drapieren dann auch nicht ganz so viel Mühe gegeben. 😉 Die Folie durfte bleiben.

Ihr seht: Bärlauch (der direkt zu Pesto verarbeitet wurde), einen Blumenkohl, die größte Kohlrabi der Welt, 2 niedliche kleine Stangen Lauch, 2 Äpfel, 2 Birnen, eine Mango (nicht lokal angebaut 😉 ), 2 Sorten Käse und ein Glas Schoko-Aufstrich (den ich ungelogen versehentlich in den Warenkorb gelegt habe, als ich die Bestellung online angeschaut habe. Das glaubt mir auch kein Schwein…). Ihr seht nicht: eine Gurke, denn die hatte sich unter dem Bärlauch versteckt und ich entdeckte sie auch erst später; ein Brot, denn das lag obenauf und war schon weggelegt; Rote Bete, weil keine Rote Bete. Nein! Die Rote Bete war nicht dabei! Stattdessen gab’s Lauch – irgx, ich mag Lauch nicht so… Aber diese Kohlrabi!

Nur mal so im Vergleich… Sie war echt riesig. War? Ja, war – denn ich brauchte ja ein alternatives Abendessen! Und da noch Zaziki im Kühlschrank war und keine Rote Bete in der Kiste (ich war richtig enttäuscht – dabei weiß ich doch gar nicht, ob ich die gemocht hätte?), gab es die Kohlrabi. Ich habe ganz schön mit ihr kämpfen müssen. Ich habe sogar die Brotschneidemaschine zur Hilfe nehmen müssen, sonst wäre ich vermutlich immer noch mit Schälen zugange. Und jetzt? Ist mir schlecht… 😉

Das hat mir die Käsetüte noch erzählt: Wussten Sie schon? 30.000 Tonnen Pestizide werden allein in Deutschland pro Jahr auf die Äcker gebracht. Davon entfallen 0 Tonnen auf die ökologische Landwirtschaft. Jetzt bin ich stolz (und mir ist schlecht)! Meine Gemüsekiste kommt übrigens vom Lammertzhof in Kaarst und ist für alle in der Düsseldorfer Umgebung sicher eine Überlegung wert! …wenn ihr jetzt noch super Ideen für Lauch und Blumenkohl habt, bin ich besonders glücklich! (Den Blumenkohl würde ich sonst auch roh knabbern, jammi, aber Lauch?!)

12:12 – dinner spinner

Die neue Runde 12:12! Frau Jolijou und Bine fragen nach unserem Lieblings-Abendessen: „dinner spinner“ ist das Thema. Eine sehr gute Frage, denn das Abendessen ist bei mir eine heikle Angelegenheit, seit der Held weg ist.

Als ich noch alleine hier wohnte, haben wir oft nach der Arbeit telefoniert. Ich hing dann (als frischgebackene Arbeitnehmerin mit ihrer ersten 40-Stunden-Woche) total platt und lag hungrig auf dem Sofa. Dem Helden quengelte ich dann ins Ohr, dass mir niiiemand Abendbrot machte… Und als er dann hier wohnte, war das seine Aufgabe. Mir Abendessen zu machen. So gut wie jeden Abend. Gar nichts spektakuläres, häufig genug einfach nur belegte Brote.

Jetzt ist der Held weg. Wir telefonieren nicht mehr jeden Abend, und ich bin auch nach der Arbeit nicht mehr so müde. Aber das mit dem Abendessen, das kriege ich trotzdem nicht so gut hin. Zu viel zu tun, keinen Appetit, aber unglaublichen Hunger. Ich kann da wirklich verzweifelt werden, so albern das ist. Ich würde mir abends oft einfach gerne so Astronautenpillen einwerfen – nur eine kleine Pille und ich bin satt. Aber da das nicht geht, habe ich mir für die schlimmsten Abende schon einen Notfall-Essensplan gemacht und an die Innenseite der Tür eines Küchenschranks geklebt!

Darauf stehen unter anderem für Tage mit etwas mehr Energie, Zeit und Hunger der leckere Brokkoli-Kichererbsen-Salat aus diesem kleinen Kochbuch (zugegeben das einzige, was ich daraus regelmäßig mache – total lecker!):

Eine schnellere Variante, für die man allerdings wenigstens mehr frische Zutaten auf Vorrat haben muss, sind überbackene Brote. Mit Tomate und Basilikum mache ich es am häufigsten, aber es schmeckt auch super mit Tunfisch und etwas Salatcreme. Mjamjam! Aber Vorsicht, da verbrennt man sich schnell mal die Zunge… 😉

Soulfood

Seelenfutter an kalten Tagen. Schnell gemacht, wärmt von innen, den Bauch und den Kopf! Im Kochbuch war es als Frühstück beschrieben. Das geht natürlich auch – aber abends ist es ebenfalls traumhaft!

Haferbrei mit Cranberrys und Nüssen. Habe ich mal aus einem amerikanischen Kochbuch notiert, inzwischen aber optimiert. Heute habe ich einfach mal einen Apfel geschält und mit etwas Ahornsirup in die Pfanne geworfen. Ein Traum, denn die klebrige Süße wurde dadurch etwas gemildert, der Apfel war genau richtig mehlig-saftig-süß und mich hat es glücklich gemacht!

Und wenn ihr jetzt auch wissen wollt, wie man eine solche Leckerei macht, die an kalten Tagen eine wirklich Wohltat ist, der soll natürlich nicht dumm sterben. Hier ist das Rezept! 🙂 Was sind eure Wohlfühl-Rezepte? Ich bin immer auf der Suche, denn wenn ich abends allein zuhause bin, fällt mir das Essen machen manchmal echt schwer.

Ausstechplätzchen

Notiz an mich selbst: Ausstechplätzchen sind blöd!

Egal, wie unweihnachtlich das Rezept ist – du bist offensichtlich auf Ausstechplätzchen-sind-adventlich konditioniert und fühlst dich trotzdem weihnachtlich. Im Oktober! Oh, nicht zu vergessen, dass dir hinterher schlecht ist. Bei so viel Teig und Glasur kann man einfach viel zu gut naschen… 😉

Egal, wie schnell das Rezept gehen und wie sehr sich Kollegen, Spielebesuch & Co. freuen werden – es dauert trotzdem ewig, wenn man nur ein Blech auf einmal backen kann, man jedes Plätzchen ausstechen und dekorieren muss und dafür erst noch Glasur anrühren und jedes Plätzchen noch mal anfassen… Ächz, und das ist eine Arbeit und ein Zeitaufwand, die deine Kollegen, Spielebesucher etc. vermutlich eher NICHT zu würdigen wissen werden!

Und egal, wie toll die Plätzchen auf anderen Blogs aussehen – bei dir werden sie nicht so werden! Für so etwas warst du noch nie ordentlich genug, auch nicht motiviert und begabt genug. Deine Kekse werden okay sein, mehr aber auch nicht. Und für okay-e Plätzchen lohnt sich der Bohei nicht.

Ganz ehrlich. Bleib bei deinen Leisten und backe Rosinenstütchen, Brot, Kuchen, Brownies (he – schau mal hier bei Frau Nord!). Da hat man einmal Arbeit, dann ist das Zeug im Ofen, man räumt weg und ist – fertig!

Was? Wie bitte? Weihnachten? Ach… Na gut… Weihnachten darfst du noch mal.