Archiv der Kategorie: Medien

Buchtipp: Trix Solier von Sergej Lukianenko

Schon im Urlaub habe ich Trix Solier – Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ von Sergej Lukianenko gelesen und war begeistert! Da der Held es ebenfalls gut fand und sogar mein Papa das Buch verschlungen hat, wird es endlich einmal Zeit für eine Buchvorstellung. Ich kann euch gleich sagen: Wenn ihr humorvolle Fantasygeschichten a la Terry Pratchett oder Walter Moers mögt, dann legt euch dieses Buch zu. Denn die Geschichte hat alles: Abenteuer! Magie! Zauberwesen! Edelleute und Prinzessinnen! Und alles versehen mit einer ordentlichen Dosis Spannung, aber vor allem: Humor.

Unser Titelheld, der junge Trix, ist der Erbe eines Herzogtums (genauer gesagt: der Erbe eines Co-Herzogtums, denn so einfach ist das alles nicht in seiner Welt) und langweilt sich fürchterlich. Doch dann wird er plötzlich das Opfer eines Putsches und findet sich auf der Flucht wieder. Natürlich schwört er auf Rache! Aber das ist nicht so einfach, wenn man erst 14 Jahre alt ist, als junger Adliger bisher nicht besonders viele lebenspraktische Fähigkeiten gelernt hat und mit keinerlei Möglichkeit ausgestattet ist, zu beweisen, dass man tatsächlich der echte Trix Solier ist. Nach einigen Abenteuern beginnt er schließlich eine Zaubererlehre beim großen Zauberer Radion Sauerampfer. Und als er plötzlich durch einen Zufall erfährt, dass die Prinzessin Tiana zur Zwangsheirat auf die Kristallenen Inseln entführt werden soll, beschließt er, sie auf jeden Fall zu retten …

trixsolier

So erleben wir also mit Trix diverse Abenteuer und lernen märchenhafte Figuren kennen – den lustigen kleinen Klaro, die etwas verwirrte und meist nicht besonders hilfreiche Fee Annette (die es immer nur gut meint), natürlich den großen Zauberer Sauerampfer, die edle Prinzessin und sogar den einen oder anderen minderbemittelten Minotaurus. Dabei werden zahlreiche sarkastische und äußerst amüsante Anspielungen auf die heutige Zeit gemacht. Diese Ebene wird Kindern bei dem Buch wohl entgehen, Erwachsene genießen sie umso mehr! Neben dem großartigen Humor wartet der Roman auch mit neuen Ideen auf, was ja bei Fantasy immer sehr erfreulich ist. Die Methode, nach der hier die Magie funktioniert, ist ausgeklügelt, stimmig und mir dabei vollkommen neu!

In einem zweiten Teil taucht unser Held übrigens erneut auf: Trix Solier – Odysee im Orient heißt der nächste Band, der bereits bei uns im Regal steht und ungeduldig darauf wartet, dass er endlich an der Reihe ist.

Auf das Buch bin ich übrigens in der Münsteraner Buchhandlung meines Vertrauens (lediglich für Bilderbücher habe ich eine andere – beide sind uneingeschränkt empfehlenswert!) gestoßen, als ich nach einem Geschenk für den Helden suchte. Die Beratung war wirklich exzellent und bisher war jede Buchempfehlung der netten Mitarbeiterinnen ein Volltreffer! Ich gehe einfach mit ein paar Favoriten des zu Beschenkenden hin und bekomme etwas in die Hand, von dem ich vorher noch nie gehört habe (der Beschenkte auch nicht – perfekt!) und das großartig ist! Also, Leute: Geht mehr in Buchhandlungen!

„Ich hab das mal gegooglet“: Was Google über dich weiß

Kürzlich las ich in Miris Jahrbuch diesen Artikel darüber, wie sie immer so viel googlet. Und fühlte mich ertappt. Denn: Das bin ja ich! Ich glaube, in der Top Ten der Sätze, die ich am häufigsten sage, ist „Ich hab das mal gegooglet“ ziemlich weit vorn. Noch vor „Boah, jetzt ’n Stündchen schlafen und dann ins Bett“ nach der Mittagspause und knapp hinter „Erst mal ’n Kaffee.“ Ich google nämlich so ziemlich alles.

Ich google, welche Allergie man nur morgens hat (Hausstaub), ob man auf dem Game Boy seinen Tetris-Highscore speichern kann (nein, zumindest nicht auf meinem) und wie die Sicht in der ersten Reihe des Londoner Queen’s Theatre ist (nicht so super, daher saßen wir dann auch in Reihe 12). Ich google, wie man unförmige Geschenke einpackt (die Lösung findet ihr im Adventskalender), ob man den oder das Tribut zollt (den) und regelmäßig wieder die Öffnungszeiten unseres lokalen Schreibwarengeschäfts.

Wusstet ihr, dass man sich – sofern man ein Google-Konto hat und beim Suchen auch damit angemeldet ist – ansehen kann, wonach man gesucht hat? Unter www.google.de/searchhistory kann ich sehen, dass ich insgesamt (Stand heute) 3884 Google-Anfragen gestellt habe, dass ich freitags am häufigsten google und auf welche Suchergebnisse ich am häufigsten klicke. Das sind übrigens in meinem Fall die Postleitzahlen-Suche, die Kontakt-Seite meines Zahnarztes (ich sollte mir mal die Telefonnummer speichern) und erstaunlicherweise auch die meines Frisörs (von dem habe ich mir übrigens kürzlich tatsächlich die Nummer aufgeschrieben).

Man kann sich seine letzten Bildersuchen (mein Top-Tipp übrigens dieser hier) genauso ansehen wie seine letzten bei Google Maps angezeigten Routen,  und man sieht sämtliche (sämtliche! Ever!) Suchbegriffe sowie die Links, auf die man daraufhin geklickt hat. Ich muss zugeben, diese Datenmenge hat mich ganz schön umgehauen, obwohl ich natürlich weiß, dass Google alles speichert, was man ihm nur gibt. Eigentlich ist es wirklich amüsant, noch mal nachzublättern, was man in den letzten Wochen so alles gegooglet hat. Von „ausgesetztes Kaninchen einfangen“ über „DM Foto Entwicklung Dauer“ bis hin zu „Wasser im Ohr“ (ich erwähnte, dass ich alles google?) kann ich quasi nachlesen, was mich so beschäftigt hat. Erstaunlich.

Übrigens kann man seine Google-History löschen und auch verhindern, dass Google neue Suchen speichert. Im Zuge der Datensicherheit habe ich das gleich mal gemacht. Aber das heißt natürlich nicht, dass die Daten nicht trotzdem gespeichert werden. t3n erklärt, wie’s geht und sagt dazu:

Mit den hier aufgezeigten Schritten verhindert ihr, dass Google die Daten aus allen Diensten im Google-Kosmos, zum Beispiel YouTube und Google+, mit eurem Webprotokoll kombiniert und für interne Zwecke verwendet. Leider funktioniert das nur eingeschränkt. Tatsächlich sammelt Google auch dann weiter Daten über euch, wenn das Webprotokoll, wie oben gezeigt, angehalten wurde. Erst nach 18 Monaten anonymisiert Google die zusammengetragenen Daten teilweise und einige Features, wie die personalisierten Suchergebnisse, fallen weg. Lässt man das Webprotokoll hingegen eingeschaltet, speichert und verarbeitet Google eure Daten in nicht anonymisierter Form theoretisch unbegrenzt lange.

Also: Kann man mal machen, denn außer Amüsement in diesem Artikel habe ich die Google-Suchhistory bislang überhaupt nicht genutzt und bin auch erst bei der Recherche für diesen Post darüber gestolpert. (Ja. Ich habe beim Schreiben dieses Artikels „Google History“ gegooglet, um euch meine Such-Beispiele geben zu können.)

Ebenfalls in den Einstellungen zu finden: Die interessenbezogenen Google-Anzeigen. Diese versuchen, anhand deiner Surfgewohnheiten deine Interessen herauszufiltern, um dir personalisierte Werbung anzuzeigen. Funktioniert das? Erstaunlich gut. Ich interessiere mich demnach – durchaus korrekt – beispielsweise für Blogging-Ressourcen und -Dienste, Backwaren, Kameraobjektive, Internet-Phänomene und „Haushalt und Inneneinrichtung“. Von 41 vorgeschlagenen Interessen fand ich nur genau drei, denen ich nicht unbedingt zustimmen würde: Wintersport, Hunde und Abendgarderobe. Auch die interessenbezogenen Anzeigen habe ich daher nun erst einmal deaktiviert.

Wenn ihr also gerade sowieso schon in den Google-Einstellungen seid: Es lohnt sich, einfach mal alles durchzuklicken. Jetzt kriege ich zum Beispiel hoffentlich keine nervigen Benachrichtigungen mehr zu Google+, was ich überhaupt nicht nutze („Kennst du den Helden? Kennst du deinen Vater?“ Ja, die kenne ich alle, aber ich muss sie nicht auf Google+ hinzufügen!).

Und? Was sind eure Top-Suchanfragen? 😉

Buchtipp: Little Brother von Cory Doctorow

Wie schon angedeutet: Nach dem vorherigen Buch war die heutige Lektüre ein ziemliches Kontrastprogramm!  In „Little Brother“ von Cory Doctorow geht es um den 17jährigen Marcus, der in einem Amerika der nicht allzu fernen Zukunft zur Schule geht. Sein Alltag ist bereits ziemlich überwacht, doch er ist sehr geschickt darin, die Kameras und Überwachungsprogramme auf dem Schulcomputer zu umgehen. Eines Tages wird ein schrecklicher Terroranschlag auf seine Heimatstadt San Francisco verübt – und durch Zufall gerät er ins Visier der „Homeland Security“ und findet sich blitzschnell im Gefängnis wieder. Als er nach langen Tagen mit quälenden Verhören nahe an der Folter endlich wieder frei ist, beschließt er, die neuen Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen, die als „Schutz“ nach dem Anschlag eingeführt wurden, aktiv zu bekämpfen…

cory-doctorow-little-brother

Auf den Autoren kam ich, da er in „Ready Player One“, welches ich hier einmal vorgestellt habe, erwähnt wurde. Der Kanadier Cory Doctorow schreibt Science-Fiction-Bücher, dieses gehört eigentlich ins Young Adult-Genre, aber das ist ja heutzutage keine Schande mehr, so etwas auch als Erwachsene zu lesen. 😉 Außerdem setzt er sich sehr für die Netzfreiheit, Datenschutz und eine Liberalisierung des Urheberrechts ein und veröffentlicht alle seine Bücher unter Creative Commons-Lizenz. Wenn ihr also Interesse habt, könnt ihr das Buch (und alle anderen von ihm) auf seiner Website kostenlos für euren E-Reader herunterladen – natürlich nur auf Englisch. (Auf Deutsch kann man das Buch ebenfalls herunterladen, und zwar hier.) Seine Gründe dafür erklärt er folgendermaßen:

„But ebook publishers don’t respect copyright law, and they don’t believe in your right to own property. Instead, they say that when you „buy“ an ebook, you’re really only licensing that book, and that copyright law is superseded by the thousands of farcical, abusive words in the license agreement you click through on the way to sealing the deal. (Of course, the button on their website says, „Buy this book“ and they talk about „Ebook sales“ at conferences — no one says, „License this book for your Kindle“ or „Total licenses of ebooks are up from 0.00001% of all publishing to 0.0001% of all publishing, a 100-fold increase!“)

I say to hell with them. You bought it, you own it. I believe in copyright law’s guarantee of ownership in your books. (…)

Why am I doing this? Because my problem isn’t piracy, it’s obscurity (thanks, @timoreilly for this awesome aphorism). Because free ebooks sell print books. Because I copied my ass off when I was 17 and grew up to spend practically every discretionary cent I have on books when I became an adult. Because I can’t stop you from sharing it (zeroes and ones aren’t ever going to get harder to copy); and because readers have shared the books they loved forever; so I might as well enlist you to the cause.“ (Zitatquelle)

Cory Doctorow

Wie großartig ist dieses Bild? Ich möchte so ein Bild von mir. Ich möchte so ein Zimmer. Und dann so ein Bild. (Quelle)

Sehr sympathisch, oder? Über die Copyright-Frage bei Ebooks haben mein Arbeitskollege schon hitzige Diskussionen am Mittagstisch geführt. Es ist wirklich kein einfaches Thema, und das kostenlose zur Verfügung stellen ist eine Methode, die auf den ersten Blick absurd wirkt. Aber ich glaube, dass es funktionieren kann – sofern man gute Bücher bietet, die sich durch Weitererzählen und Empfehlungen (so wie hier) verbreiten. Bei mir hat es übrigens geklappt: Ich fand das Buch super, und den zweiten Teil werde ich mir nun nicht gratis herunterladen, sondern kaufen – als Hörbuch, das wird nämlich von Wil Wheaton (große Geek-Liebe) gelesen! Das deutsche Hörbuch liest übrigens Oliver Rohrbeck, sicher auch sehr empfehlenswert.

Also, zurück zum Buch: „Little Brother“ ist wie gesagt ein Young-Adult-Roman, und so konnte ich mich in den Protagonisten auch nicht mehr zu 100% einfühlen. Über 30 und so, ihr wisst schon. 😉 Sprachlich war das Buch unspektakulär, gelegentlich – bei technischen Details – sind meine Gedanken sogar etwas abgeschweift. Nichtsdestotrotz hat mir die nur so gerade eben fiktive Welt mehr als einmal einen Schauer über den Rücken gejagt, denn: So weit von der Realität entfernt ist dieses Szenario gar nicht. Smartphones, Google, Amazon & Co. wissen mehr über uns als viele unserer Verwandten. Spätestens seit Snowden wissen wir, wie sehr wir überwacht werden. Und ähnlich, wie die Bürger im Buch die „Sicherheitsmaßnahmen“ nach den Terroranschlägen sogar begrüßen, kümmern sich auch in der Realität viele Menschen nicht darum, welche Daten sie preisgeben. Oder wie und wo sie überwacht werden. Stichwort: „Ich habe schließlich nichts zu verbergen.“ Das Buch zeigt sehr eindringlich, wohin diese Einstellung führen kann.

Nach der Lektüre fühlte ich mich leicht paranoid, obwohl ich bis dahin eher zur „Nichts zu verbergen-Fraktion“ gehörte. Am liebsten hätte ich sofort mein Handy verschlüsselt und meinen Facebook-Account gelöscht. Stattdessen habe ich ein Foto mit meinem Android-Handy (= Google) gemacht und es auf Instagram (= Facebook) gepostet. Hüstel. Es ist ja so bequem und unterhaltsam. Aber es geht ja auch gar nicht darum, solche Dienste gar nicht mehr zu nutzen. Es geht darum: Wer nutzt unsere Daten wofür? In den meisten Fällen wissen wir das gar nicht so richtig, oder? Und während ich als öffentlich bloggende Person mich vielleicht nicht wirklich darüber beschweren kann, dass meine Privatsphäre nicht respektiert wird, bestimme ich hier immerhin selbst darüber, was ich preisgebe. Google hingegen kann vermutlich ein relativ akkurates Bild von meinen Geheimnissen zeichnen – angefangen bei Gesundheitsfragen über die nächsten Urlaubsziele oder was ich dem Helden zu Weihnachten schenken möchte. Und warum? Weil ich es preisgebe. Freiwillig. Wer hat diese Informationen noch? Was kann er damit anfangen?

Ein Fazit habe ich offen gestanden jetzt nicht so richtig, lediglich die Empfehlung, das Buch zu lesen und sich seine eigenen Gedanken zu machen. Für Diskussionen in den Kommentaren bin ich außerdem jederzeit offen! Falls ihr euch für Cory Doctorow und seine Ideen interessiert, hier ist vor kurzem ein interessantes Interview (auf deutsch) mit ihm erschienen, in dem er seine Ideen zum Thema Copyright näher erläutert.  Eine gute Einführung zu den Themen, die auch im Buch diskutiert werden, findet ihr im Jetzt-Magazin der Süddeutschen Zeitung. Und falls ihr das Internet – unser digitales Zuhause! – ein bisschen sicherer, freier und offener machen wollt, schaut euch mal diese Seite (auf englisch) an.

Ich habe ja schon länger WhatsApp durch Threema ersetzt – aber das war es auch schon. Mal sehen, ob ich jetzt noch einige andere Maßnahmen ergreifen werde. Wie sieht’s bei euch aus? Macht ihr euch Gedanken zum Thema, oder gehört ihr zur „Ich habe nichts zu verbergen“-Fraktion?

Der Guernseyer Club der Freunde von Literatur und Kartoffelschalenauflauf – Buchtipp

Während eigentlich der Winter ja die Jahreszeit ist, zu der man klischeehaft auf dem Sofa eingekuschelt vor dem prasselnden Kamin Seite um Seite in guten Büchern verschlingt, ist es bei mir eher der Sommer, in dem ich meine Lese-Statistik in die Höhe treibe. Während ich an Regentagen oder bei klirrender Kälte wunderbar Serien schauen oder Xbox spielen kann, genieße ich im Sommer ganze Sonntage auf der Terrasse – natürlich mit Buch. Draußen kann man nun einmal nicht so viele andere Dinge machen, die vom Lesen ablenken. In den letzten Wochen haben mich zwei Bücher besonders gefesselt. Beide sind sehr unterschiedlich, aber beide konnte ich kaum weglegen, weil sie mir so gut gefallen haben! Das erste möchte ich euch heute vorstellen.

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Deine Juliet von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows spielt in England direkt nach dem Krieg, im Jahr 1946. Die Nachwirkungen des Krieges sind also immer noch überall spürbar und auch ein großes Thema des Buchs. Der Roman ist komplett als Briefwechsel verfasst – zwar zwischen vielen verschiedenen Personen, aber immer verständlich. Im Mittelpunkt steht Juliet, eine Autorin. Sie lebt in London, gerät aber in einen schriftlichen Kontakt mit einigen Menschen auf Guernsey, die während des Krieges einen Literaturclub gegründet haben – eher zufällig, um den Besatzern zu entgehen, aber bald entdeckten sie alle ihre Liebe zu Büchern. Im Laufe des Buchs schließt Juliet die Inselbewohner um den wortkargen Dawsey ins Herz, besucht die Insel und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Das Buch wirkt auf den ersten Blick dank Cover und Titel recht kitschig – und so ganz von der Hand zu weisen ist das auch nicht, es kommt durchaus eine Liebesgeschichte vor, aber sie spielt nicht die Hauptrolle. Der Originaltitel „The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“ („Guernseyer Club der Freunde von Literatur und Kartoffelschalenauflauf“) zeigt viel eher den Charakter des Romans, in dem es nicht nur um die Nachkriegs- und Besatzungszeit, sondern auch um die Liebe zu Büchern geht! Es ist eine warmherzige Geschichte mit einer sehr sympathischen, humorvollen und selbstironischen Hauptperson, ohne allzu große Überraschungen und Wendungen, die sich sehr angenehm weglesen lässt. Natürlich wird die Besatzungszeit thematisiert und es sind sicherlich auch einige traurige Stellen vorhanden, aber insgesamt ist es ein positives Buch. Das ist auch der einzige Minuspunkt, den ich verteilen würde: Die Personen sind alle so makellos positiv (oder eben so makellos unsympathisch, als Gegenpol), alle lieben Juliet, Juliet liebt sofort ebenfalls alle, es ist eine heile Welt so kurz nach dem Krieg, wie sie es vermutlich nicht wirklich gewesen sein kann. Die wenigen Störenfriede in der Geschichte werden nur kurz angerissen, damit man sieht, dass es sie auch gibt – aber sie spielen in der Handlung nicht wirklich eine Rolle, genauso wie Probleme schnell aus dem Weg geräumt werden. Nichtsdestotrotz habe ich die Lektüre genossen und auch mir sind die Inselbewohner, Juliet, Sidney und Sophie ans Herz gewachsen – es ist halt keine hohe Literatur, aber da ich über die Besatzungszeit auf den Kanalinseln so gar nichts wusste, war es vielleicht sogar etwas lehrreich und ich hatte auf jeden Fall eine vergnügliche Zeit mit dem Buch!

(Übrigens etwas off-topic, aber oben auf dem Bild sieht man schön das tolle Sonnenglas, das ich bei Frische Brise gewonnen habe! Es macht sich sehr gut auf dem Balkon und auch wenn das Licht zum Lesen nicht ausreicht, ist es sehr gemütlich, wenn man abends noch draußen sitzt.)

Höhen und Tiefen des Lese-Alltags

Mit meinem aktuellen Buch komme ich irgendwie nicht so richtig voran. „Die Brautprinzessin“ von William Goldman habe ich mir vor allem deswegen geholt, weil der zugehörige Film im Internet unglaublich beliebt ist und häufig zitiert wird. Wie man weiß, sind die Buchvorlagen aber ja grundsätzlich viel viel toller als die Verfilmungen, also musste zunächst einmal die Lektüre her. Und dass hinten auf dem Buchrücken Campino verspricht, es sei ein „großer Spaß, das zu lesen“, hat mich als alten Hosen-Fan natürlich nicht unbedingt abgeschreckt.

Aber wie gesagt, ich komme derzeit nicht so richtig zum Lesen. Daher wollte ich euch die letzten drei Bücher, die ich tatsächlich geschafft habe, einmal vorstellen. Und wie der Titel schon sagt, war alles dabei: Ein Highlight, ein Flop und ein Hmm-Naja-Buch.

In der Einleitung habe ich behauptet, dass Romanvorlagen grundsätzlich besser als ihre Verfilmungen sind. Tja, was soll ich sagen? Ausnahmen bestätigen die Regel! Wir lieben die Serie Dexter, und in jedem Vorspann sprang mir das „based on the novel ‚Darkly Dreaming Dexter‘ by Jeff Lindsay“ ins Auge. Wenn die Serie schon so gut ist, wie gut wird dann erst die Vorlage sein? Also wanderte der erste Band (es ist nämlich auch eine Roman-Reihe) ins Bücherregal und Ostern kam ich endlich zum Lesen. Und es war… Okay. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich konnte mich die Grundidee schon nicht mehr überraschen. Aber der Roman erzählt die Handlung der ersten Serienstaffel, so dass man sehr gut vergleichen kann. Und: Die Serie ist besser. Nicht nur, dass im Roman die Nebenfiguren so gut wie kaum ausgearbeitet werden. Die Tatsache – Achtungs Spoiler! – dass Buch-Dexter die Hinweise, wie er am Ende zur richtigen Location des Showdowns kommt, träumt, wirkte für mich sehr nach einem faulen Kompromiss, weil dem Autor keine bessere Erklärung eingefallen ist.

Ebenfalls zu Ostern – im Zug auf dem Weg nach Sylt – hatte ich „Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen“ von Aimee Bender auf dem Programm. Ich fand die Idee wirklich nett – die Protagonistin stellt fest, dass sie Gefühle schmecken kann. Sie schmeckt also sofort, welche Stimmung bei der Zubereitung eines Essens herrschte, und ob die Eier jetzt aus Käfighaltung oder von glücklichen Hühnern kommen. Es hätte ein wirklich nettes Thema werden können – aber es rutschte mir doch zu sehr ins Absurde. Es ging dann nämlich nicht mehr nur um die Protagonistin und ihre Fähigkeit, sondern auch um ihren Bruder. Ich werde jetzt total spoilern, aber ich komme einfach über dieses Ende nicht hinweg und muss mit jemandem darüber reden. 😉 Besagter Bruder verschwindet nämlich häufig auf mysteriöse Weise. Es stellt sich dann heraus, dass er sich in dieser Zeit verwandelt … in einen Klappstuhl. Ja, die Lösung für sein ständiges Verschwinden ist, dass er sich in ein Möbelstück verwandelt. Er verwandelt sich in einen KLAPPSTUHL!!! Wenn das nicht eines der bescheuertesten Dinge ist, die ich je gelesen habe, dann weiß ich auch nicht. Und was die Autorin mir damit sagen wollte, habe ich ebenfalls nicht verstanden.

Aber ich hatte ja auch noch ein Highlight versprochen. Wirklich Spaß gemacht hat mir nämlich die Lektüre von „Ready Player One“ von Ernest Cline! Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, es ist aber auch schon auf Deutsch erschienen. Der Roman spielt im Jahr 2044. Die Welt ist kein schöner Ort mehr, die Ressourcen sind so gut wie zu Neige gegangen, und die Mehrheit der Menschen flüchtet sich in die virtuelle „Oasis“, die sozusagen als Parallelwelt und virtuelle Realität funktioniert. Dann stirbt der Gründer und Besitzer von „Oasis“. Er verspricht sein Erbe demjenigen, der als erster seine gut versteckten „Easter Eggs“ in der Oasis findet. Da er ein riesiger Fan von Filmen, Computerspielen und Musik der 1980er Jahre war, erlebt diese Epoche ein großes Comeback und so ist dieses Buch gespickt von Anspielungen und Themen aus dieser Zeit. Ein großartiges Geek-Vergnügen. Die Idee fand ich super, die Welt ist toll ausgearbeitet (zumindest die virtuelle – in der wahren Welt hätte ich gerne noch etwas mehr Zeit verbracht) und spannend war es auch noch. Da kann ich schon fast darüber hinwegsehen, dass die Story selbst teilweise relativ eindimensional gut gegen böse war, und das Ende somit recht voraussehbar. Trotzdem ein großartiges Lese-Vergnügen!

Und bei euch – was liegt so auf dem Nachttisch? Was waren Highlights der letzten Zeit, und wovon sollte ich unbedingt die Finger lassen? 😉

Buchtipp: Die Flüsse von London

Als ich das Buch „Die Flüsse von London“ von Ben Aaronovitch zum ersten Mal im Laden liegen sah, war ich direkt interessiert. Ich finde nämlich, das Cover ist wirklich sehr ansprechend gestaltet. Allerdings reichte mir ein Blick auf die kurze Inhaltsangabe, und ich war nicht mehr so motiviert. Kurz gesagt geht es um einen Polizisten, der feststellt, dass er zaubern kann und dann in die entsprechende Abteilung bei der Londoner Polizei versetzt wird. Dass diese Abteilung bis dato nur aus einer Person bestand, ist da schon fast nebensächlich.

Mir kam es vor wie eines dieser unzähligen Young Adult-Fantasy-Romane, die im Moment wie Pilze aus dem Boden sprießen. Häufig halt auch wie ungenießbare Pilze. Ich bin jedenfalls nicht der riesige Young Adult-Fan, auch wenn gewisse Ausnahmen die Regel bestätigen. Solche Bücher habe ich gern gelesen, nun ja, als ich auch noch der entsprechenden Zielgruppe angehörte. Mittlerweile bleiben diese Bücher häufig gerade sprachlich hinter meinen Erwartungen zurück (Tipps, die mich eines besseren belehren, nehme ich gern an)!

Jedenfalls fiel mir vor kurzem aber doch noch mal „Die Flüsse von London“ in die Hände, und zwar als Ebook. Naja, wieso nicht, und ich begann zu lesen. Und: Ich war begeistert!

Fragen Sie mich bitte nicht, woher ich weiß, wie ein Smokingjackett aus der Zeit König Edwards aussieht – sagen wir einfach, dass es etwas mit Doctor Who aus der TV-Serie zu tun hat, und belassen wir es dabei.

So ein Zitat schon im ersten Kapitel lässt natürlich mein kleines Fan-Herz höherschlagen. Ich habe dann übrigens noch herausgefunden, dass der Autor Ben Aaronovitch auch schon ein paar Who-Folgen Ende der 80er Jahre geschrieben hat. 🙂 Aber keine Sorge, das ist die einzige Erwähnung dieses Themas.

»Lassen Sie mich raten, Sir: Gleich werden Sie mir erzählen, dass es eine geheime Einheit der Met gibt, deren Aufgabe darin besteht, Geistern nachzuspüren, oder Gespenstern, Dämonen, Feen, Hexen, Hexenmeistern, Elfen, Trollen …« Ich hob beide Hände. »Sie dürfen mich ruhig unterbrechen, mir fallen sowieso gerade keine übernatürlichen Wesen mehr ein.«

»Sie haben nicht mal einen Bruchteil von dem aufgezählt, was es gibt«, sagte Nightingale gelassen.

So ist es also, der junge Constable Grant wird in diese geheime Einheit aufgenommen. Und von nun an geht es hoch her: Er lernt zaubern, trifft die Göttin der Themse, entdeckt Vampire im Keller, hinterfragt und untersucht den ganzen Magie-Kram wissenschaftlich und muss ganz nebenbei noch eine Mordserie aufklären.

Und genau das ist das einzige, was ich am Buch zu bemängeln habe: Zu viel Story auf zu wenig Platz. Vieles wird nur angekratzt, oder ist eine Nebenhandlung, die eigentlich für die Geschichte gar keine Rolle spielt. Zusätzlich zu den oben genannten Themen müssen ja schließlich auch noch die Personen eingeführt werden (es soll schließlich eine Serie werden) und eine obligatorische kleine Liebesgeschichte darf auch nicht fehlen. Und so hätte ich mir manches ausführlicher gewünscht, während ich auf andere Szenen genauso gut hätte verzichten können. So fehlt manchmal der rote Faden und auch die Auflösung war dann teilweise etwas unbefriedigend. Allein die Geschichte der Mordfälle und die Geschichte mit den Flussgöttern hätte jeweils in einem eigenen Buch erzählt werden können.

»Also gibt es wirklich Magie«, sagte ich. »Und Sie sind … was denn nun?«

»Ein Zauberer.«

»Wie Harry Potter!«

Nightingale seufzte. »Nein, nicht wie Harry Potter.«

Den Harry Potter-Vergleich kann man übrigens tatsächlich vergessen, denn außer, dass es um Magie geht, haben die Bücher nicht viel gemeinsam. Denn während man in Harry Potter voll und ganz in die magische Welt eintauchen kann (und die Zauberer dort, sind wir ehrlich, doch Muggeln gegenüber enorm weltfremd sind), spielt dieses Buch eben in unserer hochmodernen Welt und die Magie ist nur eine weitere Facette.

Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß bei der Lektüre: Wirklich humorvoll – teilweise gar flapsig – geschrieben, ein moderner Schreibstil, eine sympathische Hauptfigur mit trockenem Humor, eine stimmig kreierte Urban-Fantasy-Welt. Da passte einfach vieles zusammen, so dass die Lücken in der Handlung in den Hintergrund geraten. Zudem möchte ich das Buch unbedingt noch mal auf Englisch lesen, da durch die Übersetzung vermutlich auch so einiges verloren geht:

Wann immer ich mir solche Fragen stelle, hilft es mir, an einen weisen Spruch meines Vaters zu denken: »Verflixt, wer weiß schon, warum dies oder jenes passiert?«

vs.

When I’m considering this I find it helpful to quote the wisdom of my father, who once told me, „Who knows why the fuck anything happens?“

Da hat das Original doch einfach viel mehr Biss und Humor! Jedenfalls kommt im Deutschen die Ironie, mit der die „Weisheit“ des Vaters zitiert wird, für mich nicht wirklich rüber.

Also, ich freue mich schon auf die nächsten Bände, mittlerweile gibt es vier. Dem ersten Band gebe ich 4 von 5 Sternen. Übrigens diente das Buch auch gleich noch der Urlaubsvorbereitung. Getreu dem Titel „Die Flüsse von London“ spielt nämlich auch die Stadt eine nicht geringe Rolle und ich werde sicher an dem einen oder anderen Schauplatz im Sommer an dieses Buch denken müssen, wenn der Held und ich vor Ort sind!

Trips aufgrund relativer Dimension im Sternenzelt

Besser spät als nie! Unser Besuch bei Katha ist ja schon fast wieder verjährt, aber ich wollte doch trotzdem noch ein bisschen was darüber schreiben. Zumal ich viel mehr tolle Bilder gemacht habe, als Katha das geschafft hat!

Zum Glück kann man hier ja gar nicht sehen, wann das Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. 😉 Ich erzähle euch also nur, dass wir uns an einem zeitnahen vergangenen Wochenende ins Auto gesetzt haben und stundenlang zu Katha gedüst sind (2 Stunden. Da kann man schon von stundenlang sprechen!). Zum einen, weil wir zusammen das Doctor Who-Christmas Special sehen wollten. Zum anderen, weil wir das eine oder andere Gesellschaftsspiel auf den Tisch bringen wollten. Spoiler: Beides hat geklappt! 😀

Am ersten Abend, als die aufgeregten Kids dann doch irgendwann im Bett verschwunden waren, war also das Christmas Special und Matt Smiths Regeneration dran. Hmm. Ich glaube, wir alle waren nur mäßig begeistert und hatten uns etwas mehr erhofft. Ich kann ja über Plotlücken hinwegsehen, wenn dafür wenigstens die Unterhaltung stimmt. Hier war das Verhältnis zwischen beiden aber nicht so super. Na – warten wir mal auf die neuen Folgen mit Peter Capaldi, aber ich hätte Matt Smith eine schönere Abschiedsfolge gegönnt.

tardis2

Am nächsten Tag hatte Katha für Verstärkung gesorgt, damit die Kinder beschäftigt waren. Daher kam Sara mit ihrer „Bande“ auch noch dazu. Also waren wir nun 5 Erwachsene und 7 Kinder. Wow, das sind der Held und ich ja nun nicht so gewohnt. Es hat gereicht, uns kurzzeitig an jeglichem Kinderwunsch zweifeln zu lassen. 😉 Nicht, dass die Kinder schlimm gewesen wären. Eigentlich waren alle sehr lieb (den Krümel könnt ich ja sowieso fressen). Es ging schlicht um die Lautstärke… Das bleibt wohl nicht aus.

sara

Am Tag haben wir hauptsächlich zusammen in der Küche gesessen und gequatscht, zwischendurch gab es eine Runde Hanabi und wir haben auch zum ersten Mal The Resistance gespielt, was ich sehr cool fand (und ich werde normalerweise auch nicht rot, wenn ich Spion bin…). Aber erst, als der Besuch weg war und die beiden kleinen Kinder im Bett lagen, konnten wir Die Legenden von Andor rausholen – eines der Spiele, was wir unbedingt mal zusammen spielen wollten. Wir beschlossen, die dritte Legende zu spielen, weil der Held und ich diese noch nicht geschafft hatten. Der große Sohn von Katha tönte noch rum: Die wäre doch sooo langweilig, weil sie ja viiiiel zu einfach sei…

Tja, was soll ich sagen? Dieses völlig ungestellte Foto *hüstelhüstel* beschreibt den Spielverlauf ganz gut:

doh

Wir haben sehr viel gegrübelt, uns die großartigsten Strategien ausgedacht und am Ende doch wieder Mist gewürfelt.

pasch

Ein Pasch mit roten Würfeln ist bei diesem Spiel übrigens immer ganz, ganz schlecht… 😉 Jedenfalls lief es nicht so richtig rund. Da bei diesem Spiel aber alle zusammen spielen, beschlossen wir so manches Mal, dass wir doch jetzt einfach mal alle so tun könnten, als hätten wir das nie gewürfelt. Und würfelten erneut. Und erneut. Und machten unseren letzten Spielzug rückgängig. Probierten einen neuen – Fehlschlag. Machten auch diesen Zug wieder rückgängig. Ähem. Wir brauchten ganz offensichtlich Hilfe. Aaaber wir hatten zum Glück eine völlig plausible Erklärung für diese ganze Hin- und Herspringerei in der Zeit…

tardis

Der Doctor war nämlich auf unserer Seite und hatte seine Tardis mitten auf dem Spielfeld abgestellt. Das ist seine Zeitmaschine (und der Titel dieses Blogposts ist die Ausführung dieser Abkürzung in der deutschen Version – schrecklich, aber wenn man ehrlich ist, macht das englische „Time and relative dimension in space“ auch nur bedingt mehr Sinn).

betreteneblicke

Kathas und Superpapas etwas betretene Blicke zeigen, dass es trotzdem nicht so richtig rund lief. (Wie nenne ich den Superpapa eigentlich hier? Er ist ja nicht mein Papa… Und nicht mal Kathas Papa! 😉 Egal, da müsst ihr jetzt durch.) Der Sohn schaute übrigens ähnlich betreten drein, aber da er zudem noch ziemlich müde aussieht, erspare ich ihm mal, so im Internet aufzutauchen. Er sah dann doch noch ein, dass die Legende doch nicht soo einfach war. Blieb ihm auch wenig anderes übrig, denn wir verloren gnadenlos trotz aller neuen Ansätze und Versuche. Irgendwann mussten wir uns einfach eingestehen, dass es heute beim besten Willen kein Sieg mehr werden würde.

Danach – der große Sohn verschwand im Bett – spielten wir Erwachsenen noch eine Runde Munchkin Apokalypse. Das hatte mir das Christkind in Form des Helden gebracht und ich fand es super, es gibt nämlich als Klasse „Blogger“ und das fand ich schon an sich so großartig, dass mich der Rest des Spiels gar nicht mehr enttäuschen konnte. Hat er aber sowieso nicht, denn Munchkin ist einfach immer wieder super. Die verschiedenen Karten waren dann auch wieder super auf die neuen Klassen abgestimmt. Am lustigsten fand ich die Karte „Supergeheime Pläne“, die „nicht von Bloggern nutzbar“ ist – wobei „eigentlich ist sie schon von Bloggern nutzbar, aber nur einmal“. 😀 Ich fühlte mich etwas ertappt! Und wer die Munchkin-Runde gewonnen hat, dürft ihr nun einmal raten.

munchkinglückpur

Am nächsten Morgen spielten wir noch ein paar Spiele mit den Kleineren, aber bald machten der Held und ich uns auch auf den langen, beschwerlichen Heimweg. Diesen kleinen Krümel hätte ich dabei ja am liebsten in die Tasche gepackt:

krümel

Er wollte dann aber doch nicht mit (aber wie könnte ich es nicht versuchen, wo er doch schon morgens darauf bestand, sich den grünen Pulli anzuziehen, weil ich auch in Grün aufgetaucht war? Wir sind offensichtlich Seelenverwandte!)…

Das Wochenende war auf jeden Fall super (wenn auch… laut 😉 ) und sollte auf jeden Fall wiederholt werden!

einherzfürmandarine