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Hema: Blogger-Event oder Shoppingtour?

Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen – auf Instagram, auf Blogs oder bei Twitter: Neulich hat HEMA zum großen Blogger-Event geladen. Natürlich habe ich die Einladung vollkommen verpasst, und so konnte ich nur noch etwas neidisch die Vorbereitungen der anderen mitverfolgen. Bis ich am Freitagmittag auf einmal eine SMS von Jutta auf dem Handy hatte. Spontan war ein Platz freigeworden – und noch viel spontaner bewarb ich mich auf diesen!

Und erstaunlicherweise war es tatsächlich so, dass ich kurze Zeit später eine Nachricht von HEMA im Postfach hatte. „Hallo Nele, toll, dass du so spontan bist!“ Ich war tatsächlich dabei und freute mich riesig.

Abends fuhren Jutta, Maike, Münstermama und ich also nach Essen – wunderbar chauffiert vom Münsterpapa! Wir hatten keine Ahnung, was auf uns zukommen würde. Also, ich als absolut Unvorbereitete sowieso nicht – aber auch die anderen, die eine offizielle Einladung hatten, waren sehr gespannt, was passieren würde.

Was erwartet man sich eigentlich von einem Blogger-Event? Nun, ich kann natürlich nicht für alle sprechen, aber ich selbst freue mich in erster Linie immer darauf, andere Bloggerinnen zu treffen und mit ihnen zu quatschen. Gerne mache ich dabei auch etwas – basteln, kochen, fotografieren, essen… Bei einem Event eines Unternehmens gehe ich davon aus, dass ich etwas über das Unternehmen erfahre, dass das Unternehmen eventuell etwas Neues vorstellt, über das ich später gern im Blog berichten möchte, weil es noch nicht so bekannt ist oder weil ich total begeistert und überzeugt bin.

Unternehmen auf der anderen Seite wünschen sich Berichterstattung, die über reine Werbung hinausgeht. Emotionale Blogposts, hübsche Bilder auf Instagram. Blogger liefern das gerne – wir sind begeistert, wenn uns jemand einlädt, wir freuen uns riesig, wenn’s dann vor Ort noch hübsch aussieht, und wir loben in den höchsten Tönen, wenn’s was Leckeres zu essen gibt. Auf Instagram und Co. hagelt es dann Kommentare und Likes – „Ach, ich wäre auch so gern dabei gewesen“, „Ich bin soooo neidisch“ oder „Toll, dass muss ich mir auch unbedingt ansehen“ – Ziel erfüllt. Wir sind ja dankbar, wir Blogger, wir brauchen ja schließlich auch etwas, worüber wir schreiben können, und wenn man dann noch unsere liebsten Blogger-Freundinnen ebenfalls einlädt, kann man eigentlich schon nicht mehr viel falsch machen.

Zurück zum aktuellen Thema: Das HEMA-Event. Wir wussten also alle nicht, was auf uns zukommt. Vor dem HEMA in Essen trafen wir die anderen Bloggerinnen, einige bekannte Gesichter, einige neue. Freundliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verteilten Sekt und O-Saft, blitzschnell wurde noch eine Garderobe für uns organisiert und dann trat auch schon der Geschäftsführer Norbert van der Hoeven auf die Bühne bzw. Treppe und stellte sich und das Unternehmen HEMA ein bisschen vor. Soweit war also alles ganz so, wie ich es mir erwünscht hatte. Sekt, ein paar Infos, nette Leute.

Im weiteren Verlauf des Abends waren 3 „Stationen“ eingeplant: Eine Bastel-Station, eine Schmink-Station und eine Muffin-Station. Beste Voraussetzungen also für einen schönen Abend, oder? Nun ja. An den Bastel-Stehtisch passten 3 Personen gleichzeitig, und erst hinterher sagte mir eine andere Bloggerin, dass man das ausliegende Bastelsortiment wohl noch hätte ergänzen dürfen durch weiteres Material, einfach aus den Regalen. Denn mal ehrlich: HEMA hat eine wirklich super Papeterie- und Bastelabteilung, in der ich mich supergern austobe, aber auf dem Tisch lagen nur 3 oder 4 verschiedene Produkte. Am Muffin-Tisch war es meist voll, daher habe ich diesen ausgelassen – und da Schminken nicht so mein Fall ist, kann ich zu dieser Station leider gar nichts sagen.

Stattdessen haben wir was gemacht? Eingekauft. 😀 Es sollte 15% Rabatt auf das gesamte Sortiment geben, und im HEMA findet man ja immer etwas. Also haben wir uns diese praktischen rollenden Einkaufskörbe geschnappt und sind durchs Geschäft gezogen. Ich persönlich ungefähr drei Mal. Das war nett, aber nun ja, es war halt: Einkaufen. Wie zu erwarten war, wenn man mich zwei Stunden in einen HEMA steckt, war mein Einkaufskorb anschließend recht voll (wenn auch nichts im Vergleich zu einigen anderen Ladys) und mein Geldbeutel leer. 😉

Leider war es schwierig, mit den anderen ins Gespräch zu kommen. Man begegnete sich im Gang zwischen den Kuchenformen und den Küchenhandtüchern, spähte sich gegenseitig im Korb und rief mal ein begeistertes „Was hast du denn da tolles?“, gab sich gegenseitig den Tipp, dass da hinten so wunderbare Kerzen stehen, und zog dann weiter, weil man gerade in verschiedene Richtungen ging. So habe ich mit Frauke und Michaela, die ich beide unbedingt mal persönlich kennenlernen wollte, nur wenige Worte gewechselt und stattdessen weiter meinen Einkaufskorb vollgeladen. Die einzigen Gespräche kamen zustande, als man gemeinsam an der Kasse anstand oder anschließend, als wir auf der Treppe noch auf andere warteten.

Mein Fazit? Es war nett. Genau das – nett, nicht mehr und nicht weniger. Eigentlich wollte ich gar nicht darüber bloggen – weil es eben einfach nett und nicht toll war, weil es nett und nicht Mist war. Also weder ein Grund für Begeisterungsstürme noch für Wutausbrüche. Aber dann habe ich den Artikel bei Frauke gelesen und auch den bei Sandra. Und ich dachte: Es hilft ja auch keinem, wenn ich nichts darüber schreibe. Vor allem nicht HEMA selbst. Denn: Wenn man mich jetzt noch einmal einladen würde – ich würde darüber nachdenken, ob ich noch einmal Lust habe, abends einfach mal zwei Stunden einzukaufen, Rabatt hin oder her. Und das HEMA-Team hätte keine Ahnung, weshalb.

Also, was hätte man besser machen können? Ein paar Sitzplätze hätten schon viel geholfen. Wenn man sich zum Basteln oder Muffins dekorieren hätte hinsetzen können, vielleicht auch mit mehr Leuten als drei zugleich. Auch eine dauerhafte „Betreuung“ des Bastelstandes hätte ich super gefunden. Dann hätte ich auch fragen können, ob ich denn vielleicht noch diesen einen Stanzer auspacken darf oder den Stempel aus dem Regal verwenden kann. Grundsätzlich finde ich nämlich das Bastel-Muffin-Schmink-Dreiergespann eine gute Sache, um fast das gesamte HEMA-Sortiment vorzustellen. In der Zukunft könnte man sich vielleicht auf bestimmte Aspekte oder Teile konzentrieren oder das ganze unter ein Thema stellen. Ein Weihnachts-Event zum Beispiel könnte ich mir super vorstellen.

So wie Sandra es berichtet, war das HEMA-Event sicherlich aus Unternehmenssicht durchaus erfolgreich. Es hat Aufmerksamkeit und Begehrlichkeiten geweckt, keine Frage. Meiner Ansicht nach war dieses Event aber keines, dass sich die meisten Besucher im Terminkalender rot anstreichen werden, um zu sagen „War das ein toller Abend – das muss ich wieder machen!“ Und damit hält sich sicherlich auch die Berichterstattung in den Blogs in Grenzen – oder sollte ein verloster 50-Euro-Gutschein wirklich so ein großer Anreiz sein? Ich habe noch nicht viele begeisterte Berichte gelesen. Vielleicht irre ich mich aber auch, es ist ja nur meine ganz persönliche Meinung.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass es das erste HEMA Blogger-Event war. Der gute Wille zählt. 😉 Und es war ja auch nicht schlecht, so kommt es hoffentlich auch nicht rüber. Es hat einfach noch viel Potential nach oben geboten! Und, wie Frauke es perfekt auf den Punkt bringt: Es fehlte einfach irgendetwas.

Eins muss ich aber nun noch loswerden: Den ganzen Abend über superfreundlich und absolut motiviert waren übrigens die HEMA-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Ehrlich, ein großes Lob an dieser Stelle!

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